Kommen und Gehen und dazwischen verpasst

Es gibt Ereignisse, die verpasst man nur einmal im Leben. Als die Band anfing, war ich noch zu jung für den Besuch eines ihrer Konzerte. Und schon zwei Jahre danach blieb nur ihr Ruhm und einige immer wieder gespielte Lieder.
Als sie sich 36 Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Auftritt noch einmal für ein Reunion Konzert trafen, sass ich in Südamerika im Regenwald. Die Karten für die vier Konzerte waren jedoch ohnehin innerhalb weniger Minuten verkauft:
Cream – Royal Albert Hall London, May 2-3-5-6, 2005…

Vor zwei Jahren verstarb Jack Bruce, der Bassist von Cream. Aus der Konserve ist das Konzert bei Onkel Juhtjuhp zu sehen. Und es wird bei der Konserve bleiben. Wenn wir den richtigen Zeitpunkt nur immer ergreifen könnten. Zur rechten Zeit das Richtige tun nennt man gemeinhin Geistesgegenwart. Da wäre ich gerne öfter gegenwärtig.

Im Ärmelhaus ist es wieder ruhig geworden. Gäste sind verabschiedet, es ist still am Tisch beim Essen. In den vergangenen Tagen sind viele Mails und Blogbeiträge aufgelaufen. Die werde ich jetzt bearbeiten. Nach interessanten Gesprächen über die Bloggerei, denke ich auch darüber erneut nach.
Wenn ich das richtig sehe, dann verändert sich seit dem letzten Jahr das Klima im Bloggerland. Der einst ziemlich streifenfrei unbeschwerte Spiegel trübt sich mit ganz alltäglichen menschlichen Abgründen aus Missgunst, Beschimpfungen und üblen Nachreden. Mich tröstet nicht, dass es bei Fratzenbuch noch viel schlimmer zugehen soll. Am Ende gleichen sich die sogenannten sozialen Medien. Auf Dauer kann kein Mensch sein wahres Gesicht und tatsächlichen Absichten verbergen.
Ich werde bloss noch kommentieren, wo mich ein Beitrag in besonderer Weise anspricht. Ansonsten werde ich mit einem Gefällt-Mir-Klick meine Zustimmung und meinen Dank zu erkennen geben. Dies ist mein Mittel gegen die rasant um sich greifenden Kommentarblähungen und die Floskelbläserei. Dafür will ich meine Zeit nicht länger verschwenden.
Ich habe in diesem Jahr viel weniger gepostet, weil ich für einen Beitrag die entsprechende Musse und viele Stunden Zeit benötige. Meine allgemeinen Angaben in den Texten halten einer Überprüfung stand und meine Fotografien sind sorgfältig ausgewählt. Bloggen soll mir Freude machen und am Ende, wenns gut geht, sich auch auf die Besucher, Leser und Gugger übertragen. Dann haben alle einen Gewinn dabei. Nicht mehr wünsche ich mir aber auch nichts weniger.

Das Wichtigste ist meiner Meinung und Erfahrung nach, seine virtuelle Bloggerklause zu verlassen. Hinaus gehen in die Welt und die Menschen treffen und kennenlernen. Jeder Versuch ist es wert, auch wenn sich aus manchen Begegnungen keine längerfristigen Bekanntschaften ergeben. Virtuelle Räume sind keine Garantie gegen Vereinsamung. Sie täuschen Gemeinschaft nur vor. Und wie vielen Menschen merkt man ihre Einsamkeit an. Menschliche Begegnungen finden immer noch in der wirklichen Welt statt, da können die Zuckerbergs und Schmidts daherreden wie sie wollen. Die leben gut von den Menschen, die sich sozial vernetzt glauben, in Wirklichkeit aber an ihrer zunehmenden Isolation bauen. Bis zu zehn Posts an einem Tag raushauen oder zwei Finger ständig am Wischbildschirm, das ist kein soziales Handeln.

