Wenn sonntags keine Sonne scheint

Ausgrabungen im Ärmelarchiv: Wishbone Ash – Wishbone Four (1973), Os Mundi – 43 Minuten (1973), Ax Genrich’s Highdelberg – Highdelberg (1975)…

1) Einer der deutschen Dienste macht sich zum willigen Knecht der USofA. Blinde Gefolgschaft diesem im Wilden Westen von uns liegenden Land sind wir seit Jahrzehnten gewohnt. Mit Freundschaft hat das alles jedoch nichts zu tun. Und wenn der amerikanische Botschafter auf kulturelle Unterschiede zwischen Deutschen und seinen Landsleuten hinweist und hinsichtlich der Privatsphäre verschiedene Vorstellungen erkennen will, dann hat er mit seiner Rhetorikwinchester am Ziel vorbei geschossen.
Es ist schon klar, dass kindliche Naivität und die Sichtweise von Erwachsenen zwei Paar Schuhe sind, hier geht es jedoch um fortgesetzte massive Verletzungen des Schutzes privater Interessen. Aber was schert den Vertreter einer Nation das Recht anderer Länder, wenn seine Nation davon ausgeht, nur das eigene Recht habe Gültigkeit im Wilden Rest der Welt. Dass die Regierung sowohl den Untersuchungsausschuss als auch die Bevölkerung belügt – auch dies ist keine Neuigkeit. Und in Deutschland wird auch bei diesem Skandal schon wieder der Name de Maizière genannt.

2) Sein Bruder im Geiste scheint der Führer dieser an sich völlig überflüssigen Kleinstgewerkschaft zu sein. Er beginnt schon wieder die Masse berufsbedingter Pendler, Schüler, Studenten und anderen Bahnreisenden zu Opfern machen zu wollen durch seine absurden und ganz unverhältnismässigen Drohungen.
Mich würde, dem Zitat aus Lucky Luke (Die Daltons und der Psycho-Doc) nach, wirklich „ein Blick in seine Kindheit interessieren.“ Was muss dem Bübchen in jungen Jahren widerfahren sein, dass er sich dermassen aufblasen muss.
Wären mit einer elektrischen Eisenbahnanlage, schönen Faller- oder Vollmerhäuschen darauf und einigen Wikingautos seine heutigen peinvollen Auftritte zu verhindern gewesen? Man weiss es nicht. Wie sehr er allerdings damit der gewerkschaftlichen Bewegung im Ganzen schadet, davon muss ich leider bei seinen neuerlichen Kampfansagen hören. Auch er dient mit seinem selbstgerechten Getue am langen Ende den Falschen.
Gewerkschaften abschaffen würden manche gerne. Und wenn der Raffinvestor Warren Buffett (Schnellfrassketten und klebrigsüsse Brause) jetzt auch schon die gierigen Finger nach deutschen Unternehmen ausstreckt, dürfte selbst dem Uninteressierten klar werden, dass wir durch das gewissenlose Handeln zahlreicher SPD Politiker und Grünen „Realisten“ endgültig zu einem Billiglohnland verkommen sind.

3) Eine Bombe wurde gefunden, zusätzliches Material zur Herstellung sichergestellt und die beiden mutmasslichen Hersteller festgesetzt. Prima. Vielen Dank an die ermittelnden Behörden. Wie gut diese Nachrichten zu dem unter 1) erwähnten Skandal passt. Die Rechtfertigung lückenloser Überwachung einer Bevölkerung. Bewegungsprofile rückwärts verfolgt. Die elketronische Handfessel machts möglich.
Als ich diese Metapher vor einigen Jahren prägte, sorgte sie hier im Blog wie auch im richtigen Leben für Heiterkeit. Ich hoffe, dies wird nun auch weiterhin so bleiben. Wir regen uns über Dienste und ihre gnadenlose Spionage auf, kennen jedoch viele Zusammenhänge überhaupt nicht. Dabei können wir uns selbst schützen, indem wir unser eigenes Verhalten kritisch untersuchen. Muss ich die Handfessel ständig am Körper tragen? Bin ich wirklich so wichtig, dass ich immer erreichbar sein muss? Ist wirklich jede noch so aberwitzige Nachricht unverzichtbar – oder bin ich bloss neugierig und habe Angst, etwas zu verpassen?
Mir stellt sich jedoch eine ganz andere Frage. Wenn die Bombenbauer und mit ihnen das Material aus dem Verkehr gezogen worden sind, warum musste dann auch das Radrennereignis rund um Frankfurt abgesagt werden? Aus Sicherheitsgründen. Wessen Sicherheit ist damit gemeint? Was für ein Testlauf wurde da initiiert?
Denkbar, dass zukünftig bei unerwünschten Grosseranstaltungen vorher ein Dummyterrorist als Bombenbauer präsentiert werden wird und schon lässt sich die geplante Veranstaltung absagen.

