Alles für die Katz…?

Der Frühling pausiert weiterhin verschnaufend…
Nächste Woche solls also losgehen – ein Sprachlehrer ist bereits gefunden. Vorgenommen habe ich mir jedenfalls, es diesmal anders anzugehen, zumal der Grammatik der serbischen Sprache der Ruf schwieriger Erlernbarkeit in entsprechenden Gesprächen vorauseilt.
Ich werde mich diesmal an den „Gastarbeitern“ aus Jugoslawien orientieren, mit denen ich vor Urzeiten in den Ferien auf dem Bau geklotzt habe.
Die hatten einen gewissen Wortvorrat an Substantiven, Verben und Adjektiven. Die Grammatik war kaum marginal vorhanden. Aber sie konnten ihre Anliegen vorbringen; konnten einkaufen und das wesentliche verstehen.
Und genau das möchte ich auch. Elaborierte Sprachkenntnisse sind durchaus willkommen, jedoch nicht mein vorrangiges Ziel.
Denn: die Menschen, mit denen man tiefer in ein Thema einsteigen möchte, sprechen in der Regel eine Fremdsprache, die auch mir schon geläufig ist und bei der Gemüsefrau auf dem Markt, dem Fischer oder dem Weinbauern interessiert mich der Geschmack und der Preis der Produkte. Diskussionen über kulturwissenschaftliche Aspekte sind da eher unpassend.
Bei all diesen Gedanken fiel mir ein, dass in der deutschen Sprache andere Menschen sprachlich (metaphorisch) sehr häufig negativ angesprochen (und bewertet) werden, in dem sie mit Tieren in Verbindung gebracht werden. Hauptsächlich mit Haustieren, die das aufgrund ihrer Nützlichkeit doch eigentlich garnicht verdient haben.
Fauler Hund, störrischer Esel, dumme Kuh, alte Sau, sturer Ochse, lahme Ente und blöde Gans fallen mir spontan dazu ein. Auch zusammengesetzte Substantive (Komposita) tauchen da auf; Dreckschwein, Meckerziege und im hessischen gibts den allbekannten Dreckwatz.
Selbst vor teilweise noch wildlebenden Tieren fehlt der Respekt, wenn ich an die falsche Schlange denke oder den Elefanten im Porzellanladen. Manche Menschen sollen gar einen Vogel haben. Und dann gibts noch die Menschen, die des morgens gerade noch zu einer Katzenwäsche fähig sind.
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5 Gedanken zu „Alles für die Katz…?

  1. @ Inchtomania – das ist mir lediglich im Vergleich zu anderen mir bekannten Sprachen aufgefallen. Ich habe irgendwann in deinem Blog gelesen, dass du wohl auch mehrere Sprachen sprichst; ist dir da nicht aufgefallen, dass in anderen Sprachen andere Redewendungen verwendet werden?

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  2. spinnen wir das Garn mal weiter
    tierische Schimpfwörter im Pflanzenreich:

    Da gibt es Pflanzennamen für „gute“ Nutzpflanzen. Dieselben Pflanzennamen werden manchmal mit Tiernamen kombiniert, das sind dann oft die „schlechten“ nicht nutzbaren Verwandten.

    Beispiele?
    Kastanie – Roßkastanie
    Pfefferminze – Katzenminze, Roßminze
    Gerste – Mäusegerste
    Esche – Eberesche (das könnte auch die Aber-Esche sein, die nicht-Esche, na ja)
    Petersilie, Hundspetersilie
    ich könnte wohl noch 20 aufschreiben.
    nur so.

    herzlichen Gruß
    WilliW

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  3. Na aber klar doch! Und manchmal stehe ich da ganz schön auf dem Schlauch, wenn ich die Redewendung noch nicht kenne. Meine Frage war auch eher, naja, nicht ganz ernst gemeint *g* Denn Schimpfwörter sind auch sehr wichtig. Ein Schimpfwort war mein zweites Russisches Wort, und ungefähr mein drittes Italienisches *gg*

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