Ich habe beim Hören und Ansehen der Cream Reunions Konzerte ein wenig im Netz gestöbert nach Informationen zum warum und wieso dieser Aktion nach fast vier Jahrzehnten. So viel Unsinn habe ich selten gelesen. Was da alles an Informationen verbreitet wird und bereits geschrieben worden ist. Viele wirre Meinungen und wenig Wissen. Schade um meine Zeit.

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern eine gute Zeit und carpe diem.

                                                     (auch bei dieser Fotografie ist der Klick der Schlüssel)

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55 Gedanken zu „Kommen und Gehen und dazwischen verpasst

  1. Kommen und Gehen. Und das dazwischen verpaßte bitte nicht zu sehr bedauern, mein lieber Herr Ärmel. Geistesgegenwart versteckt sich manchmal in Mutanfällen und könnte man das W doch einfach mal umdrehen, da wo es tobt und keift und wütet, es gäbe einen wirklich bonfortionösen Anblick.

    Man muß gehen, um wiederkommen zu können, so spruch jüngst eine Freundin zu mir. Oh, wie recht sie doch hat!

    Ich hinterlege hoftorweitoffene Zugeneigtheitsgrüße und verbleibe als die Ihre Frau Knobloch.

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        • Da bin ich ganz Ihrer Meinung, Mut ist eine äußerst wichtige und meistens gewinnbringende Haltung. Also zwischenmenschlich gewinnbringend meine ich natürlich. Der Mut für Banküberfälle fällt eher in den Bereich der kriminellen Energie 🙂

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    • Ach meine höchstwertgeschätzte Frau Knobloch, Sie wissen doch je ne regrette rien oohh – wenns nur der welsche Wedelmann nicht mitkriegt – Sie haben ja so Recht und von Ihnen lasse ich mir gerne ein M für ein W vorschlagen.
      Und Ihre Freundin hat sich ein Blümchen verdient für den kluegen Satz. Wie könnte man sich wieder begegnen, wenn man sich nicht verabschieden würde.
      Zu Ihren Feinstgrüssen füge ich oberallerzugeneigteste Grüsse hinzu, Ihr Herr Ärmel (aber sicher)

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      • Oh, es gibt ja auch gegenteilige Famostäusche, mein sicherlieber Herr Ärmel: Wir statt mir, zum Beispiel. Oder Wahrheit statt Mahrheit.

        Wiedersehen statt Miedersehen verkneife ich mir an dieser Stelle, weil eines das andere nicht ausschließt. Aber das ist wiederum eine ganz andere Geschichte, die den Welschen bestimmt interessieren könnte…

        Ihnen die zugeneigtesten Grüße (Obacht!) deren ich fähig bin, stets die Ihre, flitschesteinchenbalancierend.

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        • Sie treffen mit einem Worthieb sieben Nägel auf einmal, meine höchstwertgeschätzte Frau Knobloch.
          Ach der Welsche, den hats sicherlich ins Südliche seines Landes verschlagen. Insofern steht Ihnen nichts zu befürchten.
          Und was Ihren Kommentar und das Obacht betrifft, füge ich herzlich lächelnd hinzu, ob acht oder neun Zuneigungen, von Ihnen je mehr desto lieber (oh pardonk!, hoffentlich habe ich Sie nicht angerempelt), Ihr Herr Ärmel, auch balancierend stets zugeneigt.

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  2. Kommentieren, was mich anspricht,
    Liken, was mir insgesamt gut gefällt, mich austauschen, gern auch andere Meinungen hören, offen bleiben für meine Blogfreunde, trotz dass ich nur Datentraffic bin, versuchen ein ganzer Anfass-Mensch zu sein und dann jemandem begegnen, gleich von ihm zweifelsfrei erkannt werden…das alles kann das Bloggen sein und ich wünsche mir, gerade weil das Internet so grenzenlos ist, mehr Achtsamkeit miteinander.
    Aus Wut mach Mut, ach Käthe, das klingt einfach cool…

