Fremdgugge III : angesichts einer Photographie

Sonnenschein an allen Himmeln, zwischendurch wenigstens: Dropkick Murphys – Going out in Style (2013). Mit schönem Dank an Frau Kobloch für den Hinweis…

Der Tag beginnt gut. Der Mailknecht hält feine Nachrichten bereit. Im Realbriefkasten liegen die „Kontaktabzüge„, eine Dokumentationsserie von arte. Genau das richtige zum Studium an verregneten Tagen. Die Sonne wird den Wolkenvorhang bald aufziehen. Gutes Licht für eine Portraitserie. 1/125 Sekunde. Prima Belichtungszeit. Für mich ist es immer wieder ein Wunder, dass ich bei einer Serie mit 500 Aufnahmen bei dieser Belichtungszeit gerade 2 Minuten der Wirklichkeit aufgenommen habe…
Eine bekannte Photographie kreuzt seit dem vergangenen Jahr wiederholt meine Blicke. Saul Leiter – Lanesville, 1958. Was ein Bild herausragen lässt aus dem Lichtbilderkosmos und die Aufmerksamkeit des Betrachters festhält, ist für mich die Tatsache, dass nicht nur eine Geschichte erzählt wird, sondern beim Betrachten eigene Geschichten aus dem Tiefinneren aufsteigen. Erlebtes, erfundes oder traumhaft gesehenes.

Hier, schau´ dir mal dieses alte Foto da an. Garnicht lange vor deiner Zeit. 1958 im Spätsommer aufgenommen. Warum grinst du? Klar, wir waren jünger und knackiger. Schau dich an und merks dir, auch du wirst nicht jünger werden. Deine Mutter sah so was von gut aus. Ich weiss sogar noch, welches Kleid sie damals anhatte. Eigentlich wars garnicht lustig. Unsere letzte Chance genaugenommen. Wir wohnten damals in Little Rock, Arkansas.
Haben den Kanal voll und dicht. Von der Stadt, den mies bezahlten Jobs und vor allem von uns. Irgendwie sind wir in einer Sackgasse gelandet. Und zwar am Ende. Wir sitzen mittags in dieser schäbigen Kneipe an der Capitol Avenue. Draussen steht der blaue 57er Rambler Rebel. Du kannst ihn auf dem Foto erkennen. Gerade erst gebraucht gekauft für 1800$. Ein Traum aber kein guter Anker für den glatten Untergrund, über den wir damals schlitterten. Eigentlich will ich meinen Hut nehmen. Adieu und das wars dann.
Der labberige Hamburger schmeckt beschissen und die Coca ist pisswarm. Obwohl wir schlecht drauf sind, lachen wir über den Frass gleichzeitig los. Sehen uns an und fassen spontan den Entschluss. Verrückt aber wahr. Fahren zur Wohnung, packen unser bisschen Kram in die Karre und geben dem Vermieter den Schlüssel. Draussen vor der Stadt entfalte ich die Strassenkarte auf der Haube des Rambler. Mit geschlossenen Augen und spitzem Finger sticht deine Mutter zu. Detroit. 850 endlose Meilen nordostwärts, ich fasse es nicht.
Seis drum, unsere letzte Chance, wie gesagt. Während der Fahrt schweigen wir uns an. Nur kein falsches Wort jetzt. Das hast du ja selbst schon erlebt. An einer Tanke kommt deine Mutter auf diese kauzige Idee. Sie hatte eine Freundin drüben in Lanesville und übernachten müssen wir sowieso demnächst. Wie? Lanesville, das liegt in Indiana, altes französisches Gebiet, hundert Käffer drumrum alle mit ville am Ende.
Ewige Telefoniererei. Ich bin genervt. Wie jedesmal. Was? Sei du nur ganz still. Aber sie kriegts tatsächlich hin. Die Freundin ist gerade oben in Chicago. Alles klar und kein Problem, der Schlüssel läge unter der Matte. Also nehmen wir die Interstate 64 Richtung Osten. Leicht flau im Magen. Ich habe die ganze Zeit eh Befürchtungen wegen der gewohnten Abenddiskussionen.
Naja, wir finden die Hütte endlich. Bisschen ausserhalb direkt am Ohiofluss. Ein kleines lauschiges Häuschen, leicht runtergekommen. Weniger als wir damals auf jeden Fall. Wir hatten in Lanesville noch was zum Essen und Trinken besorgt. Die Sonne wird bald untergehen. Im Radio dudelt eine Show mit Buddy Holly. Der ist ´58 gerade auf seinem Zenith und ein halbes Jahr später abgestürzt.
Dann spielen sie Well … all right, das es noch garnicht auf Platte gab. Jetzt dreht deine Mutter lauter und fängt sachte an zu tanzen. Will plötzlich unten im Ohio baden. Nackt. Damals, stell´ dir das mal vor. Ich habe Manschetten. Sheriff, Mecker und Gerede. Sie ist jedenfalls wie ausgewechselt. Ich lass´ sie also machen, traue dem Frieden ohnehin nicht. Erstmal mal eine heisse Dusche nach der langen Fahrt. Dann mache ich uns in der Küche ein schnelles Abendessen. Ich kriege nicht mit, dass weg ist. Ok, draussen auf der Veranda setze ich mich in diesen Korbsessel da und zische mir ein Bierchen.
Sie kommt zurück mit einem Blick, den ich bisher nicht kannte. Lacht mich an, geht an mir vorbei ins Bad. Wir haben dann was gegessen und redeten. Einfach so. Belangloses. Und irgendwie trocknete dabei der ganze endlose Ozean zwischen uns aus und nahm diese kalte Fremdheit gleich mit. Poetisch? Ja, lach´ du nur, so wars wirklich. Wir haben die ganze Nacht durchgeredet. Sachen, über die wir noch nie geredet hatten, dabei waren wir schon ganze vier Jahre zusammen. Soviel Nähe hatte ich noch nicht erlebt. Haben uns auch geliebt nach ewigen Zeiten wieder.
Am nächsten Morgen sind wir gleich nackt geblieben und haben die Wärme genossen. Nein, natürlich war das nicht üblich damals, keinesfalls, aber wir hatten gerade da dieses Buch von Keruoac gelesen. Könntest du dir auch mal ausm Regal ziehen. On the Road war vor kurzem erschienen und machte mächtigen Wirbel weil es so anders war. Und irgendwie wollten wir ja auch anders leben. Wolltens anders und vor allem besser machen. Ich hantierte jedenfalls in der Küche und sah dabei zufällig wie deine Mutter draussen im Korbsessel sass. Ein wenig zerknautscht von zu wenig Schlaf. Dreht gerade den Kopf aus der Sonne. Ich schnappe mir rasch meine neue Brownie und mache ein paar Fotos von ihr. Klar, sag´ ich doch, dass sie sehr schön ist, damals und heute noch immer. Ob du in dieser Nacht entstanden bist? Keine Ahnung, könnte schon möglich sein.

