Kurze Impression vom Winter

Im Park nebenan sind fleissige Gärtner zugange – steht der Frühling schon vor der Tür?…


Es ist ein kurzer Ausflug in die Winterlandschaft. Drei Tage sollten es werden, aber das Leben zieht einen ab, ein Strich durch die Rechnung sozusagen. Zum nächsten wintersicheren Skigebiet sind es gerade einmal etwas mehr als eine Stunde Autofahrt. Schon bald nach der Stadtausfahrt sieht man in der Ferne die schneebedeckten Gipfel. Zwischen 1400 und 2000 Meter garantieren Wintersport bis mindestens März. Wir wollen eine Nase Winter schnuppern, ein bisschen spazierengehen und eine Sauna soll es auch geben. Obwohl es das letzte Wochenende vor dem Ende der Winterferien ist, geht es gemächlich zu. Nicht zu vergleichen mit den Skigebieten der Alpen. Auch preislich merkt man, dass der Ski- und Wintersportzirkus hier noch nicht angekommen ist. 
Auf einem längeren Spaziergang geniessen wir die herrliche Ruhe der Winterlandschaft. Wir laufen auf der Landstrasse, denn die Sommers genutzten Wanderwege sind nicht präpariert und Wegmarkierungen liegen unter der weissen Pracht verdeckt.
Am nächsten Morgen gehen wir vom Hotel zu den Skipisten und Liften. Wir kaufen Ticket (Berg-und Talfahrt) und sitzen gleich darauf im Sessellift, der uns auf knapp 2000 Meter bringen soll. Die Pisten sind gut präpariert und markiert. Skiläufer schwingen in eleganten Schwüngen talwärts. Snowboarder ziehen im tiefen Pulverschnee ihre Spuren zwischen Felspassagen und Bäumen abseits der markierten Pisten. Kurz vor dem Ende der Auffahrt wird der Wind unangenehm und schneidend eisig. Ausserdem ist der Gipfel in Wolken. Schade eigentlich, denn so haben wir keine Fernsicht. Fotografieren ist mir aber ohnehin nicht möglich, denn meine Finger sind zu klamm, um die Kamera zu bedienen. Zehn Minuten später fahren wir talabwärts. Ein klarer Rakija aus Birnen macht die Finger wieder beweglich.
Am Nachmittag finden wir einen Waldweg und beschliessen in der Sonne ein Stück durch den verschneiten Wald zu laufen. Einzig ein Mann mit seinem Bündel auf dem Rücken überholt uns unterwegs. Er verlässt den Weg kurze Zeit später und geht nach rechts zu einem kleinen eingeschneiten Häuschen. Hundegebell begrüsst ihn. Verstreut liegen diese Häuser im Tal, vorwiegend Ferienhäuser. Verlassen liegen die meisten. Im Sommer scheint hier mehr Leben zu sein. Aus der Gegend um Kolašin kann man in den Kosovo oder nach Albanien wandern. Das touristische Angebot dafür wird mit viel Energie ausgebaut und vorangetrieben. Wer Wintersport mag, kann hier auf jeden Fall einen sportiven und dennoch ruhigen Urlaub verbringen. Es gibt Lifte und Abfahrten für jeden Schwierigkeitsgrad. Die Preise dafür sind ebenso zivil wie für die Unterkünfte verschiedener Kategorien. Ein überschaubares Gebiet und (noch) nicht überlaufen. Klein aber fein.
    (Foto anklicken öffnet die Wintergalerie)

 

 

 

 

 
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11 Gedanken zu „Kurze Impression vom Winter

  1. Gegen die feinen Destination in alpinen Kantonen kann das Land kaum antreten ^^
    Aber im Ernst, es ist schön, noch einmal das Gefühl zu erleben, wie das damals gewesen ist, als ich mit meinen Eltern die ersten Skiurlaube im oberen Allgäu verbracht habe.

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  2. Ach, ich will einfach nur Skilaufen, ich brauch keine 200 Pisten in allen Schwierigkeitsgraden, wir haben in jedem Urlaub unsere Lieblingsstrecken gehabt und längst nicht alles ausprobiert. Wenn man in der Silvretta Skiarena alle Abfahrten testen will hat man gut zu tun. Ein schneesicheres Skigebiet zu bezahlbaren Preisen in Montenegro tut es auch, die alpinen Kantone kann sich Otto Normalverbraucher gar nicht mehr leisten. Und wenns da nur 5 Pisten gibt wird man auch seinen Favoriten darunter finden.

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  3. Putz mal die Brille, oder les den Text aufmerksamer, dann kommst Du von alleine drauf was auf den Fotos zu sehen ist *fg*

    btw: die verschneiten Bäume auf Bild 2 sind schön, diesen Winter sieht es hier irgendwie schlecht aus für solche Motive. Langlauf in Thüringen ist nicht mehr geplant, die haben auch so etwas.

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  4. genau, da gibts 6 verschiedene Lifte, für jeden Geschmack und jedes Können was dabei, keine Schlangen (trotz Sonntag und Sonnenschein), Skischule, Babyhügel, tollkühne junge Burschen auf Schneebrettern. Und für frostfingrige Leute wie mich die urige Kneipe mit Rakija satt 😉

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  5. ah eine schöne Winterlandschaft. Der schwarze Berg hat also auch da einiges zu bieten. Ich brauche gar keine Pisten, daich mich dem Skifahren verweigere. Wanderwege in solcher Kulisse wären aber ein Traum 😉

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