Reduktionsschritte auf der Zielgeraden

Musik? – Am Ende dieses Beitrags…

Ich habe diesen Beitrag mehrfach begonnen. Meine Ideen haben sich überschnitten, abgelöst oder überholt. Ich erlaube es mir, auf mein Wohlbefinden zu achten. Und derzeit greifen mir viele Beobachtungen erbarmungslos ans Herz. Immer wieder fallen mir Themen ein. Ich bedauere, dass die meisten einen negativen Anstrich haben. Damit ist Schluss.

„Wo nichts Gutes ist, da lauert etwas Schlechtes. Leer ist kein Herz“ – soweit Jeremias Gotthelf.

Dabei ist mein privates Leben eine Goldader unzähliger kleiner Glücksmomente. Tagtäglich. Die teile ich gerne mit anderen Menschen. Aber hier im wirklichen Leben. Ich fühle mich meinen Blogabonnenten, die mich seit Zeiten begleiten, näher oder ferner herzlich verbunden. In letzter Zeit verfolgen meinen Blog jedoch immer mehr Menschen, denen ich selbst im virtuellen Leben nicht begegnen möchte. Und noch weniger möchte ich mein privates Leben vor denen ausbreiten. Den meisten geht es ohnehin nur um ihr eigenes Geschäft. Schmeiss mit Scheixxe um dich, irgend jemand wird schon reagieren. So dass schmierige Kalkül.

Was soll man in diesen Zeiten noch schreiben? Diese Frage fiel mir spontan ein, als ich ein altes Chanson von Salvatore Adamo hörte. Was soll ich in meinem Blog noch schreiben?

Glätthäutige Schlagerbubis, oft mit Schabebart rund ums Schiefgrinsen und die Deppenkapp eine Nummer zu gross. Singt seiner Alleinerziehermutti schmachtend schmalziges Liebesgeträller – ich rette dich vor der bösen Welt, bleibe immer dein Männleinheld. Aber wechsle doch mir rasch das Windelein, ich bleib auch immer dein Büblein klein. So in der Art etwa. Das weibliche Pendant macht dabei eher auf grell.
Was soll ich da noch schreiben?

In einem Werk von W.G. Sebald schreibt der Autor von einem Bilderquartett, das in der Familie gespielt worden sei als er Kind war. Ich wollte wissen, um welches Quartett es sich nach Sebalds Beschreibung gehandelt haben könnte. Bei der Recherche nach Quartetten deutscher Städte stiess ich auf folgendes Angebot. Ich zitiere:
„Die hässlichsten Städte Deutschlands – Quartett (Spiel) – Deutschlands schönste Schandflecken in einem fröhlichen Gesellschaftsspiel. Wer schafft es, alle vier Karten der Serien „Ruhrpottcharme“ und „Wo liegt das denn?“ zu sammeln? Darüber hinaus gibt es natürlich auch die spannende Zocker-Variante mit beliebten Kategorien wie „Bedeutungslosigkeit“ oder „Luftverschmutzung“. Gewonnen hat, wer die meisten Daumen-runter gesammelt hat.“
Was soll ich da noch schreiben?

Umweltschutz ist in aller Munde. Mehr denn je. Nachhaltigkeit sowieso. Viele energiespendende und damit aber auch energieverbrauchende Installationen werden jetzt Zug um Zug durch gesetze und Verordnungen verboten. Weiterhin subventioniert wird dreckiges Rohöl. Für den Antrieb von schwimmenden Wohnblöcken. Manche haben bis zehn Stockwerke für mehrere tausend Menschen. Ich vermag mir nicht auszumessen, wieviele Tonnen Essensabfälle, Dreck und Fäkalien bei Kreuzfahrten Tag für Tag gewissenlos in die Weltmeere gekippt werden. Einen extra Absatz für die Urlaubsflieger erspare ich mir.
Was soll ich da noch schreiben?

