Normaler Donnerstag einer normalen Woche

 Im Archiv gewühlt und für gut befunden, ohne den Blues zu haben: Tony McPhee – I asked for Water she gave me Gasoline (1969)…

Menschlichen Krisen gegenüber bin ich aufgeschlossen. Selbst wenn es nur Kleinstkrisen sind. Fremden und eigenen gleichermassen.
Krisen sind Prozessschlüssel. Sie öffnen Türen, Tore, Portale und Zugänge ins wirkliche Leben. Nur Krisen ermöglichen Fortschritte im guten Sinn einer Weiterentwicklung. Satt und zufrieden in der Hängematte schaukelnd findet keine Entwicklung statt, allenfalls Verdaung.
Was lachst du denn. Klar, auch Verdauung ist ein Prozess. Hey, klasse dir so unvermutet zu begegnen. Wie bitte. Erzählen. Was soll ich dir denn erzählen. Ist ne ganze Weile, dass du mal vorbeigekommen bist.
Eine Bloggerin vermutet einen Hilferuf in einem anderen Blog. Stimmt, Blogs kennst du noch nicht. Stells dir vor wie ein öffentliches Tagebuch. Ein junger Mensch männlichen Geschlechts bloggt sich seinen Frust weg. So siehts jedenfalls aus. Kündigt seinen definitiven Abschied an. Und löst damit eine enorme Reaktion aus, die über die Kommentare weit hinausschäumt. Fast durchweg von Frauen sind die Kommentare. Wie, Kommentare – ach so: Kommentare kannst du dazu benutzen, mit dem Schreiber in Kontakt zu treten. Ja, ich weiss, wir hätten nichtmal privat so miteinander geredet. Die Zeiten haben sich geändert. Überleg´ mal, unsere letzten Gespräche fallen vielleicht in den Anfang dieser Veränderung.
Bezugnehmend auf einen seiner Sätze schreibe ich ihm zwei Sätze, also kommentiere. Posts werden gelöscht, Kommentare nicht freigegeben. Am späteren Abend veröffentlicht er wieder einen Eintrag. Ist beleidigt wie nur je ein vierjähriges Mädchen. Es wird interessant. Er greift die Menschen an, die um ihn besorgt waren. Bellt rum und teilt aus.
Was sagst du dazu, Alter? Noch heute nach mehr als einem Vierteljahrhundert ist mir dein hintergründig verschmitzter Augenaufschlag vertraut. Wie wärs dem Bürschchen in unserer WG wohl ergangen. Seis drum.
Ein Schauspieler hat sich umgebracht. Nein, keine Drogen. Das ist nach wie vor eher was für Musikalartisten. Obwohl, in letzter Zeit, auch hier in der Bravoquickbunterepublik. Also, er hat sich für den Strick entschieden. Soll depressiv gewesen sein. Erinnerst du dich noch an Brinckmann. Doch nicht der Trollprofessor aus dem Schwarzwald, du Knallkopp. Rolf Dieter, Dichter, der in London unters Auto gelaufen ist. Hat den Linksverkehr unterschätzt. Bei ihm glaube ich allerdings nicht, dass er absichtlich unters Auto lief. Nein, keine Sorge, ich fange jetzt nicht seinen Gedichten an.
Männer im Intenet zählen die Filme auf, die ihnen gefallen haben, Frauen dagegen sind berührt von seiner Selbstaufhängung. Ob der Schauspieler daran gedacht hat, was in jenen Menschen vorgeht, die ihn auffinden werden. Sein Anblick. Gegen die Gliedversteifung von Selbstaufhängern hilft auch kein Maskenbildner aus dem Hollywoodstudio. (Richter, Optatus Leopold Wilhelm: Handbuch des Straf-Verfahrens in den Königl. Preußischen Staaten, mit Ausnahme der Provinzen, in welchen noch französisches Recht gilt. Verlag Borngräber, Königsberg 1830. hier: Bd. 2, S. 364). Ja, lach du nur. Schon klar, mein ewiger Griff ins Regal. Lieber würde ich einen Äppler mit dir trinken., kannste mir schon glauben. Aber du…
Da fällt mir ein, einen seiner Filme haben wir jedenfalls zusammen gesehen. Good Morning Vietnam. Unsere Musik. Vietnam, das Thema. Im Zusammenhang mit den Bildern und seinen Texten hatte der Film schon was.
Wie? Ich verstehe dich zunehmend schlechter in den letzten Jahren, sags nochmal. Nee, da stimme ich dir sofort zu, gegen Donald Sutherland kam der Mann nie an. M*A*S*H war da ein ganz anderes Kaliber. Der spielte zwar in Korea, aber Krieg ist Krieg, da waren und sind wir uns einig.
Ja, leider, es kracht und rappelt noch immer und überall. Im Nordirak will die Quickregierung unserer Bunterepublik jetzt die Armee mit technischem Gerät unterstützen. Ich habs erst garnicht geschnallt. Decken, Zelte und Medikamente für die tausende Menschen auf der Flucht vor durchgeknallten fanatischen Religionsfaschisten, dafür spendet man. Ist doch logan.
Wieso aber brauchen diese Entkräfteten Panzerabwehrraketen? Als später die Nachrichten kamen, im Interview die Buntetagslabergeschütze auffuhren und Realitätsabwehrpolitiker losseierten habe sogar ich dann verstanden. England und Frankreich „unterstützen“ längst die irakische Armee.
Mensch, die Märkte von morgen. Du siehst, alles wir es kennen. Dass man es heute leichter rauskriegen kann, macht die Sache allerdings nicht leichter erträglich.
