Bloggertreffen zwischen traurigen Mädchen und öffentlichen Bücherschränken

Ein Mann geht an der Bauhütte einer Kathedrale vorbei. Er fragt einen Arbeiter: Was machen Sie da? Schaffen, um Geld zu verdienen. Der Mann geht weiter und fragt abermals einen Mann auf einem Gerüst. „Ich setze die Steine auf, um die Mauer hochzuziehen.“ Ein kleines Stück weiter fragt er abermals einen der Maurer. „Ich baue eine Kathedrale“, antwortete dieser.
Es gibt diese Nachmittage und die beschäftigungen, das passt diese alte Musik herrlich, die so gediegen zwischen geistigem und alltäglichem Leben metronomt. Ein informatives Begleitbüchlein und drei CDs: Hespèrion XXI, La Capella Reial de Catalunya, Jordi Savall, Montserat Figueras u.a. : Das vergessene Königreich – Die Tragödie der Katharer (2009)…

Heute ist Volkstrauertag. Frühmorgendliche Radrundfahrt im Regen. Zur Ablenkung Fragen an mich selbst. Seit wann gibt es den Volkstrauertag und welche politische Bedeutung hat er? An den Quellen des Wissens wird meine Vermutung bestätigt. Die Folgen des Krieges. Ein Kriegsfeiertag also. Der Verband der Kriegsgräberfürsorge schlug 1919 einen Gedenktag vor für die Toten der Schlachtfelder. Im 1926er Jahr wurde der Tag erstmals öffentlich begangen. In der Weimarer Republik war der Volkstrauertag kein staatlicher Feiertag. Den richtete erst das Braune Pack ein. Und die Herrschenden des Adenauerstaates setzten ihn fort. Tradition verpflichtet. Im 1952er Jahr wurde der Gedenktag staatlich verordnet in den November verlegt.
Ohne die deutsche Kriegstreiberei in die Katastrophe der beiden Weltkriege hinein wären uns in den Medien die heutigen dürren Bekenntnisreden erspart geblieben.

Förderlicher wäre es, darüber zu sprechen wie man Kriege vermeiden kann. Indem sich Menschen begegnen bespielsweise, sich kennenlernen und miteinander sprechen. Und sich bewusst werden, dass fast alle Menschen die gleichen Wünsche, die gleichen Träume und die gleichen Sorgen und Ängste haben. Und mit der gehörigen Toleranz die Individualität des Mitmenschen achten.
Vielleicht werden Begegnungen zwischen Bloggern eine neue Form der vernetzten Kommunikation; eventuell lassen sich über kurz oder lange daraus Netzwerke für bestimmte Interessen oder zur Umsetzung wichtiger Aktionen bilden. Ich begegne gerne den wirklichen Menschen hinter ihren Blogwerkstätten.
Der Auslöser in diesem Fall waren Graffities in der goldenen Stadt am grossen Strom. Ich hatte vor längerer Zeit einen Beitrag dazu publiziert. Unabhängig davon und mir unbekannterweise erschien auf dem Blog danares.mag ebenfalls ein Beitrag zu den gleichen Wandmalereien. Die Wege im Internet sind kurz und mit gutem Willen lässt sich ein Termin finden. Wir verabreden ein Café in der Mainzer Neustadt. Wenn auch wegen anderer anstehender Verpflichtungen sehr kurz. Ich finde, wir haben uns prima unterhalten haben und die Zeit flog nur so dahin. Meinen ganz herzlichen Dank für die Zeit und den lecker Milchkaffee nochmals an dieser Stelle.
Bleibt nachzutragen, dass sich Frau Lakritze in ihrem Blog schon vor Jahrem dem Thema der sogenannten traurigen Mädchen gewidmet hat. Die Blogs der beiden Damen seien hiermit nachdrücklich zu einem Besuch empfohlen.