                                     Allen Besuchern, Lesern und Guggern wünsche ich ein schönes Wochenende.

(c)    Saul Leiter - Lanesville, 1958

(c) Saul Leiter – Lanesville, 1958

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84 Gedanken zu „Fremdgugge III : angesichts einer Photographie

  1. Ich habe die Fremde also richtig gesehen, in meinem kurzen, fast verschämten Blick. Eine bonfortionöse Geschichte, mein lieber Herr Ärmel. Voller Hoffnung. Weil es so gehen kann. Danke für diese Reise, bei der so Schönes entstand. Und Ihnen auch schonmal ein wundervolles Wochenende, Ihre Frau Knobloch.

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  2. Aber gerne, liebe Frau Knobloch. Well, wie man im Leben spielt … all right am Ende. So in etwa habe ich die Geschichte schon damals beim ersten Anblick der Photographie gesehen. Der Text hat etwas Zeit gebraucht, weil das Kolorit natürlich nachprüfbar stimmen muss.
    Ihnen jetzt erstmal einen prächtigen Abend im Haus am Ende des Weges gewünscht wie stets, Ihr Herr Ärmel

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    • Ich habe sie gerade nochmal gelesen und sie wird immer warmmachender. Ich überlege gerade, mit wessen Stimme sie erzählt werden müßte, um sie warmwarmmachend zu spüren. Die deutsche Stimme von Jeff Bridges vielleicht? Ja, könnte passen.
      Danke, mein Lieber, Ihnen sey auch ein Schönstabend auf dem Schwarzen Berg schonmal gewunschen von Ihrer Frau Knobloch, wie immer innig.

