Mangelradio und Landschaft

In Deutschland muss per Zwang für Medien bezahlt werden, die kein Mensch wirklich braucht. Ähnlich nichtssagende Radioprogramme verschiedener Namen strahlen den immer gleichen Klangschmodder und das gleiche unbedeutende Gesabbel aus. Beim Autofahren bleiben als Trost zwei Kultursender übrig. Leider sind diese Sender auf einer Fahrt vom Norden Deutschlands ins Herz des Bembellandes nicht durchgehend einwandfrei zu empfangen. Warum ist das nicht möglich?…

Ohne viele Worte. Das Pariser Massaker der irren Religionsfaschisten lässt mich verstummen. Terroristen wollen die Horizonte kleiner machen. Und herrschende Eliten dankens ihnen. Unsere Überwachung wird weiter zunehmen.

Einige weitere Fotografien (m)einer gestrigen Runde durch den Duvenstedter Brook. Heute in Farbe. Anklicken vergrössert. Ein Klick auf F11 im Firefox vergrössert noch mehr.

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42 Gedanken zu „Mangelradio und Landschaft

  1. Manchmal braucht es nicht viele Worte. Soll man leider sagen, weil dazu im Grunde eh schon alles gesagt und viel zu viel gefühlt? Dass manche danken, ist das Erschreckendste an sich – also für mich.

    Zu den Bildern sage ich nur: Eben. Mannomann wie eben! Als könnten einem die Wolken den Hut vom Kopf schubsen oder die Seele zieht dahin, von nichts und niemandem mehr gehalten.

    Bergdurchunddurchgeprägte Grüße

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  2. Mein lieber Herr Ärmel,

    wer würde nicht sprachlos, angesichts solcher Taten? Und mit Blick auf die Zukunft wird mir, gelinde gesagt, sehr mulmig in der Magengegend. Der immer dichter werdenden Überwachung und des Bewusstseins wegen, dass es sich weiter hochschaukelt. Ich fühle mich ratlos, nein, hilflos, weil ich zu spüren meine, wie die Eigendynamik dieses Konflikts immer mehr zunimmt. Und immer von irgendwoher neues Öl ins Feuer gegossen wird.
    Es hat was von einem großen Waldbrand, wie man sie in Kalifornien oder Australien kennt. Irgendwann sind so viele Brandherde da, die sich zu einem einzigen riesigen Brand entwickeln, dem die Feuerwehr machtlos gegenüber steht.
    Das kann einem kleinen Menschlein schon die Furcht in die Knochen treiben.

    Mit anderen Worten: Ich bin besorgt.

    Durchgängige Kultursender von Nord bis Süd, sie haben recht. Wieso eigentlich nicht? Wo kann man das anregen? Beim Sender selbst? Sitze ich nicht zufällig in meinem Taxi vor deren Tür, sollte es sich um den Deutschland Funk (DW) drehen?

    Ihr Auge für tolle Fotos ist und bleibt eine Wucht. Ich weiß ja nicht, was Sie mit Bild vier assoziieren, ich dachte gerade an die Aussicht eines Mediziners 😉

    Frühmorgensnachdemdialysetransportdemregenlauschende Grüße mit Blick auf’s Fünf Sterne Hotel,
    Ihre Silvia Meerbothe

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  3. Die blaue Spiegelung im Wasser – wunderschön !
    Was ich als Folge dieses Attentats befürchte, abgesehen von der Verstärkung der Überwachung, ist ein weiteres Aufklaffen der ohnehin schon tiefen und breiten Gräben, die durch die europäischen Gesellschaften gehen und eine Instrumentalisierung dieser Geschehnisse durch die Rechtsradikalen. Martine le Pen muss nur noch die Hand aufhalten und die Stimmen werden ihr entgegenflattern ……

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    • Und ich befürchte, dass Sie Recht haben könnten. Am schlimmsten jedoch finde ich die Einschränkungen meiner eigenen Bewegungsfreiheit durch die Wahnsinnstaten solcher Irren.
      Abendschöne Grüsse aus dem ruhigen Bembelland

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  4. Ich möchte nur bei den Bildern bleiben, lieber Herr Ärmel, sie sind Seelenaugenfutter in dem Frieden, der Ruhe, Gelassenheit, jahreszeitlichen Schönheit, die sie ausstrahlen. Bild 3 läßt schon eine Ahnung von Frühling aufkommen.
    Erholung von all dem grausligen Weltgeschehen mit dem wir von den Medien überschüttet werden.
    Obwohl: Natur kann auch grausam sein, aber es steckt nie ein Zweck dahinter.

    Heute würden Sie sicher pudelnaß beim Fotospaziergang, hier schüttet es wie aus Eimern.

    mit herzlichem Gruß
    Karin

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  5. Beides ist wichtig, lieber Herr Ärmel: ich würde ungern auf Ihre Wortsatzgebilde verzichten wollen, aber ein fast reiner Fotoblog mit weniger Text böte auch eine Fluchtstätte für so harmoniesüchtige Wesen wie mich -:)))
    Ich weiß nur nicht, ob es zumutbar ist, zwei Blogs parallel zu führen.