(weitere Fotografien aus Bayern – ein Text dazu, demnächst auf diesem Blog)

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33 Gedanken zu „Wenn sonntags keine Sonne scheint

  1. Obwohl unberieselt von Medien (denkste!), bin ich im Bilde wovon die Rede ist. Und ich bin wie immer dankbar, dass Sie vorbei kommen und auch in Ecken leuchten, die ich vielleicht so nicht gesehen hätte (Grossveranstaltungen).

    Die Bäume gefallen mir ausgesprochen gut. Und da war noch was mit einer grünen Dame. Ich hab’s nicht vergessen. Bestimmt gibt’s bald eine passende Wand für die Schönheit 😉

    Ich wünsche einen spionagefreien Sonntag!

    Ihre Silvia Meerbothe

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  2. Mir fehlt das Gen meine Wut über die zunehmende Einschränkung von Freiheiten aller Art, in verschrobenster Verkleidung gepackt, zum Ausdruck zu bringen.
    Was nicht heißt, dass ich die daraus resultierende Gefahr nicht sehe.

    Zu gern verstecke ich mich dann tief in Schönheit, gern in der Ihrer Bilder.

    Ein trüber Sonntag mit milden Temperaturen und ausreichend Spargelzeit hat doch auch was.
    Meine besten Grüße zu Ihnen, Ihre Arabella.

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  3. Inniglich meiner Gewerkschaft für immer verbunden – außerdem mehr und mehr ähnliche Anliegen verspürend – und wie es Frau M. sagt, froh, dass hier mit freiem Geist in krumme Ecken geleuchtet wird. Frau A. meint Ähnliches. Ich bewege mich meist ohne solche Apparate, mich dennoch ohne Paranoia -hoffentlich- beobachtet und irgendwo irgendwie registriert fühlend, verdammter Mist.
    Gruß von irgendwo bei Kriegsfeld, bzw. Scharmützelstein 🙂

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  4. „The King Will Come“ – großartig, aber von einem anderen Album, nicht wahr?

    Die neuesten Entwicklungen um den BND ähneln einer unglaubwürdigen Satire. Leider keiner lustigen. Zu Ihren anderen Ausführungen bin ich, scheint mir, etwas anderer Meinung. Natürlich werden für viele Menschen in Deutschland die Arbeitsbedingungen rauer, aber „Billiglohnland“ scheint mir trotzdem eine unpassende Charakterisierung. Und ad 3 fehlt mir die Fantasie zu einer behördlichen Verschwörung. Wozu sollte die Absage aus deren Sicht denn gut sein?

    Ihre Fotos stellen wunderbar einen Charakter heraus.

    Es grüßt herzlich aus dem maiennassen Kessel Ihr Zeilentiger

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    • The King will come gefällt mir am besten auf den Live Dates.

      Anderer Meinung zu sein finde ich gut – erstens zeigen sich damit denkende Menschen und zweitens gibt das Anlass zu Gesprächen und somit zum Austausch.

      Das Billiiglohnland stammt nicht von mir. Ich las es in einer vergleichenden Untersuchung zu den Arbeitsgestehungskosten in verschiedenen europäischen Ländern. Und dabei war Deutschland auf einer Talfahrt. Gut für die produzierenden Industrien in diesem unserem Lande ist das.
      Und der Einkauf billiger Arbeitskraft nutzt auch dem noch immer stetig wachsenden Dienstleistungssektor.
      In unserem Land funktioniert bisher allerdings die Verschleierungstaktik der Arbeitskrafteinkäufer noch besser als in anderen Ländern. Aber wie auch dort wird der Blick in die zahnlos lächelnden Münder älterer Jahrgänge demnächst eine deutlichere Sprache sprechen.

