Zum ersten, zum zweiten und… zum vorletzten

Horsche: Van der Graaf Generator – Still Life (1976). Unverwüstliche Texte. Eine meiner Inselplatten.
Lesen: Weiter bei Alice Schmidt – Tagebuch 1955.
Essen & Trinken: Im Spätherbst und Winter ist Eintopf- und Suppenzeit. Eine kräftige Elsässer Zwiebelsuppe und dazu einen feinfruchtigen Riesling.
Schaffe: Man wirds zum letztmal hier lesen: weiter gehts Zentimeter für Zentimeter mit der Entfernung der alten Ausgleichsmasse, um den 140 Jahre alten Dielenboden freizulegen. In den Räumen soll man wieder atmen können. Und wir wollen darin Menschen begrüssen.
Gugge: Eine Doku auf arte.de. Bryan Ferry : Don´t stop the Music / 2019. Eine Art filmischer Biographie. Ich bin Roxy Music Fan der ersten Stunde. Seine Soloalben gefallen mir weniger. Dafür imponiert er mir als Mensch umso mehr. 

 

Der vorletzte Beitrag dieses Jahres. Statt einer vertieften Analyse eher eine Aufzählung von Wahrnehmungen. Was mit der  momentanen geistigen Situation korreliert. Hans Wollschlägers klugen Essay „In diesen geistfernen Zeiten“ könnte ich wieder einmal lesen.

Ganz klar beherrscht das Thema Nummer eins das gesellschaftliche Klima und nimmt einen breiten Raum ein in diesem Jahr.

Von einer Landeszentrale für politische Bildung erhalte ich per Mail eine Einladung zu einem Online-Vortrag „Geschlechtergerechte Klimapolitik“. Eine menschengerechte Klimapolitik wäre wahrscheinlich zu wenig.
Überhaupt besteht aus der Krise heraus die Chance, dass die Verantwortung tragenden Politiker beginnen, den politischen Willen am Bedarf der Umwelt und der Bevölkerung auszurichten und nicht an den Bedürfnissen einiger weniger Konzernherren und Spekulanten. Wachstum ist sowas von out. Denn es gibt keinen lebenden (Wirtschafts)Organismus, der stets nur wächst. Ausser der Krebskrankheit vielleicht. Alle natürlichen Organismen existieren im Werden und Vergehen.

Wer das noch immer nicht glauben will – und ein weiser Satz lautet: Irgendwann muss jeder mal dran glauben – der lese zur Ergötzung die „Grill-Bibel“ eines Herstellers von hochpreisigen Freizeitapparaturen zur erhitzten Speiseherstellung.

Wer das Pech hat, während einer Autofahrt die Werbungen nicht rechtzeitig wegzuschalten, wird angeschrieen. Da werden die möglichen Kunden nicht mehr angesprochen, sondern mit aggressiv erhobener Stimme regelrecht unter Druck gesetzt. Kaufenkaufenkaufen.
Ich korrigiere mich. Eine neuere Werbung ist mir in Erinnerung geblieben, wegen der ruhigen Stimme, mit der eine Frau den Werbetext vortrug. Und besonders wegen des letzten Satzes. Es ging um ein Schlafmittel. Im letzten Satz sagte die Frauenstimme: „Schlafmittel, ich danke Dir.“ (Der Name des Mittels tut hier nichts zur Sache). „Schlafmittel, ich danke Dir“.

Selbst aus dem von mir geschätzten Fernsehkanal arte ergiesst sich neuerdings eine wahre Flut von Serienfilmen. Und ich dachte bisher, dass dieser Fernsehsender eher für künstlerisch oder dokumentarisch anspruchsvollere Formate stünde.

Es nimmt nicht Wunder, dass sich sonderbare Phänomene auch in der virtuellen Welt der Blogs offenbaren. Ich vermisse die Beiträge einiger kluger Blogger. Vor ein paar Jahren bereits zogen sich manche zurück. Immerhin konnte der Interessierte die Gründe für das virtuelle Schweigen in Erfahrung bringen. Das änderte sich in diesem Jahr sehr. Über die Beweggründe kann man allenfalls spekulieren. Andererseits sitze ich in gewisser Weise mit in diesem Boot.
Seit mehreren Jahren schreibe ich immer weniger Beiträge. Lese in mehr Blogs als ich abonniert habe. Das hat in diesem Jahr nochmals kräftig abgenommen. Ich bewege mich selbst auf dem Weg hin zum Abschied.
Ich habe durch die vielen persönlichen Begegnungen immer weniger Zeit im virtuellen Raum zugebracht. Und wenn, dann aus anderen Gründen, als in Blogs zu lesen. Zumal auch dort das Thema Nummer eins sehr viele Virtuellkommunikatoren auf unterschiedliche Weise beschäftigt.

