Themaeinserhellungsfragen

Ein unverschämtschönblauer Himmel erfreut das Bembelland. Mich erfreuen zwei neue Scheiben. Seit heute erhältich: David Bowie – Black Star (2016) und seit zwei Jahren überall ausser in der Ärmelkammer zu hören: Leonard Cohen – Popular Problems (2014)…

Warum? Warum, alter Ärmel? Warum? Soviel zu allen Themenbereichen in Ihrem Blog. Und warum nicht zum Thema Nummer eins? Warum?
Weil. Und weil. Und ausserdem.

Alles beginnt ganz einfach: für mich gibt es kein Thema Nummer eins. Es gibt nur ein Thema – und das ist unsere Zukunft. Für mich zumindest, denn ich habe Kinder und bin schon deshalb daran interessiert, dass auch die nach mir Kommenden ein lebenswertes Dasein leben können. Und mir kommen immer grössere Zweifel, ob Ihnen das möglich sein wird im gleichen Mass, wie das meiner Generation zumindest bis heute (noch) möglich ist.
Alle Themen, die von aussen an uns heran getragen werden, sind meiner Einschätzung nach Unterthemen. Und je nachdem, was einigen Wenigen gerade nützt, werden entsprechende Unterthemen zum Thema Nummer eins erklärt durch die entsprechend reisserische mediale Aufbereitung. Die Unterthemen dienen dabei entweder der Vorbereitung zur Erreichung eines gewünschten gesellschaftlichen Effekts oder zur Stablisierung oder Festigung einer getroffenen Entscheidung. Diese Prozesse können sehr langfristig verlaufen.
Ein Beispiel dafür ist sogenannte politische Korrektheit. Was bitte, ist denn politisch korrekt? Die Korrektheit ist bei einem genaueren Hinsehen einem ständigen Wandel unterworfen. Und welche Politik ist in diesem Zusammenhang gemeint? Was mit dem Ruf nach politischer Korrektheit über die Zeiläufe jedoch immer verbunden ist und inzwischen groteske Formen annimmt, ist eine mehr oder weniger starke Einschränkung der freien Meinungsäusserung.
Wer bestimmt und entscheidet eigentlich, was gerade politisch korrekt ist? Hinter diesen Entscheidungen stehen bestimmte Interessen von Gruppen, die sich damit einen Vorteil verschaffen. Eine Minderheit will sich so einen Vorteil gegenüber einer Mehrheit verschaffen. Das nennt sich heute Demokratie.
Politische Korrektheit ist ein politischer Maulkorb gegen die freie Meinungsäusserung.

Zum warum. Erstens wegen meiner politischen Unkorrektheit. Und zweitens und weitaus schwerer wiegt, um eines der Unterthemen mit einem Beispiel zu illustrieren, dass ich dieses Land nicht nur hin und wieder zu touristischen Zwecken verlassen habe, sondern in anderen Ländern auch gelebt und gearbeitet habe. Ich war Wirtschaftsmigrant. Mithin kenne ich kulturelle Gewohnheiten, Denkungsarten oder Verhaltensweisen aus einer Perspektive und einer Innenseite, die vielen Menschen in diesem Land logischerweise unbekannt sein muss.
Das fordert in Gesprächen häufig einen erheblichen Erklärungsbedarf. Dafür ist ein Blog meines Erachtens nicht das passende Medium. Zu einem ernsthaften Gespräch gehören neben den Worten, ob geschrieben oder gesprochen, auch die Mimik und Gestik eines Gegenüber um mögliche Missverständnisse sofort aufklären und am Thema bleiben zu können.

