Weltuntergang und Wassernot

Viele reden vom Wetter – warum eigentlich?…

Mayakalender – Weltuntergang? Die Schamanen auf den als heilig geltenden Bergen lächeln. Was in der westlichen Welt als Weltuntergang medien- und gewinnträchtig vermarktet worden ist, wird in Mexiko ganz anders gesehen. Hier bedeutet das Kalenderende den Anbruch einer neuen Epoche. Entsprechend war von Panik keine Rede sondern man sieht mit Freude in die Zukunft.
Manchmal wird das Leben einfacher, wenn man einmal seine Position verändert und die Dinge aus einer anderen Perspektive anschaut. Und der Gebrauch eigener Denkwerkzeuge kann dabei auch hilfreich sein. Beim Fragenstellen zum Beispiel.
Warum wurde im Spätherbst vergangenen Jahres in unseren Medien nicht über mexikanische Schamanen und ihre Interpretation des Maya-Kalenders berichtet?
Frau Waas ist zurück und hat sehr viel interessantes zu berichten aus Mexiko. Und an brauch- und essbaren Mitbringseln wirds in der nächsten Zeit auch mangeln.
Bei soviel Angenehmem bleibt dennoch die Aufmerksamkeit erhalten. Und wer neben Bier und Rakija auch andere Flüssigkeiten zu sich nimmt; hie und da ein Bad nimmt oder sich unter Dusche stellt, wird von den neuen Plänen der Geschäftemacher gehört haben.
Es gibt Pläne, die Wasservorräte zu privatisieren. Was das bedeutet für unsere Zukunft, kann sich jeder ausmalen, der über ein wenig Fantasie verfügt. Wasserreiche Länder verkaufen ihre „Überschüsse“ an wasserarme Länder. Neue Firmen werden gegründet und ihr Geschäftszweck ist der globale Handel mit Wasser. Aus einem öffentlichen Gut wird ein privates, das wirtschaftlichen Interessen unterworfen wird. Die – fast könnte man sagen harmloseste – Konsequenz wird eine nicht mehr kontrollierbare Preisgestaltung sein. Ergo der bereits absehbare stetige Preisanstieg.
Ohne Wasser kein menschliches Leben – ohne Widerstand wird das still und heimlich durchgezogen auf dem üblichen Weg: wirtschaftliche Interessen -> Lobbyismus -> politische Entscheidung gegen die Menschen.
Wer in Zukunft bezahlbaren Zugang zu Wasser haben möchte wie bisher, erhebt seine Stimme –> Wasser ist ein Menschenrecht!
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3 Gedanken zu „Weltuntergang und Wassernot

  1. Warum die Wasservorräte unbedingt privatisiert werden müssen? Weil nur der Kapitalismus ordentlich funktioniert (sagen die Kapitalisten) und somit früher oder später allen Menschen überall Trinkwasser bereitstellen wird.

    Die müssen das dann nur noch bezahlen können, aber das ist ein anderes Problem. Wird der Kapitalismus sicher auch ganz pragmatisch lösen, indem z.B. nicht ganz so gutes Trinkwasser billiger verkauft wird. Scheiß was auf Grenzwerte…

    Mir wird übel.

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  2. Oh gut. Ich denke mal, mit Wasser lässt sich noch besser an der Börse spekulieren als mit Lebensmitteln.
    Äh, und was nun die betrifft, die das dann vielleicht nicht mehr bezahlen können ( da wird es auch in Deutschland genug geben, da muss man nicht in die sogenannte 3. Welt gucken), ja , gibt es nicht eh viel zu viele Menschen auf der Welt? Privates Wasser wäre doch ein ganz hervorragendes Regularium.
    Ich wei, ich weiß. Vorerst sollen die Staaten zahlen, also der Steuerzahler insgesamt. Aber wie lange wird es wohl dauern, bis sich die, die arbeiten gehen, darüber aufregen, dass sie für andere mit bezahlen?
    Ach, man könnte sich so viele Szenarien ausdenken. Positiv ist keins, außer, dass nun endlich die Weltrevolution kommt.Oder so.

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