Gestern unten am Strand

Rein jahreszeitlich ist längst Kürzerehosenzeit angesagt, allein das Wetter macht nicht mit.
Viel Zeit für Archivsichterei: Genesis – Trespass (1970, Nursery Cryme (1971), Foxtrot (1972),
Selling England by the Pound (1973) und The Lamb lies down on Broadway (1974)….

Und wenn sich dann doch die Siebensonnenschwestern auf dem Schwarzen Berg zeigen, gehts
sofort runter ans unverschämt blaue Meer. Langsam füllen sich die Strände mit Urlaubern. Alle
gehen ihren Vergnügungen nach. Ich ziehe das kleine Café in einem alten schattigen Hof vor, den
Blick blauhimmelwärts. Merkwürdiges Zwischenreich, dort zu leben, wo andere Menschen ihre
Ferien verbringen.

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern eine sonnig unbeschwerte Woche.

   (Foto anklicken, zurücklehnen und gross gugge)

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16 Gedanken zu „Gestern unten am Strand

  1. Ach da lese ich von Genesis, den frühen Genesis, für die ich einfach und leider zu jung war. Das war aber nicht so schlimm, denn damals wusste ich das ja noch nicht. Hätte ich es gewusst, es hätte mich maßlos gerärgert.
    Als dann Genesis die bekannten Genesis aus dem Radio wurden, ja, da war ich alt genug, aber hatte kein Geld um mir ein Konzert zu finanzieren. Die kamen auch nicht so oft. Überhaupt waren das ja schon alte Männer und nochmal überhaupt legte ich dann meinen Schwerpunkt auf das Frühwerk von Marillion (das ich auch heute noch gerne höre).
    Und als ich noch älter war, und die alten Genesis und die neuen Genesis und die ganz neuen Genesis kannte, musste ich mich doch nochmal ärgern, die alten kamen nicht mehr, die neuen fand ich doof, aber nicht ganz doof, ich hatte ja mehr Geld aber die kamen auch nicht mehr und die ganz neuen waren nur noch überflüssig. Mittlerweile hatte ich andere Bands aus UK für mich vereinnahmt, die Stone Roses und dann natürlich Radiohead.
    Und dann eines Tages, gingen die neuen Genesis (nicht die ganz neuen) auf Tour, nochmal wollten sie es wissen (auch nicht die alten) und ich ging hin und es war toll. Aber das war ja noch nicht alles, ich hab mit meinem Grundsatz gebrochen, nur Originale anzuschauen und bin auf ein Konzert von „The Musical Box“, einer kanadischen Band, die die alten Touren originalgetreu nachspielt. Und originalgetreu heißt originalgetreu, Kostüme, Ansagen, Bühnenbild, Diashow, Setlist. Nur der Gitarrist ist Linkshänder, statt rechts. Oder umgekehrt. Mittlerweile habe ich sie schon 4 oder 5 mal gesehen, eine Offenbarung ist das. Frisch und munter und ein Zeitsprung in eine Zeit in der ich den Kindergarten unsicher machte. Und sie kommen wieder, diesen Herbst. Mit der ‚Selling England by the Pound‘-Tour. Und sie spielen wieder Firth of Fifth, und Musical Box und The knife vielleicht. Leider nicht die Fountain, denk ich mal. Und da schließt sich der Kreis, die Karte hängt an der Pinnwand, ich freu mich wie das Kind, das damals im Kindi war und vielleicht, ganz vielleicht, mach ich nochmal Fotos. Die letzten waren ja von der ‚Lamb‘-Show.
    Supper’s ready!

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    • Ganz herzlichen Dank für deinen persönlichen Kommentar! – – Ich scheine etwas älter zu sein 😉
      Für mich hört Genesis mit der Lamb Tour eigentlich auf, da ist Peter Gabriel weggegangen. Naja, nicht ganz aufgehört, Trick of the Tail hat für mich eine sehr spezielle Geschichte und Wind & Wurthering tröpfelte dann noch so nach. Und 1976/77 bin ich Phil Collins zu Brand X gefolgt.
      Angefangen hat alles in sehr jungen Jahren mit Nursery Cryme, die klang so ganz anders als alles vorher. Anders als Yes, als Emerson, Tull oder King Crimson.
      Zum erstenmal richtige Bruchlandungen bei den Texten. Fast nichts kapiert bei meinen damals schlichten Übersetzungsversuchen. Und die Burschen waren bei „Supper´s ready“ erst zweiundzwanzig. Es hat Jahre gedauert, bis ich rausfand, auf welche Texte sie sich oft bezogen. Man merkte ihnen jederzeit ihre literarische Bildung auf der Charterhouse School an. Die Lamb Tour habe ich leider nie auf der Bühne gesehen.
      Und dann tauchte Peter Gabriel endlich mit seiner ersten Solo-LP wieder auf. Am 17.10.1977 stand ich in Offenbach vorn an der Bühne.
      Ui, jetzt bin ich fast ins Erzählen gekommen…
      Schöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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  2. Unverschämtblaumeer vs. Unverschämtblauhimmel. Ich vermag nicht zu ergründen, welches intensivere Pupillenbeschmeichelung ist und genieße einfach beide. Die Echsenwolke von Bild eins ist bestimmt die Himmelganzblaumacherin. Sie verleibt sich die restlichen Schäfchenwolken ein und speichert sie buckelwärts für darbendere Zeiten.
    Danke für den Miniguggurlaub und Ihnen sei auch eine schöne Woche gewünscht, herzlich, wie immer mit Feinstgrüßen, Ihre Frau Knobloch.

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  3. Ich möchte mich Inch anschließen was das Foto des alten Mannes angeht, dennoch finde ich das erste Foto noch viel unverschämt schöner. Oder mindestens ebenso gut. Krasses Wolkengebirge, was sich da scheinbar drohend dem Inselchen nähert. Fantastisch, könnte Hollywood nicht besser erfinden.

    Und mit Gänseschiss kannze mich immer noch jagen *g*

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    • Seit einiger Zeit habe ich nachts wieder unruhige Träume. Grossformatkamera für richtig gute Landschaftsaufnahmen, naja Mittelformat mit Digiback ginge auch. Ich wache schwitzend auf. Und jetzt kommt die äussere Hitze noch dazu. Schrecklich wie Gänseschiss.
      Was soll ich nur machen? – ich werd´ jetzt erst noch eine Hopfenkaltschale zu mir nehmen und diesen traurigen Kommentar beenden…
      Mach mal schöne Aufnahmen im Urlaub und zeig sie uns dann!

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        • Der deutsche Mann ist ein arbeitsam fleissiger Mann, sozusagen *fg*
          (btw ich habe heute aus deiner Stadt ein Angebot bekommen zu einem fast nichtneinsagenkönnenden Preis… ich werde mich evtl. mal bei dir melden…). Die kommende Nacht wird unruhig werden – schnell noch eine Kaltschale

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