Ich habe vorwiegend Fragen, manchmal viele Fragen, denn das Handeln und die Reden der Eliten werden mir immer frag=würdiger.
Wer arbeitet in Krisensituationen mit dem Begriff Verschwörungstheorie? Sind das nicht eher Verschwörungshypothesen, wenn überhaupt?
Wieso spricht man nach wie vor von der sogenannten Bankenkrise? Die Geldinstitute haben sich dadurch bekanntlich fett verdient? Wer aber ist dadurch tatsächlich in eine Krise geraten, wer muss diese Gewinne jetzt erwirtschaften und welche gesellschaftlichen Folgen hat das bereits und wird es weiterhin haben – Nebenfrage dazu: was hat es mit dem Verdrehen der Begriffe auf sich?
Warum mussten wir nach der Zerstörung der beiden Türme im September 2001 eine immer dichtere Überwachung unseres privaten Lebens ertragen (wegen angeblicher Terrorabwehr), aber seit Monaten ist es grossen Menschenmengen möglich, sich ernstzunehmenden Quellen zufolge, weitgehend unkontrolliert in Europa zu bewegen?
Wieso werden Menschen, die sich um die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen auf den Weg machen und ihr Land verlassen, Wirtschaftsflüchtlinge genannt und nicht, wie es der Realität entspräche, Wirtschaftsmigranten. Und was ist dagegen einzuwenden, dass Menschen ihre Lebensstandards verbessern wollen, denn das tun Europäer bereits seit Jahrhunderten in allen Erdteilen nach Gutdünken? Hat man uns seit Jahren belogen hinsichtlich der Terrorgefahr oder ist die Mobilität der nach Europa wandernden Menschen eventuell wirtschaftlich gewinnbringend ausbeutbar? Und von wem noch ausser den hier ansässigen Grossunternehmern?

Auf der Suche nach Antworten auf meine vielen Fragen begegne ich immer wieder einer recht überschaubaren Gruppe. Die Namen wechseln von Zeit zu Zeit, aber die menschenunfreundlichen Antriebskräfte bleiben die gleichen?

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern ein schönes Wochenende.

                                                                           (Foto: Castel del Monte. Aus jeder Dunkelheit findet sich ein Weg ins Helle)

Castel del Monte, Andria, Italien

Castel del Monte, Andria, Italien

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56 Gedanken zu „Themaeinserhellungsfragen

  1. Es gibt nicht oft Texte, die einen Weg beschreiben und dabei selbst schon der Weg sind, der ins Helle führt, dies ist einer davon. Ich bin Ihnen dankbar, daß Sie ihn geschrieben haben…und wenn ich jetzt bitte auch noch diese Treppe hochgehen könnte…ich grüsse Sie aus dem sternenhellen Rosenhausen

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    • Liebe Frau Graugans, ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Darf ich anfügen, dass Sie jederzeite diese Treppe emporgehen können, Sie brauchen lediglich den ersten Schritt darauf zuzugehen.
      Ich sende Ihnen mittäglichschöne Grüsse aus dem beeindruckenden Bembelland

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  2. Verehrter Herr Ärmel, das Bild ist ein wunderbarer Schlusspunkt zu all ihren Fragen und Äusserungen, die ich einfach nur teile.
    Heute verbrachte ich einen Tag mit meiner Enkeltochter (dreidreiviertel) und meinem Enkelsohn (in ein paar Tagen ist er zwei Jahre unter uns). Wie schon des öfteren erlebte ich sehr intensiv ihre wunderbare spielerische Neugier auf die Welt und allem was lebt, ihre Unschuld im Spiel und Sein und genau dann, wenn ich das sehr tief spüre, wächst ein Kloss in meinem Hals.
    Ja, es gibt viele Fragen und es gibt Verantwortung, jede und jeder kann ein Stück auf ihre und seine ganz eigene Art tragen, solange die Prämisse lautet: zum Wohle aller, anstatt zum Wohle einiger Banken und Milliardären und Grosskonzernen und … Wie diese jede und jeder von uns einnimmt ist und bleibt die Frage.
    Wir müssen wachsam sein und offen bleiben.
    Herzliche Grüsse vom Schneematschberg
    Ulli

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  3. Dem schließe ich mich an und werde jetzt eine Erinnerungsreise in dieses einsam in der Landschaft stehende Castel unternehmen. Mit herzlichen Grüßen für ein schönes Wochenende, Karin vom Dach in Hanau