Der urbane Raum wird weiter zugebaut und verpflastert. Auch Vorgärten in erschreckender Zahl. Nicht nur in den Metropolregionen erleidet die Infrastruktur der Verkehrswege mehrmals täglich einen Infarkt. Jeder dritte Arbeitsplatz in diesem Land hängt direkt und indirekt mit dem Automobil zusammen. Und viele Modelle werden immer grösser. Stichwort SUV, die Abkürzung für Sinnlos, Unvernünftig, Verschwenderisch. Klar, wer keine Kinder und sich somit über die Zukunft keine Gedanken macht, oder ohnehin ins Asoziale neigt, der braucht so ein fahrendes Monstrum. Lustig, wie manche damit in den Parkhäusern rangieren.
Bei einem virtuellen sogenannten sozialen Netzwerk hat sich eine Gruppe gebildet, die innerhalb weniger Wochen über eine halbe Million Mitmacher zählt. Der Gruppenname sagt eigentlich schon alles: fridays for hubraum.
Was soll ich da noch schreiben?

Bei der Bahn kann man Partyzüge chartern. „Party von Anfang an“ heisst die Parole. Kegelvereine, Mädelsversammlungen und so weiter und so fort. Letzte Woche fuhr ein solcher Partyzug Richtung Norderney. Bei der Durchfahrt durch einen Bahnhof flog eine Whiskyflasche aus dem Zug. Ein zweijähriges Mädchen wurde von dieser Flasche am Kopf getroffen und dabei schwer verletzt. An einem späteren Bahnhof wurde der Zug von der Polizei gestoppt. Alle Fahrgäste wurden von der Polizei kontrolliert. Immer wieder Aufrufe, der Flaschenwerfer möge sich melden. Tat er aber nicht. Stundenlange Verspätung infolge der Kontrollen. Befragte Passagiere nahmens mit Geduld. Sie wollten den Täter gefasst sehen.
Der hat sich erst Tage später bei der Polizei gemeldet. „Die Flasche sei aus dem Zug gefallen, als er an seinem Koffer hantiert habe.“ Ein bedauerliches Versehen.
Was soll ich da noch schreiben?

Ich habe den Text des Chansons von Salvatore Adamo gesucht. Einige Stellen hatte ich nicht klar verstanden. Auf einer Internetseite fand ich den Text veröffentlicht. Darunter den Kommentar des Seitenbetreibers. Er bezieht sich auf eine Textstelle. Zitat: „Das ist wirklich eine Frechheit, wie der sizilianische Jammeraffe das darstellt…“
Was soll ich Ihnen und Euch da noch schreiben?

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern eine gute Zeit, und dass sie von den obigen Beispielen verschont bleiben mögen.

Das Lied von Salvatore Adamo kann man hier hören

 

 

 

 

 

27 Gedanken zu „Reduktionsschritte auf der Zielgeraden

    • „Der Rest lässt sich dann irgendwie ertragen.“ Genau dieses IRGENDWIE sollte in Majuskeln geschrieben stehn. Aber noch schlägt mein Herz weitgehend ruhig.
      Auch von mir herzliche Grüsse von viel weiter nordwestlich unter grauem Himmel

      Gefällt 3 Personen

  1. Lieber Herr Ärmel, sie haben doch geschrieben, nämlich über die Auswüchse der Gesellschaft, doch Auswüchse sind nicht die Gesellschaft, sondern nur ein Teil von dieser, wenn auch bedauerlich. Wir leben in einer Zeit, in der Bedeutungslosigkeit schlimmer empfunden wird als der Tod. So deute ich diese Vorkommnisse. Jetzt noch mal Party machen, bevor nichts mehr geht, doch auch diese blinden Erdenbürger werden aufwachen und sehen, was wirklich wichtig ist, so mein Glaube. Übrigens sammeln die schwimmenden Städte ihre Abfälle in riesigen Tanks, welche im Hafen leer gepumpt werden, doch Vergnügen ist billig geworden. Jeder vergiss heute gerne, dass die besten Dinge im Leben nichts kosten, was oft mit einem 20 Euro Ticket zum Traumstrand verwechselt wird. Beste Grüße aus dem herbstlich schönen Marburg!

    Gefällt 3 Personen

    • Natürlich, lieber Herr von Rosen, habe ich geschrieben. Denn auch Wahrnehmungen wollen verarbeitet, verdaut und ausgeschieden sein.

