Gelbschwarzrote Küche der Armen

Für viele, später weltberühmte Musiker waren er und seine sich stetig verändernde Band das Sprungbrett auf die grossen Bühnen. Ich bin ihm dankbar dafür, dass er mein Interesse für den Blues geweckt hat. Auch im Alter von 83 Jahren ist nach wie vor präsent: John Mayall & The Bluesbreakers – Talk about that (2017)…

Gelb. Schwarz. Rot. Gelbe Umschläge, schwarze Schrift und in Rot der Name des Verlages. MÄRZ (Der Link führt zur informativen Webseite des Verlages). Der Verlag und sein Programm waren zwischen 1969 und ??? sind nicht weniger legendär als der Verleger Jörg Schröder.
Als junger Mann bekam ich in einem Antiquariat eher beiläufig die zahlreichen Rezensionsexemplare des Verlages für kleines Geld angeboten. Diese Bücher waren allesamt von einem seinerzeit bekannten Autoren dort verkauft worden.
Ein typischer linker Verlag mit der zeitgeistlich weiten Spanne von politischer Aufklärungsliteratur über die Werke junger Autoren bis hin zu pornografischen Werken. Im März Verlag erschienen einige Bücher Leonard Cohens erstmals in deutscher Sprache. Zeitgenössische amerkanische Autoren wurden dem deutschen Publikum präsentiert. So beispielsweise Carlos Castaneda, Ken Kesey oder Neil Postman. Aber auch junge deutsche Autoren wie Rolf Dieter Brinkmann, Peter O. Chotjewitz, Paulus Böhmer oder Hermann Peter Piwitt fanden hier vorübergehend eine verlegerische Heimat. Der Verlag bot daneben noch Nachdrucke verschiedener politischer Klassiker an. Meine umfangreiche Sammlung von Titeln des März Verlages steht längst in fremden Bücherregalen. Einer der ganz wenigen mir verbliebenen ist:
Couffignal, Huguette: Die Küche der Armen. Mit über 300 Rezepten. Aus dem Französischen von Monika Junker-John und Helmut Junker. Frankfurt, März bei Zweitausendeins. 1977. OLn. OU aus Pergamin, DEA, 4°, 384 S.

Kaum ein Fernsehsender kommt derzeit ohne Kochsendung aus. Die bringen ordentliche Einschaltquoten. Dass die wenigsten Zuseher die Gerichte später selbst kochen ist in entsprechenden Untersuchungen inzwischen gut dokumentiert. Kochbücher werden auch gern gekauft als Verlegenheitsgeschenke.
In diesen Zeiten rasanten Konsums ist Die Küche der Armen so etwas wie eine kulinarische Atempause in der alltäglichen  Völlerei. Dieses Buch bietet neben den zahlreichen Rezepten einen fundierten Einblick in die Esskultur des grossen, ärmeren Teils der Weltbevölkerung. Was aus dem Mangel heraus an Kreativität entfaltet wird, um sättigende Speisen zuzubereiten, ist erstaunlich. Freilich mögen manche Speisen für mitteleuropäische Vorstellungen reichlich exotisch sein. Auch sind etliche Zutaten hierzulande garnicht erhältlich. Viele Rezepte machen jedoch schon beim Lesen Lust, sie selbst auszuprobieren. Und das nicht bloss, weil man an vielen Rezepten erkennen kann, wie einfach, gesund und preisgünstig man kochen und sich ernähren kann.

Die Vorstellung dieses Buches ist der Auftakt für kommende Beiträge in diesem Blog. Es geht dabei um die Fülle in der Reduktion. Jeder weiss um den Zustand der Welt, fast jeder beklagt ihn. Aber viel zu wenige Menschen sind bereit, bei ihrem eigenen Verhalten zu beginnen. Für die herrschenden Verhältnisse sind wir alle verantwortlich durch unsere Einstellungen und besonders durch unser Konsumverhalten.

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern eine gute Woche.