Aber weisst du, was mir im Lauf der Zeit immer mehr auf den Zeiger geht? Die Nachricht nach der Nachricht. Am 11. kam die Todesnachricht des Schauspielers. Am 12. war das Thema Depression der Aufmacher, er soll ja depressiv gewesen sein. Die Betroffen, die Depressiven, die Krankheit. Die Kosten für Krankenkassen. Da quellen prima Schlagzeilen aus dem Redaktionsendgedärm.
Die Pharmaindustrie wirds jedenfalls freuen. Die Glücklichpillenverkäufe werden in dieser Woche wohl zufriedenstellend steigen. Und das Umfeld. Was mir stinkt, ist, dass niemand vom Umfeld depressiver Menschen schreibt. Von den Menschen, die den Auswirkungen standhalten. Die haben keine Lobby und die Pharmaindustrie offensichtlich noch keine gewinnproduzierenden Aushaltedrogen.
Schon gut, du musst mich nicht erinnern. Ich bin halt nicht so cool wie du, nie gewesen. Wills auch garnicht sein, verdammt. Vielleicht hätte ich dich dann schon längst abgeschrieben und vergessen.
Heute in den Nachrichten das nächste Thema, dass er offensichtlich pleite war. Insidernachrichten. Insider aus Familienkreisen. Die Putzfrau vielleicht oder der Sekretär hat ausgepackt. Take your chance bevor sie andere ergreifen. It´s Dollarmakingtime man, so what.
Übrigens habe ich mir inzwischen die Beiträge auf dem Blog des jungen Mannes eingehender angesehen. Wie? Naja, so ein bisschen Neugier ist schon dabei. Und Texte zu untersuchen, erzeugt noch immer ein leichtes Kribbeln. Derrida und die Kristeva haben wir früher nicht gekannt. War vielleicht besser so. Die hätten manche unserer Lieblingsautoren mit der Kettensäge entzaubert. Aber hin und wieder ist die Kettensäge eben auch hilfreich.
Was sagst du – nix ist nur schlecht. Mann, Alter, und auf Regen folgt Sonnenschein. Hättest du noch deine Stimme, wir könnten jetzt die Witze erzählen, über die wir schon früher nicht gelacht haben.
Also die Kettensäge. Bei jenem Blog zum Beispiel. Schlauer Bube, der du bist, natürlich hast du ins Schwarze geraten. Er schreibt brav jeden Tag weiter. Hat ja seine Frauenschar um sich versammelt, die ihn am Schreiben hält.
Wie? Klar, ist das zum Lachen, einer der neueren Muttisammler, eine genügt ihm nicht. Und wie geschickt er die Schreiberinnen longiert. Dir kann ichs ja sagen. Zweimal habe ich mich ertappt mit neidischen Rückwärtsgedankennebeln beim Lesen. Was hätte ich in dem Alter dafür gegeben, die Mütter so geschickt um den Finger wickeln zu können. Nee, ich mache mich so wenig wie du über die Frauen lustig. Als Frau würde ich vielleicht genauso handeln. Kann man nie wissen. Ist vielleicht seine Rache. Von einem Vater ist bei ihm nichts zu lesen. Väter, das waren unsere Themen. Idioten verständnislose, Nixschnaller, Laberköppe und Feinde allesamt. Da habens die Alleinerzogenen heute schwerer sich ein scheibeneinfaches Weltbild hinzudengeln.
Nur eine der schreibenden Frauen, die imponierte mir sofort. Die bringt den kleinen Kacker in fast jedem ihrer Kommentare auf den Punkt. Schade, du hättest deine Freude, aber hast ja nun keine Augen mehr zum Lesen.  Und wie er sich dann rauswindet um nur nicht drauf eingehen zu müssen, keinesfalls konkret zu werden.
Mich berührt der Tod des Schauspielers nicht. Diese Woche begann übrigens auffällig wie jene Woche  damals. Erinnerst du dich noch als ich dich abholte. Als wir zum letzten Mal zurück ins Kaff fuhren. Ich kann mich nicht mehr an den Mann erinnern, der hinter mir sass. Der als Aufpasser mitfahren musste. Und du, die ganze Strecke auf dem runtergekurbelten Liegesitz.
Dieser Übergang vom Sommer zum frühen Herbst. Das widerlich schöne Wetter, so ekelhaft, dass dein Abschied einer einzigen wütenden Trotzreaktion glich. Aber von allen. Nix war zu machen gegen das verflixte Wetter. Ein metereologischer Zynismus zum Quadrat.
Was meinst du, muss man gesehen haben wie ein Mensch stirbt. Nein, nicht im Film. Dabeisein. In echt, jetzt mal. Eine Hand halten vielleicht und in einer langen letzten, ins schier Endlose gedehnten Einstellung spüren, wie die Kraft so langsam sanft entweicht, sich verflüchtigend ins Nirgendwo, dass man sich richtig anstrengen muss, um überhaupt noch etwas tastend wahrzunehmen.
Wie verändert das die Einstellung. Sag doch mal. Egal ob zum Leben oder zu Sterben. Was geschieht mit dem persönlichen Empfindungsarsenal. Was wandert ins Archiv und was entsteht neu.
Lauren Bacall ist gestorben und das berührt mich. Die Nachrichten nach der Nachricht sind bei Lauren Bacall aus anderen Worten gewebt. Die liefert nichts für billige Sensationen. Nicht mal als vierte Frau von Bogart. Und jetzt ists schon zwei Tage her.