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      • Lieber Herr Ärmel, ich zehre von den Erinnerungen, wir waren damals drei Wochen im September mit dem Töff rundreisend in Apulien unterwegs, die letzten Tage gehörten der Erholung in Torre Egnazia, und pünktlich zum 1. Oktober (Saisonende) änderten sich Temperaturen und Wetter kraß.
        Diese so geschichtsträchtige Gegend, aber wo ist sie es in Italien nicht, hat uns sehr beeindruckt ; die uralten Olivenhaine im Garganao, die normannischen Kirchen, Festungen , die Trulli , das quirlige Bari und immer im Gepäck unser Cicerone Peterich, der uns auf allen Reisen durch Italien ein wunderbarer Führer war und heute mir wieder beim Nachlesen ist.
        Heute würde ich vielleicht ein ganz anderes Apulien vorfinden, obwohl nur 20 oder 25 Jahre vergangen sind, aber das sind nur Mutmaßungen.
        Mich beschäftigt Ihr Artikel sehr, ich habe ihn mal per Mail zum Töchting verlinkt.

        Ihnen einen gemütlichen Samstagnachmittag mit herzlichen Grüßen wünscht
        Karin

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        • Ihre guten Nachmittagswünsche müssen mich im Ostend erreicht haben. Ich danke Ihnen, liebe Frau karin, und wünsche Ihnen nun meinerseits einen vergnüglichen Sonntagvormittag.
          Morgendlichschöne Grüsse aus dem lichtbildnernden Bembelland
          Herr Ärmel

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  4. Kindergärten sind wichtig und natürlich brauchen wir mehr davon, aber doch nicht gerade gegenüber von MIR.

    Und die Umgehungsstraße muss wohl gebaut werden, um den Verkehr aus den Dörfern zu halten, aber doch nicht gerade durch MEINEN Acker.

    Und natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, dass Menschen ihre Lebensstandards verbessern wollen, aber doch nicht gerade bei UNS (und vor allem, was würde das leichte Sommerkleid für 12.98 kosten, wenn es nicht von Lohnsklaven in Bangla Desh gefertigt wird, sondern von Wirtschaftsmigranten in Deutschland?).

    Heiliger Sankt Florian
    verschon‘ mein Haus, zünd and’re an.

    (sehr schönes Foto)

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    • Mir gefallen Deine Kommentare gut meistens sogar sehr gut. (und Komplimente ohnehin *g*)
      Genau, diese typisch deutschen Ansprüche mit Ausschluss eigener beteiligung. Kindergärten, Altenheime, Müllkippen usw. usf.

      Es scheint sich da aber etwas zu bewegen. Die Konsumenten wollen in Deutschland gefertigte Waren. Billig natürlich. Warum also nicht die Banghla Deshi nach Deutschland migrieren lassen, für 4,50 12 Stunden malochen lassen, dabei den in Jahrzehnten erkämpften Mindestlohn gleich wieder aushebeln und Urlaubsregelungen unterminieren und gleich die Konkurrenz um Arbeitsplätze im eigenen Lande noch ordentlich anschüren.
      Warum das ganze? Ist doch klar, wir senken durch die kurzen Versandwege unsere Transportkosten beim Einkauf der Ware und haben das lästige Problem der Kinderarbeit vom Hals.
      Diesen irren Hirnen in den Chefetagen traue ich mittlerweile noch viel schlimmere Kalkulationen zu.

      Den Florian rufe ich auch gerne an, allerdings leicht abgewandelt *ggg*

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      • Es wäre natürlich sinnvoller den Bangla Deshis jetzt schon vierfuffzig die Stunde zu bezahlen, von denen man in Bangla Desh möglicherweise sogar sehr gut leben kann, damit sie gar nicht erst migrieren müssten. Aber das Geld fehlt dann ja in anderen Taschen. Abgesehen davon sind BDs eh nicht so wichtig, die sind weit weg und haben gar kein Geld für Schlepper und Schlauchboot, genau wie die afrikanischen Kakaobauern oder die Bananen und Kaffeepflücker in Südamerika oder oder oder…

