Erfreuliche Abkühlung – Schwimmen in Flüssen

Das Gewitter dauert knappe 15 Minuten, alle drei Blitze verweigern das fotografische Portrait…

Etwas Regen könnte die Erde gut vertragen. Sechs Flüsse durchfliessen oder berühren die Hauptstadt. Die Wasserspiegel sinken wegen der sommerlichen Hitze zusehends. Einige Flüsse führen gar kein Wasser mehr. Die steinigen Flussbetten ziehen sich wie ausgetrocknete Narben durch die urbane Landschaft. Die Zeta (rijeka zeta) kommt vom bergigen Nordwesten und mündet in der Stadt in die Moraca, den grössten Fluss hier.
Die tieferen Stellen in den Flüssen werden von den Städtern im Sommer gerne zu einem kühlen Bad besucht.
Schwimmer in der Zeta informieren die Polizei. Sie haben am Ufer eine „Mine“ gefunden. Spezialisierte Taucher rücken an und entdecken nach und nach ca. 400 Granaten. Neunzig Prozent davon sind noch scharf. Zwei Tonnen Munition, Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg.
Wir bevorzugen zum Schwimmen die kleineren Flüsse ausserhalb der Stadt. Die haben zwei Vorteile, erstens ist das Wasser absolut sauber und zweitens ist man dort garantiert allein.
Es ist jedesmal wieder erstaunlich, dass selbst Einheimische diese fantastischen Orte nicht kennen. Vielleicht liegt es auch daran, dass die richtig guten Stellen nur zu Fuss zu erreichen sind.
Vorgestern habe ich die beiden Engländer persönlich kennengelernt. Sie haben das Land vor vier Jahren bereist und beschlossen, gleich hierzubleiben. Inzwischen vermieten sie ein feines Ferienhaus hoch über dem See und organisieren Trips in die nähere Umgebung. Wir verstehen uns auf Anhieb und tauschen uns über unsere Entdeckungen der beeindruckenden Naturschönheiten aus. Neue unbekannte „Stellen“ sind zu unserer Liste hinzugekommen. Wir freuen uns aufs Wochenende.
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8 Gedanken zu „Erfreuliche Abkühlung – Schwimmen in Flüssen

  1. huch – Hippolyte – – schwupps war mit deinem gelöschten auch dein korrigierter wech….

    ich zitiere dich:

    „Na da bleibt nur zu hoffen, das Ihr am Wochenende von solchen Funden verschont bleibt. Viel Spass bei der Erkundung der neuen unbekannten „Stellen“ und ich bin in freudiger Erwartung der daraus folgenden Bilder 😉

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  2. Die Gegenden, die wir durchstreifen, sind so nah an der Stadt und dennoch so abgelegen. Wenn man da einige Monate nicht wandert, muss man die Wege wieder freischneiden. Eigentlich freue ich mich jetzt schon auf den Herbst, wenn die Blätter sich färben und die Gewässer wieder mächtiger anschwellen.
    Richtig gespannt bin ich allerdings, wie lange das noch „forgotten places“ für einige Wenige bleiben werden. Derzeit spielt sich der steigende Tourismus an der Küste und im Gebirge ab, hier eilen fast alle Touris einfach vorbei 😉

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  3. Ich bin ja inzwischen ein großer Fan von deinen Bildern.
    Ich wüsste gerne, wie dir dieses tolle Bild gelungen ist.

    Wenn ich meinen Blick auf die mittlere oder untere Hälfte konzentriere, könnnte es auch ein Alpenpanorama sein…

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  4. Fan? Huch, ich habe ja noch garkeinen Fanklub… Danke für das Kompliment.
    Alpenpanorma? Da muss man erstmal drauf kommen.
    btw: ist ganz einfach. Beim fotografieren (grch. photon graphein = mit Licht schreiben) kommts laso aufs Licht an. In diesem Fall also warten bis die Sonne niedrig steht und von hinten in die Wellen scheint. Dann warten bis sich eine Welle überschlagen will und mit möglichst kurzer Belichtung draufhalten. Das Foto kam so aus der Kamera.

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