Blogtoberfeste feiern

Die neue Scheibe von Leonard Cohen „You want it darker“. Der Meister gibt sich zu seinem 82. Geburtstag die Ehre und zeigt uns wo Barthel den Most holt. In diesem Alter noch Konzerte geben, die bis zu drei Stunden dauern, alle Achtung und Hut ab…

Überhaupt das Alter. Ein hinterhältiger Kumpan, der einen unvermutet aus dem Dunkel anspringt. In einem Moment, in dem man es am wenigsten erwartet. Über die positiven Aspekte des Alterns wird viel zu wenig geschrieben. Eine, die das immer wieder mal präsentiert, ist die Frau Wildgans.
Wahrscheinlich sind auch nur die entsprechenden Marktlücken noch nicht ausreichend ausgelotet. Es gibt natürlich bereits genügend Konsumprodukte für ältere Menschen. Wie alt ist eigentlich ein älterer Mensch? Aber diese Produkte sind meist nichts weiter als Jugendvorgaukler. Oder die rollenden Gehgestelle, in denen man den gekrümmten Gang lernt. Nicht das also, was wirklich gebraucht wird, um in Würde zu altern.

Und genau das ist der Punkt. Ältere Menschen, die mir Vorbild waren und sind, brauchen offensichtlich immer weniger. Vor allem weniger Schnick-Schnack. Sie erkennen das Überflüssige instinktiv und meiden es. Zwei gute Messer in der Küche sind ausreichend. Am Wochenende haben wir auf einem Campingkocher einen feinen zarten Braten auf Wurzelgemüse versucht. Dazu Kartoffelkürbispüree. Ein Essen, wie man es vor hundert Jahren wahrscheinlich auch zubereitet hat. Das Resultat war hervorragend. Wenn ich mir vorstelle, was ich selbst da früher für einen Aufwand für ein qualitativ nicht besseres Ergebnis getrieben habe.

Immer seltener fällt nach einem Gespräch der Satz: ach, mir fallen die besten Sätze immer erst hinterher ein. Durch Lebenserfahrung und vermehrte Ruhe fallen einem zwar nicht unbedingt die besseren Sätze ein, dafür stehen spontan die treffenden Fragen zur Verfügung. Und immer weniger Drumrumreden. Es geht um den Kern der Sache, nicht um die Schale. Man weiss schliesslich wie begrenzt die geschenkte Zeit ist.

In letzter Zeit nehmen die unerwünschten Blogverfolgungen zu. Katzenfotosblogs und Hundebabyblogs sind da fast noch harmlos. Man kann diese Verfolger letztendlich nur loswerden, indem man den eigenen Blog stilllegt oder privatisiert. Auch das ist eine Option, denn die wirklichen menschlichen Begegnungen werden ohnehin immer wertvoller. Und die Kontakte, die sich zeitläufig abwenden, immer leichter entbehrlich.

                                                     (Foto anklicken für eine grössere Ansicht. Fotografie OoC)

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70 Gedanken zu „Blogtoberfeste feiern

  1. Ich muss schmunzeln wegen der von dir erwähnten Haustierblogs…

    einfach wieder entfolgen *g*

    Den Cohen bewundere ich auch! Und der hat sogar Bücher geschrieben, nicht nur Lieder wie der aktuelle literarische Nobelpreisträger…

    Liebe Oktobergrüße vom Lu

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    • Guten Tag, wie geht denn das Entfolgen eines Blogs, der meinem folgt, dem ich aber nicht folge?

      Das Lieblingsspiel, Schöne Verlierer oder die Gewürzdose der Erde – die Bücher des März-Verlages mit den schönen gelben Einbänden und später erschien einiges bei Zweitausendeins, ich kenne seine Bücher auch. Aber seit langem keines mehr in der Hand gehabt.
      Schöne Herbstgraugrüsse,
      Herr Ärmel

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  2. Ja.
    Und ein so wunderlich schönes Bild.
    „Die Wirklichkeit, die Wirklichkeit, trägt wirklich ein Forellenkleid“…André Franzi Heller
    Liebe Grüße Herr Ärmel, vom Rand des sich färbenden Waldes

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  3. Ein phantastisches Bild, ein mir aus der Seele geschriebener Eintrag, nur eins wundert mich dann doch, das sind diese Verfolger … ich weiss zwar immer noch nicht wie man „entfolgt“, aber das scheint eine Lösung zu sein?!
    herzliche Grüsse vom graubuntem Herbstberg
    Ulli

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  4. Ein besonders schönes, vibrierendes Wasserbild mit so vielen Details und farblich so schön komponiert !
    Zum Thema alt und älter werden, müsste man wirklich mehr Positiveres sagen. Nur denke ich, muss man erst einmal den Schock der Realitäten des körperlichen Alterns hinter sich bringen um die größere Ruhe, Erfahrung und möglicherweise Intensität des Geistes schätzen zu können, die Fülle der Zusammenhänge und Vernetzungen des Lebens. Die Reife kommt ja auch nicht unbedingt von selbst, sondern erfordert einige Überarbeitung eigener Meinungen und Verhaltensweisen….. ein weites Feld.
    Die „rollenden Gehgestelle“ sind mir schon länger ein Rätsel. Einerseits sind sie doch eine sehr gute Idee, eine Kombination aus Gehhilfe, Transportmittel und Sitzgelegenheit. Wunderbar. Warum aber noch niemand daran gedacht hat, höhenverstellbare Griffe einzubauen ist mir ein Rätsel. Aber vielleicht gibt es die eh und ich habe nur noch kein solches Luxusmodell gesehen …..
    Was haben Sie nur gegen Katzenfotos? Schließlich weiß man ja, dass das Internet erfunden wurde um ihre Verbreitung zu fördern und außerdem sind das doch bildschöne, meditative Tiere 🙂
    Ah ja, und bevor ich diesen überlangen Kommentar beende, muss ich noch verkünden, dass ich – bei aller Wertschätzung von Bob Dylan – finde, dass Leonard Cohen wesentlich nobelpreiswürdiger wäre. Wenn man schon den Literaturnobelpreis an einen Musiker vergeben möchte ….