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  5. Schönen Abend Herr Ärmel,
    Bowie, taugt er was? (hier: The Coral / The invisible Invasion).
    Der Herr Salva hat heut‘ auch was artverwandtes geschrieben.
    Das ist jetzt mein dritter Anlauf, jetzt mach ich es aber ganz kurz:
    Ein spannender Text. Ich gelange derzeit zu der Ansicht, dass die Politik und die Religion schlichtweg überfordert sind, die Wirtschaft nicht willig. Allein das Bevölkerungswachstum und der zunehmende Fortschritt, zusammen mit klimatischen Veränderungen, verursachen ein globales Ungleichgewicht, das wie in der Physik oder Chemie ausgeglichen werden will. Unruhen und Konflikte werden zunehmen, Völker werden sich verschieben, mal mehr, mal weniger, aber immer schneller. Der Unfug, den wir hier treiben, unter weitestgehendem Verzicht von Akzeptanz und Toleranz, der beschleunigt diese Sache noch. Umgekehrt wäre es aber auch nicht aufzuhalten. Wir sehen ja nur ein paar Jahrzehnte, aber was sind schon 1000 Jahre auf unserem Planeten? Es wird langfristig kein gutes Ende nehmen, aber man wird sich daran gewöhnen (müssen).
    Das geringste was wir tun können, ist es Vorbild zu sein, und dies in allen Lebenslagen, wenn wir es und leisten können. Aber wie ich heute schon an anderer Stelle angemerkt habe, habe ich da selbst noch viel Luft nach oben.
    Nachdenkliche Grüße aus dem wilden Süden.

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    • Moinsen Herr Autopict, tja, der Bowie und sein neuestes Werk. Es geht jetzt nach dem zehnten Hören vergnüglicher ins Ohr. Anfänglich wars etwas sperrig, aber das will am langen Ende nichts heissen. Kryptische Texte, teilweise sehr lange Stücke und musikalisch werden fast alle Stile bedient. Insofern zumindest interessant. Ich habe Bowies Musik vor Jahrzehnten kennengelernt und daraufhin einige seiner Phasen ausgelassen, von denen ich noch immer meine, nichts verpasst zu haben.

      Zum Thema: Vorbild zu sein, darum bemühe ich mich auch und ich weiss daher auch, wie schwierig das manchmal sein kann. Es gelingt mir aber zunehmend besser. Ein Quell der Lebensfreude für mich.

      Mittäglichschöne Grüsse aus dem lebendigen Bembelland
      (Leonard Cohen – Popular Problems)

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  6. Ihren Fragen schließe ich mich an / und die Antworten sind oftmals schwer zu ertragen / Hätte ich mich in gleicher Intensität der Politik gewidmet wie ich es mit der Kunst halte hätte es mich schon längst zerrissen / lz

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  7. Früher hat man nicht einmal darüber geredet. Jungs und Mädchen wurden von der besseren Gesellschaft missbraucht. Darüber reden brachte den Ausschluss aus der Gesellschaft. Für meinen Teil habe ich immer eine kleine Astschere von der Gartenarbeit dabei. Für jedes Antanzen, Brieftasche oder schrittgrabschen sammle ich einen Finger. So könnt ihr die Jungs schnell erkennen. Für Banker empfehle ich ein geschlitztes Ohrläppchen, das ist auch nicht zu übersehen. Gruß vom schwarzen Vogel.

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  8. Viele Impulse in den gottseidank jammerfrei gehaltenen Zeilen. Frei von „früher war alles besser“, frei von „die da oben, wir hier unten“, frei von „man müsste“, von „die Wirtschaft“ und frei von „die Jugend“. Finde ich gut. Bin selbst Immigrantin und auch Wirtschaftsimmigrantin in anderen Ländern gewesen. Meine Mitbewohner heute sind Teenager. Ihr gesamtes Leben bildet sich online ab, sogar ihren Puls stellen sie der Wirtschaft online zu Verfügung, und damit meine ich nicht die Kneipe an der Ecke. Sie wissen heute schon mehr über diese Welt, als ich jemals sehen oder lernen werde. Heute konsumieren sie all das, ich will, dass sie aus diesem Wissen heraus umgestalten und habe Hoffnung. Meine Rolle? Nervig sein, stören, dumme Fragen stellen, die sich im Hirn verhaken. Eine Haltung vorleben, die Vorzüge von Mitmenschlichkeit, kritischer Vernunft, eigenem Hinterfragen und Privatsphäre (wenn nötig grotesk überzeichnet bis schrullig) beweist. Kein „man“, kein „alle“, kein „wir müssten“, kein „die anderen“. Ich, wir, du. Fragen, immer wieder fragen. Um es mit Fontane zu sagen: es ist ein weites Feld.