Sie war halt eine Frau, die nicht ins gewohnt primitive Hollywoodfrauenbild passte. No handsome nice little woman, ya know. Die sagte ihre Meinung. Unmissverständlich.
Du hast Recht, jetzt fällts mir wieder ein. Als das los ging mit den Kommunalen Kinos. Zwei Käffer, zwei Kinos, zwei Mark Eintritt pro Film, bis zu zehn Filme pro Woche. Da habe ich mich in der Bogart Reihe virtuell in Lauren Bacall verschossen. „Anyboby get a match“ – ich bin fast in die Leinwand gesprungen. Ihr erster Satz im Film und der machte sie dann auch schlagartig berühmt.
Heute Nacht habe ich mir „Gangster in Key Largo“ angesehen und „To have and have not“. Originalton versteht sich: Anybody get a match. Private Abscheidszeremonie. Ein Genuss. Ein Fest des Sehens und Verstehens
Krisen setzen Energien frei. Da fällt mir ein, dass Wut auch eine Energie ist. Konstruktiv eingesetzt kann aus Wut Gutes werden. Ich bin mir nichtmal sicher, ob ich dich  wieder gerne einmal sehen möchte. Nur einen Tag vielleicht, oder eine Stunde. Wieso wir erst zu sprechen lernten miteinander als es fast zu spät war, die Frage lagert noch immer irgendwo.
Ich spekuliere manchmal darüber, in den letzten Jahren zugegeben seltener. Ich bin auch nicht traurig, dass ich die zahlreichen Fahrten in unserem letzten Jahr hin und zurück vor deinem Verschwinden zu verwechseln beginne. Unvergessen aber bleibt jener Sommer als wir mit unseren beiden italienischen Einzylinderinnen den Appenin durchkreuzten. Da lernten wir zu reden. Das behalte ich.
Irgendwas bleibt immer. Jetzt gerade der schale Lesenachgeschmack. Der Bursche hat die absolutierenden Wörter „immer“ und „nie“ zu oft gebraucht. Seine Texte damit geradezu versalzen. Nein, dabei bleibe ich, das ist keine Verhandlungsmasse. Und er strapaziert das Wort „total“. „Total“ und „fanatisch“ waren Goebbelswörter für uns. Unwörter. Unaussprechlich. Der hatte die massenkompatibel gemacht.
Letternkombinationen, zu Silben und Wörtern zusammensetzt und in Parolen verwoben, die anderen Menschen wie Mottenfrass im Gefühlsgewebe schadeten. („TOTAL [Lfg. 21,6],adj., adv., synonym mit älterem deutschen gesamt, gänzlich, ganz […] der affectgehalt, zu dem ein adjectiv der bedeutung ‚vollständig, gesamt‘ an sich neigt, erscheint im fremdwort noch gesteigert; es steht deshalb mit vorliebe bei begriffen, die eine affectbetonung nahelegen, vornehmlich, bei solchen negativer bedeutungsrichtung; der begriff erfährt dabei gewöhnlich eine graduelle steigerung, seltener eine quantitative ausweitung…“ (Grimm, Jakob und Wilhelm: Deutsches Wörterbuch Bd. 21 Sp.906).
Das hat sich der kleine grossmäulige Klumpfuss gut eingebaut in seine Propaganda. Wie der die Sprache verhunzt hat. Wir waren vorsichtig im Umgang mit den Wörtern. Zu vorsichtig. Wenn du mir doch endlich, nach all den vielen Jahren mal erklären könntest. Ich kann dich immer schlechter verstehen
. Ich will dir aber sagen, am besten finde ich immer noch, dass wir zusammen gelernt haben in unserer Jugend, sich nicht über andere Menschen leichtfertig zu erheben, trotz allem.
Dafür terrierscharf hinschauen und „Nanu“ sagfragen zu lernen. Ungenau, ich habs von dir gelernt.
Ja, ist ja gut, ich weiss, dass du weg musst. Musst du wirklich. Musste es so schnell sein.
Damals, als wir zusammensassen, sonntags nachmittags. Letztmalig. Die ungeduldige Frau. Mit dem dämlichen Klemmbrett vor sich. Die deinen Namen nicht verstand, vielleicht auch nicht verstehen wollte. Du machtest dir deinen Spass draus. Ich hatte endlich die Stationen von „Im Lauf der Zeit“ rausgefunden. Wir wollten die Route abklappern und dabei fotografieren. Ein, zwei Wochen später. Entlang der Grenze. Demnächst mit diesem Käfer oder jener Ente.
Du hast die Grenze aber vorher überwunden, hast dich aus dem Staub gemacht, ohne Auf Weidersehen zu sagen. Damals  geriet ich in eine Krise, wahrhaftig. Ich habe dann mehrere Jahre nicht mehr fotografiert. Einfach nichts mehr gesehen.
Es gibts jetzt wieder Quetschekuche. Darauf freue ich mich schon. Dieser verdammte letzte Sonntag. Bilderbuchsonntag. Mit allen Freunden und Bekannten. Du hattest dir Quetschekuche gewünscht, gefordert. Abschiedsessen. Pflaumenkuchen als Abschiedsessen.
Nein, ich will dich nicht aufhalten. Wollte und will nicht. Die sauber gezogene Hohlkehle deiner letzten Umarmung liegt mir noch immer auf den Schultern. Ich werde demnächst in Bembeltown sein. Ich werde uns eine Flasche Äppler mitbringen. Ohne Mund kannst du nicht trinken. Deine Hälfte lasse ich dann wie gehabt über deinen Grabstein laufen, ok? Was sagst du. Nö, zum Rauchen werde ich diesmal nichts mehr mitbringen…

