Spiegelungen im Wasser (eine Annäherung)

Um die Bodenhaftung zu behalten: Audioslave – Live in Cuba (2005)…

Wie kommt es, dass wir Geliebtes verlieren und Nichtiges an uns haftet und zum Massstab wird für den Wert, den man uns nach dem Tod beimisst? Unsere verlorenen Dinge kehren dorthin zurück, wo sie herkamen. (Patti Smith – M Train, S. 315) 


Am See herrscht schon reges Leben. Wer bereits vor dem Frühstück unterwegs ist, kann die Faszination des Lichts nutzen und fotografieren. Im Schilf raschelt es. Am Ufer entlang gehen und sehen. Ein Komoran fliegt erschreckt auf. Spiegelungen auf der Wasseroberfläche. Kleine Fische springen nach den Wasserläufern. Die Sonne steht noch niedrig, sodass sich auch gute Gelegenheiten bieteten, ins Wasser zu fotografieren. Eine leichte Brise aquarelliert Bäume und Schilf der Uferzonen auf das Wasser. Eine kurzer Schritt zur Seite und schon öffnen sich neue Perspektiven. Klick klick. Der Blick wird von der Schönheit angezogen. Nach einer gewissen Zeit verschmilzt man geradezu mit den Naturbildern. Es ist, als würde man von einer unsichtbaren Hand in die Wasserwelt gezogen. Zeit zu frühstücken.
Das Frühstück im Garten. Keine Wünsche bleiben offen. Ohne fade Ablenkmusik gibt das vielstimmige Zwitschern den Begleitgesang. Duftender Tee, Obst, Käse und Fische. Andere Menschen sind unterwegs zwischen Büffet und Tisch. Knackige Würste, Eier in verschiedenen Zubereitungen, hausgemachte Konfitüren, kräftiges Brot und Kuchen. Gespräche von den Nachbartischen. Tagesplanungen. Landkarten rascheln. Doch noch eine Tasse Earl Grey. Und  doch ein weiteres Stück des leckeren Bundkuchens. Die Morgensonne bestrahlt wärmend den Rücken. Zeit zu leben.

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern ein ruhiges und entspannendes Wochenende.

                                                                      (Wie gehabt – Foto anklicken und gross gugge)

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31 Gedanken zu „Spiegelungen im Wasser (eine Annäherung)

  1. Wirklich mehr als eindrucksvoll sind Ihre „Annäherungen“ (die in Wirklichkeit naürlih weitaus mehr sind … denn Sie gehen ja den Dingen auf den Grund und bleiben eben nicht an der Oberfläche … wie der Untertiel „Annäherungen“ vermuten lassen würde).

    Ihre Mischung auch persönlichen Eindrücke und geschichtlichen Reflexionen jener Jahre, die das 20. Jahrhundert entscheidend geprägt haben sind weiterhin für mich einfach nur sehr wertvoll. Und wenn ich den Begriff des „inneren Reichtums“ mal verwenden darf … in Ihren Zeilen findet sich genau dieser Reichtum.

    Und dass sie dann das ganze noch mit Zitaten aus dem aktuuellem Patti Smith Buch garnieren, setzt dem Faß die Krone auf … das Sahnehäubchen schlechthin.

    Und: habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass Ihre Fotos stets aufs neue … Begeisterungsstürme in mir auslösen ?

    Schön, sehr schön, dass sich unsere Wege gekreuzt haben !!!

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    • Ich danke Ihnen sehr für Ihre Anerkennenden Worte. Nur ein wenig modifiziert gebe ich sie gerne an Sie zurück. Was wäre ich ohne Ihre profunde Blogarbeit?
      In diesem Sinne, schön, sehr schön, dass sich unsere Wege gekreuzt haben !!!

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  2. Guten Morgen lieber Herr Ärmel, sehr schöne Bilder und ich gestehe, dass ich bei Hotelübernachtungen häufig sehr früh aufstehe um in einer menschenleeren Umgebung ein paar Bilder zu machen, weil mich diese Stille immer beeindruckt und mir das Frühstück danach einfach besser schmeckt – beste Grüße aus Marburg in ihr Bembelland!

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    • Wie könnte ich ein solches gemeinsames Empfinden weiter kommentieren?
      Haben Sie Dank für Ihren Kommentar.
      Nachmittägliche schöne Grüsse aus dem sonnigen Bembelland sende ich gen Norden!

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  3. Lieber Herr Ärmel, kaum zum Aushalten die Schönheit dieser Bilder um die Geheimnisse des Wassers, berühren mein Herz und ich danke Ihnen dafür. Und ansonsten möcht ich mich gerne den wahren Worten des Herrn Riffmasters anschließen. Mit Freude grüßt Sie Ihre Graugans

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  4. Ganz so unsichtbar ist die Hand aus den Tiefen nicht geblieben!
    Eine Atmosphäre wie in Tschechow`schen Sommertheaterstücken. Dort gab es allerdings kein Wanderkartenknistern, Bundkuchen vielleicht auch nicht. Diese Spiegelungenfotos, so gelungen, ich könnt` sie ewig lang betrachten!
    Gruß von hier

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  5. Die Algenhand mit den Sonnenreflexen ist wirklich ein Wurf !! Doppelte Meisterschaft: so ein Motiv muss man ja erst einmal sehen und dann noch mit dieser Aura abgebildet ! Ich bin begeistert ! Das umblätternde Foto gefällt mir fast genauso gut, die LInien, die Bögen. Und die Spiegelungen sind natürlich auch wunderschön. Tiefstehende Sonne, aha …….

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  6. Lieber Herr Ärmel!
    Nun habe ich Zeit mich rückwärts durch Ihre Reise zu lesen, wunderbar ist das. Ich möchte auch noch einmal Wurzeltouristin sein!
    Ihre hier gezeigten Bilder sind traumhaft schön
    herzliche Samstagnachmittaggrüße
    Ulli

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