    Sie sind wieder im Bembelland und ich habe nicht zu viel versprochen, was die Ruhe angeht, der einzige der einschläfernden Krach macht, ist der Regen.
    Ihnen eine gute Nacht wünscht
    die Karin

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  6. Eine schöne Fotostrecke, man kann die Stille geradezu hören, (auch wenn die deutsche Stille in der Regel von nahen Autobahnen begleitet wird). Überdies ein toller Kontrast zum lautstarken Geschehen in diesen Tagen. Radio? Kenn ich nicht.
    Ansonsten der relevante Satz ist wohl die ‚Überwachung‘. Manches mal im Leben fragt man sich „Was bleibt?“ Und die Antwort dazu ist dann das Nehmen wo es geht. Das sind Freiheiten, wenn das Geld alle ist. Fragen und Antworten, da fällt mir der geschätzte Beitrag der geschätzten Frau Knobloch dazu ein….
    (*nach Diktat weitergezogen*)

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  7. Ein sehr schöner Eintrag, der bei mir ganz wohlig in den Augen (und Ohren) ankommt, vor allem auch, weil du nicht – wie derzeit so viele – dich in einem großartigen Egowortschwall über die Dinge in Paris ergießt…

    …furchtbar sind sie fast alle, diese „normal belanglosen“ Radiostationen, dieser Allerweltsgeräuscheinheitsbrei, der sich komischerweise auch Musik nennt, verursacht ja nur Kopfschmerzen und Durchfall…

    …ich wusste gar nicht, dass SWR2 und Co. im Norden gar nimmer zu empfangen sind — das ist ja nicht zum Aushalten! *g*
    Manchmal wünschte ich mir beim Autofahren KFSD (kalifornische Klassik-Radio-Station) herbei, aber ich habe nie Erfolg dabei…

    Liebe Morgengrüße aus dem mildluftigen Ländle
    vom Lu

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    • Diese regionalen ARD Radiosender sind die Pest – Ausnahme sind die zweiten Programme. Und DLF und DRadio-Kultur. Die beiden letztgenannten sind im Auto leider nicht flächendeckend zu empfangen, weil sich u.a. die anderen mit ihren mittlerweile 4. oder gar 5. Programmen (WDR5) eine solche Konkurrenz machen, dass die Frequenzen sich durchaus gegenseitig stören Aaaarrgghh~~~~
      Was war das damals doof: in Rhein Main war SDR2 mit Peter Kreglinger nur mit Störungen zu empfangen.. Lange her…
      Morgendlich..x?x..ööhhfreudige Grüsse aus dem Bembelland

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  8. Es gibt ein paar Kulturradios aus dem öffentlich-rechtlichen Segment, für deren Existenz ich von Herzen dankbar bin (alles Übrige ignoriere ich meiner seelischen und geistigen Gesundheit willen), so etwa an meinem derzeitigen Lebensmittelpunkt der Sender SWR2. Fast jedes Mal, wenn ich mich auf das Hören einlasse, hat der Sender meinen Horizont erweitert und damit mein Leben bereichert. Das Gegenteil dessen also, was die Religionsfaschisten und ihre menschenfeindlichen Konterparts leisten.

    Ihre Fotos sind wunder-, wunderbar.

    Herzliche Grüße aus dem Kessel

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    • Guten Morgen, lieber Zeilentiger. Genaugenaugenau – die 2. Programme sinds: HR2, SWR2, NDR2, WDR2, BR2 – – Hat der MDR ein 2. Programm?
      Danke für das Fotografienkompliment. Meine Fotografien sind auch käuflich zu erwerben.

      Morgendlichfreudigleichte Grüsse aus dem Bembelland

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      • NDR2 ist zum überwiegenden Teil die gleiche Grütze wie der Privatsendequatsch. Klangschmodder und dusselige Moderatoren. Früher habe ich vor lauter Verzweiflung NDR Info gehört, besser Dauernachrichten als Klangschmodder.

        Die Brookschen Fotos muss ich mir wohl zu Hause ansehen, das fällt mittlerweile alles unter Firmennetzwerkszensur hier 😦

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  9. Nun wollen die Mörder doch noch Märtyrer werden. Was für ein Wahnsinn. Und ein verrückter Ami kauderwelscht was von Bewaffnung, die er den Opfern zum Schutze gewünscht hätte. Genau die falsche Richtung. Doch dürfen wir nicht Furcht erstarren, sondern weiter offen und neugierig auf andere zugehen. Bei mir mischt sich gerade Weltengeschehen mit meinem Mikroknoblochkosmos, aber geht es nicht einem jeden tagtäglich so?
    Zum Thema Radio könnte ich ganze Absätze kübeln, wenn wir gen Osten die Landstriche queren. Zum Glück gibt es einige Alternativen. Dauergutgelaunte Moderatoren mit Untergürtellinienwitz und die besten Hits ever, wer erträgt das eigentlich?
    So, ich gönne mir eine Brook’sche Minipause und genieße Ihre Augenküsse. Danke im voraus, immer die Ihre und neugierig zugetan.

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    • Der schlaue Herr Finbar hats bemerkt – ich äussere mich nur sehr vorsichtig zu den schrecklichen Vorkommnissen.
      Insofern gönne ich mir vor dem bettwärtstrollen noch einen Blick mit Ihnen auf die schönen Fotografien vom Brook.

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  10. Gerade angesichts dieser Fassungslosigkeit bezüglich der Geschehnisse in Paris sind Ihre Fotos für mich sowas wie ein Trost … zeigen sie doch, dass „man“ (also der Mensch) in der Natur zu einer inneren Harmonie kommen kann …. und diese ist angesichts der unglaublichen Zuständen auf unserem Planeten mehr als dringend notwendig ! Von daher: Vielen Dank !

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    • Genau dies war und ist meine Absicht und mein Bestreben.
      In Zeiten wie diesen, in denen Hochkocher und Abwiegler, Aufreger und Zerstreuer sowie Verschwörungstheoretiker und Welterklärer Hochkonjunktur haben, da möchte ich durch gediegene Fotografien zum Innehalten und tief durchatmen einladen und ermutigen.
      Ich freue mich, dass es bei Ihnen so angekommen ist.
      Gegenabendwindige Grüsse aus dem bewegten Bembelland

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