Wenn man sich zum ersten Mal begegnet werden Themen abgeklopft, man umkreist sich. Da wir beide keine Sprühdosenhelden sind, jedoch offenbar zur bewusst angewandten Sprache neigen, fanden wir gleich mehrere Themen zum weiterspinnen. Gedachten bei dieser Gelegenheit auch gemeinsam bekannter Blogger.
Angeregt von unserem Gespräch, habe ich im Ärmelasühl nachgeschaut und bin tatsächlich fündig geworden, sodass ich den interessierten Besuchern, Lesern und Guggern, denen Sprache und Literatur am Herzen liegen, zwei Bücher vorstellen und empfehlen möchte.
Beide Werke sind von der Sprachwissenschaftlerin Judith Macheiner. „Das grammatische Varieté oder die Kunst und das Vergnügen, deutsche Sätze zu bilden“hat Lothar Baier in der Zeit vom 15.November 1991 (nr. 47, o.S.) hervorragend rezensiert, sodass ich ihm hier gerne den Vortritt lasse und mich auf das Foto beschränke. Gleiches gilt für den Band „Übersetzen„. Der wurde von Gerhard Schulz treffend besprochen in der Frankfurter Allgemeine Zeitung am 12.09.1995 (Nr. 212, S. 42).
Die bibliografischen Angaben:
– Macheiner, Judith: Das grammatische Varieté, oder die Kunst und das Vergnügen, deutsche Sätze zu bilden.
Frankfurt / Main, Eichborn, 1991, 407S.
– Macheiner, Judith: Übersetzen. Ein Vademecum. Frankfurt / Main, Eichborn, 1995, 359S.

(zu den Fotos: ein weiteres trauriges Mädchen, der neue Bücherschrank in der Altstadt, ein spätes Grillfest am Rheinufer. Und wie immer gilt: Foto anklicken und gorss gugge)

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48 Gedanken zu „Bloggertreffen zwischen traurigen Mädchen und öffentlichen Bücherschränken

  1. Ein Lob aus Ihren Tasten gilt mir viel, Herr Salva, ganz im Ernst.
    Andererseits ist es natürlich so, dass ich möchte, dass den Besuchern, Lesern und Guggern meine Beiträge auf meinem Blog Freude bereiten. Eventuell sogar ihren Horizont zu erweitern vermag, ohne Ihnen das kostbarste zu stehlen was sie mir schenken, Ihre Zeit auf meinem Blog.
    Spätabendlichgutemusikundherbesbiergeniessende Grüsse aus dem vorzüglichen Bembelland

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  2. Wieder eine schöne Guggserie aus dem Ärmelschen Alltag, und aus diesem geschüttelt, nicht gerührt. Der traurige König (=das Mädchen) und der fröhliche Ballon bilden einen schönen Kontrast (wobei mir der ‚traurige König‘ vermutlich wegen eines Buches ‚der alte König in seinem Exil‘ in den Sinn kam. Aber Henne und Ei, was war zuerst und hat welchen Gedanken beeinflusst, ich weiß es nicht und weiche ab. Also machen wir den König zum Mädchen, dem der Ballon und damit die Worte wegfliegen. Und damit zu heute:
    Miteinander reden, in der heutigen Zeit? In der es keine echte Streitkultur mehr gibt? Schwierig. Man schreibt sich Nachrichten über eine Äpp. Und wenn man nicht schreiben möchte, spricht man diese. Ich bin da stiller Beobachter. Treffen? Bei Kälte, Hitze, Regen, Sonne oder undefiniert? Wo ist die Haustür? Ich stelle mir ein Bloggertreffen in der Tat sehr dunkelgrau vor, jede/r nippt an einem Getränk, ein Austausch stellt sich nur spärlich ein, da die realen Unterschiede in der virtuellen Welt als Datenbrei irgendwann mal verschwinden bzw. ausblendbar sind. Man weiß auch nicht so recht, ob man virtuell und real mischen kann. Das ist wie 2 Bier bestellen, mit und ohne Stoff. Aber spannend allemal, und wenn man wenig erwartet, kann es doch nur besser werden.
    Ansonsten interessante Tipps und danke für die Aufklärung zum Volkstrauertag. Ich bin entsetzt, gerade weil ich in meiner Naivität diesen Tag noch nie in Frage gestellt hatte, das gehört sich nicht.
    Sprachlosindietastenhauende Grüße aus dem wilden Süden.

