Auch das Schlechte lässt sich weiter steigern

Wer weiss woran es liegen mag. Vielleicht weil man als Sehmann den Anfang des 121. Psalms kennen kann („Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, woher kommt mir Hilfe?“). Mag sein, dass der Auslöser ein Musikstück gewesen ist. David Bowie singt „This is not America“: Zu hören ist das Lied auf: Pat Metheny – Falcon and the Snowman (1985) …

Sicher ist dagegen, dass seit der Privatisierung der ehemaligen Deutschen Bundesbahn ein Netzwerk von Privatbahnen entstanden ist. Überaus wichtige Arbeitsplätze sind dadurch geschaffen worden. Für Geschäftsführer mit Firmenwagen, Marketingspezialisten und Softwarespieler. Das alles verschlingt viel Geld. Eines der Ziele scheint dabei die Abschaffung des Service zu sein. Zuspätkommen und Ausfallen von Zügen als letztes Abenteuer auf Reisen für weitgehend entrechtete Kunden und Passagiere.
Ich benutzte eine bestimmte Zugverbindung in diesem Jahr bereits mehrmals. Die private Zulieferbahn für den Intercity kommt dabei regelmässig zu spät.
Der freundliche Mitarbeiter im Reisezentrum der Bahn schreibt mir mein Ticket um. Regulär gebucht, ist diese aktualisierte Verbindung sechsmal teurer als meine ursprünglich gekaufte Fahrkarte. Und eine Stunde weniger dauert die Fahrt obendrein. So viel Glück verdient ein Bahnkunde nicht. Dass ich entgegen der Fahrtrichtung sitzen muss ist da nur ein gerechter Ausgleich. Dabei traue ich der Vorsehung mehr als den Rückblicken. Da beim letzten Umstieg die regionale Bahn heute wieder eine Verspätung von einer halben Stunde hat… Alles, wie wir Reisende es inzwischen still grollend hinnehmen. Aber ganz ehrlich. Wir alle wollen es doch so: immer mehr reisen für immer weniger Geld.

Aber was nutzen all diese Betrachtungen? Reisen mit der Bahn ist zu einem Lotteriespiel mit der Zeit verkommen. Gerade, ungerade, rot oder schwarz. Billigpreise und Verspätungen. Schienenroulette und Black Jack auf zugigen Bahnsteigen.
Verbesserungen im Service werden grossmäulig vollmundig versprochen. Damit ist beispielsweise die überflüssige App gemeint für die süchtigen Handfesselstreichler. Die daddeln derweil die aktuellen Beeinträchtigungen.
Besonders hilfreich finde ich die Ansage, auf welcher Seite in Fahrtrichtung sich der Ausstieg am nächsten Bahnhof befindet. Wie oft würde ich mich sonst vielleicht zwischen den beiden zur Auswahl stehenden Türen verlaufen.

Dabei fahre ich gerne mit dem Zug. Ich komme aus einer Eisenbahnerfamilie. Unter meinen männlichen Vorfahren waren Lokführer und Oberlokführer. Das ist jedoch lange her. Noch länger als die Zeiten, da man noch an interessanten Gesprächen teilnehmen konnte. Heute dagegen bedeutet Schweigen fast schon Reiseglück. Die wichtigtuerischen Handfesselschwätzer zählen auf Publikum im Grossraumwagen. Und muten einem dabei zu, was man lieber nicht hören möchte. .

                                                                      (Foto anklicken zur Grosssichtverbesserung)

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Über die Hügel auf die Piste (eine Annäherung)

Gegen das Abheben hilft solider weisser Blues aus England: Ten Years After – Undead (1968)…

Ich verlasse Berlin auf der Autobahn über den Berliner Ring und die A12 in Richtung Frankfurt/Oder. Spontan entscheide ich mich an der Ausfahrt 7, Müllrose, abzufahren, um Seelow anzusteuern. Genauer, die Seelower Höhen. Ein schöner Morgen, sonnig, die Luft ist frisch. Ich nehme die L37 Richtung Nordnordost. Knapp 25 Kilometer sind es bis Seelow. Dünnbesiedeltes Land, weite Blicke. Das Oderbruch. Am östlichen Ortsrand befindet sich die „Gedenkstätte / Museum Seelower Höhen“.
Als einer ersten deutschen Orte nach dem Zweiten Weltkrieg museal historisch aufgeladen, diente er bis Mitte der 1990er Jahre unterschiedlichen Zielsetzungen, je nachdem, welcher politische Zweck verfolgt werden sollte.
Mich interessiert ein Blick von der Höhe. An den ausgestellten, sogenannten Siegerwaffen vorbei gehe ich hinauf und zwischen Soldatengräbern hindurch bis ich zu der Kante, vor welcher der Hügel abfällt.
Der Himmel ist leicht bewölkt. Im Osten verschwimmt die Horizontlinie. Ich blicke in eine nicht absehbare Ferne. Gegenden, von denen in der vierten Auflage des allwissenden Meyers zu lesen war, dass dort die germanisierten Slawen hausten. Neunzehn Kilometer entfernt liegt Kostrzyn nad Odrą (Küstrin a.d. Oder) bzw. das, was von der ehemaligen Festungsstadt noch erkennbar ist. Winzig ist weit in der Senke ein Traktor bei der Arbeit sehen. Keine Geräusch dringen hierher. Ein grosser Frieden liegt über dem Oderbruch. Träge ziehen die Wolken dahin. Lediglich das Zwitschern der Vögel erinnert an den Strom der Zeit.