      Das abgesagte Radrennen kann beispielsweise als Testlauf für zukünftig unerwünschte (politische) Demonstrationen den entsprechenden Stellen gute Erkenntnisse liefern.
      Und falls mir jetzt jemand das Wort von der Verschwörungstheorie entgegen halten wird, dem sei gesagt, dass sich in meinem Leben bei nicht wenigen bedrohlichen Ereignissen viele der in den jeweiligen Zusammenhängen verbreiteten sogenannten Verschwörungstheorien hinterher die Realität als schlimmer herausstellte, als selbst die so verunglimpften Verschwörungstheoretiker sie zuvor publizierten.

      Sonntäglichmüdgrauedochherzliche Grüsse aus dem stillen Bembelland

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      • Ich werde täglich fassungsloser. Das ganze Land, einschließlich mir selbst, sieht dabei zu, wie die Schlinge um unseren Hals jeden Tag ein bisschen enger wird, und tut: NICHTS. Und wenn wir endlich aus unserem Spargelundsonstwasverdauungsschlaf erwachen und wenigstens ein paar von uns was auch immer tun werden, werden die längst einsatzbereit aufgestellten Fallen blitzschnell zuschnappen und die Widerständigen aus dem Verkehr gezogen. Der große Rest wird vom Verdrängungsschlummer umstandslos in Schockstarre fallen.
        Ich habe mal irgendwo gelesen, die Freiheit müsse in jeder Generation neu erkämpft werden. Wir sind zu fett, zu entertaint und wir wohnen zu schön, um zu kämpfen. Wir werden unsere Biedermeierei teuer bezahlen.
        Ich bin Ihnen, Herr Ärmel, und jedem dankbar, der sich aufs gesellschaftspolitische Parkett wagt (auch wenn mir in Ihrer Aufzählung der volksverkaufenden Vertreter die vorgeblichen Christen arg fehlen). Es ist unglaublich, wie schnell man sich unbeliebt machen kann, wenn man Barbie und Ken auch nur ein wenig die rosa Vorhänge ihrer Traumvilla zur Seite zieht.

        Und hier noch ein Wort an die mitlesenden „Dienste“: Schämen Sie sich! Es gibt Jobs, für die man sich zu schade sein sollte.

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        • Ich danke Ihnen für Ihren Kommentar, aus dem ich eine wie auch immer geartete Solidarität lese.
          Es ist auch mir allerdings nicht erklärlich, wieso sich derzeit kaum zehntausend Menschen für eine Demonstration zusammenfinden.
          Dabei kann man doch erkennen, und das ist wahrscheinlich der einzige positive Aspekt an der Pegidabewegung, dass die mit ihren Aufmärschen die bundesdeutsche Regierung enorm in Aufregung versetzen.
          Montagmorgendlichsonnige Grüsse aus dem fröhlichen Bembelland

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      • Ja, die Richtung geht wohl gen Billiglohnland, da kann ich gar nicht widersprechen, doch – meine ich – sind wir dort im Vergleich der Lohnnebenkosten wohl noch nicht? (Gegenbeispiele werden sich trotzdem finden lassen.)
        Ihr Szenario eines Testlaufs ist natürlich beunruhigend. Irgendwie will es mir trotzdem nicht plausibel erscheinen, dass das die maßgebliche Motivation für die Absage war. (Vielleicht bin ich auch nur naiv.) Es wird so viel an ‚Risikominimierung‘ betrieben, von der Versicherungsfreude vieler Deutscher bis zur bürokratischen ‚Fürsorge‘, wo Dinge bis ins Kleinste geregelt werden, „weil was, wenn doch“. Freiheit betrifft das natürlich auch, aber damit meine ich nicht den großen Wurf zur Bevölkerungskontrolle (das gibt es auch, da sprechen wir ja auch ständig darüber), sondern auf einer viel schlichteren Ebene. Ich fürchte, ich habe mich nun nicht klar genug ausgedrückt, vielleicht noch ein Rest Morgenmüdigkeit. Ich müsste bei Gelegenheit einen zweiten Versuch starten.
        Herzliche Grüße aus dem Kessel

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        • Was die Lohnnebenkosten angeht, fallen mir spontan beispielsweise die Berufsanfänger ein. Werden als Praktikanten auf Probe eingestellt oder gleich als „freie Mitarbeiter“ mit befristeten Arbeitsverträgen. Das senkt die Lohnnebenkosten ungemein.
          Einer hinterlistigen Vorstufe dazu wurde bereits ein klitzekleines Riegelchen vorgeschoben gegen die sogenannte Scheinselbstständigkeit. Und auch die wird trotz allem ständig unterwandert

          Wer um die Lebensmitte herum einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat und vielleicht sogar noch mit „Aufstiegschancen“ gehalten wird, merkt von den Beschneidungen (Kastrationen?) im Arbeitsrecht noch nicht so viel. Für diese Glücklichen hat die Stunde noch nicht geschlagen. Von den deutschen Beamten wollen wir schweigen, die geniessen eh so eine Art Artenschutz.