    Liebe Grüße in die blogrunde✨

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      • Lieber Herr Ärmel, was mir an Ihren Beiträgen stets auffällt, ist die Sorgfalt, mit der sie erstellt werden. Die Bilder sind mehr als nur Bilder und in Ihren Texten steckt so viel Information, dass die Zeit, die ich aufwende für einen Kommentar in einer guten Verhältnismäßigkeit zu der Sorgfalt Ihrer Beiträge stehen könnte. Das wäre gern mein Anspruch. Wie man in einen Wald hineinruft, so schallt es heraus, wünsche ich mir. Darum sollen meine Grüße und guten Wünsche auch stets höchstpersönlich genommen werden dürfen. Meinen herzlichen Dank und Gruß ins Bembelland

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  3. Ich hatte am Anfang das Ziel immer nur positiv zu kommentieren. Das habe ich in letzter Zeit verfehlt, da ich dann doch nicht still halten kann und will. Im Großen und Ganzen finde ich die Diskussionen allerdings als gesittet. Die meisten Meinungen inklusive meiner eigenen ändern sich zwar nie aber es werden Argumente ausgetauscht und es hilft die Position des anderen zu verstehen. Es gibt aber einige Gestalten hier, wo ich nur lese und nicht kommentiere. Es lohnt sich einfach nicht. Man muss aber trotzdem zur Kenntnis nehmen, dass diese Meinungen zunehmen. Die Frage ist was noch alles passieren wird.

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    • Das Bemühen um das Verständnis anderer Meinungen, Ansichten und die Herkunft der Argumente teile ich mit Ihnen, Herr Guinness.
      Das macht mir den Austausch, so selten er auch sein mag, mit Ihnen so interessant.
      Nachmitternächtliche Grüsse,
      Herr Ärmel

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  4. Ein sehr wichtiger Beitrag ist das in diesen Tagen, lieber Herr Ärmel. Man muss immer wieder eine Haltung entwickeln, auch zu veränderten Zuständen.
    Ich blogge seit Ende 2010 und ja, es hat sich so einiges verändert, leider nicht nur zum Guten. Aber ich habe noch immer die Wahl, wen ich lese, was ich kommentiere oder nur mit einem Sternchen versehe und davon mache ich ausgiebig Gebrauch.
    Andere schliessen ihre Kommentarfunktion, auch so eine Reaktion. Ich akzeptiere, aber mögen tue ich es nicht. Bloggen hiess und heisst für mich immer noch Austausch, auch von kontroversen Meinungen, aber bitte immer mit Respekt, sonst mache selbst ich zu …
    Mutanfälle, das ist wieder so ein wunderbares Wort von Frau Knobloch, das nehme ich gerne mit.
    Herzliche Grüsse vom hitzigen Berg
    Ulli

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    • Ich danke Ihnen für Ihre Zustimmung, liebe Frau Ulli.
      Wenn ich Ihre Heransgehensweise richtig verstehe, sind Sie mir einen Schritt voraus… noch, ich gebe mir Mühe.
      Nachmitternächtliche Grüsse,
      Herr Ärmel

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      • Och … mal ist die eine ein Stücksken vor und der andere ein Stücksken zurück und dann überholt der andere die eine, bis die eine wieder den anderen einkriegt, das ist der Reigen…
        ich übe auch jeden Tag, und jetzt, denn jetzt gehe ich ins Bett und mache endlich diese Kiste aus, herrjeh!
        Herzliche Vollmondspätgrüsse
        Ulli

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        • Und das ist doch das Wichtige, dass jeder auf dem Weg ist und vorwärts geht.
          Das Bemessen der eigenen Position und der ständige Vergleich mit den Positionen anderer Menschen ist abträglich für den eigenen Weg.
          Stimmt, ich leg mich jetzt auch ab.
          Nachmitternächtliche Grüsse unterm mondverdeckenden Wolkenvorhang,
          Herr Ärmel

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  5. Und wieder einmal / wie so oft Herr Ärmel bringen sie es Punktgenau auf die Dioptrienfläche.
    So sehe ich es mittlerweile auch und habe sogar die Kommentar Funktion gar nicht aktiviert / ihnen freundlich zugetan l.h.zeidler

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  6. Ich stimm‘ da dem vierundvierzigsten Guinness zu: Insgesamt ist die Diskutiererei doch sehr höflich. Hängt – wie im richtigen Leben – eher vom Umfeld, Status, Themen, Bildung und dem ganzen privaten Murks ab. Mit dem aphoristischen Gedanken „viele Meinungen und wenig Wissen“ – da hast Du freilich recht.