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    • Was die Vergabe des Literaturnobelpreises angeht, stimme ich Ihnen nur zu gerne zu.

      Die rollenden Gehgestelle kann durchaus auch in normalen Ausführungen in der Höhe verstellen. Warum das so oft nicht geschieht, ist mir ein Rätsel. Ich persönlich würde, wie in den alten zeiten, einen Gehstock vorziehen. Der vermittelt einem doch mehr Autonomie und Beweglichkeit.

      Eine meiner wichtigen Fragen hinsichtlich des Altern war und ist die, ob es überhaupt erst zu einem Erkenntnisschock kommen muss. Was ist da vorher biografisch gelaufen, dass es überhaupt dazu kommen muss?
      Die entsprechenden Reifeprozesse muss man natürlich wollen. Die werden einem vom Leben nicht geschenkt.
      Aber meiner Erfahrung nach fordern die meisten Menschen viel mehr von anderen (vom Leben?) als sie selbst zu geben bereit sind. Oder anders gesagt, scheinen ihnen ihre Leistungen um ein Vielfaches mehr wert, als das, was Ihnen gegeben wird oder zur Verfügung gestellt wird. Und wer die vielberufenen gebratenen Tauben erwartet, wird im Leben wahrscheinlich imer wieder bitter enttäuscht werden.
      Ein anderes Thema, aber das würde den Rahmen hier sprengen, sind die alternden Menschen, die offenbar nicht erwachsen werden wollen oder können.

      Dass Ihnen die Fotografie gefällt, freut mich. Das gabs nicht viel zu komponieren, es war die einzige Möglichkeit, es so aufzunehmen 😉

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      • HOHO „es war die einzige Möglichkeit, es so aufzunehmen“ Naja ! ein Lob der Bescheidenheit !
        Die Balance des Gebens und Nehmens zwischen Menschen ist wohl in jedem Lebensalter ein Thema dem man viel Aufmerksamkeit und möglichst offene Gespräche widmen sollte. Das Erleben immer mehr zu geben als man bekommt, ist ein schwärendes Geschwür, das man nicht unbehandelt lassen sollte.

        Erwachsen zu sein oder eben nicht und wie die Kriterien dieses Erwachsen- oder Reifseins aussehen, ist auch ein sehr umfangreiches Thema, das man von so vielen Seiten beleuchten kann, dass es hier eindeutig den Rahmen sprengt.
        Ich grüße aus dem Regen

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        • Es war in diesem Moment tatsächlich die einzige Möglichkeit, was die Reflektion und den Lichteinfall betraf. Ich hatte die wasserfesten Hosen nicht dabei. Und von anderen Seite kam man an diese Ansicht ran. Ich könnte es jetzt an den Kanten beschneiden und damit nachträglich kompositorisch experimentieren. Ich wollte es aber OoC, also direkt aus der Kamera kommend präsentieren. Unentwickelt, ungeschönt…

          Die beiden anderen Themen lassen wir hier vielleicht lieber, bis sich ein passenderer Beitrag findet. 😉
          Regengrüsse? Fein!
          Hier ist der Himmel graublau, geradezu verheissungsvoll…

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  5. Lieber Herr Ärmel,
    ich möchte mich für Ihren Satz bedanken: „Es geht um den Kern der Sache, nicht um die Schale.“ Der trifft mein Lebensgefühl sehr genau. Klar, hier auf dem Blog putze ich die Schale in einem gewissen Ausmaß, aber für einen interessanten Austausch lasse ich immer noch jedes Katzenfoto links liegen … Von daher mache ich mir über unerwünschte Folger fast keine Sorgen. Die kommen und gehen. Ich/mein Blog bin/ist einfach nicht massenkompatibel genug, und das darf auch gern weiter so sein.
    Grauhimmlige Grüße
    Christiane

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    • Gern geschehen, liebe Frau Christiane. Ich hoffe bloss, mnemotechnisch sauber zu bleiben. Letzthin schrieb einen Satz, der so nahe bei Kafka war … 😉
      Natürlich putzen wir auch die Schalen unserer Blogs, sie sollen schon auch einladend wirken. Aber am Ende geht doch eher um die Inhalte als um die Äusserlichkeiten
      Nachwievorgrauhimmlische Grüsse,
      Herr Ärmel

