Winterenderklärung

Ein bunter Mix aus The Jolly Boys, Astor Piazzola, Miles Davis und Luke Hains…
 
Ein makellos blauer Himmel, die überaus angenehm wärmende Sonne und das klare Licht, kurz ein fantastisches Wetter macht das Leben einfacher und angenehmer. Ein synthieweichgespülter Stairway to Heaven und den unablässig bewunderungheischenden Muskelprotz in der Boddibildingschule ebenso vergessend wie anschliessend die übersehene Möglichkeit auf ein Frühstück auf dem kleinen Balkon.
Das alles geht unter in der Vorfreude auf den ersten Strandbesuch. Fast kindlich die Freude beim ersten Anblick der azurnen Adria. Die meisten Hotels sind noch geschlossen im kleinen Städtchen Petrovac. Dafür Hammerschläge und Sägenkreischen. Rohbauten und Renovierungsarbeiten. Die Zeit drängt. In acht Wochen werden die frühen Sonnenhungrigen erwartet. Belgrader Grilltomaten. So werden die serbischen Touristen hier genannt, die sich dann vierzehn Tage lang am Strand grillrösten lassen. Aber noch ist alles ruhig an der Promenade und am Strand. Einige Kinder tummeln sich im Kies. Die Strassencafés sind gut besucht. Wassertemperatur: schätzungsweise 17°. Nicht schlecht für Mitte Februar und eine erste Probefusswaschung im salzigen Wasser. Der sanfte Wellenschlag des adriatischen Meeres.
Im kleinen Auslagebecken des Fischrestaurants dämmert ein müder Hummer, der aussieht als habe er hier überwintert. Die Austern daneben kümmerts nicht. Die Tische auf der Veranda sind noch nicht fein eingedeckt. Das kommt in einigen Wochen erst. Zu dieser Zeit gibt es noch die einfachen Gerichte. Fischsuppe, Risotto mit Tintenfischen, gegrillte Sepia oder ein frugales Fischfilet.
Ein kleiner Spaziergang an der Steilküste mit weiten Ausblicken zum Horizont. Für mich erkläre ich den Winter für beendet. Allen Besuchern, Lesern und Guggern wünsche ich eine treffliche Woche.
 
     (erste Winterabschlussfotos – anklicken und gross gugge)

 

 

 

 

 

 
 
 
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28 Gedanken zu „Winterenderklärung

  1. Neinneinnein…dasgehtsonicht. Dasdarfdochnichtwahrsein. Derkerlistnichtganzbeitroste. Bei allem nötigen Respekt, mein Bestester. Das geht so wirklich nicht. Einem so das Augenwasser aufquellen zu lassen. Erbarmen. Schnellst wieder aus diesem Blitzeblausonnenstrahligentolltolltollblog enteilende Grüße, Ihre Seufzkäthe.

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  2. Ich schaffte es kurz, mein inneres Winterklirrwillgör zum Schweigen zu bringen und traue mich nochmals auf den Schwarzberg. Herrjehmineh, was für An- und Ausblicke, so mitten im Hornung! Seufzkäthe grüßt Umdichterärmel, stets zugetan.

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  3. Der ganze Eintrag ist eine einzige unverschämte Provokation, mal ehrlich. Besonders die Wassertemperaturverifikation in Bild 3.
    Siebzehn Grad Wassertemperatur? Wasser? Hier hat die Luft gerade mal vier, das Wasser will ich gar nicht wissen!
    Und dann dieser Himmel! Das krieg ich hier nicht mal mit Lightroom hin, dafür bräuchte man schon Photoshop. Und selbst wenn sich der Himmel hier so zeigen würde, die Temperaturen würden wahrscheinlich schlagartig zweistellig sinken.

    Winterenderklärung, pfff. Im Februar, pfff. Das können auch nur diese Sonnenflüchtlinge schreiben :p

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  4. Ach Mist. Da es hier nicht mehr Winter wird, die späten Krokusse schon fast verblühen und sogar schon Menschen gesichtet wurden, die Bärlauch!!! sammelten, will ich jetzt sofort in den Süden. An die Adria! SOFORT!

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  5. Das Meer, also der Ozean, hat gerade eine Menge Strand gefressen und muß den erst mal verdauen. So fünf bis zehn Meter in der Breite auf 500km Länge, das ist schon was.
    Deshalb ist es auch sehr aufgewühlt und unruhig, und die Wellen kalt.
    Aber zu Ostern kommen die Pariser, und darum waren heute die Strandaufräumer schon fleißig unterwegs. Ich hatte leider keine Zeit, um zu beobachten, ob sie den neulich angespülten Baumstamm ohne weiteres weggeräumt kriegen…

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  6. Ich habe nicht mehr genau auf dem Schirm, wo genau ihr derzeit lebt und arbeitet. Aber Hossegor (südlich von euch) fällt mir bei deinem Kommentar sofort ein. Da hat mich mal eine Welle runter in den Sand gedrückt. Ich habe neben dem Schrecken hinterher schlimm ausgesehen. Sand steht Schmirgelpapier in nichts nach wenn Flächen darauf bewegt werden. Zum Glück heilt salzwasser die Haut aber rasch wieder.

