Alter – wer vom Rathaus kommt…

Zum sommerlich warmen Vormittag und bei den Vorbereitungen zu einem Ausflug wasserwärts: Loggins & Messina – On Stage (1974)…

Es mag an den „Followern“ in der Blogrolle liegen, vielleicht auch am eigenen Alter. Das Alter ist ein durchgehend
ventiliertes Thema. Ich nehme es aber auch an mir selbst wahr. Öfter wird mein alltägliches Bewusstsein von Gedanken
an mein eigenes Alter durchkreuzt. Ich nehme es eher widerwillig wahr. Und schiebe es auf die kräftig daran
verdienenden Industrien. Einerseits ist seit einigen Jahren die ewige Jugend angesagt, andererseits sind die
ewig Jungbleibenwollenden eine kaufmächtige Konsumentengruppe. Das treibt zuweilen sonderbare Blüten. Joggende
70jährige in Plastikfummeln, die an Sylvesterraketen erinnern. Die Stirnadern beängstigend vorgequollen trainieren
sie für den nächsten Titel des eisernen Rentners. Frauen um die sechzig, die auf achtunddreissig machen und damit
ihre im Lauf des Lebens erworbenen Alterserscheinungen erst Recht der Lächerlichkeit preisgeben. Wozu das Ganze?
Warum ist es so schwierig in Würde zu altern? Welche Angst treibt so viele Menschen an und um? Mittlerweile
überlese ich viele Einträge zum Thema Alter in den verschiedenen Blogs, die mir ansonsten wertvoll geworden sind.
Um es deutlich zu sagen: natürlich wäre ich gerne unsterblich. Für eine lange Zeit zumindest. Als eingeschworener
Horscher und Gugger schon aus Neugier und Interesse. Und aus schierer Lebenslust obendrein.
Die Spuren meines eigenen Alterns sind nicht zu leugnen. Vorbei die Zeiten, da ich rechts und links noch einen
Bierkasten in den Händen, locker schwingend die Treppe hoch in den vierten Stock sprang. Kaum zu übersehen ist der
sich verändernde Haarwuchs weg vom Haupt und runter zu den oberen Körperöffnungen. Einer der lästigen Fehler im
Schöpfungsplan. Naja, und dann eben dieses oder jenes Zipperlein, das durch die altersgeschärfte Wahrnehmungslupe
grösser erscheint als es wirklich ist.
Dagegen jedoch stehen auf meiner Habenseite enorme Posten an Gewinnen. Als allererstes die Erfahrungen eines
sich
täglich verlängernden Lebens. Die sich zurücknehmende Beurteilung und Aufregung um all jene Ereignisse, die
vor
einigen Jahrzehnten noch Anlass gaben zu erhitzten Stellungnahmen oder gar Diskussionen. Eine ruhigere Prüfung
der Vorgänge stattdessen. Ich geniesse die distanzierte Gelassenheit, die ich mir erworben habe. Viel Freude habe
ich dadurch gewonnen. Lebensfreude. Die positiven Aspekte des Lebens deutlicher und klarer zu erkennen. So sind
auch die all die Schweinereien weltweit klarer greifbar und beschreibbar. Nicht mehr alles brauchen und haben wollen
oder müssen. Bescheidenheit. Ich beklage nicht die körperlichen Einschränkungen sondern geniesse die zunehmende
Bescheidenheit. Tieferes Verstehen. Alles eine Frage der Blickrichtung.

Allen Besuchern, Lesern und Guggern wünsche ich ein frisches Wochenende.

   (Foto anklicken zum Öffnen der Galerie)

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35 Gedanken zu „Alter – wer vom Rathaus kommt…

  1. Bescheidenheit, Demut vor der Natur, Achtung vor den Dingen und Respekt vor denen, die genau diesen dringlichst benötigen; ja, das ist Herr Ärmel, wie ich ihn sehe. Mit den Bierkästen müssen Sie dann halt zweimal gehen. Treppensteigen spart den Beitrag für die Muckibude…
    Lieber Herr Ärmel, ich schätze die Würde und Freundlichkeit, die Sie alleine durch Wort und Bild ausstrahlen und freue mich unbeschreiblich auf die weitere Zeit, in deren Verlauf unabwendbar die persönliche Begegnung steht. Dessen gewiß, Ihre Frau Knobloch, Constanzen einen duftigen Strauß tieflilafarbener Levkojen mitgebend.