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50 Gedanken zu „Normaler Donnerstag einer normalen Woche

  1. Wie wahr, eigene Krisen können uns wachsen lassen, fremde Krisen bieten mehr Anlass zu Voyeurismus und Selbstgefälligkeit. Besonders ärgerlich finde ich den Tenor „da sieht man doch, dass Geld nicht glücklich macht“ und damit ist die Welt wieder in Ordnung.
    Schöner Text, gefällt mir !

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    • Das wiederum freut mich, dass Ihnen der Text gefällt…
      Die mediengewerbsmässige Leichenfledderei ist mittlerweile widerwärtig.
      Kein Wunder, dass im Publikum Reaktionen, wie die von Ihnen genannte, unreflektiert hochrülpsen
      Nachmittäglichdrückendheisse Grüsse vom Schwarzen Berg

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  2. Herr Ärmel, wissen Sie, was ein Reinsaugtext ist? Das hier, das ist ein Reinsaugtext. Vielebenig, doch nie den Faden verlierend. Man folgt, das rote Garn durch die Hände gleiten lassend, am Ende die Luft kurz anhaltend, um tief die Lungen dann zu füllen und von vorne zu lesen zu beginnen. Und wissen Sie, was das noch für ein Text ist? Ein Eigenwortstolperigmachendtext. Besser kann ich’s gerade nicht. Danke.

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    • Och, Frau Knobloch, Sie haben sich offensichtlich nicht verirrt in der Textur und dies beruhigt mich dann doch. Nehmen Sie sich ruhige fünfzehn Minuten und Sie werden ihn entwirren…

      Nachmittäglichdrückendheisse Grüsse vom Schwarzen Berg

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      • Ebene für Ebene. Die blogbetreffliche zuerst, weil selber involviert. Es gab mehrere Blogger, die den Abschiedseintrag weiterverbreiteten. Der Befehlsleseknecht zeigt ja nur einen kleinen Gemeinschaftausschnitt. Was dann folgte, macht mich immer noch stolz. Die Reaktionen, das Handeln, die gezeigte Empathie. Später wurde es bizarr. Seine erste Trotzreaktion, in Ordnung, nachvollziehbar. Da hatte ich mittlerweile fingernägelkauend fieberhaft sein Blog durchflogen auf der Suche nach Hinweisen der Identität. So wie viele andere. Nix zu finden, nur das gleiche Lamento. Polizei war informiert, aber die Zeit schien zu rennen. Gut, er gab Laut. Erste Entspannung. Kontaktaufnahme per Kommentar, er hat nur Frauen freigeschaltet. Warum, bis dahin nicht nachvollziehbar. Ich wußte auch von Männern, die ihm geschrieben hatten. Dann folgten wiederholte Hilfsangebote, die er wieder und wieder ausschlug. Jetzt hat er sogar die Frauen, die ihm besonnen, klug und gewitzt, wenn gewünscht nenne ich die Damen namentlich; zum Teil beleidigend bewortet. Hätte ich mich nicht schon ausgeklinkt, spätestens da wäre es geschehen. Ominkel sagte immer: Kind, du mußt den Kakao nicht auch noch trinken, durch den du gezogen wirst.
        Trotzdem wird die weibliche Empathie immer eine aufopferungsvolle bleiben, was auch gut ist. Bis zu einem gewissen Punkt. Ich danke hier nochmals allen, die Hilfe anboten, auch wenn sie leider ausgeschlagen wurde. Distanzieren möchte ich mich von Ihrer Benamsung als „Kacker“ weil das nicht meine Wortwahl ist. Aber Ihr Blog und ein Eintrag, der einen eigenen auf Bittemito vorwegnimmt. Danke, lieber Herr Ärmel, es ist wichtig, einen männlichwachen Blick wenigstens ansatzweise teilen zu dürfen. Damit der Grundsatz des Gebens und Nehmens nicht unter unserer Empathiebereitschaft leidet sondern wächst. Herzlichst, Ihre Frau Knobloch.