      Ihre Deutung finde ich bedenkenswert. Ich schiebe viele Missstände, die sich derzeit im (un?)sozialen Miteinander ausmachen lassen, auf unser ausufernd libertäres System des Alles-geht, Hauptsache es bringt Gewinner und Profiteure an ihre Ziele.

      Ich danke Ihnen für Ihren feinen Kommentar und sende herzliche Abendgrüsse aus dem nachtschwarzen Südhessen, Herr Ärmel

      Gefällt 3 Personen

  2. „…Leer ist kein Herz.“ Mein lieber Verärmeltster, ich wünsche Ihnen ein so randvoll mit Wonnigkeiten gefülltes Klopforgan in Ihrer Körpermitte, dass jedwede Schlechtigkeit es nur tangieren kann. Und kann hier noch einen anderen Gedankengang einfügen, halb zitiert vom geschätzten Herrn Glattauer: Schreiben ist wie Küssen mit Buchstaben. Doch wenn die Küsse anfangen, bitter zu schmecken, dann mag man nicht mehr.

    Ich wünsche Ihnen jeden Tag drölfzig kleine Feinstsüßküsschen und dennoch den vertrauten Grünaugenklarblick, den man hier erlesen kann. Lassen Sie sich nicht verfoppen von den unsinnigen Zeitvertreibsdingen und wappnen Sie Ihr zaubrisches Herz mit Seeligkeit.

    Einen, nein, fümpfzigsten Dank möchte ich noch hinzufügen: Danke für die bonfortionöse Musik, danke für die sehmännischen Hinweise, danke für Lesedinge, danke für die gestellten Fragen und die gegebenen Antworten. Und danke überhaupt für die vielen von Herzen kommenden Mit-Teilungen.

    Mit wahrlich von Herzen kommenden Grüßen verbleibe ich als die Ihre Frau Knobloch, auch seufzend und busenbebend nicht minder zugeneigt.

    Gefällt 2 Personen

    • Neinnein, meine höchstwertgeschätzteste Frau Knobloch, nicht wegen einer von Ihren mitfühlenden Zartworten fast verursachten Verplumpsung verspäte ich mich mit einer angemessenen Antwort auf Ihren Herzenskommentar. Vermessen. Ich besuchte angelegentlich ein statisches Vermessungsbüro auf. Vereidigter Status wurde schriftlich zugesichert.
      Das Resultat der Vermessung möchte ich Ihnen keineswegs vorenthalten. Mein, von Ihnen so genanntes Klopforgan, befindet sich in meinem Falle keineswegs körpermittig. Sondern vom Boden aus gemessen in einer Höhe von 130 Zentimetern. Bedenken Sie bloss, wir begegneten uns dereinst und ich stünde Ihnen gegenüber. Vermuteten Sie dann einen Scheinriesen. Eine Verwechslung mit Herrn Turtur. Nicht auszudenken.

      Zur Sache nun aber endlich. Ich fordere Sie, wenngleich bittend, so doch dringlich dahingehend auf, mir umgehend die Shoppingadresse zu benennen, woselbst man fähig und in der Lage ist, mir meine täglichen drölfzig kleine Feinstsüßküsschen in bester Qualität und frischester Provenienz anzuliefern. Und die Ddarreichungsform wollen Sie mir bitte auch gleich mitteilen.

      „Schreiben ist wie Küssen mit Buchstaben“ ? – – ! : Schreiben ist wie Küssen mit BuchstabenSchreiben ist wie Küssen mit BuchstabenSchreiben ist wie Küssen mit Buchstaben /// Meine liebste Fernfreundin, Sie legen es darauf an, mich zu schaffen.
      Seien Sie versichert, dass Sie über alles Weitere unterrichtet sein werden. Geküss – – äähhh schriftlich, versteht sich.

      Ihre freundlichen Danksagungen erwidere ich aus tieferen Herzenschichten gerne. Ich danke Ihnen für Ihre famosen Kommentare, Ihre Anregungen, Verschmunzelauslöser und Krachlachexplosionen. Und vor allem und was ich am meisten vermisse: Ihre erstklassigen Beiträge. Ihr Blog wird doch nicht wie ein ausser Kontrolle geratenes Raumschiff in den unverbindlich virtuellen Galaxien in einem schwarzen Loch verschwinden ~~~~~

      Frau Knobloch !! – Hören Sie mich noch? Ich grüsse Sie mit einem lächelnden Herzensgruss aus dem unvergleichlichen Bembelland, Ihr Herr Ärmel (nur Sie erahnen den Spitzenwinkel meiner Zugeneigtheit – aber sowas von)

      Gefällt 1 Person

      • Sachdringlichdrölfzigdarreichungsdiktat: Jetzt, hier und heute!