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  2. Distanzierte Gelassenheit, oder wie der Bayer sagen würde: Jodoleggsmidogleiamoarsch. Fällt mir auch seit Jahren leichter Dinge hinzunehmen die ich eh nicht ändern kann, aber manchmal muss man sich schon noch aufregen wenn es sonst keiner tut, nur die Prioritäten haben sich verschoben.

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    • Klar, muss man sich lebenslang auf-regen — Heisst ja nichts anderes hopp, auf und sich regen (bewegen) – – aber wir gereiften Buben wissen ja schliesslich, wann, worüber und wie man sich entsprechend aufregt *g*

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    • Ich entstamme der Prä-Punk-Ära, da hatte mans noch nicht do bunt. Aber so mit fünfzehn im schweren Kradmeldermantel, gelegentlich auch als Rock´n´Roller mit Pomade im Langhaar und Fluppenschachtel eingedreht im Unterhemdärmel; mit zwanzig in Frack und Gamaschen und wenig später unten in Leder und obenrum in feinstem Zwirn mit Weste und reinem weissen Hemd – das, ja schon /// und heute in Hut und Mantel und wenns das Klima erfordert oder zulässt je nachdem natürlich mit einem Halstuch—- genug geplaudert ~~~

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  3. Sehr schön beschrieben.
    Als ich aufhörte, mein Haar zu färben, und ich kann Dir sagen, dass sieht, eh alle Farbe rausgewachsen ist, total bescheuert aus, bekam ich von meinen „Freundinnen“ nicht etwa Zustimmung. Mein Einwand, ich sei Oma und können nun ruhig auch mit grauem Harr rumrennen, wurde weggewischt. Statt Unterstützung erhielt ich viele Betsätigungen dessen, was ich schon wusste: Das sieht Scheiße aus (solange nicht alle Farbe rausgewachsen ist. Wahrscheinlich erinnerte ich die Freundinnen mit meinem Vorhaben an ihr eigenes Altern.
    Die Freunde sahens gelassener, enthielten sich aber der Diskussion.
    Zum Glück habe ich noch andere Freundinnen und die sprachen mir Mut zu und drücken die Daumen. Ich denke, sie wollen mir demnächst nacheifern.

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    • Ich habe den Vorzug, meine Haare nicht zu färben 😉
      Ich kenne allerdings einige Damen, die könnten exakt deinen Kommentar geschrieben haben.
      Dabei ist es doch so einfach, oder mit dem alten Spruch zu reden: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs frei und ungeniert“…

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  4. Das gefällt mir ausgezeichnet. Jede Lebensphase hat ihre Schattenseiten, warum also sollte man nicht nach Kräften in der zugehörigen Sonne sitzen –!
    (Ich mag das Älterwerden bislang sehr gern. Und seitdem ich mal bissig geworden bin, sagt auch meine Friseurin nix mehr von „muß man drüberfärben“.)

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  5. Ich mag den Ausdruck „in Würde altern“ nicht, ich würde gern dafür „mit Stil altern“ setzen,wobei das nicht schon wieder mit Kamelhaarjäckchen, Perlenkette und Lodenrock gleichzusetzen ist, nur seinen eigenen Stil zu finden, fällt vielen scheinbar schwer. Warum kann ich nicht auch im Alter verrückt, voller unbeschwerter Ideen , erträglich närrisch, jung im Altern sein?
    meine Lieblingsgeschichte dazu einmal hier, bitte nicht an der Werbung stören, es gibt die Lesung nicht anders:

    http://www.radeberger.de/de/radeberger-brauerei/ben-becker-film/die-unwurdige-greisin/

    Ich wünsche Herrn Ärmel einen schönen Feiertag und eine Frage: nur Hut und Mantel mit oder ohne Halstuch und sonst nichts?-:))))

    liebe Grüße zum schwarzen Berg

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    • Vor allem anderen – schönen Dank für die lieben Grüsse. Und natürlich auch für den Hinweis auf Ben Becker.
      Was nun das Missfallen am Begriff der Würde anbelangt, scheint es mir sinnvoll, jenen Begriff mit dem des Stils zu untersuchen. Worauf beziehen sich die beiden Begriffe und welche Bedeutungen transportieren sie?