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    • Guten Abend und herzlich Willkommen.
      Es stimmt natürlich, weitgehend ist die Situation noch erträglich.
      Mir fällt lediglich die Zunahme der Unschönheiten auf.
      Nachmitternächtliche Grüsse,
      Herr Ärmel

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    • Aber ich will noch etwas hinzufügen, Frau Lila: wir werden irgendwann zu gleicher Zeit den Bücherschrank auf der Leipziger umkreisen 😉
      Nachmitternächtliche Grüsse,
      Herr Ärmel

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  7. Jo, Herr Ärmel, um ein Weißbier und ein Radler reicher am Körper, ärmer im Keller sitze ich hier und rätsle über ihr Foto. Obs am individuellen Konsum liegt? Warum sind gerade die grünen Blätter in die Unschärfe gebracht, es ist ein sorgsam inszeniertes Bild wie ihr Beitrag und während ich noch über diesen herrlichen Schlüsselbund sinniere, dessen Geraschel ich in der Manteltasche zu hören glaube, schwenke ich die Eule entdeckend also zu Ihrem Text hinüber.
    Und alle Achtung, punktgenau getroffen, aber die Umsetzung dieses Verhaltens ist es, welches mir so schwer fällt. Ich bin da noch nicht durch, deswegen bremse ich mich an dieser Stelle. Grundsätzlich schafft sich bei mir derzeit die Phase der Bilanz-Erkenntnis Raum. Soll heißen, alles im Leben ist eine Bilanz, geopferte Stunden für eine Tätigkeit bringen mich in dieser weiter, und umgekehrt. Und da beginnt das Abwägen. Das ist vielleicht nicht wirklich neu, aber es sucht sich seinen Platz.
    Aber mich dürstet noch nach ein paar Worten zu Ihrem Nicht-Erlebnis mit Cream. Hier leide ich unter ähnlichen Nicht-Erlebnissen mit den frühen Genesis, den frühen Yes oder Graafs und anderen dieser Erscheinungen. Ich durfte vorlieb nehmen mit einem musikalischen Großwerden in den späten 70en und frühen 80en. Und da stelle ich fest, es passt irgendwie nie, es gibt immer ein Original für das man zu alt und/oder zu jung ist oder war. Und so schließt sich auch der der Bilanz-Kreis. Blöd nur, dass man da an Banken denkt.
    Aber was solls. Der Postbote hat heute neue Ware geliefert, das Leuchten in den Augen blitzt wieder auf.
    (Doves – Kingdom of Rust)

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    • Beim Lesen Ihres grossartigen Kommentars hielt ich spontan einen Moment inne. Ich fragte mich, wie ich angemessen auf Ihre Gedanken antworten könne.
      Zu Ihrer feinsinnigen Bildbetrachtung: die Blätter sind unscharf, weil mir der überwiegend geometrische Hintergrund wichtig war als Zusammenhalt für den Schlüsselbund und die Perle.
      Das Bilanzieren von Lebenszusammenhängen kann man lernen im Lauf eines Lebens, da habens die Banken einfacher mit ihrer vordergründig proftítorientierten Handlungsweise.
      Bei Genesis leide ich mit Ihnen, die Lamb-Tour habe ich leider auch verpasst. Ich tröste mich mit all den anderen Musikalartisten, die ich auf der Bühne erleben durfte. Insofern ergibt sich da eine überaus positive Bilanz.
      Nachmitternächtliche Grüsse,
      Herr Ärmel