Was mich intensiver beschäftigt, sind die Vorteile und Chancen, die sich aus der Pandemie ergeben. In unseren zahlreichen Gesprächen mit Freunden, Bekannten und auch mit Arbeitskollegen oder Kunden konnten wir erfahren, dass sie alle zumindest einige persönliche Vorteile und konkrete Wünsche zukünftiger Veränderungen benannten. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich in den letzten Jahren überhaupt mit so vielen Menschen, darunter auch gänzlich fremden, über das tagesaktuelle Thema intensiver ausgetauscht habe.

Zurück zum ersten Absatz. Stichwort Wachstumsfanatiker. Heute hörte ich die ersten Wirtschaftsprognosen. Am frühen Morgen bereits die Zahl von vierhundert Milliarden (Vierzehn Nullen will ich nicht tippen) Euro, die in diesem Jahr zum BiP fehlen würden. Wer diese Zahl errechnet hat und auf welchen Grundlagen wurde nicht gesagt (Stattdessen lullt der Sender die Hörer mit dem wiederkehrenden Satz ein: „Mit uns sind Sie immer gut informiert“). Wenige Stunden später verkündete ein anderer Wissender, dass „die Verluste der Wirtschaftskraft dieses Jahres wahrscheinlich schon im ersten Quartal 2021 wieder ausgeglichen sein werden“. Woher der Mann das bereits weiss, wurde nicht gesagt. Sie ahnen es: „Mit uns sind Sie immer gut informiert“.

Die Situation ist neu. Aber es gibt doch erkennbare Strukturen, die einen versichern, dass sich noch vieles ändern muss.
Die fetten Geldsäcke haben selbst in (an?) dieser globalen Krise hervorragend verdient. Es steht nicht zu erwarten, dass diese Menschen freiwillig etwas abgeben werden, von dem, von dem sie ohnehin zu viel haben. Soweit die materiellen „Sorgen & Ängste“ dieser Leute.
Fast noch bedauerlicher finde ich, dass die Menschen, die reichlich versorgt sind mit Haus, Garten und vielen (Wohlstands)Bequemlichkeiten, die ihnen mannigfaltige (Bewegungs)Freiheiten ermöglichen, dass von dieser Gruppe ein lautes Klagegeschrei ertönt, weil sie nicht fähig oder Willens sind, sich auch nur vorübergehend ein wenig einzuschränken in ihren egoistischen Wünschen.
Deren Gezeter ist ein Faustschlag ins Gesicht all der Menschen, die mit dem Wenigen, was sie haben, irgendwie auskommen müssen. Die in einem Vielfamilienhaus wohnen und nicht über Gärten oder Wochenendimmobilien als Ausweichquartiere verfügen. In Hessen wurde heute ein verschärfter lock-down beschlossen. Wir haben das Glück, über ein Haus und einen Garten zu verfügen.

 

Ich persönlich habe in diesem Jahr so viel Glück erlebt. Ich bin gesund, kann arbeiten und geniesse mein Lieben mit meinen Herzensmenschen. Ich habe neue Bekanntschaften gemacht und uralte Verbindungen wurden wie zufällig neu geknüpft. Ich habe viel Neues gelernt und manch anderes Wissen vertieft.
Diesen Blog habe ich aufgrund des Wunsches eines Bekannten begonnen. Er inspirierte mich dazu, Berichte über mein Leben und Arbeiten in anderen Ländern, meine Reisen, illustriert mit meinen Photographien zu publizieren. Viele Menschen haben diesen Blog verfolgt. Sogar private Freundschaften sind aus diesem Medium heraus entstanden. Darüber freue ich mich und dafür bin ich sehr dankbar. Ich lebe wieder in Deutschland. Dieser Blog hat seinen ursprünglichen Zweck erfüllt.
Nach meinem traditionellen Jahresendbericht (folgt demnächst) werde ich diesen Blog schliessen. In einem neuen Webprojekt werde ich ausschliesslich über Menschen berichten. Allesamt bin ich ihnen persönlich begegnet. Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Hautfarbe, unterschiedlicher Herkunft, auf ganz unterschiedlichen Situationen und auf verschiedenen Kontinenten. Sie alle haben mich durch unser Zusammentreffen auf ihre ganz persönliche Art berührt und beeindruckt.