In dieser Region fand zwischen Anfang Februar und Mitte April 1945 die grösste Schlacht des Krieges auf deutschem Boden statt. Von dort aus wurde die letzte Phase des Krieges eingeleitet und Deutschland vom Nationalsozialismus befreit, denn nachdem dieser Brückenkopf geschaffen war, konnte die Rote Armee auf Berlin marschieren und die Stadt besetzen.
Die Schlacht an den Seelower Hören dauerte vom 16. – 19. April 1945 und forderte zehntausende tote Soldaten und Zivilisten. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Noch heute finden Bauern bei der Feldarbeit alljährlich sterbliche Überreste. Die Böden sind nach wie vor belastet durch Munitionsrückstände.

Tausende junger Soldaten lagen tot auf dem Schlachtfeld einer Pfirsichplantage in voller Blüte. Man erzählt sich, dass die Blüten auf sie fielen und sie bedeckten wie eine dünne Schicht duftenden Schnees. (Patti Smith – M Train, S. 103)

Ich zitiere nach der Seite der Gedenkstätte: „Die Kämpfe im Winter und Frühjahr 1945 zerstörten eine einzigartige, von vielen Generationen geschaffene Kulturlandschaft. 40 Ortschaften des damaligen Kreises Lebus wiesen einen Verwüstungsgrad zwischen 60 und 100 % auf. Küstrin, Wriezen, Alttucheband und Klessin galten mit über 90 % als besonders betroffen.
Im ehemaligen Kirchenkreis Seelow wurde jede zweite Kirche durch Sprengungen bzw. Waffenwirkung zerstört. Die Felder bei Lebus und Klessin waren zu 75 % vermint. Unmittelbar nach den Kampfhandlungen mussten Frauen und Männer, die wieder in ihre Heimat zurückkehrten, Angehörige der Roten Armee und deutsche Kriegsgefangene sowie Sprengstoffexperten die Minen von den Feldern und aus den Ortschaften bzw. Wäldern bergen. Bis 1986 ereigneten sich auf dem Gebiet des späteren Kreises Seelow über 250 Sprengstoffunfälle. Dabei verloren mehr als 140 Frauen, Männer und Kinder ihr Leben.“

Ich verlasse Seelow auf der B1, der ehemaligen Reichsstrasse 1, die schnurgerade nach Küstrin führt. Auf der Brücke über die Oder werde ich plötzlich unsicher. Beim Frühstück stand unvermittelt die Frage im Raum, was denn die Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes zu Polen mitteilen würden. Die sind in der Tat oft hilfreich. Zwei schnelle Klicks und lesen.
Ursprünglich wollte ich ohnehin nicht mit dem Auto reisen, wegen eines möglichen Diebstahls. Der Hinweis, dass „dort doch nur neue Karren der Oberklasse geklaut würden“ beruhigte mich dann einigermassen. Auf der Webseite ist von drastischen Geldbussen selbst bei kleineren Verkehrsverstössen die Rede. Dann dieser Hinweis: „Steuert der Halter sein Fahrzeug nicht selbst oder fährt darin als Passagier mit, benötigt der Fahrer des Fahrzeugs unbedingt eine Bescheinigung des Halters, in der ihm die Erlaubnis erteilt wird, das Fahrzeug zu nutzen und damit nach Polen zu reisen.“
Ich bin nicht der Halter des Fahrzeugs und eine Genehmigung habe ich schon garnicht. Während ich noch dem Schreck nachspüre, der mich durchfährt, höre ich hinter mir die aufmunternden Sätze: „Neuerdings sollen auch wieder vermehrt ältere Fahrzeuge gestohlen werden. Aber nur wenn sie einen gepflegten Eindruck machen und in Teilen verkauft werden können.“ An dem kleinen Audi könnte man praktisch noch alles verwenden, schliesslich hat er eben erst den neuen TÜV Stempel ohne Beanstandungen erhalten.
All diese Hinweise stehen vor mir, in einem feinen silbernen Rahmen finsterer Gedanken an den blauen Himmel gestickt. Also vielleicht doch lieber über Nebenstrassen? Aber bis nach Warschau sind es immerhin noch fast 500 Kilometer.
Schwamm drüber und ab zur nächsten Auffahrt. Die Autobahn ist mautpflichtig, das garantiert erfahrungsgemäss eine ruhige und meist freie Fahrt.
Rund um mich sind keine Erhebungen mehr zu sehen. Brettflache Weiten. Ich kenne weitläufige Landschaften aus anderen europäischen Ländern, eine derartige Dimension der Ausdehnung sehe ich zum ersten Mal. Ich halte mich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit und werde dennoch oft überholt. Das macht einen guten Eindruck und vermittelt Sicherheit.
Ich fahre einen Parkplatz an. Vor der Toilette packen zwei Männer ihre Utensilien in ein Dienstfahrzeug. Ich vertrete mir kurz die Beine und sofort fällt mir die Sauberkeit rund um die Tische und an den Müllbehältern auf. Vielleicht eine Ausnahme, oder gerade alle Abfälle beseitigt. Wie einem die Gedanken so durchs Hirn schiessen. Die Toilette ist klinisch rein. Kein Eintrittsgeld wird verlangt.
Zurück am Auto, esse ich einen Happen. Ich bin müde, drehe die Rückenlehne runter und mache ein kurzes Nickerchen. Als ich eine halbe Stunde später wieder frisch bin, steht das Servicefahrzeug bereits wieder vor der Toilette. Um es hier für die folgenden Berichte vorwegzunehmen und klar zu sagen: wer Deutschland oder die Schweiz für saubere Länder hält, sollte in Polen einmal genauer hinschauen. Die Disziplin der Menschen hinsichtlich ihres Umgangs mit Abfällen ist beeindruckend. Ein Unterschied zwischen Stadt und Land ist mir dabei nicht aufgefallen.