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        • Die hochwertgeschätzte Frau Knobloch wie ich sie kenne. Prima. Vielfeinen Dank für Ihren erweiterten Kommentar.
          Erlauben Sie mir jedoch zwei Anmerkungen:
          Mein Thema habe ich nicht erweitert auf die tolle und schnelle Hilfsbereitschaft der Bloggergemeinschaft. Das war Absicht. Diese Hilfsbereitschaft war und ist unbestriiten und vor ziehe ich noch immer meinen Hut.
          Was den „Kacker“ betrifft, wollen Sie mir bitte den langjährig gewohnten privaten Umgangston mit meinem leider viel zu früh verstorbenen Freund zugestehen, den Sie nun ja auch bruchstückweise kennenlernten….
          Nachmittäglichdrückendheisse Grüsse vom Schwarzen Berg und trotzdem erwartungsvoll Ihrem neuen Blogbeitrag entgegensehend

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          • Mein lieber Herr Ärmel, ich habe Ihre Wortwahl genau so erlesen, aus dem Dialog mit Ihrem Freund. Deswegen distanziere ich mich nur von dieser Wortwahl, stelle Sie jedoch nicht in Frage. Was mich zu der nächsten, der bitterschönsten Ebene Ihres Textes bringt. Ich mache es diesmal kürzer, weil eigentlich ein Satz alles sagt: Ich wünsche mir, daß eines Tages ein Freund so mit mir spricht und heimlich einen Schluck Riesling zu Füßen meines Baumes vergießt.

            Ich hätte schreiben müssen „einen Eintrag auf Bittemito ersetzt hat“, da in diesem meinem Kommentar meine Gedanken zu dem Thema allesamt gebündelt sind. Ich denke, ein anderes Thema ist Ihnen genauso viel Erwartung wert. Ich hätte ein paar entzückende Minischneckenphotos in petto. Die Ominkelblumen, mich deucht, die muß ich erst kladdig verewigen. Manches muß zuerst über einen Stift aus den Fingerkuppen fließen, da ist die Tastatur einfach zu klickerig…
            Herzliche gleichsam hutziehende Grüße, Ihre Frau Knobloch.

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            • Ich wünsche Ihnen, dass Sie diesen Feinstmenschen finden werden…
              (Photos von Schnecken? auch gut, Fotos eigentlich immer gerne)
              Ich säume nicht, Ihnen jetzt schon eine ebenso kraftspendenderholsame Nacht zu wünsche wie einen zuvor angenehmst zu verbringenden Abend – – Ihr Herr Ärmel (vom Schwarzen Berg, wie stets)

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              • Ich danke Ihnen für Ihre guten Wünsche. Sie gelten Ihnen meinerseits gleichfalls. Die Erwähnung Ihres Äpplerrituals trieb heute der Freundin beim frühmorgendlichen Teetagwerkseinstimmtreffen die Tränen in die Augen. Die innige Umarmung danach enthielt ein stummes Versprechen.
                Ihnen einen guten Tag mit positiven Begegnungen, das wünscht Ihre Frau Knobloch, zugeneigt.

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    • Ich verstehs zwar noch nicht so ganz, lasse da aber jetzt mal so stehen, verehrte Frau Arabella…
      Mag sein, dass mir einfach zu heiss ist, hier deshalb: Nachmittäglichdrückendheisse Grüsse vom Schwarzen Berg

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      • Meine Gedanken zu dem Blogger, der eigentlich nicht mehr bloggen wollte, sind den Ihren ähnlich.Aber da dem Jungen wahrscheinlich wirklich Mutterliebe fehlt, springe ich gern ein.Schaden kann es sicher nicht und auch guter Ton kann anerzogen werden.
        Ich fächle frische Luft zu Ihnen.
        Lavendeleis gefällig?

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        • Stimmt, die rotzige Unhöflichkeit ist selbst in diesem Alter unangemessen.
          Dank für die Frischluft – hier bereitet sich just der Klimakühlknecht auf seine Spätschicht vor…
          Ohjeh…Lavendeleis? Liebend gerne, aber… ich muss mir jetzt sofort ein Eis genehmigen ~~~~

          Nachmittäglichdrückendheisse Grüsse vom Schwarzen Berg

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  3. WAS FÜR EIN GRANDIOSES PANORAMA, was für ein engagierter Eintrag mit enormer Sogwirkung…
    Wie viele vielschichtige Themen, mit denen sich nun mein Kopf des abends beschäftigen kann…
    Nach diesem Post hier kann es heute keinen anderen mehr geben,
    also nochmals von vorne lesen, ganz langsam genießen…

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      • Der Titel dieses Blogeintrags ist schon fänomenal….