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  3. Tolles Bild! Schöne Geschichte. Warum nur fällt mir just in diesem Moment die ostdeutsche Band Prinzip ein mit ihrem Song „Liebesfilm in Farbe“: Im Fernsehn lief ein Film von Liebe und so und die beiden warn jung und unsagbar froh ..(..).. doch wies weiterging behielt man für sich und dann sah ich auf dich und dann sah ich auf mich: Nichts mehr was da war! Alles war schon da!“

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              • (grml- – geht das schon wieder..) Ähhm, Frau Arabella. Ich goutiere wenig Marmelade, Konfitüre oder Gelee – aber wenn, dass das Einkochgut hervorragend aussehen und noch besser munden. Schnippschnippschnipp und ab in den Topf und mit Zucker ersticken und kurz vors Verdampfen bringen… Nein, das geht nicht, zumindest nicht in der Dunkelkammer…

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                • Tee und im Hellen bereitete Konfitüre,Herr Ärmel!,wer möchte nicht Ihr Frühstücksgast sein.Mit der Schaukelinhaberin um die Wette hüpfend entferne ich mich vorerst von hier.Habe die Ehre.Den Duft der Konfitüre noch in der Nase.Arabella

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                  • Sollten hüpfentfernend heiss werden, empfehle ich eine Sanftauflage Friction de Foucaud anschliessend.
                    Über das Frühstück reden wir später. Sonnigschönhüpfende Grüsse vom Schwarzen Berg

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                    • Ach Herr Ärmel,ich weiß nicht recht.Sollte ich geneigt sein Kampfer und Menthol an mich heranzulassen,dann sicher nur in dieser Form.Allein,ach nein.Gestatten Sie mir ein Bad.Wie geht es den Pfirsichen?Den Berg hinauf winkend habe ich die Ehre.Arabella

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                    • Das Feuer ist entfacht unterm Topf. Heute noch wird sie werden und in sauberen Gläsern enden. Manchmal frage ich mich, wozu den ganzen Aufwand treiben. Wenn ich dann allerdings eines der wenigen Ausbeutegläser auf dem Frühstückstisch sehe, die einmalige Farbe; es dann öffne und das feine Aroma entströmt dem Glas… Wie heute Morgen bei neuen Erdbeerkonfitüre…

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                    • Weil uns das Leben Farben,Düfte und Aromen schenkt.Und einigen von uns den Sinn ,dies anzunehmen.Die Düfte hier überall rauben mir heute fast den oben genannten.Bei der Erdbeerkonfitüre heische ich mithalten zu können.Freundlich winke ich nach oben.Arabella

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                    • Eins für Frau Knobloch,eins für Herrn Guinnes,eins für Herrn Hund,eins für den Herrn mit den vielen Nasen,eins für Frau Arabella.Wer von uns darf Sie zum Frühstück einladen!

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    • Ich kann nicht mitreden, ich kenne weder die Band Prinzip, noch den erwähnten Song und Liebesfilme im Fernsehn gugg ich nicht.
      Natürlich war alles schon mal da (ausser unsinnigen Konsumartikeln, da gibts jeden Tag neue), aber “nichts mehr was da war” – ich bitte dich, das kann doch nicht wahr sein 😉

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  4. Äääähm… es ist zwar schon ein wenig spät, zugegeben, ich erlaube mir -neugierigerweise- aber dennoch die Frage, was denn nun aus der Pfirsichkonfitüre geworden ist.
    Vorbereitet ? Fertig ? Schon vernascht ?

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    • Ich mutmaße mal, der werte Herr Ärmel ist an einer Überdosis Pfirsisch(das zusätzliche s gibts nur in Schwarzberganien!)konfitüre dermaßen überzuckersüßt, daß er nicht mehr Laut geben kann. Noch nicht mal Leise. Ich stelle mal als Gegengift eine Kanne Schwarztee bereit. Ungesüßt. Guten Morgen an alle.