Zurück auf der Autobahn fühle ich mich bald zwischen Zeit und Landschaft verloren. Inzwischen habe ich Poznań (Posen) erreicht und meine Gedanken beginnen zu schweben und sich im Irgendwo aufzulösen. Von Berlin nach Moskau zweitausend Kilometer Ebene. Und Felder und Wälder. Und flach und gerdeaus.
Wie kann man Armeen über solche Strecken antreiben?
Mir fällt Wolfgang Büscher ein. Der ist so geraden Wegs wie nur möglich von Berlin nach Moskau gegangen. Er wollte dem Geist seines Grossvaters nachspüren, der 1942 am Unternehmen Barbarossa (dem Überfall auf die Sowjetunion) beteiligt gewesen war. (Wolfgang Büscher: Berlin – Moskau. Eine Reise zu Fuss. Rowohlt, 2003)

Flachland. Von der 300 Meter hohen Dylewska Góra (Kernsdorfer Höhe) in Ostpreussen abgesehen. Die endlose flache Tafel. Der Blick findet kaum einen Ankerplatz. Ab und zu der Blitz eines gelben Rapsmeeres im grünen Feldozean. Die Entfernung zu meinem Tagesziel verringert sich nicht. Langeweile schleicht sich ein. Dagegen hilft das Entziffern von Nationalitätenkennzeichen. LT, BY, UA, LU. Die Strecke zieht sich. Selbst die Stimme im Navigationsgerät ist in tiefes Schweigen versunken. Ich spreche den Text für diesen Beitrag in Fragmenten. Ideen, die im gleichen Moment hinter der schwindenden Leitplanke verweht sind.
Endlich erwacht die Stimme rechts vor mir: Verlassen Sie die A2 in tausend Metern. Ich verstehe Kilometer. Veröassen Sie die A2 in fünfhundert Metern. Biegen Sie an der Abzweigung auf die S2 und folgen Sie dem Strassenverlauf fünf Kilometer. Also doch Kilometer.

Meine kleine Reisegruppe treffe ich gegen Abend am Flughafen Frédéric Chopin in Warschau. Während ich einen Parkplatz suche, kommt es mir wie ein kleines Wunder vor. Menschen fliegen aus verschiedenen europäischen Ländern heran und treffen sich fast zeitgleich an einem verabredeten Ort.
Wir können inerhalb Europas fast so frei reisen wie zur vorletzten Jahrhundertwende. Damals war es noch möglich, sich ohne Pässe oder andere Reisedokumente in einem unermesslich grossen Raum zwischen Moskau und Lissabon nach Belieben frei zu bewegen.