        War dieser Rolf Dieter, der so große Probleme mit dem Linksverkehr hatte, denn wirklich so genial wie immer alle so tun?
        Ich jedenfalls kann das nicht erkennen… da ist ja selbst Andersch viel bedeutender gewesen und den kennt heutzutage ja nur noch jemand von der Schule her *g*

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        • Für uns Jungspunde, die Leselüstlinge vor dem Herren und Schrecken aller hinteren Regale in den Bibliotheken, war der Brinckmann schon eine Hausnummer, vor allem öffnete er Tür zu der (relativ) zeitgenössischen Ammiliteratur.
          Aber der Nimbus hielt – zumindest bei uns – nicht lange vor. Da wurden andere wichtiger.
          Spätestens als ich Henscheidgernhardttraxler und andere Elche persönlich kennenlernen durfte und dann wirklich was lernte über diese verrückten Literaturszenen und wie sie funktionieren. Dabei hat mancher Autor seinen Lack rasch verloren beim Lesen.

          Zu Andersch: ich habe einen hochgelobten Titel von ihm drei mal angefangen zu lesen und hatte dabe den Eindruck, er sei ein Schaumschläger. Andererseits hat er meinen heissverehrten Arno Schmidt mit Jobs versorgt. Und ohne die dabei entstandenen Radioprogramme hätte ich niemals die verborgen entlegenen Literaturräume des 18. und 19. Jahrhunderts betreten.

          Ein anderes Idol, W.G. „Max“ Sebald erlöste mich dann.
          Der Andersch hatte seine jüdische Frau verraten und verlassen (oder umgekehrt, Sie ahnen schon zu welcher Zeit). Als die Befreier der USofA dann auf der Matte standen, hat er als „Verfolgter mit jüdischer Frau“ an die Tür der Entnazifizierer geklopft, den Persilschein samt Job bekommen und fürderhin einen auf Links gemacht. Wenigstens darin wahrhaftig, eine echt linke Type. Da können die Wikidemiker ihrem Idol noch soviele Zacken in die mattoxidierte Krone stecken…. Interessant am Rande: Anderschs Volksschullehrer hiess Himmler und war des unseligen Heinrichs Vater…
          Ich hoffe, ich habe Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet…

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  4. Toller Text. Mir hat’s vor allem der Schluß angetan. Um die 50 sind die Einschläge schon verdammt nah und bei jedem Klassentreffen kommt einer dazu. Und mancher Abschied trat schon ein, da waren wir noch keine 40.
    Es sind immer die weichen, anständigen, die früher gehen. Kotzbrocken werden alt.

    nur mal so als bonmont

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    • Dass dir der Text gefällt, freut mich natürlich sehr…
      Ich werde allerdings alt werden. Und ich halte mich nicht für einen Kotzbrocken, ich wills jedenfalls nicht hoffen…
      Scheint jedoch in der Tat hinzukommen, dass so ab Ende vierzig die Einschläge näher kommen.
      Dieser Einschlag hier kam allerdings schon vor Mitte dreissig~~~~

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  5. Lieber Herr Ärmel, für diesen sehr persönlichen Eintrag bedanke ich mich. Sehr ergreifend und auch inspirierend für mich, da ich einige Jahre Sterbende begleitet habe. Ihre Vielschichtigkeit beeindruckt mich. Einen schönen Abend. Ihre Frau Coupar

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  6. Bis eben hab ich mir den Text aufgespart, weit über 2000 Wörter waren zu lang für ein Zeitfenster am Nachmittag. Zum Glück, denn nun war der Kopf frei und ich bin froh ihn jetzt gelesen zu haben. Toller Text mit allerdings sehr vielen Denkanstößen. Vielen Themen die angeritzt sind bei mir. Von dem jungen Blogger, der mir gedanklich noch lange Nachwehen verursachte. Ich dennoch nie wieder auf seine Seite gehe weil es mich so ärgert. Dieses von dir schon sofort erkannte Psychospielchen, sein weiteres Druckausüben auf andere Bloggerinnen – denen er quasi sein Leben – nein, Ableben in die Hände legen möchte. Schlimm und … nein. Ich lass es an dieser Stelle sonst heben sich wieder Wellen, die grade geglättet sind. Ja, vielleicht ist es in Frauens Genen einfach drin. Dieses Bedürfnis zu helfen, dieses emotionale Hochschießen von mütterlichen Gedanken. Ja. Wahrscheinlich ist es das. Es fehlt da gern an Rationalität.
    Dann die Verdauung in der Hängematte. Das trifft es dazu wunderbar. Genau das mach ich seit einer mittlerweile doch irgendwie zu langer Zeit. Die brauchte es wohl, aber langsam heißt es wohl da rauszukrabbeln. Denn folgender Satz von dir: „Was mir stinkt, ist, dass niemand vom Umfeld depressiver Menschen schreibt. Von den Menschen, die den Auswirkungen standhalten“ passt da ziemlich gut und da braucht es eine Hängematte. Und zwar eine sehr stabile für eine lange Verdauung. Die, man siehe es an diesem jungen Blogger, gern von eben solchen Typen gekippt werden kann. Und schon fällt man wieder in diesen „Stark sein – da sein – helfen- Modus“ zurück. Ein langer Lernprozess, für Distanz an der Richtigen stelle und da sein an der noch viel richtigeren.
    Dem rest kann ich nur nickend zustimmen. Mit Angst und Furcht , wenn ich über die Grenzen unseres doch so beschaulichen Landes rüberschaue.. hier mach ich mal einen Punkt.