      (Firewater – Psychopharmacology / 2001)

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  8. Cream waren schon eine richtig geile Band, so würde man heutzutage das ausdrücken. War ja auch so,
    Ich mochte immer die weichen Sachen, „Wrapping Paper“ zum Beispiel, immer dann wenn Jack Bruce an der Reihe war. Da frage ich mich gerade, warum mir Paul Simon nicht herausgehen will aus dem Kopf, der Schlingel.
    Spätnächtlich schlaflos hitzegeschädigte Grüße

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    • Als Jungärmel war mein Held bei Cream Mr. Ginger Baker an den Trommeln. Seine Schlagzeugbatterie und was er damit machte, hat mich schwer beeindruckt.
      Paul Simon ist mir bis heute nicht nahegekommen.
      Morgendlichsommerregengraue Grüsse,
      Herr Ärmel

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  9. Bezüglich des Leidens an nicht erlebten Gigs kam mir die Wende noch geradeso rechtzeitig um im Abstand von ca 5 Jahren noch 2x YES live zu erleben mit Jon Anderson, wie es sich gehört – und beim 2.Mal auch mit Wakeman und als Opener gleich „Close to the edge“ auf der Magnification-Tour – puh das war knapp vor dem darauffolgenden Abstieg!
    Genesis – DA natürlich klafft ne Lücke. Und ein jugendlicher Gabriel zu Solo-Zeiten (1.-4.Album) VOR dem unseligen Sledgehammergeplautze wär mir auch sehr recht gewesen – tja. Zu spät eben.

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    • Da hatten wir hier und besonders in Rhein-Main natürlich unschlagbare Vorteile. Immer vorausgesetzt, dass man sich die Eintrittspreise leisten konnte als junger Mensch. Rückblickend kann ich sagen, dass ich zeitweise mein Geld ausser für Kippen und Motorräder für Eintrittskarten gebraucht habe. Zum Beispiel für dieses illustre Festival:
      http://ger72.lima-city.de/Bands.html

      Peter Gabriel habe ich bei einem seiner ersten Auftritte nach Genesis in Wiesbaden gesehen. Ein Konzert dieser Tour gibts bei Juhtjuhp: Peter Gabriel – Rockpalast 1978…

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      • Das Rockpalastfestival mit Peter G. hab ich damals auch sehen können – im TV. Das hatte ich auch so 2-3 Jahre lang auf Band. Fernsehmitschnitt-mono.
        Im Ohr ist mir auch noch ein absolut begeisterter Konzertbericht aus „Rums“ von HR3 über ein Yes-Konzert in der Frankfurter Jahrhunderthalle (Going for the one Tour) wo extra Lautsprecher in die Decke/Kuppel eingelassen worden sein sollen, damit der Klang stimmt. „Yes haben wiedermal ihren Ruf als Supergroup unter Beweis gestellt. Die perfekteste Band der Welt zur Zeit.“ Die Platte hatte zu dem Zeitpunkt niemand im Bekanntenkreis. Da troppte dor Zahn jewaltich, jelle?

        Und daaaagegen dann der Springsteen mit seiner Tinnitusfabrike da 2013 in Leipzsch. Das andere Ende der Fahnenstange. Gaaaaanz unten. Jährt sich gerade – der Akkustik-Gau, dieser Tage. Hab durchgehalten seitdem: No more Bruce in meiner Anlage.

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  10. Lieber Herr Ärmel, wenn ich richtig lese, haben Sie die Cream nicht wegen allzu vieler Bloggerei, sondern wegen Ihrer Umtriebigkeit in der realen Welt – dazumal im brasilianischen Regenwald – verpasst. Das tröstet mich. Denn nun wage ich zu hoffen, dass Sie weiterhin die Zeit finden, das, was Sie guggend und horschend in der Welt gefunden haben, uns Zuhausegebliebenen auf Ihre so köstliche Art zu verdolmetschen. Ihre das Ihre immer mit großem Wohlgefallen lesende GKaz

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    • Cream existierte von 1966 bis 1968. Damals war ich noch zu jung und da träumten selbst Schience-Fiction Filmer noch nicht von Internet und Blogs. Und wegen des Reunion Konzertes, das haben Sie richtig aufgefasst.
      Ihr Zuspruch spornt mich an.
      Abendgrüsse aus dem Bembelland,
      Herr Ärmel

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  11. Wahrscheinlich können Sie obigen Kommentar nicht folgen. Mein vorheriger ließ sich nicht senden.