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern ein erfreuliche Adventszeit. Passen Sie auf sich auf und lassen Sie sich weder viral noch geistig infizieren. Von einer der eben erwähnten Persönlichkeiten habe ich einen Satz erhalten, der für mein Leben gilt: „Geh´ Deinen eigenen Weg, alles andere ist Irrweg“.

 

 

 

 

 

Advent und Endspurt

Horsche: Arno Schmidt liest aus seinen eigenen Werken. Was und wie er liest ist hörenswert. Daneben lösche ich weiterhin tüchtig aus dem Musikarchiv. Bei manchen Musikern bleibt allenfalls eine Zusammenstellung übrig. So viel verliert an Bedeutung.
Lesen: Alice Schmidt : Tagebuch aus dem Jahr 1955. Die Frau Arno Schmidts notierte das Alltagsleben des Paares sehr eindrücklich.
Essen & Trinken: Gestern wurden die aller(vor?)letzten neben der Heizung erröteten Tomaten zu einer köstlichen Tomatensauce gekocht. Dazu gabs feine Safrannüdelchen.
Schaffe: Und immer weiter gehts Zentimeter für Zentimeter mit der Entfernung der Ausgleichsmasse, um den 140 Jahre alten Dielenboden freizulegen.
Gugge: Unbewegte Bilder diesmal. Photographien aus einem sogenannten Auschwitz-Album. Keine Brutalität ist zu sehen. Scheinbar beiläufig aufgenommene Dokumente, die mich innerlich um so mehr bewegten.

Ein absolut aussergewöhnliches Jahr läuft auf sein Ende zu. Ein Jahr mit dreizehn Vollmonden. Wir haben die Verwirrungen im Garten erlebt. Die „frühen Karotten“ waren gegen Ende September bereit zur Ernte. Zucchini verfaulten im frühen Stadium der Reife. Die Schokoladencosmeen blühten wie noch nie: allerdings erst ab Oktober.

Viele Menschen erkannten es und sprachen es seit Jahren aus: So kann es mit dem Wohlstand und dem Zustand der Welt nicht mehr weitergehen. Es muss sich etwas ändern! Auch ich habe in dieser Art gesprochen.
Niemand ahnte jedoch, wie die Veränderungen stattfinden sollten. Niemand sprach das Wort Krieg laut aus. Vor allen Veränderungen stellen sich Unsicherheiten und Ängste ein. Es gibt eben nicht viel Veränderung oder nur ein bisschen Veränderung. Veränderung ist Veränderung. Und umso grösser, desto unverhoffter kommt die Veränderung. Und jeder hofft, dass kommende Veränderungen im eigenen Leben keine Nachteile oder gar Unbequemlichkeiten verursachen. Schon beginnt die Suche nach den Schlupflöchern.

Die Realitätsgestörten, die bereits jetzt von einer Diktatur bellen, bringen sie selbst herbei. Sie verhalten sich asozial und verantwortungslos mit ihren quer“gedachten“ Aufmärschen. Wo immer sie erscheinen in ihrer grenzenlosen Rücksichtslosigkeit, wird der Ort danach zu einem neuen Hotspot. Und sie kapieren nichts.
Eine Nachbarin radikalisiert sich. Spricht von der kommenden „Impfdiktatur“. Weiss nichts über Impfstoffe und deren Zulassung. Nichts vom kommenden Procedere. Nichts von den Zeitplänen. Nichts von den Kosten. Weiss nichts ausser, dass da eine Impfdiktatur kommen werde. Dass sie nur williges Werkzeug zur Errichtung einer möglichen Diktatur wird, ahnt sie in ihrer Verblendung nicht.
Die konstruktiv und klar denkenden Menschen mit ihrem Verantwortungsgefühl und ihrem sozialen Tun mögen uns vor dem Querdenkergesindel, den Ewiggestrigen, den Vergnügungssüchtigen, den Konsumabhängigen und den Faschisten von rechts und links bewahren.

 

Es wird sich noch viel mehr verändern in den kommenden Jahren, als sich viele Menschen derzeit vorstellen können oder wollen. Der Corona Virus ist ein Anfang in körperlicher Hinsicht. Die sich anschliessenden sozialen Auswirkungen erleben wir in ihren Anfängen. Die Bundesregierung unterstützt mit Geldern. Es wurde schnell klar, dass die Inhaber von Kleinbetrieben finanzielle Hilfe brauchen. Ebenso der gesamte Bereich der Kulturschaffenden. Wie lange das ausreichen wird bevor es zu einer Katastrophe kommt, hängt beträchtlich auch vom Verhalten der sogenannten quer“denkenden“ antisozialen Fraktion ab.