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  6. Das Foto vermittelt zarte, gespiegelte Weltenpracht, ein solches gibt es nur ein einziges Mal!
    Blogtoberfeste – eine Wortpracht!
    Das Wort „Scheibe“ für die Cohen-Musik, in echt, auf so einem alten Dualplattenspieler?
    Dann: verbindlichsten Dank für die Schönverlinkung, den Hinweis auf mein Blog, da zappelt das Überraschungsherzchen.
    Die Elektroheizsonnenverfolger, die sich da melden, tun mir nix. Wie Christiane schon sagt, die kommen und gehen und lesen eh nichts. Jahrelang blogge ich schon unter diversen Namen. Es gab ein einziges Mal ein ernsteres Problem, wie Sie wissen. Durch Nichtbeachtung und Weglöschen löste sich das. Der wollte mich ja fressen, durchschneiden und was nicht noch alles. Manchmal darf auch gelacht werden.
    Gruß aus dem Kelterrauschländchen

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    • Auf Ihren gediegenen Blog zu verweisen, liebe Frau Wildgans, ist mir allemal eine Freude.
      Ein Plattenspieler 1220 von Dual existiert hier tatsächlich noch, aber auch die kleinen Silberlinge sind Scheiben.
      Und natürlich haben Sie mit der Frau Christiane vollkommen Recht – Nichtbeachtung und Nichtanklickung heissen die bloggischen Zauberwörter.
      Ich las zuerst Kellerrauschländchen statt Kelterrauschländchen, dabei ist das Kellerwegfest doch schon eine Weile vergangen.
      Nachmittagsgruss von der gregorianischbeschallten Fähre

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  7. Lieber Herr Ärmel,
    das Wasserbild ist wunderschön und hoffentlich im angedachten Kalender zu finden?
    Mich stören keine Blogger, egal aus welcher Ecke sie kommen, so lange sie sich manierlich benehmen und ich habe weder etwas gegen Katzen-, Blumen-und Rezepteblogger, sie alle haben ihre Berechtigung hier. Ich muß sie ja nicht verfolgen, die Funktion muß ich ja nicht aktivieren.Was mich manchmal stört, ist dieses Kommentargehabe mit den Smileys ohne Aussagekraft, aber auch da handelt es sich um ein Abkommen (Einverständnis) des Blogbetreibers mit dem Verfolger, also habe auch ich das zu respektieren. Wenn ich ihn darum bitten würde, das doch in Zukunft zu unterlassen, ich bin mir sicher, die meisten würden sich danach richten.
    Wenn Sie wirklich nur die Ihnen genehmen Leute um sich haben wollen, müssen Sie den Weg von finbarsgift gehen, dann versperren Sie aber auch anderen den Weg zu Ihrem Blog.Zu Ihrem Kalendervorhaben wäre es z.B.nicht der richtige Weg.
    Zum rollenden Gehgestell: man bekommt eine Nutzungsanleitung, daß man immer aufrecht damit laufen soll, so weit das noch möglich ist und bitte erklären Sie mir, wie und wo ich als eventuell gehbehinderte alte Dame meine Einkäufe verstauen soll, wenn ich am Stock gehe? Ich kann mich kurz darauf ausruhen, wenn ich müde bin, es hilft also bei vielen beschwerlich werdenden Aktivitäten.
    Selbst wenn ich eines Tages am Rollator gehen müßte, alt würde ich mich trotzdem noch nicht fühlen -:))
    Ich grüße Sie herzlich mit ein wenig Widerspruchsgeist ermattet vom ersten Buchmessenbesuch.
    Karin

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  8. Ihr Widerspruchsgeist gefällt mir!
    Was den Rollator betrifft – wie haben alte Menschen, die am Stock gingen, denn in der Vorrollatorära eingekauft oder sich im öffentlichen Raum bewegt? Ich bin unter alten Menschen gross geworden und sehe sofort alte Menschen ganz unterschiedlicher Kondition mit Einkaufnetzen, Henkeltaschen oder mit Rucksäcken. Rucksäcke sah ich allerdings nur bei alten Männern.

    Vielleicht sollte ich meine Beiträge so ausführlich schreiben, wie Sie Ihre Kommentare. Das könnte Missverständnisse vermeiden. Ich hätte dann dazu geschrieben, dass mich nicht eigentlich die Blogverfolgerei besagter Spezialblogs nervt, sondern dass mir niemand die Frage beantwortet, warum solche BloggeRinnen meinen Blog verfolgen.

    Die Wasserfotografie ist das neueste Werk und ist für den Kalender angedacht. Mal sehen, wie es aussehen wird, wenn es richtig und farbentsprechend entwickelt sein wird.

    Ich hoffe, Sie kamen auf der Buchmesse auf Ihre Kosten.
    Feierabendgruss aus der Mainspitze,
    Herr Ärmel

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  9. Mein lieber Herr Ärmel, jetzt muss ich doch in die Diskussion mit ein wenig Sachverstand aus dem Mehrgenerationenhaushalt eiingreifen. Ach ja, die gekrümmte Haltung bei den Rollatoren …. Leider oft genug der Ostheoporose geschuldet, dem berühmten Witwenbuckel früherer Jahre und nicht dem freiwilligen Buckeln, denn prakitsch alle Rollatoren sind höhenverstellbar und sollen eigentlich aufrecht gehend genutzt werden.
    Warum es früher keine gab? Sie waren bis vor wenigen Jahren ein Luxusprodukt das heute von der Kasse mitbezahlt wird und daher erschwinglich ist. Die meisten NutzerInnen von Rollatoren haben übrigens vorher einen Stock verwendet aber irgendwann genügt er nicht mehr, um die eigene Mobilität zu sichern – und genau darum geht es! Und früher? Wer nicht mehr konnte, der blieb halt zu Hause, in den eigenen vier Wänden, unsichtbar für die Öffentlichkeit und damit wohl auch für den jungen Herrn Ärmel. Früher war halt nicht alles besser.