      Ich neige bei dergleichen Fragestellungen entsprechende Literaturen zu konsultieren, hier z.B. „Das Deutsche Wörterbuch“ von Jacob und Wilhelm Grimm:

      Würde – „…als ‚Ansehen, Geltung, Gültigkeit, Gewicht, Bedeutsamkeit‘, durchweg in auszeichnendem Sinne auf Gegebenheiten (un)persönlicher Art bezogen…“ Bd.30, Spalte 2067, 30

      Stil – „…als Ausdruck für die ausgesprochen formalästhetische Darstellungsweise, tritt besonders deutlich dort hervor, wo die Form als Selbstzweck oder doch derart vom Inhalt losgelöst erscheint…“ Bd.18, Spalte 2905,54

      Insofern kann ich kein entweder oder zwischen Würde und Stil erkennen. Die Würde bezieht sich mehr auf Einstellungen also innere Vorgänge, während der Stil sich auf den äusseren Habitus fokussiert.

      Zu welchen vormittäglichen Nebenrecherchen Sie einen verleiten können, verehrte Frau Karin.
      Ihre Frage zu Halstuch, Hut und Mantel leuchtet mir geradezu frivol entgegen… Um es schlicht zu sagen: ich trage jedes dieser Kleidungsstücke zu seiner Zeit und in jeglicher Kombination (neben anderen gleichzeitig zu tragenden Aussenhautschutzbedeckeungen)

      Ich wünsche Ihnen einen hervorragenden Tag

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      • -:)) da der verehrte Herr Ärmel stets und immer wieder so wortgenau ist, siehe den Nachforschungen im Grimm’schen…ein herzliches Dankeschön für die Begriffserweiterung…., wollte ich halt ein wenig necken, denn die Schilderung seines früheren Outfits gefiel mir ausnehmend gut, weckte bei mir u.a. Erinnerungen an frühere Zeiten mit z.B. 7 Petticoats übereinander ,sehe er es mir nach bitte…
        Der Tag im Bembelland ist grau, nicht nach ihm und nicht nach ihr, einzig die Rosenpracht auf dem Dach entschädigt…

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        • Herrjehmitmineh, jetzt bin ich doch hoffentlich nicht in den Besserwisserfettnapf getreten 😉
          Das Kompliment nehme ich natürlich sofort dankend an. Und Neckereien mag ich darüberhinaus sehr, Nachsicht ist daher nicht angesagt.
          Sieben Petticoats? Übereinander? Mein inneres Kino liefert nur flirrflimmernde Bilder – sieben Petticoats – wunderbar ~~~

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          • mitnichten besserwisserisch, ich liebe dieses Wörterbuch, besitze es leider nicht gebunden.. nur als CD und da scheitere ich oft in der Handhabung -:((( wahrscheinlich bin ich zu ungeduldig…..

            mit sieben Petticoats kam ich die Treppe herunter, unten stand die gestrenge Frau Mama und gebot: drei ziehst du mindestens aus, wir einigten uns dann nach erbitterten Kampfgefecht auf zwei, insgesamt immer noch fünf ….ja wunderbar verrückte Zeiten… im Palmengarten gab es damals noch den Babyball von 17.00-19.30 Uhr, die Knaben auf einer Seite des Saales, die Mädchen gegenüber, dann setzte die Musik ein und die Boys mit Elvistolle und Bill Haleylocke nahmen Anlauf und schlitterten auf uns zu…..sage ja keiner etwas über die heutige Jugend….-:)))
            eine Freundin erzählte mir von ihrem 11-jährigen Enkelsohn, der jetzt immer eine Viertelstunde früher aufsteht, weil er nicht mehr mit dem Fahrrad zur Schule fährt, denn dann würde seine gestylte Frisur unter dem Helm zerdrückt……ich finde so etwas herzerfrischend….

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  6. Seit ich Deinen tiefsinnigen Beitrag über das „altern“ hier gelesen habe, geht er mir nicht mehr aus dem Kopf. Leider komme ich erst jetzt dazu, zu diesem Thema ein paar Gedanken meinerseits beizusteuern.

    Einerseits kann ich Dir in vielem nur beipflichten, so wie etwa die größere Gelassenheit, aber auch die Zunahme bestimmter Gebrechlichkeiten (die sich bei mir noch in Grenzen halten). Aber mich beschäftigt gerade seit einigen Monaten der andere Aspekt dieser Lebensphase (sicherlich ausgelöst durch den Tod meines Bruders, der im Dezember 2013 im Alter von 63 Jahren gestorben ist).

    Es entsteht bei mir gerade eine Tendenz zur „Nachdenklichkeit“, denn wohin ich schaue … die Einschläge werden dichter, kommen näher:

    Da berichtete mir letzte Woche eine ex-Partnerin von mir, dass sie 2013 einen Gehirntumor hatte und hoffentlich nach erfolgreicher Operation über den Berg ist, da höre ich, dass eine alte Bekannte mit 59 Jahren am Alzheimer erkrankt ist, gleiches gilt für einen anderen Bekannten, den diese Krankheit nun mit 64 Jahren ereilt hat.