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    • Bloggertreffen sollen grau sein? 🙂
      Das kann ich beileibe so nicht unterschreiben …. Wenn ich Andere Blogger „Real“ treffe, ist das immer ein kleiner großer Regenbogen … 🙂
      Dazu gehört natürlich, dass man die von Herrn Ärmel beschriebene Neugierde für den Menschen hinter den Buchstaben mitbringt und
      selbst auch offenherzig bleibt … 🙂

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      • Ups!
        Nein, vermutlich nicht. Das ist vielmehr meine Erwartungshaltung, da ich bei „Erstkontakten“ aus meiner Sicht heraus derjenige sein könnte, der da nicht unbedingt mutig voranschreitet oder spricht. Neugierde: ja, offenherzig: naja.
        Sehr speziell. Ich habe in meiner gesamten Internetzeit noch keinen Menschen aus Foren oder Blogs real getroffen. Vielleicht existiert ihr alle nicht? Wer weiß? Ich spreche mit extern gesteuerten Androiden?
        Nein, ich will das nicht ins Lächerliche ziehen, im Gegenteil, für mich persönlich zeigt das eher den Mut, mal etwas weiter zu schauen, als sich mit der Tüte Chips vor den Rechner zu setzen.
        Aber wer weiß, vielleicht gerät die virtuelle Beständigkeit bei solchen Events ins Wanken.
        Wenn es dann aber funktioniert, finde ich das sensationell. Der Trick ist vermutlich, die Runde klein zu halten.

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      • Ich habe bisher auch keine Grausamkeiten bei Bloggertreffen erlebt 🙂
        Ich unterschreibe mal, was Sie da nicht unterschrieben haben, liebe Frau Lila.
        (Weilen Sie eigentlich noch Bembelstadt?)
        Montagvormittäglichunlustige Grüsse ausm Bembelland

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    • Mein lieber Herr Autopict, so hätte ich Sie nun garnicht eingeschätzt. Gleichwohl deutet das Auto in Ihrem Namen… naja, Sie haben jedenfalls eine nachvollziehbare Erklärung abgegeben.
      Besonders bei dem Punkt der Grösse eines (zumindest erstmaligen) Bloggertreffens stimme ich Ihnen gerne zu: weniger sind mehr 😉
      Ich offe, dass Sie inzwischen Ihre Sprache wiedergefunden haben.
      Montagvormittäglicharbeitsunlustige Grüsse ausm Bembelland

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  3. Danke für diese Gedanken…
    Der Volkstrauertag war für mich schon als Kind unverständlich und … ja, irgendwie lästig. Klar wir kannten damals alle auch Familien, denen durch den Krieg Menschen „abhanden“ gekommen waren. Schließlich war das ja alles noch nicht lange her. Aber trotzdem, so richtig „verordnet trauern“ konnten wir nicht.
    Heute im größeren Abstand binich shcon der Meinung, dass Gedenken wichtig ist. Aber wichit ist es, neue Formen des Gedenkens zu finden, Formen, die ganz gewiss das zum Ziel haben, was in diesem Beitrag treffend formuliert und gefordert ist, nämlich: “ darüber zu sprechen wie man Kriege vermeiden kann. Indem sich Menschen begegnen bespielsweise, sich kennenlernen und miteinander sprechen. Und sich bewusst werden, dass fast alle Menschen die gleichen Wünsche, die gleichen Träume und die gleichen Sorgen und Ängste haben. Und mit der gehörigen Toleranz die Individualität des Mitmenschen achten.“
    Danke für diese Sätze!

    Ja und auch Danke für den Rest dieses Beitrags.
    Ich erlebe es auch, dass es gegenseitige Bereicherungen durch Blogbekanntschaften gibt – bisher nur durch gegenseuitige Kommentare und emailkontakte, die sich draus ergeben haben.
    Was Bloggertreffen angeht, warum nicht. Also so grau wie autopict das vermutet, muss das wirklich nicht sein. (Ich hab zwar noch keine Erfahrungen, aber was nicht ist, kann ja noch werden, und ich wäre da auf einige echt gespannt.)