    Es gibt übrigens recht schicke Rollatoren, voll gefedert, geeignet für den All-Terrain-Betrieb. Aber da ist die Zuzahlung so groß, dass das wieder ein Luxussegment ist.

    Viele Grüße aus Rhein-Neckar ins Bembelland

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    • Verehrte Frau Mahlzahn, Ihre Horizonterweiterungen fetzen ungemein… Äähh, Tschuldigung für den saloppen Ton…
      Sie haben natürlich Recht, nicht alles, was früher war, war auch besser. Ist es umgekehrt ja auch nicht.
      Es ist wahrscheinlich weniger so, dass dem Ärmelkind die immobilen Alten verborgen geblieben wären. Ich bin im alten Ortskern herangewachsen und da standen die Höfe und Haustüren noch offen in jenen Zeiten. Ich erinnere mich deshalb natürlich auch jene, die schwer gebeugt gingen. Ob der krumme Buckel bei den Bäuerchen auch auf die Osteoporose zurückgeführt werden kann? Da kann und will ich mir kein unsachkundiges Urteil erlauben.
      Was mir jedoch schwer nachvollziehbar ist, dass die sehr vielen gekrümmt auf dem Rollgestell hängenden Menschen alle krumme Rümme Rücken haben sollen…
      Herzliche Abendgrüsse nach Süden und zudem auf die richtige Seite des grossen Stroms

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      • Lieber Herr Ärmel,
        ja natürlich haben Sie Recht. Beide Erklärungen greifen. Viele der gekrümmten Rücken sind keine Folge der Ostheoporose sondern schlicht dem persönlichen Phlegma des älteren Menschen geschuldet. Schonhaltung durch die mehr oder minder großen Zipperlein und irgendwann sind die Muskeln so verkürzt, dass es gar nicht anders geht als gebückt zu laufen.
        Gleichwohl gibt es in der Generation 80+++++ (speziell bei den Frauen! ) eine übergroße Vorsicht Dinge einzufordern bzw. einmal aufzubegehren. Das stille Ergeben ins Schicksal findet dann wohl seinen Ausdruck im eingezogenen Kopf bzw. dem gekrümmten Rücken, vorzugsweise kombiniert mit Knochenschwund an der Wirbelsäule.
        Seien wir froh, dass wir anders sind!
        In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Tag im nicht zu fernen Norden!

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        • Meine Zustimmung zu jeder Ihrer Zeilen, verehrte Frau Mahlzahn.
          Die letzte tausche ich jedoch aus und wünsche Ihnen stattdessen einen wohlgelingenden Tag!

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    • Verehrte Frau Mahlzahn: Sie haben mir aus der Seele gesprochen; auch meine verstorbene Mama war mit 90 Jahren auf einen Rollator angewiesen, der von der Krankenkasse kam nicht infrage, aber sie leistete sich einen besser ausgestatteten und kam wunderbar damit zurecht, obwohl sie dem wirklichen Bild einer uralten Frau entsprach: klein, hutzelig und krumm, aber immer noch lebendig.
      Was ich nur immer wieder feststelle: es scheint ein Männerproblem zu sein: denn die Herren der Schöpfung glauben, wenn sie einen Rollator benutzen, nach außen hin alt zu sein, im Denken sind sie es sowieso schon.-:)) Den Stock als Argument kenne ich auch: dann schleppt halt die Frau, so noch vorhanden, die Taschen -:))) Wir Frauen sind da viel pragmatischer und uneitler.
      Laufräder für Kinder, Rollkoffer zum Verreisen, rollende Einkaufswagen (bei den letzteren mangelt es nur noch an der Beseitigung des Krachs, den sie verursachen)…wunderbare Erfindungen unseres Zeitalters…
      Mit herzlichem Gruß in Ihr Mehrgenerationenhaus, ich habe auch ein solches und eine Altersresidenz vor der Nase,
      Karin

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      • Liebe Frau Karin,
        ja, es gibt wirklich wenige Herren aus der Generation unserer Väter mit einem Rollator. Und ganz sicher ist ein Grund, dass die fitteren Frauen stillschweigend die Tragearbeit leisten. Vielleicht sind die wenigen Herren auch ein demographisches Problem. Männer sterben früher und in der Kriegsgeneration sind viele nie mehr heimgekehrt.
        Was ich auch beobachtet habe: Ein Problem der duldsamen Frauen mit Rollatoren ist der mangelnde Komfort, der sich zur Gefährdung ausweitet: Viele Bürgersteige sind uneben oder mit holprigen sog. Knochensteinen ausgelegt. Mit der starren Bereifung der meisten Rollatoren ist das Laufen auf diesen holprigen Öberflächen für die Nutzer eine Qual. Also lweichen die Herrschaften aus (gekleidet in gedeckten Farben!) auf die brettl-eben geteerte Straße. Dutzendfach im Bekanntenkreis erlebt. „Da kommen doch so wenige Autos, da wird schon nichts passieren.“
        Ich rege mich fürchterlich darüber auf, dass die NutzerInnen nicht das einfordern, was bei fast allen Fahrrädern heute Standard ist, nämlich eine gewisse Federung! Meine Recherche für die Schwiegermama (86 Jahre) hat mich in ein teures Randsegment des Marktes geführt. Es gibt sie durchaus, die gefedrten „hippen Modelle“ (falls ein Rollator so überhaupt bezeichnet werden kann), weil jüngere Menschen diese nachfragen. In der Angebotsbreite bzw. im wohnortnahen Sanitätshaus sind sie Fehlanzeige,
        Wie oben gesagt: Ich baue auf unsere Generation, wir werden hoffentlich das alles einfordern, damit wir dereinst einmal sicher und komfortabel unterstützt werden.
        Viele liebe Grüße
        Frau Mahlzahn