Ich hoffe, ich kann alle meine Familienmitglieder in der Weihnachtswoche hier empfangen. Der Reihe nach versteht sich. Wir haben Verabredungen getroffen, dass wir uns in diesem Jahr nicht alle gleichzeitig treffen werden können.

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern eine wache Adventszeit und genügend Abwehrkräfte gegen den Blödsprech hier und dort. Soziales Miteinander ist ein uverzichtbares Lebensmittel.

 

(Irgendwo in diesem Lande : Querdenkers zukünftiges Traumhaus)

 

 

 

 

 

 

Sprichwörter im Lauf des Lebens

Horsche: Kettcar – …und das geht so (2019).
Lesen: Johannes Roth : Gartenlust. Fünfzig Bumenstücke und Anleitungen zur gärtnerischen Kurzweil. München, Keysersche Verlagsbuchhandlung. 1989.
Essen & Trinken: Heute werden die letzten neben der Heizung erröteten Tomaten zu einer köstlichen Tomatensauce gekocht.
Schaffe: Fertigstellung der kompletten Zerlegung und Überarbeitung eines fast siebzig Jahre alten Damenrades.
Gugge: Beeindruckende Dokumentationen über das Oder-Delta und den letzten Rheinfischer. „Altes Land“ – ein Zweiteiler mit schlapper Handlung, dafür aber grossartige Schauspieler und imposante Bilder.

 

Auf auf jetzt! Alle LemmKonsumlinge in die Startlöcher. Und kräftig hecheln und sabbern nicht vergessen. Der schwarze Freitag naht. Im Autoradio schreit es immer lauter und auf/eindringlicher. Kaufen kaufen kaufen. Weh denen, die jetzt nicht zuschlagen und dafür zahlen. Die werden ihre Unzufriedenheiten und Aggressionen (wo)anders oder an anderen loswerden müssen. Zum Beispiel hier.

„Not macht erfinderisch.“ Ein altbekannte Spruchweisheit. Ihren Ursprung konnte ich noch nicht herausfinden. Was mir ergänzend dazu jedoch immer deutlicher vor Augen tritt ist dies: Wohlstand macht träge und verblödet.
Seit Jahren hören ich in unterschiedlichen Zusammenhängen und von Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und Bildung den fast immer gleichlautenden Satz: Das kann ja so nicht weitergehen. Gemeint ist die kommerzielle und gesellschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft und der Welt ganz allgemein.
Und jetzt bietet eine globale Ausnahmesituation eine Menge Gelegenheiten, manches zu ändern. Und zwar grundlegend. Stattdessen formieren sich Leute, die sich Querdenker nennen. Ein Sammelsurium von Interessen und Überzeugungen, die man niemandem zum Nachbarn wünscht. Faschisten von rechts und links, unbedarfte aber dennoch gefährliche Träumer, die sich in einer  Diktatur wähnen und angeblich seit Monaten im Widerstand leben. Wirrköpfe auf dem Partymarathon. Und diese krude Mischung geht Hand in Hand demonstrieren.
Mir sind Menschen, die aufgrund kritisch hinterfragter Informationen logisch und gradlinig denken lieber. Quer geht der Krebs. Und seine Scheren zwicken unerbärmlich schmerzhaft.

 

„Zusammengezählt wird am Schluss.“ Diese Lebensweisheit begleitet mich seit Jahrzehnten. Deren Herkunft ist mir bekannt. Damals fuhr ich noch Motorrad. Anfänglich alte zentnerschwere Eisenhaufen, die man sich auch als Schüler für kleines Geld aus Schuppen oder Scheunen ziehen konnte. Die Eigentümer hatten längst einen Kraftwagen in der Garage stehen. (Und ihre Frauen freuten sich, dass die stinkenden Knatterdinger endlich aus dem Haus kamen. Da fallen mir gleich einige famose Erlebnisse ein).
Aber es gab auch die älteren Männer, die unbeirrt weiterhin ihr Krad bewegten. Sei es, weil sie keine Fahrerlaubnis für Kraftwagen besassen, oder weil sie eben „schon immer“ Motorrad gefahren sind. Das bedeutete nicht selten, sie waren Kradmelder im letzten Krieg.
Einer ist mir noch gut erinnerlich. Der trieb ein Wehrmachtsgespann von BMW hinter der Front. Aufgepflanztes MG auf dem Seitenwagen. In meiner Jugendzeit fuhr der Mann eine BMW R69. Wenn er die angetreten hatte und auf dem Sattel sass, verwandelten sich für ihn die Strassen zwischen unseren Dörfern in schlammige russische Wege und die Felder ringsum in die Taiga. Ich bewunderte ihn für seine Gleichmässigkeit. Die immer gleiche vorsichtige Fahrweise, die gleichen Kleidungen im Sommer und im Winter, die immer gleiche Sitzhaltung auf dem Bock. Er kannte den Spruch auch. Wenn auch in einem anderen Kontext.