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      • Mutmassungen am frühen Morgen
        bereiten hin&wieder Sorgen

        Guten Morgen, liebe Frau Knobloch, Sie hatten eine geruhsamgute Nacht will mir scheinen. Statt Nachmahrbelästigung haben Sie nun wohl Ihren wohlgefälligen Nacken an einen Schalk vermietet.
        Ich grüsse mit einem Lachen gen Lippischnordwest wie stets, Ihr Herr Ärmel

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        • Mein lieber Herr Ärmel, in der Tat krawinkelt mir heute ein Kleinschälkchen im Genicke. Mußte heute den Zauseldutt etwas höher binden, weil es mich schier kribbelkrabbelig macht. Ich bekam heute ganz frühmorgendlich einen Riesenarm voller duftender Maronenzweige, blütenbestandet, überreicht. Jetzt ist mir wahrlich blümerant von dem Necktargedufte. Ich sende Ihnen luftschiffig gerne ein paar Zweige, aber Obacht, die machen echt murmeligkribbelig. Lachkollerige Grüße, Ihre Frau Knobloch.

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            • Mein lieber Herr Ärmel, es würde mich nicht wundern, wenn demnächst die Presse seltsame Massenkollerigkeit in Provinzanien verkündet. In jeden, wirklich jeden Strauß habe ich heute Maronennektar mit neckischem c eingebunden. Erwarte demnächst folgende Schlagzeile: Nackerte Nektarnarkotisierte neckten nackenneigend Nichtnektarnarkotisierte.
              Benommene Grüße, Ihre Frau Knobloch, neckendnektarisiert.

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              • Mist, jetzt bin ich spät – – gegen derley Anwandlungen hülft der Verzehr von entsprechend zubereitetem Faulmodergewächs. In der Dunkelkammer gabs just pfrische (ach herrjeh die Pfirsiche) also frische Fifferlinge /// Pfifferlinge in einer leichten Weinsahnesauce… Das wäre was für Ihren Zustand gewesen – ganz sicher…

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                • Ebensomist, allein der Gedanke an pfrischpfeffrige Pfifferlinge auf der Zunge, während ich noch immer nektarnarkotisiertnackenneigend umwoben bin, herrjehmitmineh und dann noch Weißweineinschmeichelsahnesoße…zu Hülfe, mein Riechsalz, bitte.

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                    • Leicht bekopftschmerzt, es mag ein Kellerbierchen zuviel gewesen sein; doch frischvergnügt grüße ich herzlichst zurück. Was gestern ganz unterging: Der Bote, der Unglücksgeselle, gab mir mit hängenden Schultern und um Gnade flehenden Blick ein Feinstnotat zurück. Mein gestriger Schalk ließ Gnade vor Recht ergehen und erließ ihm die ihm zugeteilten Ohrfeigen. Nun will ich einen verläßlicheren Postillion mir suchen. Herzfeine Grüße an Sie, Ihre Frau Knobloch.

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                    • So ist wenigstens Sicherheit jetzt: endlich! Seien ihm die Ohrfeigen erlassen&verschenkt. Oder zurückgehalten für ein anderes Mal.
                      Ich plage mich mit dem neuen Brausergehilfen. Der seit Jahren angestellte Feuerfux hat sich mit jeder Fortbildung dämlichdümmlicher benommen, aber seine zunehmende Langsamkeit war denn doch zu viel. Nun als der BleicheMond – mal sehen.
                      Nun aber endlich zum Tastaturknecht, die Elektropost zu verfertigen…
                      Leichtgenervtflinkgetippte Grüsse und eine leuchtende Sonnenstrahlensendung überbracht : wie stets, von Ihrem Herrn Ärmel

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                    • Die Feinleichtgenervtheit haben Sie bravorös im Fingerkuppengriffe, mein lieber Herr Ärmel. Hier kam nur Leuchtestrahlsonne an, die ich selbstverständlich umgehend erwidere. Aber es scheint eine Plage mit diesen Buchstabenboten manchmal zu sein, nun, wir hüllen uns in Geduldspallas und schonen so die Nervenstränge vor allzu rascher Abnutzung. Feinstabendgrüße, Ihre Frau Knobloch.

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                    • Ausgeruht und schon wieder leichtbeschalkt grüße ich morgendlichfrisch hin zum Schwarzen Berg und wünsche einen guten Wochenstart, Ihre Frau Knobloch, eine Rauperichgeschichte in den Fingerkuppen tragend.