                                                                          (Foto anklicken öffnet die Galerie)


Allerhandwintergeschichte

Nach einer Woche mit viel Musik von und Erinnerungen an David Bowie und den vier Dokumentationen zu seinem Leben auf arte, steht mir der Sinn jetzt wieder nach anderen Tönen: Robert Fripp – Exposure (1979)…

Mein erster eigener Kraftwagen war ein Volkswagen Typ1, besser bekannt unter der merk=würdigen Bezeichnung VW Käfer. Immerhin besass ich das sogenannte Exportmodell, das bedeutete aufwändigere Stossstangen, vor allem aber hatten diese Modelle ein Benzinstandsanzeigeinstrument. Man musste also nicht erst ruckelnd am Strassenrand ausrollen für den Hinweis auf einen fast leeren Tank. Dann musste man nämlich im vorderen Fussraum über dem vorgetäuschten Kardantunnel den Benzinhahn in Stellung Reserve drehen, mit dem Gaspedal etwas pumpen und nachdem der Motor wieder angesprungen war, umgehend die nächste Tankstelle aufzusuchen.
In meinen frühen Automobilistenjahren kam ich noch mehrmals auf die an sich schon damals völlig veraltete Technik des VW Käfers zurück. Das waren aber jeweils Wagen des Typs 14 Karman Ghia (spr. Gia nicht Tschia, man sagt ja auch nicht Spatschetti zu den dünnen Langnudeln). Dabei handelte es sich technisch um einen VW Käfer, im Unterschied zu diesem jedoch mit einer recht schnittig geformten Karosserie. Landläufig wurde dieses Automobil auch liebevoll Sekretärinnen-Ferrari genannt. Aber das ist ein anderes Kapitel.

In diesem Bericht geht es um eine Erinnerung an ein Erlebnis mit meinem Käfer. Eins von zahlreichen, unter denen dieses allerdings herausragt, denn damit ist ein Gefühl verbunden, das ich seitdem nie wieder in dieser brachialen Direktheit erlebt habe.
Im südlichen Bembelland gibt es sehr viele Kiesgruben, die in den 1960er Jahren entstanden sind als der Bedarf an Sand und Kies im Zuge des sogenannten Wirtschaftswunders* ungeheuer gross gewesen ist. Diese Kiesgruben wurden nach Möglichkeit auch zum privaten Badespass genutzt, soweit das möglich war. Erlaubt war es aufgrund verschiedener Gefahren naürlich nicht. Es gibt im Rhein-Main-Gebiet durch den Zusammenfluss der beiden Flüsse gefährliche Unterströmungen mit schnell wechselnden Wassertemperaturschwankungen. Weiterhin waren Untiefen, die durch den Baggerbetrieb entstanden waren, im trüben Wasser der Grube nicht sichtbar, zudem veränderten sie sich durch die Strömungen.
Bei Lummerland lag unser See. Der Silbersee. Niemand konnte mir bis heute erklären, wie die Kiesgrube zu ihrem Namen kam, an der Farbe des Wassers kann es nicht gelegen haben. Eher liegt die Vermutung nahe, dass es einen Zusammenhang geben könnte zwischen der Stilllegung der Baggerarbeiten und der zeitnahen Erstaufführung des Films „Der Schatz im Silbersee.“ Eine Vermutung nur, kein gesichertes Wissen.
Der See war schnell berüchtigt, denn er hatte bereits einige Opfer gefordert. Ein kühner Kopfsprung von der an manchen Stellen erhöhten Uferböschung konnte zum Genickbruch führen, da an dieser Stelle nicht tief genug ausgebaggert worden war. Beim Tauchen, selbst bei hochsommerlichen Wassertemperaturen konnte man in eine Eiskaltwasserströmung geraten und dadurch einen Herzschlag erleiden. All das war vorgekommen und entsprechend waren die mahnenden Warnhinweise der besorgter Eltern. Aber wenn man jung ist, kann einem ohnehin nichts passieren. Meint man jedenfalls.
Unsere Kumpanei traf sich während des Sommers nachmittags an der südlichen Uferseite zu den üblichen Schülerspässen. Wenn es im Winter kalt genug war, spielten wir darauf Eishockey. Dabei waren meist auch einige italienische Jungs und Cerkes, ein junger Türke. (Interkulturelles Miteinander ist keine Erfindung der letzten fünfzehn Jahre).
Cerkes zeichnete sich durch zwei Merkmale aus. Er war immer guter Dinge, egal was ihm auch widerfahren mochte. Ein richtig lustiger Typ. Und er hatte nie Zigaretten. „Ey, haste ma´ne Zi´rette für mich?“ Oder er rief, wenn sich gerade jemand eine anfeuerte, „Mach´ Halbzeit, Mann“, was bedeutete, dass der Raucher nach der halben Zigarettenlänge den Glimmstengel an Cerkes weiterreichte. (Wo mag er heute sein?).