Wir fuhren mit unseren Motorrädern gelegentlich zu Veteranentreffen. Manche fanden auf bekannten Rennstrecken statt. Da konnte man ehedem bekannten Rennfahrern begegnen, die auf alten Rennmaschinen ihre Runden drehten. Und dann die „Benzingespräche“ zwischendurch. Wer weiss, wo man diesen Vergaser oder jene Zündspule für meine Zündapp noch finden kann? Wie löst man dieses oder jenes Problem mit der Schwinge einer 350er DKW? Es gab viel zu lernen.
Einmal sprach mich einer dieser alten Helden wegen meiner kleinen 450er Ducati Desmo an. Technik. Fragen und Antworten. Ob ich wohl einige Runden drehen würde. Ich verneinte. Ich wolle die Maschine (und mich) nicht schrotten. Es ging noch ein wenig hin und her. Im Verlauf unseres Gespräches – und ich erinnere den Zusammenhang nicht mehr – sagte er: „Zusammengezählt wird immer am Schluss“.

In scheinbar tiefster Vergangenheit, also vor etwa siebzig Jahren, waren selbst hubraumgewaltige Rennmotorräder behäbig und langsam im Vergleich zu einer durchschnittlichen Maschine heutzutage. Stürzte ein Fahrer im Rennen und verletzte sich dabei nicht folgenschwer, so konnte er häufig das Rennen fortsetzen. Und mit Können und etwas Glück sogar noch gewinnen. Deshalb wussten es die Rennfahrer damals. Zusammengezählt wird am Schluss.

Im Lauf meines Lebens hat sich dieser Satz so oft bewahrheitet, dass er für mich fast schon zu einem Lebensmotto geworden ist. Er scheint auch treffender als ein anderer Satz, der nur scheinbar das gleiche meint. „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“. In jungen Jahren zitierte ich diesen Satz bei manchen Gelegenheiten. Heute erkenne ich einen fundamentalen Unterschied. Im Zusammenzählen steckt Arbeit und abwarten können; geduldig sein und dranbleiben. Er bezieht sich auf mich.
Im Satz vom zuletzt Lachen steckt zwar auch das Abwarten. Aber wo immer man diesen Satz hört, schwingt doch etwas von Rache oder zumindest Häme mit. Es geht nicht nur um den eigenen Sieg sondern auch um die Niederlage des Gegners.

 

Die französische Fahrradindustrie experimentierte seit den 1930er Jahren mit verschiedenen Rahmenformen. Eine davon hatte ein doppeltes Oberrohr. Die nahe Hanau am Main ansässige Fahrradfabrik Bauer bewarb diese Form als „französisches Modell“. Zusätzlich wurden andere Attribute übernommen, die als französische Eigenschaften wahrgenommen wurden. Diese Fahrräder hatten ein sportliches Design, tief heruntergezogene Schutzbleche aus Aluminium, rutschsichere Pedale aus Metall, serienmässig keinen Ständer und andere Details. Sie waren als Tourensporträder ausgelegt. Seit den 1970er Jahren prägte man den Begriff Mixte für diese spezielle Rahmenform.
Die Fotografien zeigen ein Damenrad. Ein guter Freund war im vergangenen Sommer so freundlich, es beim Verkäufer abzuholen und bei sich zwischenzulagern bis zur Abholung. Nach der kompletten Zerlegung und Überarbeitung ist es wieder fahrbereit. Und es geht auch ohne Gangschaltung ab wie die Luzi. Die optischen Blessuren verschweigen ein langes Leben nicht. Und sie sollen es auch nicht. Anhand der Rahmennummer wurde das Fahrrad 1952 oder 53 produziert.
Sollte einer meiner geschätzten Besucher, Leser oder Gugger ein entsprechendes Herrenfahrrad sichten, so bitte ich um eine umgehende Benachrichtigung.

 

 

 

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern Gesundheit und eine erfreuliche Zeit. Mit klarem Blick versteht sich. Denn zusammengezählt wird am Schluss.