          Wer vermag zu sagen, ob die Absage einer Grossveranstaltung so auch motiviert gewesen ist. Es kommt meiner Meinung darauf an, wie die Politik reagiert – und Politiker reagieren grundsätzlich so, wie es ihnen und ihren eigenen Interessen nutzt. Die soziale Luft wird dünner und da liegt diesen Leuten der eigene Schutz vorrangig am Herzen.
          Wer jeden Tag und bei jeder Gelegenheit sich damit brüstet, wie sehr er für das Gemeinwohl eintrete und nichts und niemandem so sehr diene als dem Gemeinwohl, der lügt meiner Meinung nach nicht nur das Blaue, der lügt geradezu den Regenbogen vom Himmel herunter.
          Das ist eine ähnlich verlogene Floskel, wie z.B.: „jetzt lass uns mal ganz offen sprechen.“ Dies impliziert, dass das bisher Gesagte lediglich unwahr oder gelogen gewesen ist.

          Für die frühe Stunde Ihres geschätzten Kommentars, sind Sie überaus gut zu verstehen gewesen.

          Marsdienstäglichgraue Grüsse aus dem träg dahinziehenden Bembelland

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  5. Ein auffallender Kontrast, Ihre angenehm sonntagsberuhigenden Ruhe ausstrahlenden Bilder und die brodelnden Gedanken darüber bzw. darunter.
    Gefangen im Alltagswahnsinn der Arbeit, des Privaten, der Hobbies und der zunehmenden Übernahme von Nebentätigkeiten dieses Alltags verfällt man mehr und mehr ins Konsumieren der hiesigen Probleme, die aber nicht ganz so schlimm sein können, denn wir leben seit Jahrzehnten in einer Situation, die unsere Vorfahren nicht kannten. Solange wir nicht über den Tellerrand hinausschauen.
    Vieles kann ich unterstreichen, beim Billiglohnland denke ich aber, kann es noch schlimmer werden als prognostiziert.
    Nach wie vor wird viel in Weitwegland produziert, in manchem Gewerbe werden billige Arbeitskräfte aus Mitdemautoerreichbarland importiert um nach kurzer Zeit wieder zu verschwinden. Auf dem Billigsektor, der zum Teil einmal gutes Handwerk war, haben wir zunehmend weniger Kraft, Bereitschaft und v.a. Ideen zu konkurrieren, gerade auch auf politischer Ebene. Im akademischen Bereich wandern die Besten der Guten ab, in Bereiche, die auf die eine oder andere Weise besser gefördert werden.
    Ganz nebenbei wird man sein eigener Steuerberater, kassiert sich selbst an der Kasse ab, ist sein eigener Kundenberater, und managt bei Bestellungen mit Lieferung den kompletten Lieferweg. So musste ich mir neulich bei einer Beratung in einem Geschäft, das noch Bargeld annimmt, und in welchem man Dinge anschauen und fassen kann und auch mitnehmen, also, da musste ich mir sagen lassen, diese Beratung koste soviel Zeit, es sei nichts daran verdient und ich solle mich doch zu weiteren Themen im Online-Shop informieren. Der weitere Verlauf war nur in Teilbereichen erquicklich. Das Verhältnis der Beratungszeit zu der geplanten Investition war bis zu diesem Zeitpunkt noch kein schlechtes.
    Da schließt sich nun der Kreis der Nebentätigkeiten des Alltags, die ich nicht bezahlt bekomme, aber auch sonst niemand mehr.
    Schaun wir mal, was noch kommt, es wird keinen Bereich geben, der nicht Probleme machen wird.
    Und ja, der Thomas hinterlässt eine deutliche Spur.
    Sonntagmittägliche Grüße!

