Wenn einem so was schönes widerfährt

Es giesst aus Kübeln, dreimal ist heute der Strom schon abgeschaltet worden. Da kriegt man den Blues. John Mayall – Blues from Laurel Canyon (1968). Eine Scheibe fürs Leben…

Trotzdem dringen Sonnenstrahlen ins Gemüt. Zwei ganz nette Schwestern haben sich an mich erinnert. Ein Hausstand muss aufgelöst werden und dabei tauchen auch einige Photographica auf. Bevor die nun in die Tonne wandern sollen, denken die beiden an mich. Was ich ganz schön finde. Kurze Zeit später bringt ein Nachfolger von Herrn Spahrbier ein fein geschnürtes Paket. Ich komme abends aus dem Regenwald zurück und freue mich beim Auspacken als wäre Weihnachten. Neben zwei alten deutschen Fotoapparaten sind noch etliche Kleinigkeiten dabei. In den folgenden Tagen beschäftige ich mich mit dem wunderschönen Geschenk und beginne mit einigen grundlegenden  Recherchen. Toll ist auch der Karton einer ehemaligen Fotopapierfabrik aus einem Städtchen ganz in der Nähe. Die Dinge werden lebendig und schon stellen sich die Fragen nach den ehemaligen Fotografen. Welche Motive mögen ihren Blick auf sich gezogen haben. Hatten sie eigene Dunkelkammern…
Für die Exa habe ich hier noch ein 400er Fernrohr liegen. Leider hängt der Compur-Verschluss der Zeiss Ikon. Ich werde mich auf dem Schwarzen Berg auf die Suche nach einem Feinmechaniker machen. Vielleicht finde ich hier einen der wenigen Spezialisten, die sich noch auf solche Reparaturen verstehen. Vielleicht könnte der auch meine alte Olympus… Die ist nämlich genauso alt wie ich. Während ich mich an den alten Kameras erfreue fällt mir auch die alte Minolta XD-7 wieder ein, die noch in Lummerland liegt. Ich liebe diese alten Kameras. Den beiden noblen Schwestern danke ich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich.

      (Foto anklicken und gross gugge)


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7 Gedanken zu „Wenn einem so was schönes widerfährt

  1. Nostalgiker allesamt *g*
    Im Regenwald soll es nen Dealer geben, der „Filme“ für so etwas verkauft. Aber nur in schwatzweiß, bunt ist aus 😉

    In die Minolta haste damals aber auch ganz gut investiert so wie das aussieht, ich dachte Du wärst immer Olympionike gewesen.

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  2. Hmmmm… wenn ich ja nicht so feige wäre und hier mal Staub wischen täte, quasi ein Reinraumfeinmechaniklabor eröffnen würde, bräuchtest Du nicht mehr suchen. Größentechnisch wäre die Bastelei genau meine Kragenweite (schon rein beruflich). Leider viel zu viel zuviel Spezialwerkzeug erforderlich, was ich mir zwar auch selbst anfertigen könnte… aber die Zeit… sie fehlt halt. Tja.

    Btw, nette „Altherren“-Fotogerätesammlung ! 😉

    ;-p

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  3. Falsch, Digger !
    Der Dealer verkauft (vorrätige) Farb- u. Diafilme, die gibts btw auch noch in jedem Süpermarket.
    Die Schwätzweissdinger bestellt er mir. Könnte ich zwar auch für ne Handvoll Cent billiger selbst tun, aber: lewwe un lewwe losse, gell !?

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  4. Für die beiden Verschlüsse (Compur und Copal) braucht man kein Spezialwerkzeug. Das waren damals noch andere Zeiten. Nicht wie derzeit z.B. bei Shimano, wo man für das Lager eines Fahrradpedals schon ein Spezialwerkzeug braucht.
    Dir fehlt Zeit? Joh geh fodd, des gippts doch nedd. Alles Ausredde..

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