    Jetzt aber erst mal Gute Nacht

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    • Lieber Herr Nurmalich, ich danke aufrichtig für Ihren Kommentar.
      Genau so war das bei mir auch – ich hatte keine Ahnung, auf was sich dieser Gedenktag
      eigentlich bezieht.
      Es gibt viele Dinge in unserem alltäglichen Leben, die wir befragen sollten auf ihren Sinn.
      Und Bloggertreffen, das versichere ich Ihnen sind allemal spannend. Und vor unangenehmen
      Überraschungen kann man sich ja auch schützen…
      Montagvormittäglicharbeitsunlustige Grüsse ausm Bembelland

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  4. Das die Bloggerwelt nicht nur virtuell ist gefällt mir sehr.
    Für die Bilder und die Buchtipps danke ich lieb, ich werde ihnen wie immer nachgehen.
    Liebe Grüße aus dem sonnigen Freistaat, Ihre Arabella

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  5. Volkstrauertag. Dürre Bekenntnisse in den Medien und in der Provinz marschieren die Schützen in vollem Ornat zum Kranzniederlegen an Gefallenenstelen. Ich fürchte, da ist was durcheinander gekommen im Laufe der Zeit.
    Eine Wiedersehen mit den traurigen Mädchen, schön sind sie und geheimnisvoll. (Jetzt habe ich tatsächlich „sie“ groß geschrieben, anfänglich. Das Unterbewußtsein läßt grüßen.) Haben Sie mehr erfahren können inzwischen über den oder die Künstler?
    Freude bereitet auch jedes gelungene Treffen mit zugetanen Blogfreunden. Ich schmiede fürs nächste Jahr einen bonfortionösen Plan, aber erst muß das Umfeld wieder ausgeglichen schwingen.
    Herzliche Grüße, Ihre Frau Knobloch, herzlich zugetan, wie stets.

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    • Nee, ich habe auch nicht weiter recherchiert. Aber da fällt mir ein, dass die Frau Bloggerin vom Samstag da was wissen könnte…
      Klar, Siegmund freut sich allemal, ist ja unsterblich sozusagen der Mann.

      Was die Bloggertreffen angeht, sind weniger Menschen mehr. Diese Erfahrung habe ich bereits früher in einem Forum gemacht.
      Aber bei Ihnen, verehrte Frau Knobloch, als ausgemachtes Tanzmariechen (ööhh tschulligung) kann ich mir da auch ganz andere Zusammenkünfte ausmalen… (Mit Schnitzeljagd, wettangeln, wurstschnappen und baumpflanzen…)
      Montagmittäglichlangsamarbeitslustige Grüsse aus dem magischen Bembelland, Ihr Herr Ärmel (bilderschwärmend und aufs Mittagessen wartend)

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      • Statt Schnitzeljagd gehts zum Kräutleyn suchen, Wettangeln wird in Wettflitschen umgewandelt, Wurstschnappen bleibt und Baumpflanzen soundso. Und getanzt wird sowas von. Hüpfen und Fußspitzenwippen gildet auch. Hauptsache, Famossilbengesellen und Kapriziöswortmaiden finden sich zusammen. Kleiner Kreis, gerne, dafür öfter. Hüpfende Grüße vom bekennenden Tanzmariechen, manchmal Moshmadame.

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          • Das geschieht, weil ich einzelne Blogpersönlichkeiten behutsam in meine Gedankenwelt hineinwebe, ohne sie festzusurren. Vielleicht muß man ja wieder loslassen können. Trotzdem möchte ich einige zu gern augenblicklich kennenlernen. Flinke Huschgrüße, immer die Ihre.

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              • Huschhusch hockt nun am Rumschlepprechnerknecht im Haus am Ende des Weges und schreibt noch ein Versprechen flugs fertig. (Husch war tatsächlich mal ein Spitzname, dämmert es mir gerade. Wann? Wo? Von wem? Uik, Schublade aufgerissen ~~~~~)
                Was ist denn mit Frau Lila? Gemach, Herr Ärmel, die Lilakapriziöse meldet sich. Die Neubezwirnung freut zu lesen, ich staune immer noch über die mir angetragenden Gewänder. Und müßte Bilder beschreiben, die sich in Fremdmenschenhaus mir aufgetan, doch erstmal Konzentration auf das gegebene Versprechen. Tastaturlichtbildschirmfremdelne Grüße, Ihre Frau Knobloch, nichtärmelfremdelnd.