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                    • Ich habe derweilen Flippflitschsilbenwortsatzfotos verbloggt….
                      Den Handkuss aufgefangen und sorgsam das Schräubchen im Auge sende ich Ihnen einen herzlichen Schwarzbergsonnengruss, Ihr Herr Ärmel

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                    • Die Flippflitschsilbenflitscherey beäugte ich schon lautlos, nur ein Geseufz konnte ich bisher von mir geben. Nun werde ich Wohlworte finden, nach Blickschweiferey blumenausliefernd übers flachhiggeligschöne Lipperland. Das Schräubchen, ich würdetätejaamliebsten…hachach.
                      Immer die Ihre, Frau Knobloch.

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      • Verehrte Frau Knobloch ich wünsche gut geruht zu haben.Auf die Auswirkungen dieser Nacht bin ich so was von gespannt.Lassen Sie es mich lesen,ich bitte Sie innig.Vielleicht hören Sie nebenan bei mir mal kurz rein,wenn Sie mögen.Ich wünsche „Instandbesetzt“ kommt Ihrem großen Herzen nah.Ganz die Ihre.Arabella(etwas verpfirsichtverwirrt)

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        • Schönstvormittagsgrüße, Verehrteste, ich werde bei Gelegenheit meine Lauschläppchen in Ihre Richtung schwenken. Mein Tagwerk läßt mich nur sporadisch in’s zartverwobene Netz eintauchen. Auch die Knoblochärmelgeschichte wird noch ein wenig Bepuschelung brauchen, ich bitte um Geduld. Herzfeine Grüße, auch an Ihre Lieben, Ihre Frau Knobloch.

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            • Und wie jetzt Frau Arabella, haben Sie die raggaze wieder eingefangen (Kinder oder Enkel??? – eigene oder frendzugehörige)
              Einen samstagnachmittäglichwohlgesättigten Gruss sende ich Ihnen vom grautrüben Schwarzen Berg

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              • Soeben habe ich die Nannykleider abgelegt und schlüpfe in das Wochenende.Werter Herr Ärmel,herzlichst lade ich Sie in mein grünes Reich ein zur Klärung der Kinder und Enkelfrage.In keiner Hinsicht reichen meine Bildchen an Ihre Fotografiewerke,doch allein der Wille zählt.Eine blutige Anfängerin in jeder Blogsicht.Kampferfrei habe ich die Ehre.Arabella

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    • Mein lieber Herr Pappenheimer, die Damen haben mich gestern dermassen vom Thema weg und abgelenkt, dass jenes Pflichtbewusstseinsmantra Not tat.
      Die erste Hälfte des Pfirsicheinkochguts ist bereits enthäutet, zerstückelt und in wenig Zucker eingelegt, dort selbst über Nacht fein saft zu ziehen. Beim heutmorgigen Kontrollgang konnte ich feststellen, dass alles gut ist.
      Nun kommt eine weitere Ladung in den Verarbeitungsprozess…

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  5. Grandiose Geschichte zu einem grandiosen Foto. Könnte auch gut musikalisch erzählt werden, z.B. von den Herren Waits oder Springsteen, erinnert mich vom Grundtenor schon ein wenig an Thunder Road, auch wenn es Roy Orbison war der dort sang.
    (Etwas unrealistisch ist allerdings die pisswarme Cola, im Land der stets eisekalten Drinks *g*)

    Liebe Grüße aus dem Frankenland und Dir ebenfalls ein schönes Wochenende.

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    • „(Etwas unrealistisch ist allerdings die pisswarme Cola, im Land der stets eisekalten Drinks *g*)“ – – es musste einen plausiblen Grund für das spontangemeinsame Lachen geben: zwei fast gleichzeitig angewidertverzogene Gesichter beispielsweise… *g*
      Frankenland? Bierexpedition? Klettertour in der Fränkischen Schweiz? Entführung? Viel Vergnügen wünsche ich dir weiterhin…

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  6. Pingback: Photographiengedankenverärmelung | bittemito

  7. Wir hatten, glaub ich, noch nicht das Vergnügen. Ein solches Vergnügen, wie jetzt dieser Text, den ich zuerst im Knobloch-Mantel vorfand, bietet mir nun beste Gelegenheit, einmal zu grüßen und zu loben: bitte mehr solche Text-pas-de-deux von Ihnen beiden!

    Da würde ich recht schön danken.