Es war Winter. Eisekalt. Da wird mehr Geld gebraucht für lange Sitzungen zuhause oder in einer Wirtschaft. In unserer WG hiess das Blutspenden. In der Universitätsklinik der nahen Stadt wurden fünfzig Mark (West) für einen halben Liter gezahlt. Gut, im Winter fror man danach drei Tage zwar schrecklich, dafür erreichte man mit weniger Apfelwein und Nikotin das gleiche Ergebnis wie sonst. Ein fairer Deal also.
Nach der Blutspende fuhren wir rüber nach Luxemburg. Dort gabs die billigsten Gauloises. Jeder kaufte die vom Zoll erlaubte Stange Zigaretten. Wenn man es schaffte, zwei oder drei Mal nacheinander über die Grenze zu fahren war man in dieser Hinsicht bis zum nächsten Blutspendetermin versorgt.
Diesmal war ich der Chaffeur. Wir fuhren zu fünft in meinem Käfer. Auf der Rückfahrt leierte die Musik aus dem tragbaren Philips Kassettenrekorder zwischen den vorderen Sitzen. Die Pläne für den Kneipenabend waren besprochen. Wir waren fast in Lummerland, da hielt ein Tramper den Daumen raus. Es war Cerkes.
Niemand fiel auf, dass er nicht sofort nach einer Zigarette fragte. Er war heiss darauf, eine Runde mit meinem Käfer zu drehen. Ich wollte nach der langen Fahrerei endlich nach Hause. Cerkes begann zu nörgeln. Den anderen Kumpels wollten einlenken, „dann lass´ihn eine Runde um den Block drehen und gut iss´.“ Cerkes versprach jedem eine Zigarette, wenn er eine Runde drehen dürfe. Warum bei diesem geradezu ausserirdischen Angebot niemand Verdacht schöpfte, ist mir bis heute unerklärlich.
Cerkes verteilte die Zigaretten, setzte sich hinters Lenkrad, stellte sich den Fahrersitz passend und liess gleich die Reifen durchdrehen. Wir mahnten zur Vorsicht, es sei gegen Abend, pritzelkalt und möglicherweise Glatteis und überhaupt. Irgendwie schienen wir mit unseren Worten genau das Gegenteil zu erreichen. Er war plötzlich nicht mehr bremsen. Kurz vor der Lummerländer Ortsgrenze bog er schlagartig links ab auf einen Feldweg.
„Bleib´ stehen und zwar hier und sofort.“
„Och komm´, nur noch ne kleine Runde Autocross“, feixte und liess den Käfer schleudern. Alle redeten jetzt durcheinander. Wir balancierten zwischen lockeren Sprüchen und absolutem Ernst. Der schwerelose Tanz über der unendlichen Tiefe. Cerkes liess den Käfer über ein Feld hoppeln. Die Belustigung entwich als wäre um das Auto ein grosses Vakuum.
Quer über die Felder hin tauchte vor uns die Eisfläche des Silbersees aus. Keine Musik mehr, die Kassette war abgespielt. Es wurde ganz still als der Käfer auf die Eisfläche schlitterte.
Ich hatte schon vorher oftmals Angst gehabt in meinem Leben. Als Kind oder als Jugendlicher, das gehört zum Weg. Aber jetzt war etwas grundsätzlich anders. Ich verspürte plötzlich keine Angst mehr, ich war die Angst. Kein Gefühl war da, jegliche Wahrnehmung schien abgeschaltet. Minutenlange Totenstille. Niemand sprach, alle schienen sich irgendwohin verabschiedet zu haben. Hatten bloss noch ihre Körper in diesem idiotischen Käfer zurückgelassen. Mit diesem Irren am Lenkrad, der überlaut und ausgelassen lachte und seine Achter und Pirouetten auf dem Eis drehte.
„Kein Problem Jungs, das Eis ist dick.“ Damit rief er uns alle nach einer Ewigkeit vom Ende des Universums offenbar wieder ins Diesseits zurück. Und wir schnauften, wir redeten, oder besser stammelten alle durcheinander, alle gleichzeitig und ziemlich wirr, dass er endlich wieder aufs Festland fahren solle.
„Ey komm´, ein´ kleiner Achter noch, macht doch Spass…“
Was danach passierte und wie ich wieder ans Steuer kam oder ob ich selbst überhaupt die letzten zwei Kilometer nach Lummerland gefahren bin, ich weiss es nicht. Ich wusste es schon am nächsten Tag, ja vielleicht schon am gleichen Abend nicht mehr.
Wenn ich einen der Leute treffe, die damals dabei gewesen sind, wird durchaus die eine oder andere Anekdote aufgewärmt. Die Fahrt übers Eis wurde niemals wieder erzählt.
Der Silbersee ist heute ein kleines geschütztes Biotop geworden. Schwimmen, Angeln und Müllablagern verboten. Vom Betreten oder Befahren bei Eis steht nichts auf dem Schild am Ufer.

*  In diesem Land glaubt man noch immer an den Mythos vom Wirtschaftswunder. Wer die damit verbundenen Legenden auf die Tatsachen hin überprüfen und sein wahrscheinlich verzerrtes Geschichtsbild korrigieren möchte, dem empfehle ich die folgende Dokumentation, die Onkel Juhtujuhp freundlicherweise zur Verfügung stellt: http://www.youtube.com/watch?v=y-jwKVVJjpk

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern eine schöne Woche.