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    • Liebe Frau Blumentorte, Ihre Strategie und Ihr Vorgehen gefallen mir sehr gut.
      Mal abgesehen davon, dass ich glaube, dass es dumme Fragen per se nicht gibt, finde ich Ihr Bild von den sich im Hirn verhakenden Fragen überaus trefflich. (Diese Metapher möchte ich mir in meine Kladde notieren zum Wiedererinnern.)
      Mittäglichschöne Grüsse aus dem bilderreichen Bembelland

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  9. Ach ja. So viele Fragen. Fragen, die ich mir auch stelle. Fragen, die wir manchmal zu beantworten suchen. Wie gestern, im Gespräch mit einem Ehepaar, beide Kinder vor Jahren nach Deutschland Eingewanderter. Beide in zwei Kulturen aufgewachsen, beide die Urlaube im Heimatland ihrer Eltern und Großeltern verbringend, jedenfalls so lange das möglich war.
    Aber egal mit wem man wo nach Antworten sucht oder ob man es ganz allein versucht; jede Antwort scheint unvollständig, wirft neue Fragen auf. Ich weiß nicht, welche Welt unsere Kinder und Kindeskinder zu erwarten haben. Sie scheint gerade komplett aus den Fugen zu geraten. Und wie immer und zu jeder Zeit glauben die Mächtigen dieser Welt, dieses Aus Den Fugen Geraten würde an ihnen vorbeigehen. Geht es ja wahrscheinlich auch

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  10. Gude Herr Ärmel,

    Wir stimmen ja nicht bei jedem Thema überein aber diesem Beitrag kann ich 100% zustimmen. Sie kennen doch bestimmt noch den Watergate Skandal und die Quelle Deep Throat: „Follow the money“ ist bei all Ihren Fragen ein guter Hinweis.

    Aus dem blau-weißen Exil herzliche Grüße

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    • Guten Morgen Herr Guinness, mit Ihnen würde ich gerne in Ruhe und mit Zeit zusammensitzen. Ich bin mir sicher, dass wir garnicht so weit auseinanderliegen in unseren Ansichten. Da darf es dann zur Bestätigung dieser Regel auch gerne den einen oder anderen Punkt geben, indem unsere Ansichten voneinander abweichen.
      Morgendlichschöne Grüsse aus dem lichtbildnernden Bembelland

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  11. Die menschenunfreundlichen Antriebskräfte, sie sind generell lebensunfreundlich, deucht es mich. Sie entstehen aus den niedersten Beweggründen und dulden nur sich selbst als Götzen.
    Es liegt an uns, diesem Kultgetue zu entgehen und uns selbst als Menschen anzusehen, die Denkvermögen besitzen. Vielleicht schwirrt mir gerade eigenes Denkgeklöppel in den Grauzellen herum, aber genau das meine ich ja. Austausch, einander erkennen und schätzen. Und gerne mal widersprechen. Wir haben nämlich auch gepflegtes Streiten vergessen…

    Ich grüße Sie herzvoll zugetan und danke auch extratüchtig für das famose Bild. Es wirkt wie ein altes Gemälde. Weil irgendwo immer ein Licht ist, auch in tiefstem Felsgedunkel.
    Ihre Frau Knobloch, telegrammansichdrückend.

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    • In der Sache brauchen wir uns gegenseitig eigentlich nicht mehr zu bestätigen beziehungsweise rückzuversichern. Wir sprechen die gleiche Sprache.
      Dass das Telegramm umgehend zugestellt worden ist, freut mich sehr und noch sehrer natürlich die Ansichdrückung desselben.
      Morgendlichschöne Grüsse aus dem Tulpenblütenbembelland, Ihr Herr Ärmel (lichtbildnernd leicht abgelenkt momentan – Zuneigungswinkel jedoch unverändert)

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      • Tulpenblütenbembelland… lichtbildnernde Grüße… mich deucht, es hagelt bald neue Pupillenküsse… hach ~~~~~~

        Angesichts des täglichen Irrsinn tut jede Rückversicherung wohl, mein lieber Herr Ärmel. Manchmal stellt man ja schier das eigene Denken in Frage, da ist jeder Schulterblatthalt ein gerademachender.