 

 

Advertisements

51 Gedanken zu „Gelbschwarzrote Küche der Armen

  1. …Und jetzt fällt es mir siedend heiß ein / ich hatte es. Dieses feine wertvolle Buch. Und auf dem Weg in meine tieferen Falten habe ich es wohl einst verliehen und nun. Habs ghabt habs nimmer.
    Auch das ist das Leben.
    Vielen Dank für diesen Feinen Wink.
    Grüße zu den Tulpen.

    Gefällt 1 Person

  2. Guten Morgen sehr geehrter Herr Ärmel! In Deutschland gab es vor wenigen Jahren ebenfalls ein Kochbuch für Arme, geschrieben von zwei Hartz …. Empfängern. Dieses wurde auch in den Medien gepuscht. Vielleicht um zu zeigen, dass man sich auf diesem Geldniveau vernüftig und lecker ernähren kann oder es hatte noch subtilere Gründe, die ich hier nicht anführen möchte. Ich hatte seinerzeit den Selbstversuch gewagt und nur mit diesem Buget über zwei Monate hinweg Lebensmittel erstanden. Theoretisch würde es funktionieren, aber praktisch ist es ausgeschlossen, da davon ausgegangen wird, dass arme Menschen keine Hindernisse im Leben haben, wie defekte Geräte, Nachzahlungen, ein dringend benötigter Wintermantel usw. So bleibt der Traum vom gesunden und vielseitigen Essen für Arme eben nur Eines, ein Traum. Beste Grüße aus Marburg.

    Gefällt 6 Personen

    • Hinzu kommt / das man als Armer auch nicht einfach in den Tafelläden einkaufen darf. Denn hierzu bedarf es einen amtlichen Ausweis und den bekommt man nur wenn man dieses Harz4 Notgeld bekommt.
      Es ist einfach Absurd.

      Gefällt 1 Person

    • Und dann ist es wie eh und je….irgend welche Flitzpipen die 10 mal so viel haben erzählen den Armen wie es doch geht mit 400€ sich toll und frisch und Rückstandsfrei und super zu ernähren.
      Unglaublich….

      Gefällt mir

    • Ah, ich glaube, ich erinnere mich an das Buch, von dem Du erzählst. Und dann gab es noch ein Aldi-Kochbuch, oder war es das sogar? Jedenfalls finde ich das super, dass Du das ausprobiert hast, auch wenn das Ergebnis eher deprimierend war. Welches Budget war es denn genau, wenn ich fragen darf?
      Das sind wichtige Punkte, die Du ansprichst – also die Hindernisse. Ich denke auch, dass es, im Taumel von zahlreichen Hindernissen häufig darum geht, das Schlimmste abzuwenden und da liegt der Fokus vermutlich weniger auf gesunder Ernährung und vielseitigem Essen, sondern vielfach eher darauf, „irgendwie zu überleben und die Hindernisse zu überwinden“. Aber das weiß ich nicht gesichert, sondern vermute hier nur.
      Beste Grüße nach Marburg, lieber Arno, und danke für Deinen interessanten Kommentar. Ich würde das mit dem Selbstversuch auch gern mal ausprobieren. Liebe Grüße von der Beobachterin

      Gefällt 2 Personen

      • Ichhatte für zwei Personen etwa 75 Euro pro Woche. Das klingt erst einmal viel, aber da muss dann aber alles drin sein, Kaffee kaufen ebenso wie die Zigaretten für die Dame des Hauses. Das Experiment wurde hinfällig, weil die Gattin dahinter gekommen ist, dass ich das Budget eingedampft hatte. Natürlich kann man sparen, zum Beispiel kein Biofleisch kaufen, keine Bioeier, keine Biobutter usw. Bei Gemüse und Obst blieb ich bei Bio, aber generell ist das nicht machbar und der Unterschied zwischen Biofleisch und unterster Qualität lässt sich selbst nicht von mir wegkochen.