    Herzliche Grüße in den Abend, die ahnunglose Mia

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    • Mein Widerspruchsgeist knurrt unterm Tisch hervor: ich widerspreche der vorgeblichen Ahnungslosigkeit! 😉
      Der ganze Kommentar spricht eine andere Sprache.
      Ahnungslos hingegen nenne ich mich, da ich manche Anspielung, z.B. hinsichtlich der Hängematte nicht verstehe. Vielleicht ahne ich etwas, ein bisschen vielleicht… Nein, keine schnellen Schlüsse.
      Was das Helfen betrifft, leben das Männer und Frauen vielleicht verschieden aus. Männer sind vielleicht weniger bedingungslos, helfen eventuell mehr aus dem Kopf heraus -> wie ist die Situation / was wird gebraucht / was davon sofort, was später / usw. usf.. Dadurch sind sie mehr an den Rändern des Geschehens, habe dabei aber den Vorteil grösserer Distanz und sehen die faulen Stellen eher. Möglicherweise.
      Mir kam just zur gleichen Zeit der Blog zu Augen, in der eine Frau über menschliche Energievampire schrieb. Das fand ich toll. Und stellenweise gepasst hats obendrein…
      Vielen Dank für das über 2000 Wortelesen. Für mich ist das ein Versuch gewesen heute. Ich trage noch viele andere Geschichten mit mir…
      Angenehmabkühlendespätabendschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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      • Nun, wer ein größeres Zeitfenster sehr nahe mit Depressionen konfrontiert wird, quasi als passives häufig recht hilfloser Mensch dabei war, dem fällt erst meist sehr viel später auf, was das ganze mit einem selber getan hat. In solch einer Zeit ist man stark, hält alles am Laufen, versucht alles aufzufangen und gibt sich viel Mühe eitlen Sonnenschein zu verbreiten. Kurz zusammengefasst. Quasi die Eisspitze in drei Sätzen. Dann irgendwann brauchst du die Hängematte.. Sie ist unerlässlich. Dennoch passiert es hin und wieder, das Trigger, gewisse Sequenzen dich daraus kicken und du mühsam wieder zurück krabbelst. Vielleicht ist es so besser beschrieben.
        Und ja… die Energievampire. Auch sie sind mir bekannt. Sehr sogar. Und es brauchte einiges um sie zu erkennen und vor allem, sie merken es ja nun häufig selber nicht, was sie mit ihrem Gegenüber veranstalten. Nur das es ihnen nach einem Gespräch mit diesen plötzlich wieder viel besser geht. Ausgeglichen und glücklicher. Während sie strahlend von dannen ziehen, bleibt ein Häufchen energieloser Mensch über. Da braucht es die von dir so schön formulierte männliche Handlung. Dieses ein wenig an den Rand treten und Distanz halten. Ja, das Leben ist eben ein Lernprozess. Tagtäglich wieder. 🙂
        Und jetzt gibt es die traumschönen gute Nachtgrüsswünsche für heute mit etwas durchgefrohrenen Fingern nun 🙂

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        • Sehr gut beschrieben – das kenne ich selbst von mir auch….Gut jetzt!
          Ich sende flugs einen Eilzeppelin mit angenehmen Temperaturen; ich kann einige Grade gerne entbehren.
          Gute Nacht & Annäherndmitternächtlichschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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  7. Lieber Herr Ärmel, was soll ich sagen, wo soll ich anfangen? Im Urlaub habe ich den Leseknecht auf das Minimum zurück gefahren, da ich nicht dauernd Texte lesen wollte. Es war eine lange Entscheidung bei jedem Blogger. Es gab keine objektiven Kriterien, aber es war definitiv eine gute Entscheidung Ihr Blog im Knecht zu belassen. Wie Frau Knobloch schon schrieb ist Ihr Text ein Reinziehtext. Ganz harmlos und dann wie eine russische Matroschka ging es noch eine Ebene weiter. In vielen Ebenen habe ich nur stumm mit den Kopf genickt. Das weitere „Schicksal“ des Bloggers habe ich nicht mehr weiter verfolgt. Ich dachte, dass nur meine Kommentare nicht frei geschaltet wurden. Ich musste mich zurück halten, um nicht Willy Brandt zu zitieren, aber das wäre wahrscheinlich unangemessen.

    Ihr persönliches Erlebnis und dass es Sie nach so vielen Jahren noch belastet tut mir sehr leid. Ich weiß, dass Sie sich dafür nichts kaufen können und doch hoffe ich, dass sie schönen Erinnerungen (irgendwann) überwiegen.