        Herzliche Grüße aus dem ersonnendem Lipperlandien, die Ihre, konfettinachtzertanzt. Und zugeneigt, selbstverständlich.

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        • Pupillenküssehagel ~~ hachhachhach ~~ meine höchstwertgeschätzte Frau Knobloch ~~ hach ~~ Schulterblatthaltbegradigungen ~~ hach ~~
          ich muss meine Fantasie besänftigen ~~ hach ~~ welche Mitteilungen könnte ich Ihnen machen mit dem Feinstjustierschraubendreherchen ~~ hach
          Ihr Herr Ärmel (von einem höchstfamosen Bloggertreffen wohlbehalten ins Bembelland zurückgekehrt und zugeneigt wie je…) hach

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          • Legen Sie das Feinstdreherchen ruhig ein Zeitchen beiseite, nicht dass es noch Abnutzungsspürchen bekommt, mein lieber Herr Ärmel, das ratscht dann so quietschig in den Lauschläppchen.
            Bloggertreffen fetzen! Und dann noch famos! Das fetzt urst!!!

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            • Oooch nö, ich habs einfach gerne in meiner Nähe. Das neue Feinstfeindreherchen ist inzwischen angeliefert worden.
              Wollen Sie gerne mal eine Kostpro . . hubbsassassa – – da muss ja ungemein aufpassen… Ich bin grade mal nebenan im Übungszimmer, Ihr Herr Ärmel (zugeneigt und mit Kissen versehen).

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              • Klopfklopf. Herr Ärmel? Sind Sie noch da drinnen im Übungszimmerlein. Hier ist die Frau Knobloch, die mit dem Doppel o, Sie wissen schon. Herr Ärmel??? Hoffentlich haben Sie sich nicht selbst verüberfeinstdreht…
                Seufz, gerade im Moment täte so eine Kleinstverpuscheldrehung echt gut…
                Ich hinterlege hier mal eines meiner Zierküsskisschen, fall sie wieder herauskommen wollen.
                K&K war hier mit Herzgrüßen.

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                • Jahaaa, hier bin ich doch… wie wärs mit einer weiteren Tulipananschauung, winterliche Gesellen, gerade richtig für Sie meine höchstwertgeschätzte Frau Knobloch, mit Ihren Wintergernhabereien. Ich bin etwas in Eile für weitere Lichtbildnereien. Dieser Winter mit seiner ewigen Lichtgeizerey aber auch. Ihr Herr Ärmel (auch mit beiseitegelegtem Dreherchen zugeneigt wie eh)

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                  • Hach und ach, mein lieber Herr Ärmel! Ihre Wintersturmeisblattgesellen beäugte ich schon augenhuschig und stillseufzend. Wohlbewortung folgt, auch mir rast die Zeit rauheilig davon…
                    Helllichtlächelstrahlen sende ich Ihnen und zwar dutzenderweise, stets die Ihre.

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                    • ..die fortrasende Zeit bringt uns dem Frühling näher, meine höchstwertgeschätzte Frau Knobloch ~~ hach ~~ (ich stelle mir eisfreie Pfade nach Nordwesten dabei vor ~~~ hachhachhach ,
                      Ihr Herr Ärmel (stets!)

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  12. Ja, viele Ihrer Fragen stelle ich mir auch des öfteren. Allerdings habe ich auch bemerkt, dass es mir nicht gut tut, mich mit allzuvielen Fragen nur auf einer theoretischen Ebene zu beschäftigen. Manchmal verändern menschliche Begegnungen oder anderes Erleben die Fragen. Stellen andere Fragen in den Mittelpunkt, beantworten auch welche ….
    Offen bleiben, das halte ich für ganz wichtig, die eigenen Scheuklappen hin und wieder schütteln ….
    Die interessanten castelischen Lichtverhältnisse finde ich sehr anziehend !