        Gefällt 2 Personen

    • So ganz, lieber Herr von Rosen, stimme ich Ihnen nicht zu. Vom praktischen Alltag ausgehend, haben Sie sicherlich Recht. Es wird aber a priori von den bestehenden Hindernissen ausgegangen. Ich denke mir die sozialpädagogische Familienhilfe, die dahingehend viel leisten könnte. Denn vorab geht es vor allem einmal darum, die eigenen Ernährungsgewohnheiten zu ändern.
      Und überhaupt fragt sich, wer überhaupt ein Interesse daran haben könnte, sich ebenso einfach wie gesund zu ernähren. Die Lebensmittelindustrie und die ihr verbundenen Industrien ganz sicherlich nicht.
      Bei mir funktioniert das Projekt ausgezeichnet. Es umfasst allerdings mehr als lediglich die Ernährungsweise. Davon wird zu berichten sein.
      Tulpenkwietschgruss aus dem Bembeland,
      Herr Ärmel.

      Gefällt 5 Personen

      • Sehr geehrter Herr Ärmel, natürlich gehören auch Gewohnheitsänderungen dazu, die habe ich selbstverständlich berücksichtigt und nie ganz auf Bio verzichtet, da es manchmal nur wenige Cent unterschied waren. Je mehr Laster allerdings ein Mensch hat, desto weniger bleibt für das Essen übrig. Wir trinken beide wirklich sehr selten Alkohol und nur meine Frau raucht (ein echter Budgetkiller) und durch mein Kochen gehen wir seltenst essen. Doch bei 30 Euro im Monat fürTextitieln, inkl. Schuhen, stösst man sehr schnell an seine Grenzen der durchweg gesunden Ernährung und da habe ich noch nicht einmal Medikamentenzuzahlungen eingerechnet. Unterm Strich ist es eben nicht Leben unter solchen Bedingungen, sondern lediglich ein Überleben, was mir besonders bei Alleinerziehenden weh tut, da Kinder nicht im Mangel groß werden sollten, nirgendwo auf der Welt.

        Gefällt 2 Personen

        • Lieber Herr von Rosen, ich lese es erfreut, wir sind nicht weit voneinander entfernt.
          Vor dem Geldausgeben (-können oder auch nicht) steht das Lernen. Und dazu gehören nicht nur Latein oder Geografie. Sondern auch, wie man sein Leben angemessen und vernünftig lebt. Und manchen mir persönlich bekannten Menschen stelle ich schon die eine oder andere Frage, die ihnen unangenehm ist. Es liegt jedoch in der Freiheit jedes Einzelnen, sich so oder so zu entscheiden.
          Und Ihr Beispiel des Rauchens macht es deutlich. Ein Mensch reflektiert die Kosten (und zieht eventuell die Konsequenzen) und der andere Raucher sieht diese Möglichkeit nicht einmal.
          Da habe ich gerade letzthin im Krankenhaus Sachen erlebt, die kann ich hier garnicht schreiben…

          Gefällt 1 Person

  3. Lieber Herr Ärmel, ich freue mich, wieder von Dir zu lesen. Ich war schon ein paar Mal hier um zu schauen, ob ich einen Artikel verpasst hatte, weil ich ja auch nicht jeden Tag hier bin. Aber nein, es war tatsächlich still hier eine Weile. Jetzt bist Du wieder da. Wie schön! 🙂
    Ich habe gerade mal nachgeschaut bei einem großen Online-Buchanbieter – Dein erwähntes Kochbuch ist dort erhältlich, gebraucht, für um die 6 Euro. Leider kann man nicht ins Inhaltsverzeichnis schauen, was ich schade finde.
    Ich bin auch Kochbuchkäuferin und Du wirst es nicht glauben, ich benutze sie sogar. 🙂 Ein TV-Rezept habe auch ich noch nie nachgekocht, aber zuzuschauen, wie gekocht wird, finde ich auch interessant. Vom Zuschauen lernt man ja auch! Und den ein oder anderen Tipp habe ich mir schon gemerkt und mache das auch.
    Ich wünsche Dir einen schönen, kulinarisch-erfreulichen Sonntag. Liebe Grüße von hier nach da von der Beobachterin

    Gefällt 3 Personen

    • Ich danke Dir für Deinen Kommentar. Und für die Geduld. Dass es weniger Berichte sind und werden, hat natürlich auch etwas mit der Fülle in der Reduktion zu tun. Weniger kann mehr sein.
      Tulpenkwietschgruss aus dem Bembeland,
      Herr Ärmel.

