Klappern müssen Störche

Passt zum Sonnenschein und der guten Laune: The Real Mckenzies – Rats In The Burlap (2015)…

Der Hochwasserpegel am Rhein sinkt langsam wieder. Trotz der Regentschaft der Eisheiligen zeigt die Sonne ihre Kraft. Das ehemalige Hofgut der MAN liegt auf einer Rheinaue. Dort wurde viele Jahre eine Landwirtschaft betrieben zur Versorgung der Betirebskantine. Welcher Grossbetrieb denkt und handelt heute noch auf diese Weise? Die Geschichte des Hofgutes Langenau reicht jedoch Jahrhunderte zurück.

Auf der Wiese liegen, in der Sonne dösen und gelegentlich den Kindern zuschauen, die in der überschwemmten Uferzone des Flusses spielen. In meiner Jugendzeit wäre das undenkbar gewesen. Der Rhein war damals ein totes Gewässer. Heute hat er hier in dieser Gegend fast schon wieder Trinkwasserqualität. Und ich freue mich schon darauf, demnächst wieder im Rhein zu schwimmen.

Hinter dem Hofgut sind Streuobstwiesen angelegt. Nie zuvor habe ich Storchenversammlungen diesen Ausmasses gesehen. Gestern Abend zählte ich über zwanzig Störche bei der Futtersuche.  Da ich für den Sonntagsausflug nur das Handbesteck dabei hatte, sind die Störche auf den Fotos verschwindend klein und kaum zu erkennen. Gestern gegen Abend wagte ich einen erneuten Versuch. Aus den über zweihundert Aufnahmen blieben einige zum Vorzeigen übrig.
Auf der Fahrt über den Rheindamm zeigte sich noch eine ganz besondere Schönheit. Über weite Strecken ist die Dammschulter mit leuchtenden Margeriten bedeckt und dazwischen blüht schon der Wiesensalbei.

(Alle Aufnahmen mit Olympus E-30, Zuiko 50-200 1:2,5 – 3,5. Entwicklung Lightroom. Alle Aufnahmen frei Hand, Entfernung zwischen hundert und zweihundert Metern. Anklicken macht alles grösser. In Firefox F11 drücken bringt noch mehr Grösse)

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41 Gedanken zu „Klappern müssen Störche

  1. 3 x muss man sich gen Osten verneigen und dazu „Mutabor“ sagen, dann wird man selbst ein Storch und versteht die Sprache der Tiere.
    Die Wohlfühlstimmung in der Sie zu schwelgen scheinen, spiegelt sich in Ihren Bildern…
    Maifreundliche Grüße, Ihre Arabella

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    • Erstaunlich symbolträchtig Störche in ganz unterschiedlichen Kulturen behandelt werden.
      Dennoch ziehe ich mein Menschsein vor – werde also mit „mutabor“ sehr vorsichtig sein 😉
      Mittäglichvorsommerlichwarme Grüsse aus dem aktiven Bembelland

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  2. Na ihr Handbesteck ist aber sehr brauchbar 🙂 Die in der Ferne verschwimmende Wiese ist sehr interessant. Und der Hubschrauber, der wie ein Rieseninsekt aus der Erdfrühzeit aussieht. Wie immer eine Freude. Herzliche Grüße an Sie und ein anerkennender Klaps für´s Besteck 🙂

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  3. Sensationell, eine tolle Fotoserie. Das Gegenlichtfoto stark. Und Ihre Linsen: feinste Zuiko-Optik. Und ist es nicht schön, dass in Flüssen teils wieder gebadet werden kann, eben ohne Zuiko?
    So viele Störche habe ich glaub zusammengezählt noch nicht gesehen. Aber gut für unserer Rente….
    🙂
    Zufriedenindiezukunftschauende Grüße vom Zukunftsrentner.

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    • Beim Gegenlicht stand die Sonne wirklich akkurat gegenüber auf der anderen Seite des Flusses.
      Ja, meine Zuikos mag ich auch… (ein 800er gibts leider nicht. Da könnte man die einzelnen Federn sehen.)

      Ich bin unsicher, ob die Störche und unsere zukünftigen Rentenbeiträger . . naja, wir werden sehen.