        Ohnedraufschaffensgrüße, aber mindestens ebenso spitzenwinkelig zugeneigt, Ihre Frau Knobloch.

        Liken

          • Ach Frau Knobloch, fast möchte ich meinen, Sie seien meine bloggende Atalante, den Köcher voller trefflich treffender Wortgefieder.
            Zwei Tage brauchte ich glattweg zu meiner Beruhigung meiner aufgewühlten Nervenkostümierung…
            Nun verläuft alles wieder in seiner gewohnten Ordnung und ich sende Ihnen daher Frohherzensgrüsse, Ihr Herr Ärmel (am Ende immer wieder meiner Sinne)

            Liken

  3. Lieber Herr Ärmel, verehrte Frau Knobloch,
    vielen Dank, lieber Herr Ärmel für den wunderbaren Song von Salvatore Adamo, den ich gar nicht kannte und der so – erschreckend – aktuell ist.
    Vielen Dank, liebe Frau Knobloch, für Ihren wunderbaren Kommentar, eine sprachliche Delikatesse, die Auge, Herz und Seele erfreut hat.

    Herzliche Grüße aus der Straße des Mainzer Medienrevolutionärs

    Liken

    • Liebe Frau Ribbe, ich danke Ihnen für Ihren neuerlichen Besuch samt Ihrem Feinkommentar.
      Für die von mir sehr geschätzte Frau Knobloch kann ich nicht sprechen.
      Aber dass Sie ein neues Chanson für sich entdeckt haben, das freut mich ausserordentlich. Manche der Lieder von Adamo, der ja eher als Schlagersänger rangiert, sind feinst tiefgängig. Ich könnte Ihnen da einige Beispiele liefern…

      Nicht minder herzliche Grüsse aus der Gasse des gedroschenen Getreideabfalls

      Liken

    • Liebe Frau Ribbe, ich sende Ihnen hier noch eine virtuellen Umarmung hinterdrein, aller guten Dinge sind ja drei! Danke für Ihre Freuworte, Ihre Frau Knobloch, herzlich zurückgrüßend.

      Gefällt 1 Person

    • Ich habe meinen Blog am 1. November 2011 begonnen. Ein Freund aus alten Radiotagen ermutigte mich dazu.
      Ich berichtete von drei Erdteilen und aus zahlreichen Ländern. Und präsentierte obendrein viele meiner Photographien. Soweit so gut.
      Ich hatte das Glück, durch meine Bloggerei ganz besonderen Menschen persönlich begegnen zu dürfen. Bei einigen führte das zu dauerhaften schönen Verbindlichkeiten, zu Freundschaften.
      Dadurch geschah es, dass wir mehr und mehr hinter der Bühne der Blogs kommunizierten. Ist zugegebenermassen manchmal organisatorisch komplizierter, aber seelisch wesentlich nahrhafter. Und nachhaltiger.

      Insofern ist zumindest bei mir weder die Luft raus. Und mit meiner Lust hat das auch nichts zu tun.
      Es ist, mit den Ärzten zu singen, die Unschärfe an den Rändern, die mir auf den Senkel geht. Ein nerven(sägen)des Beispiel habe ich in obigem Beitrag erwähnt. Noch gravierendere habe ich mir und meinen gerngesehenen Besuchern, Lesern und Guggern erspart.