      Gefällt 2 Personen

      • Tulpenquietschgruß. Oooooh, ich höre ihn bis hier! Und freue mich sehr darüber! 🙂 ❤
        Fülle in der Reduktion … hm. Weniger kann auch weniger sein, isso. 🙂 Ich jedenfalls freue mich auf weitere Berichte, Beiträge und Worterfindungen. 🙂
        Einen angenehmen Sonntag wünsche ich und quietsche zurück. 🙂 Herzliche Grüße!

        Gefällt 1 Person

  4. Vielen Dank für den Hinweis auf dieses bemerkenswerte Buch. Ich habe es gerade bei der Amazone erstanden für ca. 6 Euronen! Auch ist mir eingefallen, dass es bei den Sozialämtern zwei dicke Broschüren (kostenlos!) gab, wie man/frau schmackhaft und gesund mit dem Budget kochen kann.
    Viele Grüße an diesem wunderschönen Sonntag aus dem sonnigen und mild-temperierten Rhein-Neckar-Raum!

    Gefällt mir

    • Au weia, liebe Frau Mahlzahn, welch eine Steilvorlage. Gerade in einem der kommenden Berichte wollte ich einmal über nordamerikanische Unternehmen schreiben, die hierzulande keine Steuern zahlen. Und andere Widerlichkeiten zum Geschäftsmodell erklärt haben….
      Dennoch einen nicht weniger kwietschenden Tulpengruss aus dem Bembeland,
      Herr Ärmel.

      Gefällt mir

  5. Guten Tag, lieber Herr Ärmel,
    das eine ist unsere eigene Bereitschaft saisonell und vielleicht auch regional zu kochen, bio nicht zu vergessen, was auch mit kleinem Budget möglich ist, wenn man denn saisonell bleibt (gegen alle Unkenrufe- ich weiss wovon ich spreche…) das andere ist die Unfährigkeit, gerader junger Menschen, überhaupt kochen zu können- ich habe einst für meine Tochter als sie 8 Jahre alt wurde ein Kochbuch geschrieben, wie brate ich ein Spieglei, wie koche ich Kartoffeln etc. also die basics, später kamen dann auf ihren Wunsch anspruchsvollere Gericht dazu- dieses Buch hat eine Runde durch ihren Freundinnenkries gedreht, nun können sie ihre Kinder bekochen!
    Es gibt ja schon einige Intiativen für dieses benannte Gebiet, die ich für äusserst wichtig halte, sie sind Wege weg von Fertiggerichten und Imbisskultur
    herzliche Sonntagsgrüsse vom Taudenschneewegberg
    Ulli

    Gefällt 5 Personen

    • Ein Kochbuch für den eigenen Nachwuchs zu schreiben ist ein Knaller. Auf den muss man erstmal kommen.
      Bei uns haben die Kinder immer mitmachen müssensollenkönnendürfen bei den Aktivitäten in der Küche. Daraus sind herrliche Blüten aufgegangen. Es muss eben nicht alles und jedes und jederzeit nur aufs Geld bezogen gesehen und gedacht werden.
      Tulpenkwietschgruss aus dem Bembeland,
      Herr Ärmel.