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  10. Wunderschönes Foto fürwahr! Was das Älterwerden angeht, dem kann ich persönlich auch viel Gutes abgewinnen, sollte ich besser auch – komme ja sowieso nicht drumherum…über Gehhilfen denke ich aber lieber erst nach, wenn es so weit ist, manch einer braucht ja auch keine.
    Stürmische Regengrüße mit etwas bunt glitzerndem Flitter zu Ihnen, werter Herr Ärmel.

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    • Schönen Dank für Ihr schönes Kompliment.
      Genau bis dahin hats noch Zeit. Freuen wir uns also bis dahin an anderen Schönheiten des Lebens.
      Grauregengrüsse mit fallenden Blättern ich Ihnen gen Norden,
      Herr Ärmel

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  11. Kern der Sache. Kern der Sache. Kern der Sache…

    Na gut. Eigentlich wollte ich ja zunächst wüst den Lesebefehlsknecht bekübeln ob der nicht ordnungsgemäßen Erledigung seiner eigentlichen Aufgabe. Aber ich finde Sie ja handgreiflich leicht kwasisozusagen, mein liebwerter Herr Ärmel. Und damit Ihren wie immer bonfortionösen Eintrag. Kübeley geschenkt.

    Dann quoll (quellte? quillte? quallte?) mir harscher Widerspruch ob der Hinterhältigkeit des Alters auf. Mich deucht doch, es käme behutsam und offenbarend auf uns alle zu. Der Umgang damit und wie wir es zulassend nutzen, das ist doch die eigentliche Kumpaney. Was Sie genauso propagieren wie die famose Wildgans, sowie etliche andere fabelhafte Menschenkinder deren Horizonte so viel weiter erscheinen als die manches jungspundigen Flugmeilensammlers oder der Dreiwettertaftprüftante. Kübeley geschenkt. Naja, fast.

    Nur noch leicht halsseitsklopfend bitte ich Sie dringend um gelassene Ignoranz der ungeliebten Folger. Vor allem derjenigen, hinter denen kein wirklich interessierter Leser zu erkennen ist. So lange die nur stumm folgen ~~~~~ achja. Geschenkt. Kübel auf und rein damit.

    Kern der Sache. Kern der Sache. Kern der Sache… Sie haben nicht zufällig die Kürbiskerne aufgehoben? Geröstet sollen die prima kesselsuppeneinlagig sein…
    Kernige Grüße aus dem langsam regenathmenden Lipperlandien, Ihre Frau Knobloch, nachtkichermüde aber sowasvonzugeneigt.

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    • Meine höchstwertgeschätzte Frau Knobloch, Sie sehen mich angemessen beunruhigt ob Ihrer Fastkübelei. Nur gut, dass Sie – wie immer will mir scheinen – doch auch in diesem Kommentar geziemend elegant die Kurve gekriegt haben.

      Was den Prozess des Alterns betrifft, haben Sie ja gewissermassen Recht. Wer sich konstruktiv auf den Prozess dieses „Reifestadiums“ einlässt, kann sich auf ungeahnte Entdeckungen freuen. Dennoch sind die erwähnten Anspringungen, im Gegensatz zu den befreienden der Jugend, eher einengend.
      Ihrem Lesebefehlsknecht würde ich einen strengen Tadel aussprechen mit entsprechender Konsequenz
      Und natürlich erfolgt zunehmende Ignoranz gegenüber den aussagelosen Blogverfolgern. Bieten Sie da etwa Spezialseminare an?
      Und um auch zum Kern der Sache zu kommen: nein, die Kürbiskerne wanderten im Zuge der Zerkleinerung des Kürbis´ in besagten Kübel.
      Da Sie ihm überaus gewogen sind, sende ich Ihnen verbunden mit allerherzlichsten Grüssen einen Transportzeppelin mit echt bembelländischem Regen allererster Provinienz, Ihr Herr Ärmel (auch unterm Regenschirm sowasvonzugeneigt)

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      • Mein wertlieber Herr Ärmel, ich weiß ja im Grunde um die von Ihnen gemeinten Anspringungen der einengenden Art beim Älterwerden, dennoch mag ich nochmals auf die Wurzel diesen Übels verweisen; Wer sein Leben aufrecht verbrachte, wird dieses auch im Alter beibehalten (Krankheiten ausgenommen, versteht sich!). Wer sich aber schon immer buckelnd, kriechend oder gar tunnelblickig durchs Leben schlich, wird auch in späteren Jahren nicht den Blick zu heben vermögen gen erweitertem Horizont.

