Tara + Piva = Drina

Bei der drückenden Hitze kommt die Musik erfahrungsgemäss am besten auch aus heissen Gegenden. Eine Zusammenarbeit marokkanischer und senegalesischer Musikanten: Aziz Sahmaoui & University of Gnawa – University of Gnawa (2011)…

Rafting am kommenden Wochenende? Eine matte Sache, verehrte Frau Waas. Ich war da schon vor zwei Jahren. ?. Sie doch auch. Ja, genau dort, vielleicht nicht im gleichen Kamp, aber… ? – – Schauen Sie doch mal im Netzdernetze nach. Wie, grosse Gruppe – interessant – spannend?. Und alles jüngere Teilnehmer. Pfff…
Frau Waas ist eingeladen von ihrem Tanzclub. Samstags auf der Tara raften und zwei Nächte Tanzerei… Wie könnte ich einer noblen Dame meinen Arm zum Geleitschutz verwehren. Und dabei war ich nienichtmals in der Tanzstunde. Immerhin zieht das Argument einer intensiveren Begegnung mit jüngeren Schwarzbergianern. Der Preis für die ganze Aktion wischt letztlich alle meine Einwände glattweg vom Tisch.
Ungefähr dreissig Teilnehmer zwischen zwanzig und dreissig Jahren und einige Altersduchschnittsprenger. Natürlich ist das Raften auf der Tara gegen Ende der Saison eine matte Sache. Umso aufregender die mannigfaltigen Begegnungen mit den jungen Leuten. Ihre Ansichten kennenlernen. Ihre Aussichten im Land erfahren. Ihre Erwartungen und Befürchtungen. Die sehr unterschiedliche Herkunft würzt die Mischung. So dicht kommt man selten an Meinungen und Verhaltensformen nur selten. Insofern ist es gut, dass der Pegelstand der Tara niedrig ist zu dieser Zeit. Auf der anderen Uferseite der Tara liegt die Republika Srpska. Das weckt jedes Mal Assoziationen.
Die beiden Nächte sehr laut und sehr kurz. Die Unterkünfte sind einfach. Kommunikativ insofern, dass man auch das kleinste Geräusch aus den Nebenzimmern der Vierraumhäuschen nicht überhören kann. Immerhin steht an der Waschstelle ein Mobilrasierer zur Verfügung. Die beiden zur Wahl stehenden wohlschmeckenden Gerichte, Fisch oder Fleisch, kommen vom grossen Grill. Das Frühstück ist solide. Alles landestypisch angerichtet, Extrawünsche angenehm zwecklos.
Von den Erlebnissen dieses Wochenendes werde ich einiges zu berichten haben. Vorerst ist die Verarbeitung der Eindrücke angesagt. Bis dahin gibts einige Stimmungsbilder.
Foto anklicken und die Galerie öffnet sich: Eintritt für Besucher, Leser und Gugger frei!

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22 Gedanken zu „Tara + Piva = Drina

  1. „Extrawünsche angenehm zwecklos“! Und das Jungmenschengetümmel, angenehm anzuschauen und nachzuempfinden- und Assoziationen werden geweckt an? Bei mir an den Fluß Dunajec, auch ein Grenzfluss, auf dem ich mal mit DDR-Fremdmenschen rumgeflößt bin.
    Dass Sie an solch mattwilden Events teilnehmen, meine Fresse 🙂

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    • Meine Assoziationen leiten mich zurück so etwa ins späte 17. Jahrhundert. Eine niedergehende feudale Stammesgesellschaft. Ein guter Grund teilzunehmen: so werden Erkenntnisse der historischen Fachliteratur im Praktischen erlebbar.
      Angenehmtemperiertsonnige Grüsse vom Schwarzen Berg hin zur falschen Seite des grossen Stroms

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  2. Mein lieber Herr Ärmel, Sie schaffen mich. Jetzt bedienen Sie auch noch meine Tunnelsteilabhangliebe. Auf Madeira sind… Mooooment, hier gehts nicht um Madeira. Hier gehts um das verflixtundzugenäht immer mehr Sehnsuchtsschmachtschwarzberganien. Und dann noch mit Tanz! Ich hätte alle Bedenken übern Haufen geschmissen und wäre röckeraffend mitgehopst. Und Sie hätte ich mir gegriffen, Verehrtester. An der Seite stehenbleiben und nur mit der Fußspitze wippen gildet nämlich nicht. Und zum Abkühlen der heißgehüpften Fußsohlen dann zwölfgradige Tarapivadrinaküsse! Und das Essen! Und der Brunnen! Und der Service! Mobilrasierservice! Und dann der Sonne beim Rotwerden zusehen…
    Herr Ärmel, Sie sehen mich angemessen begeistert, nahezu flippig. Und erwartungsvoll auf weitere Erlebnissberichte hoffend. Immens angetane Grüße, Ihre Frau Knobloch, freuhüpfend.

