Sichtweisen (XII) – Im Atelier der Wörter

Gegen den vorwochendlichen Wetterblues: Carlos Santana & Buddy Miles Live! (1972)…

Zur Reanimation des Tags, bzw. der Rubrik „Sichtweisen“, unter dem ich ewig nichts gepostet habe, will ich heute etwas ganz anderes versuchen. Durch den Hinweis in einem anderen Blog wurde ich auf wordle aufmerksam.   Normalerweise präsentiere ich in den Sichtweisen mehrere Fotos, die man als Geschichte lesen kann. Wordle ermöglicht es, Texte grafisch zu gestalten. Man gibt einen Text ein und kann ihn anschliessend grafisch bearbeiten. Da ich gerade an einem Text arbeite, probiere ich das Verfahren einfach einmal aus. Aus den abgebildeten Wörtern könnte man den Ausschnitt meines Textes wieder rekonstruieren. Könnte, weil man dazu natürlich die von mir fast ausnahmslos eliminierten Artikel, Präpositionen, Adverben und Konjuktionen wieder sinngemäss einfügen müsste. Die Grösse der Wörter gibt die Häufigkeit wieder, mit der sie im Text verwendet worden sind. Wem es also das Wochenende verregnen sollte, kann sich mit diesem Spielchen die Zeit vertreiben.

Allen Besuchern ein hoffentlich spätsommerlich schönes Wochenende.

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11 Gedanken zu „Sichtweisen (XII) – Im Atelier der Wörter

  1. Vielen Dank nochmals für den Hinweis!
    Auf einer A4-Seite finden etwa 350 Wörter Platz. 30% davon werden „ausradiert“, das geht ganz flott, der Rest ist oben zu sehen. Einiges ist mir allerdings in der Eile durchgewutscht 😉

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  2. Keine Sorge, bei mir überwiegt in jedem Falle die Lust am Text. Manchmal brauche ich Adverben schon allein deshalb, weil sie der Sprachmelodie eines Satzes dienen. Ich mag es, wenn Sätze ein bisschen klingen wie Musik. (Da bin ich ganz bei Flaubert.) Aber „immer“, „schon“ und „mehr“ tauchen in meinen Texten erstaunlich häufig auf – und da frage ich mich doch, ob ich sie nicht ein bisschen inflationär benutze. Muss ich mal darauf achten…

    Aber sag mal: Du bist schon auch ganz schön belesen, oder?

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  3. Ooooch, Herr Ärmel… meine Hoffnung war immer, wenigstens in diesem Blog gefeit zu sein vor jedmöglichem (klasse, das Wort wird mir grad als Grammatikfehler angezeigt) Cloud-Mega-Data-Input-Scheiss. Und jetzt ist Herr Ärmel auch Big Data-infiziert?

    Ich könnte jetzt eine lange Abhandlung schreiben über Big-Data und die Folgen… muss ich aber nicht, weil Her Ärmel weiss, was ich meine. Stimmt's?

    Die Algorithmen, die bald (soweit es keinen Widerstand gibt) unser Leben bestimmen, werden dann aus dieser Datenwolke Rückschlüsse vollziehen und Konsequenzen durchsetzen. Das mag nach Spinnerei klingen – ist es aber nicht. Das Thema ist ernster, als wir es uns vorstellen können. Die Jungs der neuesten IT-Data-Industrie sind schon viel weiter, als wir denken (in der gestrigen FAZ war auch wieder ein sehr interessantes Interview diesbezüglich)…

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  4. Deine Cloud sieht sehr literarisch aus, wenn ich das bei mir mache überwiegen wohl Backfisch und Elfmeter. Aber die Arbeit alle Artikel, Präpositionen, Adverben und Konjuktionen aus einem Haufen ausgesuchter Texte zu entfernen? Nee danke. Könnse wieder mit ankommen wenn sie den Algorithmus überarbeitet haben *g*

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  5. Lieber Herr Hackentrick, nach deinem tollen Posting zum elften September (ich verwende jetzt mal weder Ziffern noch Zahlen) hatte ich deinen Kommentar eigentlich erwartet ^^
    Ohne jetzt eine lange (schrftliche) Diskussion vom Zaun brechen zu wollen, denn dafür würde ich dich zu gerne bald wiedersehen: Das Internet wurde von Militärs initiiert. Militärs wollen überwachen, Gefangene machen und siegen. Gefangen im Internet waren wir von Anbeginn an, auch wenn es damals keine Offenbarer wie den jetzigen grossen Helden gegeben hat und ausspionierbar ebenso. Nichts ist umsonst im Leben, nicht mal der kleinste Download. Und ihrem Weg zum Ziel sind sie ein Stück näher gekommen.
    Was mich eher umtreibt, ist die Frage, warum und wielange sich die Menschen in Mitteleuropa noch einreden lassen, wir hätten so etwas wie eine Demokratie und oder gar echte persönliche Freiheiten.
    Und daraus folgernd natürlich, wann wir endlich aufstehen für z.B. den verfassungsmässig garantierten Volksentscheid.
    Schöne Grüsse vom Schwarzen Berg

    PS: word clouds wirds wahrscheinlich keine mehr geben, ich wollte lediglich mal damit spielen (homo ludens!). Für meinen Geschmack ist das Programm zu primitiv und biete mir nicht die kreativen Möglichkeiten, die mich wirklich inspirieren.

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