      Gefällt 1 Person

      • Mitgemacht haben sie sowieso und dort wuchs ja der Wunsch meiner Tochter ein eigenes Kochbuch haben zu wollen, plus Kochmütze und Schürze und weil die Kochbücher für Kinder auf dem damaligen Markt aus meiner Sicht grottenschlecht war hab ichs eben selbst in die Hand genommen.
        Danke für die Anerkennung, Ihnen noch einen schönen Sonntag
        Ulli

        Gefällt 1 Person

      • Auch in unserer Küche war Kochen immer eine Gemeinschaftsaktivität. So ist meine Rezeptsammlung zur Famiiensammlung geworden und heute lerne ich von meinen mittlerweile erwachsenen Kindern, wie das eine oder andere Exotische zubereitet wird.

        Gefällt mir

  6. Fülle in der Reduktion …… das ist sehr interessant zumal die Fülle des Erlebens, Empfindens aus uns selbst kommt und die Reduktion sich auf die dafür nötigen Zutaten bezieht …… Da freue ich mich schon auf ihre Gedanken bzw Handlungen.
    Was das Essen mit geringem Budget betrifft, so fürchte ich, dass es da eines sehr breiten Umdenkens bedarf. In den Einkaufswagen in Supermärkten dominieren die gefärbten Zuckerwassergetränke aller Art, Chips und sonstige billige Industrieprodukte. Zutaten zum Kochen sieht man bei vielen Käufern gar keine. Ich denke auch, dass man sich mit wenig Geld gesund ernähren kann, aber dazu muss man kochen und das können und/oder wollen viele Leute gar nicht.

    Gefällt 2 Personen

  7. Wunderbarer Herr Ärmel, vielen vielen Dank für den Hinweis auf die neue Scheibe von John Mayell…habe schon ein wenig herumgestöbert und was an mein Ohr dringt, ist so sauguter Blues, Oh! My! God!
    Was für ein Könner, dieser alte junge Mann!
    Werde dringend zur weiteren Entgrippung bluesige Heildosierung benötigen!
    Viele Grüsse an Sie und was Ihnen lieb ist!

    Gefällt 1 Person

    • Die neue Scheibe von Mayall ist zwar kein Umwerfer, aber das erwartet man vom traditionellen weissen auch nicht.
      Ich will dabei gleich die Gelegenheit nutzen, Sie auf den neuen Silberling von Neil Young hinzuweisen. Dessen Texte können nachdenklich machen.
      Zur weiteren Entgrippung sende ich Ihnen einen sonnenbeschienenen Tulpenkwietschgruss aus dem Bembeland,
      Herr Ärmel

      Gefällt 2 Personen

    • Guten Abend, lieber Zeilentiger. Trotz Ihrer Wandermüdigkeit noch einen feinen Kommentar von Ihnen zu erhalten, erfreut mich. Ich darf mich doch sicherlich schon auf einen Bericht Ihrer Wanderung freuen…
      Abendschöngruss,
      Herr Ärmel

      Gefällt mir

  8. Ach, wie lieb ich so mein altes Schlampen-Kochbuch, doch das hier gezeigte und besprochene ist auch nicht zu verachten.
    März-Verlag, die gelben, da gab es von einer Anne Leon den Einfachen Bericht, von dem ich mir später wünschte, ihn nicht gelesen zu haben.
    Mayall habe ich mir diesen Nachmittag zu Ohren geführt, so klasse!
    Und ich freu mich schon auf übermorgen: nächstes Kalenderblatt!
    Gruß aus`m Dunklen

    Gefällt mir

    • Au weia, liebe Frau Wildgans, hätte ich Sie damals gekannt, ich hätte Ihnen zu Rosemarie Heinikels Rosy Rosy oder Isabelle Eberhardts Sandmeere geraten. Abder den Einfachen Bericht…
      Der neue Silberling von Mayall.. naja, da habe ich Ihrer Kollegin Graugans schon geschrieben.
      Kalenderblätter können durchaus fetzen.
      Fährengruss von nicht weit wech,
      Herr Ärmel

      Gefällt 1 Person

  9. Mit alten Kultverlagen (meiner wäre Staackmann Leipzig) gehts wie mit alten Songs:

    …. every shalallala every -o-hu-ho-o will shine …. every shingelingeling makes me startin‘ to sing; …yesterday once more… (Carpenters), früher musikalische Konterrevolution, heute Kult.

