Flughafen Tempelhof

Regen an St. Barnabas währet 40 Tage ohne Unterlass. (Barnabas war am 11. Juni)…
    (zum vergrössern ein Foto anklicken)
Das Wetter war (trotz Barnabas und Bauernregel) wie bestellt für eine ausgedehnte Begehung. Wie ich erst viel später erfuhr, hatte ich wohl das Vergnügen bis gegen Ende des Flugverkehrs auf diesem tollen Flughafen zu landen. Umso mehr freue ich mich auf die Besichtigung. Mittlerweile ist der Flugverkehr eingestellt. Verständlich, wenn man den Blick zurück wendet. Das ist mir erst jetzt so richtig klar geworden, dass die Flieger beim landen manchen Anwohnern die Bettdecke weggezogen haben.
Das Flugfeld ist der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden und wird für ganz unterschiedliche Aktivitäten genutzt. Kräutergärten sind angelegt, Leute lassen Drachen steigen, joggen, skaten, fahren mit ihren Rädern oder nutzen die Rasenflächen als Liegewiese. Viele Jugendliche sind schon morgens zu sehen. Die ersten Rauchfähnchen steigen von Grills auf. Eine Schulklasse macht einen Ausflug.
Der Flughafen Tempelhof ist geschichtsträchtig. Ich mache mich auf zu den Gebäuden, die ich gerne fotografieren möchte. Eine Führung soll es da geben. Obwohl das Rollfeld relativ kurz ist, wird es gefühlsmässig länger wenn man zu Fuss darauf unterwegs ist.
Trotz eines 28mm Objektivs dauert es ein Weilchen bis man das ganze Bauwerk ins Bild bekommt. Zu seiner Zeit war es das flächenmässig grösste Gebäude der Welt. Der Gebäudebogen ist 1200 Meter lang. Ich umrunde das Flugfeld fast komplett und gehe dann zu den Gebäuden.
Zum Flugfeld hin steht leider ein massiver Zaun. Dennoch kann ich eine Runde um die Hangars und den Terminal machen. In dem Büro für die Führungen ist niemand. Zu einem Hangar hin sind die Türen offen. Ich nutze die Gelegenheit. Im Hangar wird gerade etwas gebaut. Als ich eben durch die mächtigen Tore aufs Flugfeld gehen will, werde ich zurückgepfiffen. In den nächsten drei Wochen wird es keine Führungen geben. Eine „grosser Kunde“ hat den Hangar für einen Event gemietet. Na toll. Ich möchte nur zwei, drei Aufnahmen direkt vor dem Tor machen. (Da kann man den Gebäudebogen so richtig schön sehen). Nee, jeht nüscht, die Vasischerung erlaubt det nüscht, so spricht der Wächter. So bleibt ein letzter Blick auf den Eingang. Ich werde wiederkommen.
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3 Gedanken zu „Flughafen Tempelhof

  1. Daneben gewohnt haben möchte ich nicht, aber jetzt, so mit Kräutergarten…
    Da wird wohl als nächstes in der Umgebung saniert werden und die Mieten werden steigen fürchte ich, bis die nicht mehr zahlen können, die es dort Jahre ausgehalten haben.
    Ähnlich nette Ansagen bekommt man hier übrigens bei Airbus, wer da in der Nähe mit Kamera rumlungert ist hochverdächtig. Und wehe die Grundstücksgrenze wird einen halben Meter überschritten. Zeter und Mordio.

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  2. Von steigenden Mieten kann man ausgehen, ohne Wahrsager zu sein. Neukölln wird gerade zum in-Viertel, da kann man das gut sehen. Die Häuser am Ende der Landebahn gehören zu Neukölln.
    Der Zaun steht dort übrigens aus Sicherheitsgründen, die mir nachvollziehbar sind. Die Gebäude wären sicherlich recht fix zugesprüht.

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