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    • „…Hier gehts um das verflixtundzugenäht immer mehr Sehnsuchtsschmachtschwarzberganien…“ Meine liebe Frau Knobloch, Ihre Schmachtsehnsucht werde ich sicherlich etwas zu dämpfen wissen, wenn es hiesige Lebensweisen gehen wird… Doch bis dahin fastflippigbegeistern Sie sich: schaden tut das ja nimmerniemalsnicht.
      Mit schonwiederbedecktsonnigdrückendheissen Grüssen vom Schwarzen Berg, Ihr Herr Ärmel (stillsitzend)

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      • Aber mein lieber Herr Ärmel, daß es die Schmachtsehnsuchtsdämpfungsseite genauso gibt, das weiß ich doch. Nur bezüglich Ihrer Bilder und der Worte, da kalbert mein Vergnüglichkeitsbeenebaumelgör‘ nunmal purzelbaumig herum. Sehen Sie es ihm bitte nach, es liebt nunmal eine abundzuige Blickverwuschelung. Jetzt sitzt es ja auch ganz still, schaut nur großäugig nochmals die Bilder an, stillseufzend…

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          • Ach, wissen Sie, daß passiert mir abundzu ja auch mal. Constanzen schert sich nicht groß drum. Sie lächelt stillmonalisig vor sich hin und hebt die Kühlhand zum Feingruße. Der frischfamosfeine Landregen wird sie erfreuen. Ich danke Ihnen und verbleibe zugetan, Ihre Frau Knobloch.

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  3. Sieht ja spannend aus.

    Rafting – das habe ich mir noch nicht angetan bis jetzt – obschon es da, wo ich herkomme, einen „passenden“ Fluss und entsprechende Anbieter gehabt hätte.

    Besonders haben’s jedoch mir die von dir fotografierten Blockhütten angetan – und die Aussicht, die man von dort aus hat.

    Ich freue mich, mehr über jenes Wochenende zu lesen 🙂

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  4. An der Seite stehenbleiben und nur mit der Fußspitze wippen ist die einzige Möglichkeit, man soll die Verletzungsanfälligkeit ungeübter Tänzer nicht unterschätzen *g*. Sieht aus wie Tanzschule…uuund jetzt das linke Bein hoch und den rechten Arm hoch…uuuund jetzt…Zerrung. Nene, der Ärmel macht das schon ganz richtig, nur nicht anstecken lassen 😀
    Rafting wird auch furchtbar überschätzt, man wird nur nass und kann nicht fotografieren dabei. Die Stimmungsbilder zeugen trotzdem von einem lohnenswerten Ausflug, was gabs denn da vom Grill? Sieht nach ziemlich dicken Burgern aus, mjam.

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    • Nix Börger – Frikadellen werden hier plattgehauen bevor sie gegrillt werden. Die Forellen waren erste Sahne und die Steaks ebenso. Und die Bierpreise durstmachend *g* Das Nichtfotografierenkönnen ist ein zusätzliches Übel bei der ohnehin drögen Schipperei…
      Danke für deinen Nichttänzerhinweis, den werde ich weitergeben, denn Frau Waas rechnete sich da schon was aus…

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    • Pardöngsche, Herr Zaphod, aber Ihr Kommentar und das Kleinbildchen dazu mit diesem Grimmgrüngesicht, ich lache mich gerade quietschmurmeligkringelig…Sie scheinen echt Spaß beim Tanzen zu haben. Mit allem nötigen Respekt, doch feinstkichernd grüßt Frau Knobloch.

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  5. Hm… Rafting… Hm… das klingt in meinen Ohren ziiiiemlich gefährlich, oder?! Da ist doch sicherlich viiiiel Mut erforderlich!? Und ist das Raftingwasser nicht fast immer sauuuuuukaaaalt?! 🙄

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    • Rafting, (engl.) flössen… Gefahr ist abhängig von Wassertiefe und Stromgefälle. Hier ab Anfang Juli ein mattes Vergnügen. Im grossen Schlauchboot können mitdahingleitende Rentner so eine gemütliche Purolatorrunde drehen. Wassertemperatur 12° derzeit…
      Zickadenschnarziglärmendheisse Grüsse vom Schwarzen Berg

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  6. Das gefällt mir: das musikalische Intro aus dem westlichsten Afrika, Ihre Bereitschaft zur Altersdurchschnittssprengerei, dem Zusammenfließen von Gewässern, Generationen, Kulturen … Yallah, Herr Ärmel!

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      • Von mir hören Sie niemals ein Helau! Ein yallah entrutscht mir aber manchmal doch. Yallah ya schabbab! Das hätten Sie doch am Rande der Tanzfläche der schwarzbergischen Junggeneration auch zurufen können. Haben Sie vielleicht auch in einer anderen Sprache.

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