(Foto anklicken und garantiert eisfrei gugge)

 

Tradition und Fortfahren oder: alte Liebe rostet nicht

Das letzte Album des Mahavishnu Orchesters in der Originalbesetzung. Wo kann man eine solche Besetzung heute noch auf der Bühne musizieren hören und sehen? John McLaughlin (gtr), Jan Hammer (keys, syn), Rick Laird (b), Jerry Goodman (violin), Billy Cobham (dr). Mahavishnu Orchestra – Birds of Fire (1973)…

Diese Scheibe altert nicht. Es sind nicht einfach nur die persönlichen Erlebnisse, das private Erinnerungskino der alten Geschichten, ein verklärendes Zurücklehnen in die Jugendjahre. Noch immer und immer wieder beeindruckend ist die meisterhafte technische Beherrschung der Instrumente, die es den Musikanten erlaubt mit ihren kreativen Ideen mühelos die Grenzen des zu jener Zeit gehörten Normalmasses zu überschreiten. Im Vergleich zu vielen heutigen Produktionen ist die Scheibe ein Monolith zwischen all den heutigen akustischen Belanglosigkeiten mit der Halbwertzeit des Wimpernschlags eines Leguans.

Ich habe mich rar gemacht im Blog, ich weiss. Auch mit den Besuchen bei den Bloggerfreunden. Viele Ideen für den Blog sind mir im Alltag einfach wieder entflogen noch bevor ich sie so recht in Worte setzen konnte. Und Sommerlöcher mit Beliebigkeiten ausspachteln wollte ich ebensowenig wie den Besuchern, Lesern und Guggern mit Sinnfreigeflunker den Blick zu vernebeln für das Wesentliche im Leben.
Dann lieber handwerken, schwere Maschinen wuchten und einen Holzfussboden aus dem 1880er Jahr wieder zum Vorschein bringen. Freude erleben beim Gelingen als die einfachen Bohlen endlich ihre letzte Ölung erhalten hatten. Mit Menschen zusammensitzen und darüber sprechen, wie es funktionieren könnte mit dem Ärmelasühl. Funktionalität und Ästhetik verbinden mit einem Minimum an Kosten. Auch Gastfreundlichkeit zu installieren. Es wird weitergehen und schon bald sollen Freunde herzlich willkommen sein.

Dazwischen ein Jubiläum, ein verspätetes zugegeben aber nicht vergessen. Wie könnte ich dich vergessen. Bei alledem, was wir zusammen erlebt haben. Seit einem Vierteljahrhundert nun schon. Haben Urlaube zusammen verbracht und bis nach Südamerika sind wir gereist. Und erinnerst du dich noch den denkwürdigen Unfall in der Schweiz seinerzeit? Bist willig gefolgt im Gebirge auf den gefährlichen Pfaden und hast am Ende den Absturz besser überstanden als ich.
Hast die Lummerländer Kinder getragen und den Hänger voller gefundener Äpfel gezogen ohne knirschen und knarzen. Wir waren zusammen in Schlamm und Staub. Hast dir Schrammen dabei eingehandelt. Ehrenzeichen deines Alters. Mit deiner schlichten Eleganz hast du nicht nötig etwas derlei zu verbergen.
Denn du warst und bist meine Nummer eins, das will ich deutlich sagen. Auch wenn es andere vor und neben dir gab.

Jetzt zu unserem Jubiläum bist du herausgeputzt wie damals als ich dich zum ersten Mal sah und sofort wusste, dass wir beiden einen langen Weg zusammen zurücklegen werden. Und so solls auch weiterhin bleiben.

                                                               (Foto anklicken und in der Galerie guggend mitfeiern)

Koga Miyata : Ridge Runner (1989)
Rahmen: Hardtlite FM-1 Chrom-Molybän, handgelötet
Gabel: Tange
Vorbau: Kalloy
Schaltung, Naben, Steuersatz, Kurbeln, Pedale und Hebel, Sattelstütze: Shimano Deore XT II
Sattel: Selle San Marco
Reifen: Panaracer (vorn: Headwall 26×2.00, hinten: Khartoum 26×2.00)
Felgen: Araya RM-20

Ganz gleich ob vier oder zwei Räder

Überschäumende Lebensfreude zum Horsche und Gugge: Leningrad Cowboys – Global Balalaika Show (2003)…