        Auch da sind Blogs ein wahrer Spiegel und natürlich auch mögliche Chance, die eigene Denke zu… ja, genau zu überdenken. Wenn ich diesen Denkpfaden folge, sind mir schlußendlich die stillen Verfolger durchaus lieber, zumal die von Ihnen beaugenbrauenrunzelten Themenblogs mir eher werbetechnisch verquickte Flächenfolger zu sein scheinen. Ignoranz als Spezialseminar? Lieber nicht. Aber als Zerransch- und Verwuschelungsexpertin wäre ich verfügbar ~~~~~~

        Regentriefliebgrüße aus dem aufathmenden Lipperlandien mit Herzdank für die zeppelinige Notwässerungshilfe, Ihre Frau Knobloch, butternußkürbisbevorratend, dennoch kernig zugeneigt. Unkübelig zudem…

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        • „Wer sich aber schon immer buckelnd, kriechend oder gar tunnelblickig durchs Leben schlich, wird auch in späteren Jahren nicht den Blick zu heben vermögen gen erweitertem Horizont.“

          Verehrte Frau Knobloch, ich zähle mich selbst zu den buckelnd, kriechend und tunnelblickig durch`s Leben Schleichenden, was ich mir sicherlich nicht kraft meines eigenen Willens und in freier Entscheidung ausgesucht habe. Einerseits fühle ich mich dadurch ausgegrenzt, dass ich als Wurzel des Übels den Blick gen den erweiterten Horizont dadurch nicht zu erheben vermag. Ist aber nicht so schlimm für mich, denn da schliess ich mich Udo an: „…. hinter“… dem Horizont geht`s weiter!

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          • Lieber Menachem, obgleich wir uns nicht persönlich/schreiberisch/bloggend kennen; wage ich an dieser Stelle einen augenblickstandhaltenden Widerspruch: Was immmer Sie sich buckelkriechschleichend fühlen läßt, meine Worte sollen ganz gewiß nichts dazu beitragen! Wie auch?! Wer vermag horizonthinterblickiger sein als Sie? Und ich will es wohl gestehen: Ich mag Sie allein aus diesem Grunde, Sie bonfortionöser Reisebegleiter!

            Falls ich Ihnen jedoch aus mir unbekannten Gründen zu nahe getreten bin mit meinen Worten, bitte ich vorab um Verständnis. Auch mein Horizont ist manchmal ein wenig beengt und freut sich auf Hinterblickigkeit.
            Herzliche Grüße, Ihre Frau Knobloch.

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            • Beste Frau Knobloch, ich meine, wie wir die Welt unterschiedlich betrachten, ist das Eine. Wir wie uns darüber austauschen, ist das Andere. Und ich denke, so, wie ich sie jetzt lese und verstehe, so….. könnte das was werden!

              Dialog!

              Ich glaube, das wird noch einer unserer schwersten, zukünftigen Gesellschafts-Herausforderungen.

              Ich danke ihnen und verbleibe aus Leipzig, als stiller, aber wohlkennender Leser ihrer bonfortionöser Kommentare,
              Menachem

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              • Lieber Menachem, ich wußte bisher nur von gutem Leumund, dass Sie ein famoser Zeitgenosse sind, nun sehe ich dieses bestätigt. Was mich ungemein freut. Söllte Sie Ihr Tagwerk je nach Lipperlandien führen, meine Tore stehen offen für Sie und somit einen direkten Dialog. Bis dahin gerne auch bei dem hochwertgeschätzten Herrn Ärmel, bei Bittemito oder gar bei Ihnen im Blog. Sie schreiben doch auch, oder nicht?

                Ich erwidere Ihren Dank und setze einen Wohlbewortungsgruß obendrauf, Ihre Frau Knobloch.

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        • Ihr erster Absatz, meine höchstwertgeschätzte Frau Knobloch, legt ein beredtes Zeugnis Ihrer Lebensklugheit ab.
          Der Zweite, nun gut, das Thema ist durch, nicht wahr. Doch halt!, da am Ende, da schreiben Sie was von Zerransch- und Verwuschelungsexpertin. Zugegeben, beide Tätigkeiten sind mir weitgehend unbekannt, um nicht zu sagen, ich muss meine Fantasiekräfte aktivieren, um ein möglich hell aufleuchtendes Innenbild zu erzeugen. Vielleicht mögen Sie sich nieder- und herwärts herbeilassen, mir einige Aufklärung dazu zu verschaffen.

          Kernige Zuneigungen hingegen, da kenne ich mich besser aus und retourniere sogleich meine herzlichsten Grüsse gegen jedwede Verkübelungen, Ihr Herr Ärmel (wer sonst)

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          • „Vielleicht mögen Sie sich nieder- und herwärts herbeilassen, mir einige Aufklärung dazu zu verschaffen.“ Niederlassen. Niederlassen. Niederlassen. Bei Ihnen niederlassen? Herwärts? Fehlt da ein z womöglich??? Hach… ich spute mich, mein lieber Verärmelter ~~~~~~~~~~~ ######## >>>>>>>> ………!!!

            So, jetzt Augen zu und stillehalten: Eine Kühlhand schmiegt sich nun um die rechte Ärmelwange, während die andere behutsam de Kapp‘ über die Stirne oberhalb des Feinststeilfältchens schiebt und verwuschelungsfähiges Haupthaar freilegt. Flugs zerliebzausen flinke Finger dieses, so dass die Kappe fast stantepede vom Kopfe rutschen will und so eine ordnungsgemäße Zerranschung sich förmlich anbietet…

            Seufzende Grüße aus dem lieblichen Lipperlandien, wie stets die Ihre, abersowasvonzugetan. Auch seufzend. Und niedergelassen ohnehin.