    Die Depressionssau wird jetzt wieder durch jeden Ort getrieben. Vor kurzem habe ich ein Interview mit Jörg Schmadtke, dem damaligen Manager von H96 gelesen. Er meinte, dass sich nach Enkes Tod für wenige Wochen etwas geändert hatte und dann ist wieder alles beim Alten. Sehr schade, aber so wird es auch jetzt sein. Wesentlich interessanter war ein Interview mit der neuen Direktorin des MPI für Psychologie in München. Etwas Licht und weiterhin viel Schatten. Na ja, immerhin.
    Vielen Dank für dieses Meisterwerk. Es hat mir sehr viel bedeutet.
    Alles Gute

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    • Herr Guinness, ich danke Ihnen für Ihren trefflichen Kommentar. Überdies bin ich mir der Ehre durchaus bewusst, ein Aufmerksamkeitsrecht auf Ihrem Lesebefehlsknecht innezuhaben.
      Zu dem, was Sie „mein persönliches Erlebnis“ nennen nur soviel: es belastet mich nicht, bis auf wenige Momente hat es mich das Sterben nie belastet. Es gab zu viel Arbeit drumherum, sehr intensive Momente und daraus folgte, was heute so inflationär „nachhaltig“ genannt wird.
      Ich war auch traurig, habe mir eine Trauerzeit gegönnt. Ich war sauer, sogar stinkesauer manchmal (das wäre eine weitere Mitteilung wert).
      Wenn ich bei Ihnen mit meinem heutigen Beitrag den Eindruck erweckt haben sollte, ich hätte da mit alten Belastungen zu tun, dann hätte ich schlecht geschrieben…

      Angenehmabkühlendespätabendschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

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  8. Was für ein Text. Ich bin begeistert. Ich musste zweimal neu ansetzen, weil der Zeitpunkt zu lesen, schlecht gewählt war und ich unterbrochen wurde. Doch wollte ich in einem durch und das war ein guter Gedanke.
    Sie sind ein Sprachfuchs. So treffende Wortkreationen, herrlich. Ich bekomme gar nicht genug.

    Was den Blogger angeht: Inzwischen nehme ich Abstand. Vielleicht, weil ich den Unterschied kenne, zwischen Neurose und Charakterstörung.
    Auch habe ich nicht so etwas, wie Mutterinstinkt, versetzt mich doch auch ein Babygrinsen nicht gleich in die totale Verzückung.
    Das mit dem Mutter Ersatz können andere also besser.

    Ich hab genug getan.

    Zurück zum Beitrag:
    Ich fühle mich wunderbar durch die Ereignisse geführt.

    Ein hoher Unterhatungswert, gewürzt mit einer ordentlichen Portion Informationsfaktor.

    Ich verbleibe, mit Hochachtung, vor so viel Sparchgeschick…

    Herzlichst
    Silvia Meerbothe

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    • Was kann man mehr erreichen, als einen Beitrag, der informiert und dabei unterhält.
      (ich habe lange gezögert, einen so langen Artikel zu schreiben). Ich danke sehr für das Kompliment und nehme es gerne als Ansporn für weitere Beiträge.
      Morgendlichleichtbedeckte Grüsse vom Schwarzen Berg

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  9. Durchgeknallte arme Verrückte gibt es zuhauf im Netz- und einige spielen gekonnt das Dramadreieck aus der TA – sie und alle Beteiligten werden reihum zu Opfern, Rettern, Verfolgern. Das lässt sich endlos spielen.
    Wir weniger Durchgeknallten können sanftmütig oder radikal aussteigen!
    Der mir im hervorragenden Blogartikel wichtigste Satz:
    Was mir stinkt, ist, dass niemand vom Umfeld depressiver Menschen schreibt. Von den Menschen, die den Auswirkungen standhalten.

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  10. (Normaler Donnerstag einer normalen Woche schreiben Sie und es kommt mir vor, als wäre eine ganz Welt darin versammelt. So vieles, an das man gerne in einem Gespräch anknüpfen würde, dass man nicht weiß, wo anfangen, und es erst einmal verzagt ganz bleiben lässt. Ich lass es nun mal wirken, denn das kann es gut. Und setze die paar Worte hier in Klammern, weil’s ja eigentlich auch kein wirklicher Kommentar ist. Damit Sie am Ende aber nicht noch etwas missverstehen an dem Nicht-Kommentar: Ich habe Ihre Zeilen sehr, sehr gerne gelesen.)

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    • Dieser Text (lat. textus – Gewebe) war ein Versuch. (ich möchte meine Beiträge dahingehend zukünftig gerne etwas verändern)
      Dass Sie die Zeilen gerne gelesen haben, freut mich natürlich sehr.
      Und Recht haben Sie, mancher Satz, mancher Gedanke im Text verdiente vertieferter vielleicht auch ausführlicher besprochen zu werden…

      Morgendlichleichtbedeckte Grüsse vom Schwarzen Berg

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  11. Was für ein Text, der solche Kommentare hervorbringt. Ich komme heute gar nicht weg von Ihrem Blog, Herr Ärmel, so viele bonfortionöse Sätze tummeln sich hier. So muß Bloggen seyn. Nochmals danke für diese Gedankenanschubserey, herzlichst, Frau Knobloch.

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    • (Ob das was macht, hängt natürlich von den jeweiligen Beiträgen ab) – das geht mir regelmässig auch so, wenn ich einige Tage nicht in der Dunkelkammer bin 😉
      Morgendlichhimmelbedecktgrauvorfrühstücksarajevofotosentwickelnde Grüsse vom Schwarzen Berg

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