    Die Perle liegt am Grund, so wie in ihrem Bild, um sie zu finden, muss man wie Sie auf den Grund der Dinge gehen.

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  12. Ich würde zukünftig nur sehr ungern auf die Möglichkeit des Kommentierens verzichten, denn sie schafft für mich die Verbindung in den Blogs. Gäbe es sie nicht, würde mir der Kontakt fehlen. Da könnte man ja gleich nur Tagebuch schreiben, Inhalte ohne Resonanz, sich selber lesen. Wenn mir ein Kommentar nicht in den Kram passt blockiere ich seine Veröffentlichung, schlage mit der Faust auf die Fensterbank und ärgere mich. Dann aber kommen doch so viel mehr geistreiche, lustige und empathische Meldungen, dass es doch gut ist, die Kommentare ermöglicht zu haben. Besonders bei Ihren Blogbeiträgen bewegt mich oft etwas, das ich mitteilen möchte. Und auch Ihre Kommentare sind mir wertvoll. Dass alles schlechter wird in der Welt, …. achja, naja,… gerade Sie wissen doch, dass diese Botschaft durchaus relativ ist. Herzliche Grüße an Sie, hoffend, ich muss nicht irgendwann bereuen, Sie erst so spät gelesen zu haben. (Brasilianischer Regenwald steht mir grad nicht als Ausrede oder Alternative zu Verfügung. ) Ihre Wilhelmine Blumentorte, nicht abgeneigt.

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    • Liebe Frau Blumentorte, ich wollte mit meinen Gedanken keineswegs Ihre Gepflogenheiten beim Kommentieren beeinflussen. Genau genommen habe ich nur laut gedacht.
      Einen mir unpassenden Kommentar zu löschen erscheint mir wie Zensur. Andererseits habe ich in einem krassen Fall auch schon einmal zu diesem letzten Mittel gegriffen.
      Was den Kontakt betrifft, ist mir im Lauf der letzten zehn Jahre in der Tat der persönliche Kontakt in der wirklichen Welt so wertvoll geworden, da er doch über dem virtuellen Kontakt steht. Das bedeutet keinesfalls, dass ich auf die Resonanz durch „geistreiche, lustige und empathische Meldungen“ verzichten möchte.
      Dass ich kein Miesepeter bin, der sich darin badet, „dass alles schlechter wird in der Welt“, da glaube ich, dass meine Beiträge in Wort und Bild viel öfter die andere, die positive Seite des Lebens zeigen. Das ist schliesslich einer der Gründe warum ich blogge. Die Medien berichten überwiegend negativ, da ist mein Blog ein klitzekleines Sandkörnchen in deren Getriebe. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich Scheuklappen trage.
      Ihren Satz hinsichtlich einer möglichen Reue verstehe ich nicht so recht, es steht Ihnen doch frei, auch meine älteren Beiträge ganz nach Ihrem Belieben lesen zu können.
      Morgendliche Grüsse mit Landregen,
      Herr Ärmel