    Vom Kult zum Kitsch und wieder retour…

    Gefällt 1 Person

  10. „Vom Kult zum Kitsch und wieder retour…“ da sagste was, das habe ich schon mehrfach in meinem Leben erlebt.

    Staackmann Leipzig war mir neu. Bisschen viel Rosegger und andere Waldbauerkonsorten. Aber auch Reformliteratur in den 1920er Jahren. Alle 8tung. Und Aaaahhh – da stellt sich Verständnis ein: der späte Friedrich Spielhagen 😉
    Jetzt habe ich auch die Querverbindung zu Karl Gutzkow auf dem Schirm…

    Gefällt 1 Person

  11. Fülle in der Reduktion ist ein schöner Projektname, ich bin gespannt auf die Fortsetzung. Der Hinweis auf den Märzverlag hat bei mir gleich ne Fülle von Erinnerungen losgetreten, denn wir wohnten im Stockwerk über Schröders und unsere Kinder waren im selben Kinderladen. Und haben in jener spannenden Zeit einiges gemeinsam erlebt. Ein paar der Autoren gehörten zum gleichen Klüngel…. Aber nun will ich meinen Kommentar doch lieber auf diese paar Bemerkungen reduzieren. Wünsche einen fröhlichen Tag – denn Frohsein gehört zu den Dingen, die man umsonst kriegt und die Lebensfülle bringen. Und auch gute Wünsche sind kostenlos. Gerda

    Gefällt 1 Person

    • Der März Verlag war anfänglich in der Schwindstrasse 3 in Frankfurt. Ach, Ihren Erinnerungen würde ich gerne lauschen. Ich kenne eher den Klüngel um die Neue Frankfurter Schule und Zweitausendeins. Immer wieder mal – und gerade jetzt – interessiert mich das ungemein, Dann wieder kommt es mir vor wie Schnee von gestern. Vielleicht liegt in diesem Bewertungswandel ja der iegentliche Schatz der Erfahrungen.
      Heute Morgen lieferte ich im öffentlichen Bücherschrank einen Stapel Bücher ein und fand gleichzeitig: Jürgen Schimanek – Negerweiß. Deutsches Fernsehtraining in Afrika. Das war 1979 ein Enthüllungsbuch. Und nachdem ich selbst nicht wenige Jahre in Drittländern gelebt und gearbeitet habe, kann ich seine Beobachtungen nur bestätigen…
      Für Ihre guten Wunsch zur Föhlichkeit danke ich herzlich und wünsche selbige auch für Sie,
      Herr Ärmel

      Gefällt 1 Person

  12. Fülle in der Reduktion: Das klingt recht viel versprechend!
    Vielleicht kann ich mich da noch stärker einreihen als wie mit den gelegentlichen Mittagessen aus Kartoffeln mit etwas Gemüse.

    Gefällt mir

    • Herzlich Willkommen und schönen Dank für Ihren Kommentar.
      Kartoffeln mit Gemüse mag spontan langweilig klingen, aber daraus lassen sich überaus delikate und köstliche Gerichte zaubern.
      Reduzieren kann man an allen Ecken und Enden des alltäglichen Lebens.,
      Morgengruss,
      Herr Ärmel

      Gefällt mir

      • Zur Zeit räume ich auch meine CDs auf, das sind die direkt neben der Anlage liegenden neuen Scheiben, maximal einmal gehört, aber durchaus interessant.
        Es hilft nichts. Zurückbleiben zum Sondieren sollten vielleicht aktuell 20 Datenträger.

        Gefällt 1 Person

        • CDs sind sicherlich ein guter Anfang. Ich bin mittlerweile bei fast allem angelangt, was sich noch bis auf ein vernünftiges Mass reduzieren lässt.
          Unglaublich, wie viel Zeit man gewinnt, wenn man kein Fernsehgerät mehr hat…

          Gefällt 1 Person

Kommentare, Gedanken + Hinweise bitte hier abgeben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s