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            • Plumps _________
              Steissgeprellt nehme ich Ihren Kommentar und sortiere ihn unter „Wochenendliche Erschöpfung der Floralartistin“. Meine sowasvonüberalles geschätzte Frau Knobloch, Sie würden mir tatsächlich unner die Kapp gehen wollen. Ich bin erschüttert. Es ist Samstag Nachmittag kurz vorm Besteigen des Badezubers.
              Und Sie seufzen. Na, Sie machen mir Freude. Immerhin kann ich mir jetzt vorstellen, was sich hinter diesen beiden so harmlos scheinenden Worten für ein Godom und Samorra verbirgt. Liebliches Lipperlandien hinoderherz. Ach, Sie zerwuschelranschen meinen ganzen Wortvorrat…
              Verwuschel…äähh verwirrte Grüsse aus dem gesitteten Bembelland sendet Ihnen, Ihr Herr Ärmel (nach dem Wiederaufstehen versuchsweise vorsichtig sich Ihnen zuneigend)

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              • Psssst, lieber Herr Ärmel ~~~~ es ist Samstagnacht kurz nach’m Entsteigen des Badezubers und ich seufze immer noch…

                Expresssteißbeinheilsalbesendende Grüße und eine kappenfreie Gute Nacht wünschend, Ihre Frau Knobloch zinkbüttenvergnügt.

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                • Psssst, liebste Frau Knobloch ~~~~ es ist Samstagnächter und ich beginne zu seufzen… Der Gedanke an eine Käthe im Bade (wieso fällt mir ausgerechnet jetzt Monsieur Ingres ein?) – und überdies das Entsteigen aus einer Zinkbütte. Vielmals origineller als die Marmorwanne, in der Monsieur Marat von Charlotte Corday erdolcht worden ist. ~~~ Hach, zerwuschelranschte Gedanken…
                  Wann sagten Sie, gedenken Sie erneut ein Bad zu nehmen?
                  Kurzvormitternächtlichunruhige Grüsse aus dem pflegeleichten Bembelland sendet Ihnen, Ihr Herr Ärmel (regional vereidigter Zinkbüttenrettungstaucher und zugeneigt überdies)

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                  • Ach jetzt steigen Sie doch endlich auch verbal gemeinsam in den Badezuber ! OOps das gehört sich jetzt wirklich nicht ….. NIcht ganz ernstgemeinte aber ganz höfliche Entschuldigungen 🙂 🙂

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                    • Liebe Frau Myriade, Sie glaubten sich und Ihren Kommentar schon vergessen? Mitnichten.

                      Eine Woche ist vergangenen und samstags ist Badetag. Der Zuber wird zubereitet. Ich bin unsicher, ob ich gleichzeitig mit der von mir höchstwertgeschätzten Frau Knobloch in einer der mir bekannten Zubergrössen überhaupt Platz fände.
                      Ausser zu einem gemeinsamen Fussbad vielleicht.
                      Sie würden, um einem solchermaassen extraordinären Spektakel beiwohnen zu können, gerne die sorgfältig vorgewärmten Handtücher auf Zuruf bereithalten?
                      Na auf dann!

                      PS: es bleibt jedoch abzuwarten, wie Frau Knobloch zu diesem gewagten Ansinnen steht…

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                    • In der Tat hatte ich gehofft, dass mein unpassender Kommentar schon in Vergessenheit geraten wäre …… *grins*
                      Handtücher bereithalten könnte ich mir vorstellen sofern das Ärmel-Knobloch-Team für die allgemeine Unterhaltung sorgt .
                      Was Zubergrößen betrifft, kann ich Sie darüber beruhigen, dass es die in allen nur möglichen Größen und Formen gibt. Sogar mit Beleuchtungseffekten und diversem sonstigen Schnick-Schnack. Daran sollte das Unternehmen nicht scheitern ….

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                    • Liebe Frau Myriade, einer derartigen Zinkzuberzauberey wäre ich keineswegs abgeneigt. Könnten Sie zusätzlich weitere Angenehmlichkeiten übernehmen? Seifenanschäumerey, Heißwassernachguß und Birkenreisbündeley? Dafür könnte man auch über eine Entschuldung nachdenken…

                      Letzten Badesamstag war ich leider undinisch verhindert, doch nach der Dusche ist ja bekanntlich vor dem Bade, oder so ähnlich. Wenn Sie also bereit wären, hochwerter Herr Ärmel? Ich würde miederbiedrig, wie ich bin, einen Paravent aufstellen. Vielleicht einen chagallazulnen Seidenleporello, dessen Morgenlichtblau hervorragend mit dem Schmutziggrau der Zinkbütte harmoniert?

                      Hachende Grüße, stets die Ihre Frau Knobloch, leicht feinststeilfältchend aufgrund Ihres Brühschweinrasierkommentares weiter unten die eigene Rundweißwade betrachtend. Aber dennoch wadentief zugeneigt natürlich.

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  12. nun ist hier schon so viel gesagt worden, dass ich mir Weiteres verkneife. Ein Hoch auf das Foto (bzw den Fotografen desselben) will ich aber doch ausbringen. Und ein Kriterium, um festzustellen, ob man ein „älterer Mensch “ ist, vorschlagen: versuchen Sie, ohne sich abzustützen aus der Hocke hochzukommen. Gleich wissen Sie Bescheid. (Ausgenommen sind natürlich Menschen mit Bewegungseinschränkungen anderer Art als denen des Alterns).