 

 

Mitte Oktober gegen Abend…

Horsche: Die Lichtung des Musikalarchivs schreitet voran. Erneute Anhörungen und Aussortierungen.
Lesen: Anmerkungen über Kuhkapellen in Rheinhessen..
Essen & Trinken: Zur Nacht das frisch gebackene Walnussbrot mit reifem, sehr würzigem Brie. Dazu passte die leckere Quittenkonfitüre (siehe darunter).
Schaffe: Quitten verarbeiten und Brot backen. Ausserdem Reifen wechseln am neuen Bauer Sprint (Bj.1967).
Gugge: „Grenzland – Vom Baltikum zur Akropolis“. Eine interessante Reise in Bildern. Leider zu knapp und obendrein scheinen die (ab)wertenden Kommentare gegen osteuropäische Lebensgewohnheiten unvermeidbar. Habt Ihr vergessen, dass die Russen uns vom Joch der deutschen Nazibarbaren befreit haben ?!

 

So beiläufig habe ich erfahren, dass eine gewisse Louise Glück den Nobelpreis für Literatur erhalten hat. Den Namen habe zuvor nie gehört. Bei meiner schnellen Recherche fiel mir auf, dass bei dieser sehr sonderbaren Stockholmer Jury in der Disziplin Schreiben die USofA offensichtlich „mal wieder dran waren“. Weiss der Geier, wen die aus dem Hut zaubern würden, um bloss dem Thomas Pynchon keinen Preis zuerkennen zu müssen. Und der hötte ihn aufgrund seiner literarischen Leistungen schon längst verdient. Er wird ja auch immer wieder vorgeschlagen.

Seis drum. Ich lese seit Jahren ohnehin fast ausschliesslich Fachliteratur..

In Frau Beyers lesenswertem Bericht über die Buchemesse erfahre ich: „Denis Schenk endete seine Buchvorstellung mit den Worten „Vertrauen Sie keiner Literaturkritik, vertrauen Sie keiner Literaturkritikerin, sondern vertrauen Sie Ihrer eigenen literarischen Intelligenz, die Bücher sind dazu da, dieselbe an ihr zu schärfen.“
Wohl wahr. Mit diesen Gedanken kann man sich die meiste Prosa und Lyrik  (er)sparen. Die eigene Lebenszeit ist zu kostbar. Das meiste, was man heute an „neuerer Literatur“ liest, verschwimmt nach einem halben Jahr und spätestens zwei, drei Jahre danach ists dann vergessen. Mit diesem Wissen kaufen die Verlage ihre jeweiligen Plätze auf den Bestsellerlisten der verschiedenen Medien. Was wunderts, dass selbst wirkliche literarische Bestverkäufer heutzutage recht flott im Ramsch vermarktet werden.

Trotzdem finde ich lesen immer noch sinnvoller als, sagen wir, Dauerseriengugger zu werden oder ein Wochenende in einem Vergnügungspark zu verbringen. Oder mit einem Motorrad spasseshalber in der Landschaft die Luft zu verpesten. Nö, wer liest, geht dabei seinen Mitmenschen wenigstens nicht direkt auf den Senkel. Und eine der besseren Fluchtmöglichkeiten vor den Unbilden des Alltags ist es allemal. Es stinkt zwar nicht wie Tabak, ist weniger gefährlich als der Strassenverkehr, dennoch wohnt auch dem Lesen eine gewisse Suchtgefahr inne.

Ich weiss, wovon ich hier schreibe. Den sogenannten bürgerlichen Bildungskanon habe ich mir angelesen. Und einige der heute üblichen Listen, zum Beispiel – „1000 Bücher, die man gelesen haben muss, bevor man ins Grab versenkt wird“ – habe ich auch abgearbeitet. Die ellenlange Namensliste tut hier nichts zur Sache. Was ist davon geblieben?

Nach dem Mann ohne Eigenschaften, dem einzigen Dickroman, den ich nicht zuende gelesen habe, änderte sich meine Einstellung zur Prosa. Daneben war die Beschäftigung mit der Literaturwissenschaft schliesslich der Tritt aufs Bremspedal. Zum Glück entdeckte ich die sogenannten (deutschen) Volksbücher. So ging ich der Unterhaltungsliteratur nicht ganz verloren.
Wer einmal „Die Historie von Tristan und Isalde [sic!], herausgegeben nach dem ältesten Druck bei Anton Sorg, Augsburg, 1484, gelesen hat, der kennt nach der Lektüre im Prinzip alle Beziehungsmöglichkeiten zwischen Männern und Frauen. Alles, was danach und bis heute zu diesem Thema literarisch verarbeitet wurde, ist bestenfalls die literarische Ausarbeitung von Teilaspekten. Und seit etwa fünfzig Jahren breiten die Autoren hauptsächlich ihre eigenen Befindlichkeiten vor dem Lesepublikum aus.
Das spricht natürlich nicht gegen den Genuss der literarisch ausgefeilten, schärfsten Kutschenfahrt des 19. Jahrhunderts. Aber das Schicksal der Passagierin in der Kutsche ist in Tristan und Isalde im Grundzug schon angelegt.