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  6. Es hat bei mir einige Zeit gedauert, bis ich bereit dazu war, von der VL-Kommunikation in die RL-Kommunikation zu wechseln…
    aber ein großer Erfolg wurde/war/ist das nicht…gewesen…
    vllt liegt es ja an mir, vllt, ich bin mir nicht sicher…
    nach ca. 4 Begegnungen mit Blogmenschen in der RL habe ich wieder davon Abstand genommen…
    und ich fühle mich so einfach auch viel wohler.

    Volkstrauertag…für mich ebenso „schwierig“ (anzunehmen) wie andere sogenannte Feiertag (Allerheiligen, Tag der dt. Einheit, Buß- und Bettag)…nur den Tag der Arbeit finde ich einigermaßen okay…

    „Traurige Mädchen“?!
    Da hatte ich schon beim lesen des Titels zwei Assoziationen:
    Traurige Tropen von Levi-Strauss und
    Sad Girls… Suicide Girls…
    das alles sehr sehr traurig…

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    • Diese dünne schwarze Schattenlinie zu überschreiten von der virtuellen und die reale (warum, lieber Finbar kürzen Sie die beiden Begriffe eigentlich immer mit Majuskeln ab?) setzt schon Energien voraus.

      Die Investition:
      – Neugier auf nur scheinbar bekannte, ergo fremde Menschen
      – Interesse an anderen Menschen
      – die entzückende Möglichkeit, Menschen zu begegnen, den man sonst wahrscheinlich nie begegnet wäre
      – niedrige Erwartungshaltung an die Begegnung
      – grundsätzliche Dankbarkeit dafür, dass einem ein fremder Mensch das kostbarste schenkt was er hat, seine Zeit

      Die Gewinne:
      – Eine begrenzte Zeit in eine fremde Welt eintauchen
      – In meinem Fall habe ich bisher jedes Mal einen interessanten Menschen kennenlernen dürfen
      – Die reale Kommunikation kann, muss sich aber nicht fortsetzen. Bloggerkommunikation bleibt dennoch erhalten.
      – Zarte Netzwerke werden möglich

      Das nur auf die Schnelle und aus meiner persönlichen Erfahrung.
      Warum ich diese Form des realen Kennenlernens gut finde, ist dadurch bedingt, dass meine Erwartungen denkbar
      niedrig sind. Ich interpretiere in den anderen Menschen nichts, was ich nicht aus seinem Blog bereits entnehmen konnte.
      Dies halte ich für am allerwichtigsten.
      Ich treffe niemandem, um eventuell eine (Liebes-)Beziehung zu initiieren, ich treffe niemandem, um bei dieser Gelegenheit
      meine Fotografien zu verkaufen.

      Oje, ich merke es, heute wirds nichts mehr mit arbeiten…
      Montagnachmittäglichlangsamdahinziehende Grüsse aus dem magischen Bembelland

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  7. In einem öffentlichen Bücherschrank in HP fand ich gestern den „Frauenarzt von Bischofsbrück“,
    nicht ganz zu meinem Glück, aber auch noch ein feines altes Büchergildenbuch von Lisa Tetzner-Kläber: Das war Kurt Held.
    So hält sich alles in der Waage, die traurigen Mädchen spurten weiter, der Nachmittag wird heiter.
    Gruß von Madame Apfelmus – und Ihre Dokus gugg ich gern 🙂

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    • Weitersuchen: Lisa Tetzner – Vom Märchenerzählen im Volke /// Klasse!
      Ich glaube, die Tetzner war mit Kurt Held verheiratet, bin jedoch nicht sicher.
      Die nachmittägliche Heiterkeit ist hier bereits wieder verflogen…
      Montagnachmittäglichlangsamdahinziehende Grüsse aus dem magischen Bembelland

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  8. Ärmelasühl musste ich dreimal lesen bevor ich es verstand *g* diese Skulptur (das ist doch eine oder? für ein Spielplatzspielzeug siehts zu hart aus) was soll das sein? Schlange beißt Großstadtosterhasen? Ideen ham die Loide…^^ die traurigen Mädels sind eindeutig besser und kosten wahrscheinlich auch viel weniger.