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    • Ich stimme Ihnen zu, liebe Frau Myriade, ständiges und ausschliessliches Fragenbewegen ist nicht von Vorteil.
      Es müssen Gespräche und natürlich auch Handlungen daraus erwachsen.
      Morgendlichschöne Grüsse aus dem makrolichtbildnernden Bembelland

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  13. Nachdem ich Barbara Tuchmans Buch „Der ferne Spiegel“ zum dritten Mal gelesen habe, bin ich zu der Überzeugung gekommen, froh zu sein, nicht im Frankreich des 14. Jahrhunderts zu leben. Und ich bin immer noch sehr dankbar dafür, nicht wie mein Großvater zwei Weltkriege erlebt zu haben. Da hätte ich Grund genug gehabt für sehr trübe Gedanken.
    Ich kann die auch noch haben. Wenn ich mich etwa mit dem Thema „Power Structure Research“ ausführlich beschäftigen würde. Da könnte ich in abgrundtiefe Depressionen gleiten. Ich tue es aber nicht. Und wenn, dann streng dosiert. Auch den Volker Pispers gebe ich mir nur eine Viertelstunde, sonst drohen die Sicherungen heraus zu knallen.
    Ich wundere mich oft über eines. Warum, denn, oh Grundgütiger, sagt denn keiner mal: „Leute, wir haben da ein Problem – oder besser gesagt, eine Herausforderung – an unseren Geist, das sollten wir rasch mal kreativ und schnell lösen“? Wozu der Mensch locker in der Lage wäre. 2015 wurde immerhin die Kinderlähmung nahezu ausgerottet. Irgendwas scheinen wir noch hinzukriegen 🙂
    Carpe diem, wie Horaz einst sagte, genieße den Tag.

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    • Ich würde wahrscheinlich auch in tiefste Löcher fallen, wenn ich ausschliesslich um die Untergangstendenzen mich kümmern würde.
      Ein Ausgleich muss immer sein, sonst wirds einseitig – was nie förderlich ist.
      Mein Ausgleich besteht in grosser Lebensfreude, ich kann mich an kleinsten Gesten, Erfolgen und Fortschritten erfreuen. Das ist meine Medizin.

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  14. Habe mir gerade erlaubt in ihrem wunderbaren Blog zu stöbern. Vielen Dank für diesen Beitrag. Beschreiben Sie doch sehr differenziert mein diffuses Gefühl der Zensur und des Verlustes von solidarischer Toleranz und freiheitlichem Denken, die bei genauem Hinsehen wohl eher eine Illusion waren. Doch neue Herausforderungen lassen uns erfahrungsgemäß wachsen und bereichern unseren Geist. Meine Welt bleibt bunt, und jetzt erst recht 🌈. LG von gartenkuss 🌸

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  15. Guten Morgen und ganz herzlich willkommen, liebe Frau Gartenkuss. Ich freue mich, dass Sie mir das Kostbarste, was Sie haben, Ihre Zeit, geschenkt haben um sich hier in meinem Blog umzuschauen. Stöbern, suchen und schauen Sie nach Belieben.
    Ihren Gedanken zu Herausforderung und Wachstum unterschreibe ich. Und die Feststellung, dass Ihre Welt trotz allem bunt bleiben wird, teile ich ebenso.
    Morgendlichschöne Grüsse aus dem lebensfrohen Bembelland
    Herr Ärmel

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  16. Mein lieber Herr Ärmel,
    kaum hast du das neue Werk von dem genialen David Bowie „gehorscht“, ist er auch schon hinüber :-(. Schade drum.
    Überhaupt ist es erstaunlich was Du dir an Musik reinziehst. Jesper Munk – da musste ich doch überlegen, wo ich den Namen schon mal gehört habe………..Nicht nur den Namen habe ich gehört, sondern den jungen Kerl mit seiner Band als Vorgruppe von Eric Burdon (der lebt noch :-)) gesehen und was soll ich sagen, ich war überrascht und hoch erfreut, dass so junge Leut‘ so eine gute Musik machen.
    Zum Thema „Heimatmuseum“ und Informanten und Informationen, die bald keiner mehr weitergeben kann, werde ich dir am Donnerstag bei Ulis Pub was erzählen, bis dahin eine gute Zeit.
    Ursel

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    • Und ich werde Dir bei dieser Gelegenheit (eventuell) erzählen was ich dachte, als ich eine Rezension in der FAZ oder der Süddeutschen (?) über das neue Album Blackstar gelesen habe.
      Alla, bis dorthin alles Guude, gell
      Herr Ärmel

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