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    • Ich danke Ihnen für Ihren wie immer sehr anregenden Kommentar.
      Zum Billiglohnland – vielleicht haben Sie gestern Abend die Jauchesendung nach dem Tatort gesehen.
      Natürlich stimme ich Ihnen dahingehend zu, dass die Preisdrückerei beim Einkauf von Arbeitskraft sich bestimmt noch weiter verschärfen wird.
      Ihre Gedanken zu den eigenen unbezahlten Nebentätigkeiten des Alltags finde ich interessant. Ich werde darüber nachdenken.
      Und ebenso, wie die bisher schon hinterlassene Thomasspur zu benennen sein könnte.

      Montagmorgendlichsonnige Grüsse aus dem fröhlichen Bembelland

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  6. Weitestgehend Zustimmung, nur das mit der GDL seh‘ ich anders. Die Dauermisere bei der Bahn aufgrund einer zu geringen Personaldecke muss ja mal „von unten auf“ bekämpft werden, denn auf Almosen von oben warten, bedeutet Rückkehr zum Absolutismus, von dem sich viele Sklavenseelen ohnehin nicht verabschiedet haben.
    Das da eine „Zwergengewerkschaft“ Amok zu laufen scheint, ist aus meiner Sicht dem Umstand geschuldet, dass die größere Hauptgewerkschaft der Bahn schon poststalinistisch eingelullt wurde und nunmehr dem seeligen FDGB ähnlich ein Problem hat, ihr unterwürfiges Dasein zu rechtfertigen.

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    • Teile und herrsche. Und wenn die werktätigen Massen lange genug am Bahnsteig und im Stau warten, wird die ohnehin fragile Solidarität der deutschen Untertanseele schon schwinden. Prinzip: Warten auf den Dolchstoß.

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  7. Hihi, ein Bewegungsprofil meiner elektronischen Handfessel wäre interessant. Wahrscheinlich stünde in meiner Akte so etwas wie „Arbeitsloser Stubenhocker, geht höchstens am Wochenende mal raus wenn sein Verein spielt.“ *gg*
    Das Frühnebelfoto am See finde ich ganz exquisit. Würde ich auch gerne mal fotografieren so etwas, allein die Uhrzeit ist arg abschreckend. Aber was sind das für arme Seelen hinter den Gittern des Marienmünsters?

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  8. „Es ist auch mir allerdings nicht erklärlich, wieso sich derzeit kaum zehntausend Menschen für eine Demonstration zusammenfinden.“

    Hierzu gibt es Literatur die sich damit auseinandersetzt, welche Kriterien erfüllt sein müssen, damit sich ein Volk zu wehren beginnt. Ich habe ein solches Hörbuch zum arabischen Frühling gehört und war, ja, ich möchte sagen entsetzt, welche einfachen Überlegungen und Berechnungen damit einhergehen.

    z,B.
    Eine Familie hat drei Jungen, die ins Arbeitsleben eintreten wollen/müssen/können. Ein Junge rückt für den nach, der aus Altersgründen ausscheidet. Ein Junge bekommt den Arbeitsplatz, der sich aus Wachstum ergibt. Für den dritten: Gibt es keinen Arbeitsplatz.

    Der Dritte hat nun viel Zeit und: keine Arbeit, kein Einkommen, keine Perspektive. Der Weg in die Radikalisierung mit Gleichgesinnten ist dann nicht mehr weit.

    Schlußfolgerung:
    Propagieren der Kleinfamilie.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass die Analytik dieser Mechanismen in den Wissenschaftsländern sehr, sehr weit fortgeschritten ist und die Regierungen sehr gut und genau wissen, von wo und wann Gefahr droht. Dies zu steuern, ist die sogenannte Regierungsarbeit. Das kann man mit einem lachendem und einen weinendem Auge sehe. Aber, das es scheinbar funktioniert, ersehe ich aus ihrer Frage, Herr Ärmel.

    Aus der ehrwürdigen Buchdruckerstadt grüßt ins beschauliche Bembelland, Menachem

    Gefällt 2 Personen

    • Lieber Menachem, ich bin platt ob Ihres Kommentars. Den werde ich anhand von Fakten nachverfolgen, denn er scheint es wert zu sein.
      Vielen Dank für den Hinweis und das Beispiel, das mir realistisch erscheint.
      Nachmitternächtliche Grüsse aus dem schläfrigen Bembelland

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    • Brot und Spiele, Zuckerbrot und Peitsche, teile und herrsche, was einer nicht weiß, macht ihn nicht heiß…alles multipliziert durch moderne Technologien. Denn sie wissen genau, was sie tun. Nur das „Sie“ ist nicht mehr so eindeutig wie im Absolutismus.

      Gefällt 1 Person

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