      Ich kenne auch Pentax Spezialisten, da gibts feine Leitze für 😉

      Abendliche Grüsse aus dem klingenden Bembelland

      (Volker Rosin (Volkers lustiger Musikverein) – The Beatles für Kinder (1984))

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  4. Wundervolle Aufnahmen, man meint das Geklappere zu hören. Und bei Flussauenbegehbarbildern bin ich eh hin und weg. Schuhe und Gestrümpf weg, röckegerafft und unter Gekicher herumgepatscht! Aber da hätte ich wohl die Scheustakser verjagt. Vielleicht gut, daß ich nicht anwesend war… Kwatsch! Ihnen sind wieder Momentteilphotos der bonfortionösen Art gelungen, mein hochlieber Ärmelmann. Danke dafür und mit Herzensgrüßen, Ihre Frau Knobloch, zugetan.

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    • Sie dabei, hochwertgeschätzte Frau Knobloch – und wie gut ich das vorstellen kann. Die Feinstlederstiefelchen abgeworfen, knallrotes Gestrümpf, ein enges weisse gef – äähh Mieder und dann klapperjubilierend durchs hohe Gras ~~~~Haaach~~~~~
      (Wann wollten Sie vorbeischauen?)

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      • Imaginieren Sie bitte ein Schwarzstörchlein inmitten des Balzhalswellgetues, welches Ihnen still zublinkt…

        Und spät, aber tiefachtungsvolldankend danke ich für den Musikketipp, ich wußte noch nix neues. Die Ihre, gernstvorbeischauend.

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          • Herr Ärmel! Ein Feinstrügchen! Wenn hier jemand fliegt, dann ja wohl ich. Und zwar herzinnigst zugetan. Genauso fühlt sich das übrigens an, dessensichere Grüße, Ihre Inzwischenschwarzentstrumpfte, müdäugig zugeneigt.

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            • Ein Feinstrügchen? So so. Na dann warten Sie, hochwertgeschätzte Frau Knobloch, abe bis ich mich ausgeruht haben werde. Ich habe noch ein Allerfeinstschraubendreherchen in der Nähe. (Und das Wörtchen „Inzwischenschwarzentstrumpfte“ habe ich selbstredend und meiner seligen Nachtruhe zuliebe natürlich überlesen.)
              Nachmitternächtlichschwarzhimmlische Grüsse aus dem seltsam stillen Bembelland sendet Ihnen, zugeneigt wie stets, Ihr Herr Ärmel

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    • Im Dezember im Neckar, lieber Zeilentiger – – wie dies? Rezitierten dabei das Gedicht vom Bübleon auf dem Eise?
      Bbrrr – ich stelle mir kaltes Wasser dabei vor…

      Maigraue Abendgrüsse aus dem leicht verregneten Bembelland

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      • Es war kalt, aber nicht eisig, denn es waren Regentage im Dezember. „Die Uni geht baden“, so war das Motto einer von vielen Protestaktionen damals in den Neunzigern, und einige Studenten stürzten sich mit einem Modellbau der Uni in die Fluten. Es hatte noch ein kleines Nachspiel, das erzähle ich Ihnen einmal bei einem Äppler.
        Müde Abendgrüße

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  5. Alter Falter, das Balzgeklapper im Gegenlicht ist der Hammer. Starkes Foto, toller Moment. Glückwunsch. Hier soll es in vertretbarer Nähe ebenfalls eine sehr große Kolonie geben, irgendein Storchendorf an der Elbe, leider schaffe ich es erst im Juli in diese Richtung zu kommen. Allerdings nicht wegen der Störche, davon hatte ich in Portugal schon reichlich.

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    • Und das mit den inzwischen wieder einigermaßen sauberen Flüssen ist in der Tat erstaunlich, zeigt also dass wir seither doch ein ziemlich ökologisches Bewusstsein entwickelt haben. Jedenfalls vor der Haustür *fg*

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      • Das erstaunt mich auch jedesmal wieder wie innerhalb von etwa dreissig Jahren die Flüsse wieder sauber geworden sind. Es geht also doch. Bezahlt haben das wahrscheinlich die vielen Arbeitslosen mit dem Verlust ihrer Arbeitsplätze.
        Und von der Sauberkeit der Flüsse in Südamerika wollen wir jetzt nicht sprechen.
        Dort lassen westliche Firmen produzieren nach den dortigen Vorschriften. Und die gibt es oft garnicht…

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