      Gefällt 1 Person

  4. Schönen Abend Herr Ärmel, die Reduktion ist spürbar, ich habe kein Foto gefunden.
    Aber das reduziert ja auch die CO2 Bilanz, ist das Internet doch ein Energiefresser wie eines der 10 verbrauchsintensivsten Länder. Und da spürt man schon, was wir machen, sind Milchmädchenrechnungen, meist mit dem Ziel, die Schuldigen zu suchen. Ich gebe zu: ich habe in diesem Jahr auch schon schwer gesündigt, vermutlich darf ich nun auch im Jenseits keinen SUV fahren, zur Strafe. A propos SUV, haben Sie gewusst, dass die meisten SUVs Dienstfahrzeuge sind und die Mutti, die 200 Meter fährt, um ihren Nachwuchs mit dem SUV zur Kita zu bringen, dem Grunde nach noch nicht geboren ist (ok, ich übertreibe).
    Vielleicht sollte man alternativ die Dienstwagenregelung überdenken, alle drei Jahren ein neues Fahrzeug. Privat kauft sich doch nahezu keiner eine solche Schüssel, auch wenn man das differenziert betrachten muss. Den CO2 Rechner im Netz habe ich bemüht. Ich könnte ein guter Mensch sein, wenn ich 80 T€ in eine Wärmedämmung und ein E-Fahrzeug stecke. Der Trend geht in Kinsumverschiebung, die Asche muss unters Volk, heissa juchhe!
    Dass mein letzter Autokauf ein Gebrauchtkauf war, recht günstig, 6 Jahre alt, 2 Nummern kleiner als das ausrangierte Fahrzeug, und dass die gefahrenen Kilometer weniger werden, das interessiert nicht. Schlecht bleibt schlecht. Ich schreibe zu viel und ich jammere zu viel. Und am Wochenende sündige ich wieder und werde noch schlafen können.
    Und ja, die Gärten des Grauens…
    Schreiben Sie doch vermehrt Positives, alles was extern auf uns einströmt, ist schon negativ. Ich frage manchmal (eher selten), wenn ich abends nach Hause komme in die Runde: „Was ist das Schönste, was ihr heute erlebt habt?“ Anfangs war Schweigen, man hatte nur das Negative auf dem Radar. Dann aber gab es doch etwas, und es konnte gemeinsam gelacht werden.
    Ihr Zitat gefällt, lässt jedoch die Mundwinkel hängen. Ich ergänze mit einem Zitat eines namensähnlichen Menschen (Zufall?):

    „Ich finde, dankbar zu sein, ist eines der Geheimnisse des Lebens.
    Dann ist dein Herz offen, du bist dankbar,
    und so kann die Schönheit der Liebe und des Lebens
    in dich hineinfließen.
    (Gillian Helfgott in „Hello I am David – Eine Reise mit David Helfgott“ / 2016)

    Ich danke für Ihren Beitrag, auch ohne Fotos. Denn selbst das ist mehr als nichts.
    Und der Schosong ist klasse, aber dem Salvatore kann geholfen werden:

    „But if you sing, sing, sing, sing, sing, sing
    For the love you bring won’t mean a thing
    Unless you sing, sing, sing, sing“
    (Travis – Sing / 2001)

    Fröhliche Grüße von dem, der jetzt gleich im Regen bei Dunkelheit laufen geht!
    😉

    Gefällt 2 Personen

  5. Dieses Jahr habe ich in Stavanger zum ersten Mal eines dieser Kreuzfahrtschiffe in natura gesehen. Man muß sich das vorstellen wie einen schwimmenden Plattenbau, der sich zig Stockwerke hoch, Balkon an Balkon, über die historischen Holzgebäude am Hafen erhebt. Schwimmender Brutalismus – völlig irre.

    Viele Grüße, Thomas Rink

    Gefällt 1 Person

    • Ich habe gerade vernehmen müssen, dass zwei Werften für die nächsten Jahre ausgebucht sind. Dort liegen Aufträge für zig schwimmende Wohnblöcke vor…

      Ihnen ein schönes Wochenende, Herr Ärmel

      Liken

  6. Von dem was Sie scheiben, kann ich vieles teilen, auch die Bedenken, mit wem in Bloghausen ich meine Gedanken und Erlebnisse teilen möchte. Sie gehören gewiss dazu und von Trollen bin ich bisher verschont worden. Aber immer öfter entscheide ich mich dazu, meine Gedanken für mich zu behalten. Nicht gut.
    Ach ja: Mein Bruder arbeitet auf einem Kreuzfahrtschiff. Er erzählt, dass er seit Monaten nichts anderes zu tun hat, als alles was aus Plastik ist durch irgendwas anderes zu ersetzen. Und das auf einem Pott, der mit Schweröl (nicht Rohöl, noch giftiger) betrieben wird und mehr Dreck ausstößt als der gesamte Berliner Autoverkehr.
    Verrückte Welt.

