Schönheit + Erinnerung

Symphonie in G-Dur von Johannes Brahms – livehaftig und kraftvoll, präsentiert vom Nationalorchester…

Zastava war die jugoslawische Fiat Lizenz – hier ein schön erhaltener 600er

und ein trauriger 1500er

   Opel erfreute und erfreut sich grosser Beliebtheit – C-Rekord

Diese schlafende Schönheit ist eine Opel P2 Limousine

    Die Dyane von Citroën ist bei uns quasi ausgestorben – und dann gleich im Doppelpack

 

   Und den Kleinen mit der Steinwurfbremse kann man auch noch sehen…

Ich habe „Die Fernfahrer“ bekommen. Die gibts mittlerweile auf DVD. Das war eine Serie in zwölf Folgen und wurde zwischen 1963 und 1967 im ersten Programm ausgestrahlt. Das muss man sich einmal vorstellen – im Schnitt drei Folgen pro Jahr. Bei der heutigen durchschnittlichen Verfallszeit von Attraktion und Erinnerung würde sich vermutlich bei der dritten Folge schon niemand mehr erinnern, dass das überhaupt eine Serie ist.
Einige Folgen habe ich seinerzeit gesehen – das hat mein Bild von LKWs für immer geprägt. Der Hauptdarsteller war ein Büssing L8000. In einer Folge tauchte auch am Rande Krupp Titan auf. Über diese tonnenschwere Schmückstücke hatte schon einmal was geschrieben. Da werden sicherlich noch Fotos folgen.
Für mich sind solche Serien oder Filme wie Wasser auf die Mühle meiner Erinnerung. Da rasselt die Kette zurück in den Brunnen der Geschichte. Nicht nur Fahrzeuge, auch die Wohnungseinrichtungen, Kleider, die Sprache – einfach alles taucht dann wieder an der Oberfläche auf. Und manche PKWs, die in der Serie vorkommen kann man hier noch sehen.
Was mich beim Sehen allerdings etwas erschreckt hat, ist, in welcher Rasanz sich die Welt in den wenigen Jahrzehnten verändert hat. Die Welt hat sich schon immer verändert und das war und ist auch gut so. Das Problem liegt in der zunehmenden Geschwindigkeit.
Die Generation meiner Eltern konnte wohl gerade noch so mithalten. Ich frage mich, wie weit das Tempo noch beschleunigt werden wird.
Werden wir noch mithalten halten können oder werden wir über kurz oder lang aus der Kurve fliegen?
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5 Gedanken zu „Schönheit + Erinnerung

  1. Naja, zum Glücj wächst ja jede Generation mit der neuen Geschwindigkeit auf. Da sollten die Kurven denen dann nicht zu rasant vorkommen. Problematisch wirds wirklich nur für die Alten, die ja noch mit der Geschwindigkeit von vor 4 Generationen aufgewachsen sind. Und wenn man davon ausgeht, dass Mädchen, die heute geboren werden so an die 100 Jahre alt werden, da wird mir bange um diese Generation

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  2. Soweit ich mich erinnern kann waren die 1500er schon immer traurig. Ein Bekannter meines alten Herrn fuhr so ein Ding, jedenfalls wenn es mal fuhr, meistens war es in der Werkstatt. Das faszinierende an solchen alten Kisten ist ja, dass es tatsächlich Menschen gibt, die über die Jahrzehnte hinweg solche alten Fahrzeuge am laufen halten, trotz Rost, trotz TÜV, trotz wahrscheinlich schwer zu bekommender Ersatzteile und trotz der veralteten Technik, die eigentlich keinen Spaß mehr machen kann, wenn man mal in einem neueren Auto gesessen hat.
    Das muss wahre Liebe sein. Gibts wohl nur zwischen Männern und Autos *gg*

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  3. Der spezifische Zugang zu Autos, Motoren und Schmierstoffen ist mir immer fremd geblieben.
    Automobile sind für mich nützliche Werkzeuge. Selten mehr.
    Ich war und werde nie ein Schrauber sein, der beim Geruch von SAE 5W in Verzückung gerät.
    Ich mache mir nicht gerne die Finger schmutzig. Ich bin ein Ästhet, der sich an Design und Optik ergötzt.

    Mein erstes Traumauto war ein BMW aus der CS-Serie. War das ein CS 3002, CS 3003, CS 3000?
    Ich kann es nicht genau benennen, die Erinnerung verblasst. Ich würde den Wagen jederzeit erkennen.
    Ich bin mir heute nicht mehr sicher, ob meine Faszination dem Wagen oder der Blondine galt, die dieses Geschoss bediente. Ich war 10 Jahre alt.

    Für Ferrari habe ich nie Faszination entwickeln können.
    Diese Autos dienen meiner Meinung nach minderbemittelten Vermögenden als Surrogat für Potenz.
    Klingt wie ein Klischee, eh? Ich kenne jemanden, der hat ca. 50 Ferraris als Modell im Wohnzimmerregal. Ich kenne ihn gut.

    Ich war immer fasziniert von optischer Eleganz und Besonderheit. Die Anzahl der Pferdestärken war mir nie wichtig.
    Borgward's Modelle in Sachen Isabella und Arabella finde ich heute noch cool.
    Das Design von Ferrari? Geht so. Lamborghinis und Monteverdis fand ich immer interessanter.
    Macht nichts. Ferrari ist und bleibt die Identifikationsfigur für Millionen Deutsche.
    Schönen Gruß an Rimini u. Schumi !

    Einst kannte ich eine faszinierde Frau. Sie glaubte, so gut wie ALLES über deutsche Automobile zu wissen.
    Als wir uns näher kamen, habe ich sie mit Antworten zu Isettas und Isabellas verblüfft.
    Sie schuldete mir eine Vögelei.

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