Wenn Sie also Zeit und Musse haben, dann schauen Sie sich um. Im alten Diederichs Verlag sind einige Volksbücher in ansprechender Aufmachung erschienen. Tristan und Isalde, Die sieben weisen Meister, die Historia von D. Johann Fausten, dem weitbeschreyten Zauberer und Schwarzkünstlern oder die Historie von Fortunati Glückseckel und Wunschhütlein und andere. Die Reihe ist vom Verlag bedauerlicherweise nie komplettiert worden. Inzwischen sind sogar sogar wissenschaftlich kommentierte Ausgaben erhältlich.
Deren Lektüre kann Ihnen fürderhin manche Stunde ersparen, in der Sie sich mit Freunden oder Bekannten zu einem Gespräch treffen können. Zusammensitzen und miteinander sprechen. Die Lebenszeit ist kurz für lediglich vorübergehend gültige Literatur. Laut einer Berechnung Arno Schmidts schafft man zwischen seinem sechsten und seinem siebzigsten Lebensjahr ohnehin höchstens sechstausend Bücher, wenn man wöchentlich zwei Romane liest. Wer aber ist der Lage, diese Leseleistung zu erbringen?

 

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern, dass die zweite Welle nicht über Ihren Köpfen zusammenschlagen möge. Wählen Sie inzwischen Ihre Lektüren sorgsam aus.

 

Ich hatte ursprünglich ein ganz anderes Thema auf dem Schirm. Aber auch das Geschäft mit der Literatur verdient, dass es gelegentlich beleuchtet wird.

 

(Manche haltens für Spass. anything goes lautet die Devise.
„…Abendland, wir sind aus dir geboren, wir fahren auf deinem Narrenschiff dem Abschied entgegen…“ [Andre Heller])

 

 

Der neudeutsche Wahnsinn oder Gebiss entgleist

Horsche: Lorenzo Il Magnifico – Trionfo Di Bacco, Carnival Songs, 1449-1492 (Doulce Mémoire).
Lesen: Im öffentlichen Bücherschrank gefunden: Hammond Innes: Der weisse Süden. Übersetzt von Arno Schmidt. Wer kennt Hammond Innes heute noch?
Essen & Trinken: Bandnudeln und eine feine Tomatensauce. Mit Tomaten, frischen Kräutern und Knoblauch frisch aus dem Garten. Von der kleinen, privaten Kelterei den hervorragenden Speierling. Bei diesen Temperaturen natürlich gespritzt.
Schaffe: Bei der Hitze nur ein ganz klein wenig in der Werkstatt an La Perle arbeiten. Da inzwischen bekannt ist, dass diese Schönheit siebzig Jahre alt ist, lassen wir gehörige Vorsicht walten.
Gugge: „Maudie“ (2017) von Aisling Walsh. Ein Film über das Leben und die Liebe der kanadischen Malerin Maud Lewis. Grossartige Bilder und zwei herausragende Hauptdarsteller. Zur Zeit in der Mediathek bei arte.tv zu sehen…

Das Leben unter der Einflugschneise. Menschen wollen eine weitere Coronawelle. Oder zwei. Oder drei. In jedem Fall: SPASS MUSS sein!!!

Ich erinnere mich an einen sehr beleibten Kanzler, der (lt. Interview) Saumagen und weissen Käse (oder warens eher Lewwerknebb?) zu seinen Lieblingsspeisen zählte. Dieser grosse Mann verkündete die von seiner Partei (die er natürlich selbst war) geplante geistig-moralische Wende. Darin war neben anderen komödiantischen Einlagen auch von der umgehend zu beendenden „Spassgesellschaft“ die Rede.
Vermutlich war das der Grossgegenangriff auf die NDW-Hymne „Ich will Spass“ von dem Schlagersänger Markus. Und weil dieser Text auch von so illustren musikalischen Fixsternen wie Torfrock, Mundstuhl oder James Last gespielt worden sind, sah man im Kanzlerhauptquartier Gefahr im Verzug.
Und weil Logik nicht gerade zur Grundingredienz politischer Arbeit gehört, wurde einem am 14. Juli 2011 verstorbenen Medienunternehmer fast zur gleichen Zeit die Generallizenz zur völligen Verblödung der deutschen Massen mittels privater Fernsehsender erteilt. Brot und Spiele, damit das Volk das Maul hält und vor allem: endlich zu denken aufhört. Wobei, was das Denken betrifft… Das einzige, was auf dieser schönen Welt offensichtlich gleich verteilt ist, ist die Intelligenz. Da meint nämlich nahezu jeder, er habe genug davon.