    Gefällt 1 Person

    • Ich danke Ihnen für Ihren Kommentar. Natürlich ist es nicht gut, zurückzuhalten, was man doch eigentlich gerne mitteilen möchte.
      Es ist halt eine Gratwanderung. Also immerhin eine schöne Übungsmöglichkeit 😉

      Ach ja, die schwimmenden Wohnblöcke 😦

      Liken

  7. Themen mit negativem Anstrich würden mir wohl auch täglich einfallen, aber darüber regen sich schon andere genug auf als dass ich das noch müsste. Da ich ohnehin die Hälfte der Menschheit für komplett bescheuert halte ist auch klar, dass es neben den Freitags für die Zukunft auf die Straße gehenden kleinen Menschen mindestens ebenso viele ignorante Hohlbirnen mit zu viel Hubraum gibt. Leider ist es nicht zu erwarten, dass die sich aus lauter Liebe zu ihrem Gefährt bei laufendem Motor in der Garage einschließen. Da ich auf solche Vögel aber nur in sozialen Netzwerken stoße und nicht im sozialen Umfeld fällt es mir nicht weiter schwer die zu ignorieren 😉

    Liken

    • Ich hatte gerade eine spitze Bemerkung in den Fingerspitzen… 😉
      Ich bin leider tagsüber im öffentlichen Raum unterwegs, muss es sein. Insofern sehe ich, was da draussen abgeht.
      Aber Du hast natürlich Recht; es ist eine Frage, wie weit man die Dinge an sich ranlässt. Manchmal fällts mir halt schwerer aös an anderen Tagen.

      Liken

  8. Tja sehr geehter Herr Ärmel,
    dem oben Geschriebenen kann ich nur zustimmen…allein das mit der Unschärfe an den Rändern…es ist leider nicht zu ändern,weder in der Realität noch in der Technik ..wenn man sich in Photoshop eine Linie in 500facher vergrösserung anschaut ist sie keine Linie mehr sondern….Matsche ….mein mathematisch halbwegs begabter Sohn weiss zu berichten das ein gewisser Herr Heisenberg da irgendeine tolle Theorie namens Unsschärferelation oder so ähnlich draus gemacht…je näher man hinschau um so…genau…peinliche Unschärfe an allen Rändern…da können wir uns noch so drüber aufregen , sie ist einfach da, war vermutlich auch schon da als es uns noch gar nicht gab, nur hat der Mensch es mal wieder geschafft auch in diesem Bereich besonders schöne negativ Beispiele zu schaffen …siehe ihre Bemerkungen oben..Ich will jetzt nicht der Bequemlichkeit das Wort reden und alles aussitzen….das machen andere schon zu Genüge…Noch habe ich auch der Versuchung widerstanden mich zu Bewaffnen um es manchen Volltrotteln…aber das widerspricht dem Prinzip der Gewaltlosigkeit, leider…und statt dessen laufe ich dann lieber 15 km durch den Stadtpark..das beruhigt halbwegs und macht Alles etwas ertragbarer ! Wünsche Ihnen in diesem Sinn ein entspanntes Wochenende, Grüsse aus der Hansestadt in den Süden von Jürgen.

    Liken

  9. Von einigen kleinen Intermezzos abgesehen, treibt mich diese Frage „Was soll ich da noch schreiben“ auch schon seit fast 2 Jahren umher. Dabei weiß ich mittlerweile, was ich nicht mehr will. Dabei das Gefühl zu haben, dadurch meiner Antwort wirklich näher gekommen zu sein, sehe ich nur in vagen Umrissen. Ich wünsche ihnen, lieber Herr Ärmel, mehr Klarheit in der Beantwortung.
    Liebe, und leider meist nur noch seltene Grüße aus Leipzig ins Bembelland, Menachem

    Liken

Kommentare, Gedanken + Hinweise bitte hier abgeben

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.