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      • Lieber Herr Ärmel, ich meinte, in Ihren Zeilen eine Verdrossenheit zu entziffern, die dazu führen könnte, dass Sie aufhören zu bloggen (haben gerade kürzlich ein paar sehr gute Blogger getan), hierauf bezog sich der Hinweis mit dem brasilianischen Regenwald. Es betrübte mich, dass ich fortan nur durch’s Archiv mich nähren müsste. Daher wollte ich – eher euphorisch motiviert als sachdienlich ausgestattet – die Lanze brechen für`s Weitermachen, Kommentare zulassen und Ihr Kommentieren, daher der Posaunenchor. Ein lautstarker Versuch allerdings, der laut Ihrer Antwort unnötig war, selbst eine Mundharmonika war überflüssig. Die persönlichen Kontakte und Erlebnisse dem virtuellen Austausch im Blog vorzuziehen finde ich übrigens nur natürlich. Bloggen kann allenfalls die Cocktailkirsche auf der Torte des Persönlichen sein.
        Ich freue mich allerdings umsomehr und ungemein, Sie offenbar falsch verstanden zu haben und gehe frohgemut in den sommerlichen Julisonntag, gibt es doch weiterhin Gutes zu lesen, wenn man hier zu Besuch kommt. Herzliche Grüße aus dem Süden ins Bembelland!

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        • Liebe Frau Blumentorte, ich danke Ihnen für Ihre gedankliche Anteilnahme. Es ist bloss so, dass ich mir seit dem letzten Jahr erweiterte Gedanken zum Bloggen mache, nachdem ich mich dieses Mediums nun seit einigen Jahren schon bediene.
          Ich bin auf der Suche nach der optimalen Nutzung meines Blogs für die Besucher, Leser und Gugger und für mich selbst natürlich auch.
          Ihr Bild der Cocktailkirsche ist ein Knaller! Schönen Dank dafür.

          Herzliche Grüsse in den Süden,
          Herr Ärmel

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  13. Ich hatte auch kürzlich eine weder freundliche noch höfliche Begegnung, aber nachdem sie inhaltlich auch völlig ausgelutscht war, habe ich sie nicht weiter verfolgt. Wozu auch ….
    Mit der Höflichkeit ist es, finde ich, so eine Sache. Natürlich sollte man weder beleidigend noch untergriffig sein. Wenn man sich aber andererseits nur gegenseitig ansäuselt ohne jemals irgendein womöglich kontroversielles Thema anzuschneiden noch irgendeine Meinung zu äußern, weil der/die andere ja anderer Meinung sein könnte, wird es doch auch ziemlich fad. Sie nennen es Floskelbläserei …..

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    • Guten Morgen, Frau Myriade. Ich bin über ein Forum, in dem lange ziemlich aktiv gewesen bin zur Bloggerei gekommen. In diesem Forum habe ich die verschiedenen Varianten menschlichen Verhaltens und besonders der möglichen Abgründe dabei kennengelernt.. Das einst lebhafte und viel besuchte Forum kam ins Straucheln und es strauchelt noch immer. Das einst pralle Leben dort ist fast gänzlich erloschen.
      Einen Entschluss, den ich aus den Erfahrungen gefasst habe, war, dass ich Besucher, Leser und Gugger höflich distanziert mit Sie anspreche. Gerade weil aus der Anonymität heraus nicht wenige Menschen sich hinreissen lassen, anderen unflätig zu begegnen. Es freut mich, dass ich feststellen kann, dass auch in anderen Blogs diese Form der Anrede sich ausbreitet.
      Was die Floskelbläserei betrifft, sprechen wir eine Sprache.
      Morgendliche Grüsse mit Landregen,
      Herr Ärmel

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      • Ebenfalls einen guten Morgen wünsche ich.
        Ich stelle ja ungerne allgemeine Betrachtungen zum Bloggen auf, weil als Folge davon immer irgendjemand über irgendetwas gekränkt ist. Ihr System des Siezens kann ich gut nachvollziehen und es funktioniert ja auch.
        Einen Mangel an Höflichkeit finde ich eher selten und meist sind das dann auch Menschen um deren psychisches Wohlbefinden man sich Sorgen machen müsste. Was ich manchmal schwierig finde, ist eigentlich der Anspruch, dass ein Blogfreund/eine Blogfreundin emotionale Bedürfnisse erfüllen sollen, die doch nur durch persönliche Begegnungen befriedigt werden können. Wie Sie auch sagen, bloggen ist keine Lösung für Einsamkeit, ganz im Gegenteil diese scheinbare Nähe, die manchmal erzeugt wird, muss zusammenfallen und enttäuscht die Betroffenen. Wenn diese Enttäuschung dann in Aggression umschlägt, kann man oft wirklich in ziemlich tiefe Abgründe blicken.