Im letzten Betrag schrieb ich über Erlebnisse auf langen Strecken in Automobilen. Heute sind Fahrräder an der Reihe. Irgendwas muss sich in meinen Genen abgelagert haben. Mein Grossvater fuhr Ende der 1920er Jahre auf der Opel-Rennbahn, dem seinerzeit schnellsten Kurs Europas Rennen im Opel Laubfrosch.
Der andere Grossvater war auf zwei Rädern unterwegs. Er spielte Radball, fuhr bereits damals Rennräder und wurde zweimal deutscher Meister im Kunstradfahren.
Davon hat sich in mir offensichtlich einiges erhalten. Es begann mit einem Mofa, dann folgten Leichtkrafträder und schliesslich die alten Eisenhaufen Zündapp, DKW oder NSU. Schliesslich verliebte ich mich in die schönen Italienerinnen von Ducati. Davon sammelten sich einige Einzylindermodelle an. Nach der Geburt der Lummerländer Kinder entschloss ich mich dazu, meine Ducatis und die 1000er Moto Guzzi zu verkaufen und zukünftig aus Sicherheitsgründen wieder auf die eigene Pedalkraft zu vertrauen. Die Werkstatt war vorhanden, also konnte es gerade weitergehen.
Zu jener Zeit kamen die ersten Mountainbikes auf. Dadurch lernte ich andere Namen zu buchstabieren als die bis dahin wohlklingenden Namen italienischer Hersteller von noblem Motorradzulieferern wie Ceriani, Marzzocchi, Veglia, Grimeca, Borrani oder Tomaselli.
Mein erstes Mountainbike war ein Kuwahara Lion und bald darauf folgte ein Koga Miyata Ridge Runner. (Dem Verkauf des Lion fliesst noch heute gelegentlich manche Träne nach). Das Koga begleitete mich bis nach Südamerika. Bei einem schweren Unfall in der Schweiz trug ich mehr Beschädigungen davon als das gute Rad. Man soll sein Herz nicht an Dinge hängen, aber manchmal glaube, dass der Ridge Runner sich an mein Herz gehängt hat. as soll ich machen?
In diesem Jahr kam die Idee zu mir, das Koga ordentlich zu überholen und aufzubarbeiten. Schnell jedoch musste ich feststellen, dass die 25 Jahre alten Teile kaum mehr zu erhalten sind. Und wenn, tja dann wollten die Verkäufer sie vergolden. Fahrradflohmärkte schienen die Lösung. Was die Teile betrifft, wurde ich nicht fündig, doch eher beiläufig lief mir ein Kuwahara Lynx zu. Den dachte ich zu verkaufen und dafür die gesuchten Teilen zu erstehen. Doch ich hatte mich verschätzt. Dafür fand ich schon zwei Wochen später auf einem anderen Radflohmarkt das Panasonic MC7500 in fast ladenneuem Zustand. Das war 1990 das Spitzenmodell der Marke. Ich versuchte zu verstehen, warum jemand ein seinerzeit mehrere tausend Mark teures Fahrrad kauft und offenbar jahrelang nicht damit fährt. Es hatte allerdings genau die Teile, die ich für das Koga brauchte. Aber ein fast ungefahrenes, quasi ladenfrisches Rad wegen einiger Teile auseinanderreissen? Zweifel, Fragen, zum Glück jedoch keine schlaflosen Nächte.
Als mir vor kurzem noch ein Kuwahara Lion(!) mit dem Damenrahmen zulief, fasste ich einen Entschluss. Davon wahrscheinlich demnächst mehr in diesem Blog.
Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern ein spätsommerlich sonniges Wochenende.

                                                                  (Foto anklicken öffnet die Galerie)

Unversehens kommt die Liebe – Verschossen!!!

Schlechte Nachrichten: Harry Rowohlt (1945-2015) ist zu grösseren Reisen aufgebrochen. Deshalb heute Abend aus Dankbarkeit und zur Erinnerung: Harry Rowohlt liest die schweinischsten Stellen aus dem Alten Testament. Und gleich danach: Harry Rowohlt & Gregor Gysi lesen aus dem unzensierten Briefwechsel zwischen Karl Marx und Friedrich Engels. Mensch, Herr Rowohlt, n büsschen Whisky weniger und wir hätten jetzt noch alle mehr davon. Dennoch: R.I.P.!!!…

Glück muss man haben. Und dann hats Peng gemacht. Ich bin verschossen!. Ich liebe Katzen. Also, nicht diese Stubentiger, die geschäftehalber in Plastikkästen scharren und Türrahmen ankratzen. Die schnurren, wenn sie Cäsars Döschenfutter sehen. Und auch nicht diese nassen Katzen auf finsteren Vorstadtstrassen in den verrufenen Vierteln abends nach elf Uhr unterwegs sind mit billigen Versprechungen für teures Geld.
Ich liebe die Katzen, die im Halbdunkel zuhause sind. Die dich beobachten, wie du respektvoll den ihnen geziemenden Abstand wahrst. Die mit den seidig glänzenden, rauen Fellen, die man nicht streichelt. Bei ihrem Anblick wärmt sich dein schneller pulsierendes Blut, die Nackenhaare sträuben sich merklich. Dein Mark stockt sekundenlang wenn dich eine dieser Katzen anschnurrt. Wenn sie ihren Kopf strecken zu einem donnernden Fauchen, ob es dir entgegen oder himmelwärts strebt, du sinkst auf die Knie und willst vergehen in Ehrfurcht vor dieser anmutigen Kraft und gewaltigen Schönheit.