    Mit dem Volkstrauertag würde ich mich abfinden, würden sie ihn grundsätzlich auf einen Montag legen. Ansonsten bemerke ich solche „Feiertage“ normalerweise nicht, jetzt dämmert es mir aber langsam, warum heute auf dem Ohlsdorfer Friedhof so viel frisches Gemüse auf den Kriegsgräbern war…

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  9. Und schwups, ist schon Montagabend. Aber Dank und Grüße wollte ich doch dalassen: so viele Leute schicken Sie mir vorbei, so oft sind meine Mädchen ja noch nie angeguggt worden.
    Zu Trauertagen weiß ich weniger zu sagen als zu Bloggertreffs; meine jedenfalls haben mir bislang stets Neuigkeiten beschert. Interessantes zu reden, zu essen, zu lesen und sogar die ein oder andere Reise, die ich sonst niemals gemacht hätte. Immer geglückt: reicher gehen.

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    • Naja, die Besucher sind doch alle freiwillig gekommen 😉
      Das freut mich, dass Sie so schöne und gute Erfahrungen gemacht mit Ihren Bloggertreffen…
      Montagabendlichäpplergeniessende Grüsse aus dem magischen Bembelland

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  10. „Förderlicher wäre es, darüber zu sprechen wie man Kriege vermeiden kann. Indem sich Menschen begegnen bespielsweise, sich kennenlernen und miteinander sprechen. Und sich bewusst werden, dass fast alle Menschen die gleichen Wünsche, die gleichen Träume und die gleichen Sorgen und Ängste haben. Und mit der gehörigen Toleranz die Individualität des Mitmenschen achten.“- das, lieber Herr Ärmel möchte ich unterschreiben, wie so vieles andere auch- BloggerInnen wurden zu FreundInnen, bei anderen blieb es beim ersten Treffen, bislang, aber immer war es spannend. man macht sie ja auch so seine Gesichter, beim Worte lesen, wie beim Stimme hören, da spielen wieder einmal Visualisation und Realität miteinander, nein, es geht nicht um Enttäuschungen, sondern immer nur um anders und da wäre ich wieder beim ersten satz angekommen: miteinander reden, aufeinander neugierig sein, Abgrenzungen waren gestern …

    und schon wieder herzliche Grüsse ins Bembelland
    Ulli

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  11. Montag Abend, sehr spät, fast schon Nacht. Und ich denke, ich lese einige Beiträge „nach“. Nein, nichts da, da bleibe ich hänge, da neben dem Beitrag auch der Dialog so lesenswert ist. Herzliche Nachtgrüße wahlweise erfrischende Morgengrüße Ihnen!

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    • Na, was steht denn da für eine Uhrzeit? Ganz so spät ist es aber nicht, ihre Uhr geht vor, lieber Herr Ärmel. Macht aber nichts, macht ein gutes Gefühl „Ach, dann habe ich in Wirklichkeit noch eine Stunde!“.

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        • Oh, jetzt habe ich Sie zum Grübeln gebracht und alles hat sich bereits aufgelöst. Manchmal verstehe ich sie eben doch nicht, diese Welt. Gestern sah ich, dass mein Beitrag die Uhrzeit 00.45 h anzeigte, eine Stunde später als es tatsächlich war. Wenn Sie die Uhr nicht verstellt habe, verstehe ich die Technik nicht, macht aber nichts, damit lässt sich gut leben. 🙂 Liebe Grüße in Ihren Morgen hinein!

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          • Man lernt doch nie aus. Ich wundere mich seit einiger Zeit, dass meine Bloguhr offensichtlich eine Stunde vorgeht.
            Ohne Ihren wertvollen Hinweis wäre das wohl so geblieben. Nun bin ich der vorgehenden Uhr nachgegangen und
            habe tatsächlich in den Einstellungen eine Korrekturmöglichkeit gefunden.
            Ich danke Ihnen und sende Ihnen morgendlichgraunieselndruhige Grüsse aus dem lebendigen Bembelland

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            • Herr Ärmel, Herr Ärmel, und ich habe Ihnen geglaubt „.. was könnte Sie damit meinen…?“ . In Wirklichkeit schon längst die Uhr richtig gestellt. Hätte ich eigentlich wissen, dass neben vielem anderen der liebevolle Schabernack in Ihnen wohnt!

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