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        • Ihr Kommentar regt mich zum Nachdenken an. Vielleicht sollte ich den Begriff Höflichkeit durch Respekt (lat. Rücksicht) oder Achtsamkeit ersetzen.
          Überdies treffen Sie den Kern zielsicherer als es mir gelungen ist. Der Anspruch, unerfüllte Wünsche, Hoffnungen oder auch Begehrlichkeiten anderer Blogger früher oder später erfüllen zu sollen oder gar zu müssen, kann die eigene Freiheit ziemlich einschränken. Da brechen schnell Dissonanzen oder Konflikte auf, die von der inhaltlichen zur persönlichen Ebene wechseln. Das kann dann überaus ärgerlich werden und in finstere Abgründe blicken lassen.

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  14. „Das Wichtigste ist meiner Meinung und Erfahrung nach, seine virtuelle Bloggerklause zu verlassen.“
    Klar, worüber sollte man bloggen, wenn man das nicht täte? 😉
    Das cremige Reunionkonzert hätte ich mir einerseits auch gerne angesehen, andererseits sollte man Musiker besser sehen wenn sie ihren Zenit erreicht haben – und nicht 30 Jahre später. Könnte viele Enttäuschungen ersparen.

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    • Klar, raus! Aber wenn ich mir die Blogs so mancher meiner Blogverfolger ansehe, dann frage ich mich schon….
      Und damit meine keinesfalls diejenigen Blogger, denen ich auch folge. Die leben noch vorwiegend im richtigen Leben.
      (Ich bereite da gerade einen neuen Beitrag vor 😉 )

      Was die Musiker oder Bands generell betrifft, stimme ich dir sofort zu. Im Fall Cream sehe ich das anders. Ich kenne etliche ältere Cream Konzerte aus der Konserve. Aber so gut wie 2005 waren die vorher nie. Vielleicht rauer oder lauter, aber als Musiker besser? Schaus dir einfach mal an. Und wenn ich schon mal begeistert bin…

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      • Auf CD hab ich das Konzert selbstverständlich, ich hab Cream verschlungen damals, fast alles auf Vinyl gehabt, sogar Singles. Damals haben mich die endlosen Orgien gerockt, heute langweilt mich das schnell, insofern kann man sich die kompakte Neuauflage eher anhören.
        Gesehen hab ich’s leider noch nicht, das dürfte auf jeden Fall ein Fortschritt sein. Mich hat damals der Cream Live Film unheimlich geärgert, den hab ich mit Kumpels im Abaton Kino noch gesehen. Die Interviews waren gut, aber diese „psychedelischen“ Farborgien bei den Konzertszenen haben mich tierisch genervt. Ich wollt die spielen sehen und keine bunten Kreise..

        Und Bludgy hat mit seiner Tinnitusfabrike halt Pech gehabt, den Mann muss man imho vor 1980 gesehen haben um dem Zauber erliegen zu können.

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        • White Room ist meine erste selbst gekaufte Single gewesen. Muss ich mher sagen? *g*
          Der alte Cream Live Film von der Goodbye Tour ist schlichtweg erbärmlich. Den habe ich auch. Überhaupt die psüchedelische Kameraführung seinerzeit. Oh jeh…
          Aber es gibt ein Gegenbeispiel. Das ist meines Wissens auch aus der Tube zu sehen. Ten Years After in Concert. Da bewegt sich die Kamera fast die ganze Zeit über kaum und man kann alles gut sehen. Der Film ist damals gerade deswegen durchgefallen. Der Kameramann war übrigens Wim Wenders, den die Kamera- und Farbspielerein bei Liveauftritten auch massiv genervt haben.

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