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  7. Hossegor ist ungefähr 300 Autokilometer weiter südlich – wir sind da, wo die Axt in die Küste gehauen hat (der Schnitt Gironde geht bis Bordeaux). Auf halbem Weg von La Rochelle nach Bordeaux, mit dem Boot jedenfalls.
    Die Wellen sind hier manchmal heftig – und packen einen überraschend von hinten. Wenn da nur die Haut aufgerissen ist, ist man eher noch gut dran.
    Die großen Sturmfluten der letzten Wochen haben die Küstenlinie überall da, wo sie nicht befestigt war, ein Stück landeinwärts verlegt – und wo sie befestigt war, haben sie davor um so mehr in die Tiefe gegraben.

    Die alten Ägypter fügten Sand in die Mühlen, in denen das feine Mehl für reiche Leute gemahlen wurde. Natürlich landete davon auch was im Brot. So daß feine Leute schlechte Zähne hatten, einfache Leute (die grobes Mehl ohne Sand benutzten) dagegen gute Zähne. Sand ist ein fieser Schmirgel.
    Und grade fällt mir ein, die Spuren eines sandigen Hundes auf dem Auto sah man Jahre später noch…

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  8. Damit Herrn Ärmel das nach Hause Kommen leichter fällt: im Bembelland sind die Wiesen sattgrün, die Gänseblümchen blühen um die Wette, Schneeglöckchen sind am Verwelken, die Sträucher haben zarte grüne Blätter, die Blüten von Forsythie und anderen Frühblühern öffnen sich spätestens zum Wochenende, Vinca Minor blüht zaghaft,die Bienen sind am Schwärmen, die Rosen haben Blättchen und die Maulwürfe sind kaum zu bändigen, es ist alles für ihn vorbereitet,damit er nicht vom Regen in die Traufe gerät. Die Füße in den Main zu halten, würde ich ihm nicht anraten, die kämen dreckiger raus als rein .
    mit herzlichen Februarfeldwaldundwiesenzustandsgrüßen
    Karin

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  9. Ich tät ja auch gern mal die „Winteraffäre“ für beendet erklären, aber weder bin ich Kanzleramtsminister (a.D.) noch war hierzulande schonmal Winter, bis jetzt.
    Was tun, also ?
    Außer neidisch auf Deine Bilder zu schielen. 😉

    Grüße vom grauen Regenwald…

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  10. Vorerst, sehr geehrte Frau Karin, verstärkt Ihre geschätzte Nachricht vor allem zweierley; Handkäshunger und Äpplerdurst 😉
    Die aufgezählten Blumen und Kräuter erinnern mich an die vermisste Grie´ Soss` .. ach je, wie soll ich mich nun gebührend höflich für Ihren sicherlich überaus freundlich gesonnenen Kommentar bedanken….
    Dennoch spätnachmittäglichschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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  11. Wert(h)er Herr Ärmel,
    natürlich wollte ich dem sehr geschätzten Herrn Ärmel nicht auf die Füße treten bzw. seine wasseraquarellierten Wasserleisetreter vom obigen Bild als womöglich sonst schmutzig bezeichnen, es kam mir nur so als Sprachspiel in den Sinn, bin ich doch seiner Person immer wohlgesonnen.
    Aber wieso Herr Ärmel mein genanntes Grünzeug an die Grie Soss erinnert, das verwundert sie doch stark, denn gehören normalerweise derer sieben an folgenden Kräutern dort hin ein:
    Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.
    oder kamen ihm die Varianten aus Notzeiten in den Sinn, nämlich Blätter von beispielsweise Gänseblümchen, Löwenzahn oder Breitwegerich?
    Aber der Appetit ist geweckt und morgen auf dem Hanauer Wochenmarkt werde ich zwei große Päckchen erstehen und vielleicht gibt es auch schon neue Kartoffeln…..
    freundlicher Kratzfuß gen südliche Gefilde sendet Ihnen Frau Karin

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  12. Winterenderklärung – schon das Wort ist einfach schön! Und die darauf folgenden Bilder lassen neidisch werden.
    Hier ists ja noch etwas kälter. Gegen ein Winterende hätte ich nichts einzuwenden, zumindest hier im Unterland nicht.
    In den Bergen darfs ruhig noch kalt bleiben und schneien; einmal Skifahren in dieser Saison wäre schön …

    Grüsse aus dem kalten, grauen Bern

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