Steiniger Wochenausgang

Siebensonnenschwestern treffen zum Wolkenvertreiben. Ali Farka Touré – Talking Timbuktu (with Ry Cooder) (1994)…

Neben wenigen, dafür jedoch sehr erfreulichen Nachrichten erhalte ich auch manche Unerquicklichen. Und dann auch noch die Fussballweltmeisterschaft. Auch im Umfeld dieses Sports gehts um Macht, Geld und die entsprechenden verlogenen Intrigen. Und der Sabbelkaiser ist auch dabei. Schaun mer mal…
Der Zwischendurchsonnenstrahl am Samstag auf dem Kalenderblatt des Tages: „Entnetzt euch! Denn Netzwerke bleiben immer Herrschaftsinstrumentarien. Ganz gleich, wie verästelt, wie groß oder wie klein sie sich organisieren. Netzwerke dienen immer der Verteilung von Einflusssphären und damit dem Zugang zur Macht, unabhängig von allgemeinen Verdiensten, die sich jeder erwerben kann.“. Niccolo Machiavelli. Nachzulesen in der jüngst erschienenen Biografie des Hstorikers Volker Reinhardt: „Machiavelli oder Die Kunst der Macht“ (Verlag C.H. Beck).
Dass der Sommeranfang immer auch den Winteranfang in sich trägt durch Verkürzung der Tageszeit, seis drum.
Abends spielt die deutsche Mannschaft gegen Ghana. Ich sitze mit einigen anderen im Hinterhof einer Kneipe. Das Spiel ist miserabel. Der Abend dauert zu lang und die folgende Nacht ist zu kurz. Seis drum.
Zum Glück scheint passend zum Namen am Sonntag die Sonne. Strand. Steine. Sitzen und Schauen. Schöne Musik aus den Tonklangdeckeln in die Ohren. Alte Festbrennweiten sind nutzlos bei fehlener Motivation. Naja.
Da weist ein erwachender Steinmann im Gras den Weg. Feinflache Flippflitschsteine über die Wellen tanzen lassen. Einer lockt gar eine Meerjungfrau aus den Blauwassertiefen.
Allen Besuchern, Lesern und Guggern wünsche ich eine feine Woche.

                                                                    (Foto anklicken flippftlitscht gross)

 

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37 Gedanken zu „Steiniger Wochenausgang

    • Ich bitte Sie, Frau Wildgans, Sie wissen doch hinlänglich, dass die hochwertgeschätzte Frau mit zwo o ausschliesslich schwarze Textilien auf ihrer zarten Haut (ver)trägt.
      Schöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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      • Frau Wildgans, welch‘ schmeichelhafter Vergleich. Ich danke Ihnen. Allerdings müßte ich meine Haut erst daran gewöhnen, so frei in der Prizzelprazzelsonne herumzumaidieren. Ich bin der Dreiphasentypus: Weiß, feuerrot, rotweißgefleckt.
        Herr Ärmel, haben Sie sich wenigstens gleich Strandhafer in die Lauschläppchen gesteckt? Sie wissen doch um die Gefahren der Meemaidgesänge. Besonders die absinthmeergrünäugigen, die becirzen träumende Flitschflatscher zu gerne.
        Ich bin verschossen in den zwoten Stein, den schwarzglänzendfeinen. Nicht, daß die anderen unfamos, doch der könnte von dem Gestade seyn, an dem mich träumend wiederfand. Hach…

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      • Herr Ärmel, entweder kommentiere ich gar nicht oder es steht plötzlich voll strack das da, was ich denke, im Sinne von: Schreiben ist ein riesiger Möglichkeitsraum…und von der Schwarzkleidungsleidenschaft wusste ich nicht.
        Gruß aus meinem Blauhimmelsrheinhessen

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        • Liebe Frau Wildgans, da brauche ich garnicht erst zu überlegen: ich nehme gleich die zwote Möglichkeit mit dem “plötzlich voll strack” dastehen.- mit der schwazzen Farbe bin ich hoffentlich nicht in den falschen (Farb)topf getreten ~~~
          Vollsonnenheisse Grüsse vom Schwarzen Berg

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    • Herr Guinness, wie schön Sie schon zum Wochenbeginn hier zu lesen – und mit Zitatgrüssen obendrein. Ich danke Ihnen und für den badesalzigen Hinweis gibts noch einen Winker obendrauf.
      Schöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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  1. Einen schönen Floh haben Sie mir da ins Ohr gesetzt, verehrter Herr Ärmel.Die Angelegenheit mit den Fußball (ver)treibenden Halbstarken sehe ich genau wie sie.
    Die Dame auf dem gelungenen Foto ist beneidenswert.Da sie bekleidet ist, brauch ich zum Glück nicht an Mord zu denken.
    Danke für den gelungenen Beitrag

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  2. vermutlich ist es der kostbare Ärme’lsche Panamahut, der mit dem Stein beschwert des Vomwindeverwehtwerdens trotzt? Mein Favorit ist der Steinmann mit den Stielaugen ob der Schönen am Strand….sollte es sich jedoch um die Venus vom Schwarzen Berg handeln, dann schaut sie entsetzt über das heutige Schönheitsideals.
    Auch wenn Herr Ärmel dort arbeitet, es ist ein beneidenswerter Arbeitsplatz, wenn es nicht wie neulich wochenlang aus Kübeln schüttet.

    Für alles ein gutes Gelingen und kommen Sie irgendwann steinreich zurück -:)))

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    • Da hat jemand ganz genau hingeschaut und den „Korb“ dekonstruiert und entziffert. Vielen Dank für die guten Wünsche. Die Rückkehr werde ich sicherlich vollziehen. Steinreich hingegen, ich bezweifle es, es liegt nicht in meinem Trachten.
      Sonnigschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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