    Auch wenn ich nicht mehr jung sein möchte (Gott bewahre !), so erlebe ich diese Phase schon auch als Phase des Abschieds nehmen … nicht immer ganz einfach, zumal ich mich innerlich immer wieder mal „fürchterlich“ jung fühle.

    Da gibt es ein nettes Beispiel: Neulich diskutierte ich mit meiner Frau einen Urlaubsort (Madeira), da meinte sie, das sei nichts für uns, da würde eher nur ältere Leute Urlaub machen. Da meinte ich, was sie denn damit meinte; sie: „Na, halt so Leute um die 60“. Es folgte ein etwas tieferer Blick meinerseits, denn in nicht allzulange Zeit werde ich dann genau dieses Alter erreicht haben … Ich glaube, wir mussten beide ziemlich schmunzeln.

    Und was meinen immer noch bestehenden heiligen Zorn bezüglich bestimmter Zustände in dieser unserer Welt betrifft … da bleibt weiterhin Stéphane Hessel mit seiner Streitschrift „Wehrt euch !“ (die er mit ca. 90 Jahren schrieb) ein leuchtendes Vorbild … wie übrigens auch der Dieter Hildebrandt …der sich seine bissig-geistreichen Kommentare bis ins hohe Alter nicht verkenifen wollte/konnte.

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    • Ich danke dir für den vertiefenden und persönlichen Kommentar.
      Spontan fiel mir beim Lesen ein: Abschiednehmen oder Dabeisein – das ist hier die Frage. Und das ist die Entscheidung, die wir zu treffen haben. Ich habe mich für das Dabeisein entschieden. Und ich freue mich natürlich, dass du am Ende deines Kommentars Stephane Hessel erwähnst. Einer, der dabeiblieb, bis das Leben ihm den Abschied gab.
      Schöne Grüsse (von wo, das sag ich wenn der Affenzirkus hier vorbei ist..)

      BTW: lass das mit Madeira nicht die liebe Frau Knobloch (mit zwei o) wissen, die kriegt sonst das Herzflattern

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    • Lieber Herr Riffmaster, ich wollte hier nicht unhöflich rumpöbeln bevor der Hausherrärmel nicht seine freundliche Antwort schrub. Jetzt kann ich aber: Mein lieber Herr, ich muß doch sehr bitten! Madeira sei nur für ältere Leute?! Para todos os deuses da ilha! Ich unterstelle mal dreist, daß Sie gewiß nicht zur Beigefraktion mit Unisexpraktischkurzhaaschnitt, Stöcken ohne Ski und umgehängten Miniradio, aus dem unerträglich silbereisenerianisches Gedudel leiert; gehören! Schnappen Sie sich die werte Gattin, mieten Sie sich ein Häuschen im Hinterland, Nordküste, von mir aus auch Südosten, meiden Sie das kreuzfahrtschiffmassentouribekübelte Funchal und erleben Sie einen der bonfortionösesten Urlaube, die man so in Natur und bei Famosinselbewohnern machen kann. Abseits der Tourisehenswürdigkeiten hat die Insel immens viel zu bieten. Flammendheißdochfreundliche Grüße, Käthe Knobloch.

      Und an Sie, mein lieber Ärmelmann die trefflichsten Herzflatterösgrüße, wie immer die Ihre, zugetan.

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  7. Sehr geehrte Frau Käthe Knobloch, nur zu gerne werde ich Ihr flammendes Plädoyer für diese Insel schnurstracks an meine Frau Gemahlin weiterleiten. Und in der Tat zähle ich mich nicht zu jenem Urlaubauertypus, den Sie auf köstliche Weise beschrieben haben … wenngleich mein Haupthaar zwar nicht lichter wird, aber im Vergleich zu früheren Jahren dann dennoch deutlich kürzer ist …

    Tja, verehrter Herr Ärmel, Sie scheinen ja Ihre Pappenheimer, die sich hier so rumtummeln, gut zu kennen, und ahnten, was ich mit meiner vermutlich eher unbedachten Beschreibung aus dem Fundus „Szene einer Ehe“ auslösen würde *schmunzel*

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    • Ich sags ja, Herr Riffmaster. Und nun der nächste Fauxpas – Mrs. Knobloch mag Unisexkurzhaarschnitte nicht. Und nun fürchte ich ob meiner Geständnissolidarität zu Ihnen um eines der begehrten Eintrittsbillett zum Verpilcherungsfamosfest… (Aber die verehrte Dame ist noch jung an Jahren und scheint sich eher im Kreise von Jünglingen mit schulterlangwallender Haarpracht zu rummeln…)

