Fremdgugge I

Bei dem draussigen Dauerregen muss die Sonne in der Dunkelkammer selbst aufscheinen. Der Postmann musste nur einmal klingeln im zögerlichen Morgengrauen, um sein enormes Musikpaket loszuwerden. Jetzt tönt in vollem Wohlklang „Roundabout“ aus der „High Vibration Hybrid-SACD 16CD-Box“ von Yes und danach dann…
 
Der schweizer Fotograf Olivier Richon gilt als einer der Philosophen des Metiers. Bekannt ist er vor allem durch seine aufwändig inszenierten Stillleben. Ausstellungen in namhaften Museen und Galerien. Er arbeitet als Professor für Fotografie am Royal College of Art in London. Die beiden hier gezeigten Kunstwerke stammen aus:
Olivier Richon: Real Allegories. Verlag Steidl & Eskilden, Göttingen 2006. 
PS: Die Augenweide von einem prächtigen Buch gibt es derzeit bei Zweitausendeins in der Grabbelkiste für unter vier Eurotaler.
 

 

 
Die römische I hinter dem Titel weist auf eine mögliche Fortsetzung hin. Mir ist aufgefallen, dass es interessante Fotografen gab und gibt, die weitgehend ohne grosses Aufsehen im endlosen Fluss der Fotografien dahinschwimmen. Das sollte geändert werden, denke ich mir.
 
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4 Gedanken zu „Fremdgugge I

  1. Eine Fortsetzung würde ich sehr begrüßen, wie Du Dir sicher denken kannst. Beim Betrachten dieser beiden exquisiten Beispiele hatte ich das Gefühl, in Stillleben nicht so bewandert zu sein. Auch der Fotograf ist mir bis dato ein Unbekannter. Um dem schnellstens Abhilfe zu schaffen und weil ich Allegorien doch sehr liebe, habe ich mir das Buch auch sogleich bestellt. Vielen Dank für den Tip, Herr Ärmel! In ihrer Art erinnern sie mich übrigens an die jüngst von Dir inszenierten Table Tops.

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  2. Uff. Überdosis Kunst. 16 Scheiben Yes würde ich durchaus als Überdosis bezeichnen, ich habe schon mit einer einzigen Schwierigkeiten. Ähnlich wie mit den obigen Fotos bräuchte ich einen kunstsachverständigen Menschen, der mich darüber aufklärt was es mit Hummern im Spiegel und Bücherbergen auf sich hat, sonst sind es für mich nur Hummer im Spiegel und Bücherberge. Vielleicht verstehe ich die Allegorien da oben auch nicht, weil ich das berühmte Buch „Hummer im Spiegel“ von Wemauchimmer nicht kenne, oder es liegt einfach daran, dass ich mich als bekennender Kunstbanause nie mit so etwas befasst habe.
    Anders als der Pappenheimer, der hat immerhin schon Hummer fotografiert, wenn auch aus Plastik und ohne Spiegel, aber das kommt vielleicht noch.
    Nenene, mach mal lieber wieder selber Fotos, damit kann ich eher was anfangen. Sogar mit den minimalistischen.

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  3. Mach ich, Meister Zaphod, mach ich sobald die Imaginationen, Inspirationen und Intuitionen wieder kommen. Mist, sind meine Musen etwa im Urlaub???
    Ich kann auch keine 16 Scheiben Yes am Stück hören, heute nicht mehr und ohne sportliche Hilfsmittel schon garnicht mehr *ggg*.
    Aber die Fotos finde ich schon deshalb klasse, weil ich weiss, welche Mühe sowas macht, also handwerklich gesehen. Was damit ausgesagt werden könntesollte etc. interessiert mich wenig, mir gehts eher darum, was es mir sagt. Insofern habe ich es schon Jahren aufgegeben, nach der Aussage eines Kunstwerks zu suchen. Das geht vielleicht bis ins 19. Jahrhundert noch einigermassen, aber seit Expressionismus oder gar Surrealismus dreht sich der Sinn hauptsächlich um den finanziellen Wert.
    Vielleicht machen wir doch erstmal ein Regenwaldblitzseminarwochenende: Hippo kocht, Xs sorgt für die Getränke und wir beiden lassens leuchten *fg*

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