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    • Liebe Frau Arabella, da traue ich mich, Ihnen zu widersprechen. Das Buch haben die wenigsten Leser bis zum Ende gelesen. Alle ständig zitierten und sattsam bekannten Stellen kommen auf den 85 Seiten des ersten Bandes vor. 🙂
      Was mich umtreibt ist die horizonterweiternde Frage, was diese Blogger bewegt, meinem Blog zu folgen. Sonst nichts. Ich wüsste es halt gerne.
      Abendgruss,
      Herr Ärmel

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  13. Ein Klasse Cohen Song, der Text scheint sein letztes Werk anzukündigen, mit einer genialen Ruhe.

    Ihr letzter Absatz – angefangen von der geschenkten Zeit – trifft ins Schwarze.
    Die Tierblogs, nun gut, schlimm finde ich die Fashion-Blogs, die kurz mal folgen und eine Ladung likes vergeben, ohne nachzudenken. Und ein Fashion-Blog sei jedem gegönnt, aber da krauselt sich bei mir jedes Nasenhaar.
    Die Option, den Blog auf Privat zu stellen birgt das Problem, dass man nicht mehr gefunden werden kann, andererseits bleibt der Rahmen überschaubar und auch das Wachstum.
    Manchmal kommen da aber doch Fragen auf, so heute, eigentlich bin ich schon wieder zu spät dran, also nicht mehr aktuell obwohl Ihr Beitrag noch jung ist. Das ist wie zu spät zu einer Besprechung kommen, die ersten Minuten vom Tatort versäumen (ok, das ist egal). Heute gebloggt, morgen vergessen. Ich konnte mich in den letzten Monaten hiervon frei machen, immer auf der Höhe der Zeit zu sein. Da leidet mein Schlafpensum und meine Arbeit darunter – und beides ist mir wichtig, wobei das eine das andere bedingt. Und was ist unersetzbarer als das wahre Leben, eine warme Hand in der eigenen, augenblickende Augenblicke, Schallwellen am Ohr und ein Wind um die Nase – kurz gesagt: das Gefühl dass man lebt.

    Ansonsten: GROSSartiges Foto, toll. Danke fürs Zeigen. Ich sollte mich ohnehin öfters bedanken, so ganz allgemein gesprochen, ich glaube, das ist so ein Vorhaben fürs letzte Quartal 2016.

    (Nick Cave – Skeleton Tree)

    P.S.: Vielen Dank, dass Sie immer so schöne nachdenkenswerte Beiträge schreiben, so tolle Fotos präsentieren und sogar Kalender ohne wahre Verdienstspanne anbieten, denn auch ein auf Papier entwickeltes Großfoto hat eine andere Qualität als das Starren auf den Bildschirm.
    Und für Ihre tollen Musiktipps.

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    • Die Scheibe von Cohen läuft hier, zum 25sten Mal vielleicht und sie kommt langsam näher ans Herz. Und ich stimme Ihnen zu, ich hatte schon früher den Eindrcuk, es könnte seine letzte Platte sein. Andererseits…
      Die neue von Nick Cave (Sie hörten sie just) löste bei mir nur Fragezeichen aus. Mag sein, dass ich zu sehr in seinen frühen Werken hänge. Oder gar gleich bei Birthday Party.
      Stimmt. Fashionblogs habe ich auch als VefolgeRinnen.
      Für die Option, einen privaten Blog zu führen, mag es gute Gründe geben. Für mich trifft keiner davon zu, also wird mein Blog öffentlich bleiben, weiterhin bestückt werden, und eines Tages auslaufen.
      Ihren grossherzigen Dank nehme dankend entgegen. Wir alle sollten uns mehr bedanken. Gerade auch für die vielen Kleinigkeiten, die uns geschenkt werden, und die wir häufig so achtlos als selbstverständlich betrachten.

      (LC – You want it darker)

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  14. So ist es, Herr Ärmel, wir bekommen viel, trotz der Unbill manchmal, reichlich geschenkt. Ich vergesse das zu oft und ein Tag beginnt immer gut, wird dies wieder ins Bewusstsein gebracht. Über die schönen Fotos hinaus, lieber Herr Ärmel, die sie uns immer wieder als Schmanckerl schenken, sollten diese wohltuenden Worte nicht im einem privaten blog ein Leben in relativer Einsamkeit führen.

    Und so sehe ich das wie sie: Wenn es eines Tages nichts mehr zu sagen gibt, so what…. war eine gute und schöne Zeit und andere Wege wollen dann beschritten werden.

    Aber bis dahin, bleiben sie bitte dran und lassen uns weiterhin an ihren Texten mit so schönen Sätzen …,“Überhaupt das Alter. Ein hinterhältiger Kumpan, der einen unvermutet aus dem Dunkel anspringt…“ teilhaben.

    Ins Bembelland sende ich herzliche Grüße, Menachem

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  15. @ Frau Myriade, weit gefehlt. Wir sprechen hier von den klassischen Zubern, schmutziggrau verzinkt. Die einzigen mir bekannt grossen, hatten in etwa die Form einer Badewanne. Darin wurden die toten Schweine heiss gebadet, um sie besser rasieren zu können. Beleuchtungseffekte und Schnickschnack überhaupt sind obsolet….

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