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    • Wir hatten, und ich weiss es, noch nicht das Vergnügen. Wobei, ich habe Ihre feinklugen Kommentare bei unserer grossartigen Gastgeberin der herzvollen Frau Knobloch zur Kenntnis genommen.
      Ihr Lob und den freundlichen Gruss nehme ich gerne an und sende schöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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  8. Vorab sonntäglich schönste Grüße aus dem durchwachsenen sonnigkühlenregnerischwiedersonnigem Norden. Oh man, eigenlich wollt ich doch nur mein erfreuen über des Hern Ärmelst schönen Text zum Ausdruck bringen, nun überwallten mich das unterbefindliche Geschreibe und mein freudiger Magen ruft förmlich nach frischem Brot mit noch leicht warmer Pfirsichmarmeladendecke. Bitte doch damit schnellst um ein Fluggetier, welches mir schnellst ein Gläschen schickt, Richtung Nordens Terrasse im Grünen. Der Kaffee wartet schon heiß in der Kanne dazu.
    Mit den freundlichsten Grüßen, nebst holde Hochachtung für solch kreatives Wochenendfabrikat. Mia

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  9. Angesichts der Tatsache, dass Du dieses Bild von Leiter als rechtschaffen uninteressant interpretiert hast, ist Dir aber erstaunlich viel dazu eingefallen, alle Achtung! Weil ich weiß, dass Du es mir nicht übelnimmst, sei mir eine kritische Anmerkung erlaubt: Die Schnoddrigkeit in der Verfasstheit – sie gehört dazu, ist mir schon klar – aber in der von mir so empfundenen Überbetonung trübt sie aus meiner Sicht den Blick auf den Inhalt. Und sie hielt mich davon ab, die Geschichte ein zweites Mal zu lesen und den ersten Eindruck eventuell zu revidieren.

    Die Verlängerung der Geschichte durch die Dame mit o kommt meinem Empfinden zu diesem Bild näher. Naturgemäß, mag sein. Aber natürlich gäbe es sie nicht ohne die Deine, was das Faszinierende ist an der Sache. Zusammen ergibt sich ein Bild, das stimmig ist. Spannendes Zusammenspiel, also, und jede Menge Stoff zum Sinnieren..:-)

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    • Ich finde das Photo in der Tat kompositorisch nicht sonderlich beeindruckend. In rechnischer Hinsicht erlaube ich mir heute kein Urteil mehr, auch mein Blick wird abgelenkt durch die fotooptischen Weiterentwicklungen.
      Zu der Geschichte: genaugenommen waren die Begegnungen mit dem Bild innerhalb von zwei Jahren quasi eine Steilvorlage. Die allererste Assoziation von damals gab den Kern der Geschichte. Den Rest habe ich konstruiert, sodass auch die Details einer Überprüfung standhalten. Die Ungezwungenheit des Dialoges hat Vorbilder in meiner Lebenswirklichkeit. Mag sein, dass sie durch die autodiegetische Erzählweise scharf konturiert wird. Zudem sind die Wechsel auf der temporalen Ebene von Metalepsen durchsetzt, was den Leser emotional eher auf Abstand hält.
      Die hochgeschätzte Frau mit 2 o erreicht durch ihre auktioriale Erzählweise, dass der Leser emotional mehr ins Geschehen einbezogen wird.
      Ich finde ihre Fortsetzung auch als eine gute Berecherung und auch mich regt(e) sie zum sinnieren und fortsetzen an.
      Was nun die Photographie betrifft, so ist sie für mich lediglich eine Vorlage oder Anregung, aus der meine Geschichte entstanden ist. Was besser oder schlechter „passt“ zu der Photographie liegt meiner Meinung nach in der Persönlickeit des oder der Erzählenden begründet. Zehn Betrachter ergeben zehn verschiedene Geschichten und das finde ich gut und dies macht das Vor-Bild denn doch wiederum auf seine Art bedeutsam.
      Abendschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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    • Ich schleiche auf Flüstersilbensohlen in diesen Dialog, nicht störenwollend, aber um der wertgeschätzten Frau Pagophila ein Dankwort und viel Sinnierungsspaß zu übermitteln. Dem Haushern entbiete ich Feinstgrüße und, bitte verzeihen Sie diese Verwegenheit, ich kann jedoch nicht anders: Ich werfe Ihnen eine Kußhand zu, Sie Famosärmelmann, Sie. Sanfterrötet, Ihre Frau Knobloch.

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