Woher das rühren mag bei mir, diese seltsame Liebe? Mit einem erinnerlichen Fingerschnippen stelle ich mir den Urbeginn vors Auge. (Das fotografische Bild befindet sich in irgendeinem Ärmelarchiv). Als Kleinärmel mit den Eltern am Bodensee. Wir stehen an einem Geländer, das vor unversehenem Wassersturz bewahren soll und lassen die Blicke schweifen. Und da schritt sie vorüber. Die schönste Katze, die ich in meinem jungen Leben bis dahin sah.
Ein prächtiger Gepard wandelte in gemessen Schritten majestätisch vorbei. Die staunenden Blicke der Menschen auf der Promenade registrierte er, ohne sich etwas anmerken zu lassen. Er war sich seines Daseins bewusst. Er war nicht Rilkes Panther. Die senkrechtdürre Fortsetzung der Stöckelabsätze hingegen, die das edle Tier am Lederband zu führen schien, konnte ihren kleinen Kopf in keiner Richtung stillhalten.

Ob mein zwölfzylindriges Jaguar Coupé eine Spätfolge dieser ersten Begegnung gewesen ist, darüber dürfen andere spekulieren. Sicher ist, dass ich mir den Traum von einer 650er Panther Einzylinder verkniff, nachdem Kumpel Charly G. mit eben jenem legendären Motorrad durch einen betrunkenen PKW-Fahrer zu Tode kam. Ich zog ohnehin die rassig eigenwilligen Italienerinnen vor. Signorina Ducati oder Signora Moto Guzzi.

Als die alle verkauft worden waren aus Gründen, begann gerade eine Renaissance der Fahrräder. Mountain Bikes waren der neueste Schrei. Auch für Flachländer. In die halbdunkle, motorradleere Werkstatt kam neues Leben. Zuerst siedelte sich ein Löwe an. Kuwahara Lion. Eine überaus edle Katze war das. Die spätere Freilassung verkaufshalber an einen Freund kann noch heute Einschlafstörungen hervorrufen.
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Ich sprach hier und dort. Fragte oder suchte nach diesem oder jenem Teil. Ich wurde nicht fündig. Und als ich bereits am Verlassen des Geländes war, sah ich sie. Lieblos angebunden an einem Gebüsch, bewacht von einem offensichtlich mitleidslosen Wärter. Drahtkörbe am Rücken und verdreckt bis fast zur Unkenntlichkeit. Struppiges Fell, verklebt und wüst. Zum Erbarmen vernachlässigt war diese zersauste Katze, ein Luchsmädchen; zum Erbarmen. Ihre ursprüngliche Schönheit war bloss noch mit Fantasie zu erahnen.
Sicherlich weder in der Klasse von Löwe oder Tiger, aber immerhin ein Luchs. Obwohl ich lediglich mit halbem Interesse bei der Sache war, zog die Lüchsin meine Blicke auf sich. Naja, zum Schlachten vielleicht tauglich, dachte ich, und die Ersatzteilpreise für dreissig Jahre alte Mountainbikes schwirrten mir um den Kopf. Einsetzende Konjunktivbildung.
Der rohe Kerl begann zu schwafeln. Nervend. Und er log dabei. Das mag ich nicht. Er gurgelte Unsinn. Und ich schaute genauer hin. Begann die Schönheit des Luchses unter all dem Dreck zu sehen und weitere Qualitäten zu erahnen. Wusste auch bald um die Krankheiten. Heilbar sind die schon, dachte ich mir und fragte den Typen endlich: „Solln der Hirsch kosten?“ Die Antwort wäre eine Tracht Prügel wert gewesen.
Mein Gegenangebot jedoch auch, das sei nicht verschwiegen. Aber am Ende zählt allein, dass der Luchs gerettet worden ist. Das Fell glänzt wieder und er läuft jetzt sanft und leise in allen Gangarten wie in seinen besten Jahren.
Ich mag keine perlenbesetzten Halsbänder. Deshalb bekam meine Lüchsin (Lynx Lynx) eine verkehrsangepasste Stimme. Man höre im inneren Ohr die Hupe eines Citroen 2CV um zwei Oktaven erhöht. Einige Rollerfahrer und fussgehende Passanten sind bei der ersten Lummerländer Probefahrt bereits hurtig zur Seite und in Sicherheit gesprungen.

Das Ergebnis nach zwei Pflege- und Heiltagen ist auf den Fotografien zu sehen. Foto anklicken den Luchs bewundern. Nur schade, dass diese Schönheit mich sobald schon wieder verlassen werden wird.