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      • Mein allerliebster Herr Ärmel, bitte nehmen auch Sie meine ergänzenden Worte betrefflich Herrlicherhaarkurzschnitte zur Kenntnis. Und seyen Sie versichert, daß keineswegs Wallehaarigejungprächtigkeit meine bevorzugte Gesellschaft ist. Zwar mag ich Langlodigkeit, doch es darf gernst silberfädigdurchzogen sein. Fingerspitzenkribbeligmachendekurzfeinkratzigkeit ist mir auch willkommen. Und nienienie würde ich Sie von meiner Tanzkarte des Verpilcherungsfestes streichen. Es sey denn, Sie kämen ohne Manschettenknöpfe…
        Herzlichst zugetan, nachwievor, Ihre Frau Knobloch.

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    • Werter Herr Riffmaster, ich habe mich in meiner Fastflammendbrandrede mißverständlich ausgedrückt und muß Ihnen nun nochmals auf Ihren Feinstnerven rumtrampampeln. Allein, ich wollte nicht das Hausrecht des famosen Ärmelherren verletzen und so brodelte mein Madeiraplädoyer vulkanisch in mir und als ich endlich…ähem, also ich korrigiere hiermit meine Kurzhaarschnittaussage der Damen betrefflich. Kurzhaarherrenschnitte sind oberallerbonfortionös, wenn dann noch graumeliert, hachach. Was mich irritiert ist die Ungeschlechtlichkeit der Frisuren der zugehörigen Damenwelt. Ich sehe immer öfter Paare, die ich hinterrücks betrachtet, nicht in Dame oder Herr unterscheiden kann. Wo sind sie hin verschwunden, die Knotenhaarträgerinnen, die Begutdutteten, oder Feinstsilberoffenhaarigen? Verstehen Sie jetzt, was ich meine?

      Fügen Sie meinen Empfehlungen auch bitte noch ein paar Feinstwarnungen hinzu: Schwindelfreiheit, Regenunverdruß, Automobillenkerwagemuth, Felsenkletterfähigkeit und Sprachlernbereitschaft sind unumgänglich, also alles, was erst eine Reise fabulös macht!
      Nochmals die herzlichsten Grüße, Ihre Frau Knobloch, sachtflammend.

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  8. Na, dann bin ich ja angesichts Ihrer weiteren Ausführungen, sehr verehrte Frau Knobloch, einigermaßen beruhigt, zumal ich mit dem Attribut „graumeliert“ bestens dienen kann. Und der Hinweis auf die „Ungeschlechtlichkeit“ der Haarpracht bei dem weiblichen Teil der Bevölkerung kann in der heutigen Zeit vermutlich nur noch in dieser Form von einer Frau formuliert werden … ansonsten wäre es politisch nicht mehr korrekt …

    Aber, viel wichtiger: Madeira bleibt auf der Agenda, wobei ich zu befürchten habe, dass mein listiges Eheweib mich dann wieder dazu verleiten wird, mit ihr in den asiatischen Kontinent zu reisen … denn dort ist quasi ihre 2. Heimat.

    Und nachdem das Eintrittsbillett für den werten und unerschrockenen Herrn Ärmel gesichert bleibt, haben seine Warnhinweise – Gott sei´s getrommelt und gepfiffen – keine nachhaltigen Auswirkungen ! Und das ist gut so !

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    • Lieber Herr Riffmaster,
      auch mir ist Kommunikationharmonie äußerst wichtig und ich darf frohlockend verkünden, daß diese blöde Busenbeberey ob geschriebenen Mißverständnisses endlich nachläßt. Wenn nun noch der werte Herr Ärmel wieder unbeschadet in Schwarzberganien einzeppelint, ist im Knobloch’schen Kosmos wieder alles im Lote.

      Ansonsten bleibt nur festzuhalten, daß die Madeirablasphemie Ihrer werten Gattin immerhin mir letztendlich den doch sehr unterhaltsamen Silbenaustausch mit Ihnen verschaffte. Grüßen Sie bitte fernfreundlich mit meinem Namen.

      Ein Nachsatz noch zu der politischen Korrektheit, die so vehement gelobpriesen wird: Für’n Arsch!!!

      Ich grüße herzlich und hoffe auf Wiederlesen hie oder da. Es ist mir ein Vergnügen, Ihre Frau Knobloch, stets korrekt und deutlich.

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