Bananenkuchen im Tauschhandel

Die Sonne zeigt sich voller Gnade: nur maximal 37° heute…


Lieber Besuch wird in der Dunkelkammer mit Freude empfangen. Schon vorher werden Erkundigungen eingezogen, um den Reisenden den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Und wenn da Vorankündigungen durchdringen, die nach Handkäs oder Sämereien für eine künftige zünftige Grie Soss klingen… Und wenn überdies Frau Waas noch so ein ganz bestimmtes Leuchten in den Augen hat, ja dann…
Ein Bananenkuchen wäre erwünscht.
Seit ich im Regenwald lebte, backe ich hier keinen Bananenkuchen mehr. Dort werden die gerade noch unreifen Früchte geerntet, in Kartons verpackt und dann im Container mit einer chemischen Keule behandelt, die den Reifeprozess unterbricht. Nach dieser Misshandlung Behandlung werden Kartons und Container verschlossen und in die weite Welt verschifft. Die Männer, die tagtäglich diesen giftigen Job machen müssen, können einem leid tun.
In europäischen Auslagen findet dann die „Restreifung“ statt. Von da bis zu den brauen Flecken sinds dann nur wenige Tage.
Wir sind alle einen bestimmten Bananengeschmack gewöhnt. Natürlich gereifte Bananen schmecken allerdings ganz anders. Wenn Bananen hier braune Flecken auf der Schale haben, haben sie innen auch braune Stellen, die unangenehm matschig schmecken. Im Regenwald dagegen sehen sie trotz äusserlicher Bräune innen ganz frisch aus und schmecken dann genau richtig: volles Aroma und angenehm fruchtige Süsse. Das sind die richtigen Bananen für einen 1A-Bananenkuchen.
Da ich Wünsche lieber erfülle als abschlage, backe ich trotz meiner Bedenken einen Bananenkuchen. Nicht in 1A-Qualität, aber die Freude der Reisenden ist ohnehin wichtiger. Und unsere Freude über die Mitbringsel.
PS: Mitbringsel? Das Buch „Faszination des Ovals“ beispielsweise. Die Geschichte der Commerzbank-Arena. Für mich war und ist es das Waldstadion. Dem Grusswort entnehme ich, dass die Bank das Namensrecht (zum Glück nur) bis 2015 hält. Meine Hoffnung stirbt zuletzt. Die Nacht wird kurz werden.
Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an Beve und Owladler.
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10 Gedanken zu „Bananenkuchen im Tauschhandel

  1. Der sieht, trotz seines Inhalts, ziemlich lecker aus. Ich mag nämlich keine Bananen, was daran liegen mag, dass ich noch nie eine „richtige“ Banane gegessen habe, nur das Containerzeugs.

    Auf 2015 würde ich mich an Deiner Stelle nicht zu früh freuen, die Erfahrung zeigt, dass es durchaus schlimmere Namen gibt. In meiner Stadt gibt es auch so ein Stadion, das inzwischen schon seinen dritten Sponsorennamen trägt. Aber vielleicht habt ihr ja Glück und es findet sich ein reicher Gönner mit dem Nachnamen Wald *g* .

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  2. Schmunzel, das wäre ja fast wie ein 6er im Lotto. Werde mich auch mal auf die Suche nach einem Herren mit dem Namen Westfalen machen 😉

    Ansonsten hört und sieht sich der Bananenkuchen doch sehr lecker an. Mich wundert nur wo Herr Ärmel die Früchte hier im Regenwald hat wild wachsen sehen. Den Platz musste er dann doch mal veröffentlichen, mir jedenfalls ist er unbekannt *g*

    Viel Spass und ein paar schöne Tage mit dem Besuch wünsche ich dann.

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  3. Püh, Regenwald! Ich war mal „ausgelagert“ Zusammen mit einigen Gewächshäusern des Botanischen Gartens Leipzig. Riesige Gewächshäuser. Und in denen gediehen die ansässigen Bananenstauden ganz prächtig. Die Früchte waren nicht so groß und gleichmäßig wie die im Supermarkt. Lecker waren sie allemal.
    Wer braucht schon Regenwälder…

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  4. Der „Gallier“ war mein Schwiegervater (der normalerweise in Rhein-Main wohnt) und hat die noch ziemlich kleinen Stauden wohl einfach übersehen. 😀 Gibts ja auch bei ihm zuhause nicht – außer vielleicht im Blumentopf.

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