Die Brandung dieser seit nun mehr als dreissig Jahren flutenden geistig-moralischen Wende kann man an den Demonstrationen gegen die Maskenvorschriften erkennen. Die Massen wollen Spass. Von Vergnügen oder gar Freude spricht niemand mehr. Stattdessen werden mit den teilweise sehr weitsichtigen Vorschriften Schmähworte wie Diktatur oder Sklaverei verbunden.
Mein Vorschlag zur Behandlung dieser Menschen. Ab in das nächste Land ohne Verfassungsgerichtsbarkeit und dort drei Wochen für den europäischen Billigkonsum wirken. Unter den landesüblichen Bedingungen versteht sich. Vielleicht würde dann doch einigen dieser Menschen ein Fünklein im Oberstübchen aufleuchten.

Es gibt Wirtschaftszweige, und damit meine ich nicht die Daxunternehmen oder ähnliche notorischen Steuervermeider, sondern die kleinen und mittleren Unternehmen, die unseren Sozialstaat am Laufen halten. Vielen dieser Unternehmen ginge bei weiteren Coronawellen ziemlich rasch die finanzielle Luft aus. Und auch all denen, die diesen Unternehmen beispielsweise als Auftragnehmer verbunden sind.
Aber das ist jenen Zeitgenossen völlig gleichgültig, die JETZT IHREN SPASS haben wollen.

 

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern eine freudvolle Woche. Bleiben Sie wohlauf und lassen Sie sich nicht anstecken.

 

(Diese Zufallsaufnahme könnte aus einer Nachmittaggeschwätzschau mit künstlich eingeblendetem Lachen stammen)

 

 

 

Perlen auf Rädern

Horsche: Dies und das von allem was – zwischendurch und im Vorübergehn.
Lesen: Heimatmuseum Neukölln (Hrsg.): Kringeldreher + Strampelbrüder. Radfahren in Neukölln. Begleitheft zu einer Ausstellung über Strassen- und Bahnrennen in Neukölln.1997. Sehr famos.
Essen & Trinken: Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Frisches aus dem Garten. Es ist ein Wunder, was aus einem Samen entsteht und wie fein das schmeckt.
Schaffe: In der Werkstatt Fahrräder zerlegen und zusammenbauen. Gespräche darüber, wie das weitergehen soll. Es kommt ein Rad nach dem anderen…
Gugge: Ein Liveauftritt der russischen Band Otava Yo – Live im Glavclub St. Petersburg, 22.5.2015. Da geht angenehm die Post ab. Sollte am 5.11. das Konzert in Stralsund staffinden, wäre das eine kurze Reise wert…

 

Der Grossvater värtlicherseits soll auf der alten Opelrennbahn sonntags an Opel Laubfrosch Rennen teilgenommen haben. Ich konnte ihn dazu nicht befragen, als er starb war ich noch zu jung. Von dem anderen Grossvater sind durch photographische Aufnahmen sportliche Erfolge verbürgt. Deutsche Meistertitel im Kunstradfahren in den 1920er Jahren. Überhaupt war er in verschiedenen Disziplinen auf zwei Rädern unterwegs. Der Mann verlor bereits Jahre vor meiner Geburt sein junges Leben.

Vielleicht kommt von diesen Vorfahren meine gewisse Affinität zur Bewegung auf Rädern. Autos passen kaum noch in unsere Zeit. Meine Traumautos aus Kinder- und Jugendzeiten konnte ich mir erfüllen bis auf den Bentley Continental S2 2-Door Saloon mit der bildschönen Karosserie von H.J. Mulliner. Als ich einen von den knapp hundert produzierten Exemplaren gefunden hatte in England und mit dem Händler fast handelseinig war, setzte mein privater Vermögensverlust ein, der andere Aktivitäten von mir verlangte.

Schon viel früher hatte ich wegen meiner Kinder meine kleine Ansammlung von Ducatis und der grossen Moto Guzzi verkauft. Eine neue Fahrradwelle kam Mitte der 1980er Jahre auf. Die sogenannten Mountain Bikes. Zwei Kuwaharas stehen im Ställchen seit über dreissig Jahren. Lediglich Reifen und Bremsklötze wurden während dieser Zeit gewechselt. Und sie laufen wie am Anfang.

Mit der Idee, ein Transportrad aufzubauen, fielen mir meine früheren Erlebnisse mit meinen Rädern wieder ein. Und ein Bauer Sport stand in der Nähe zum Verkauf. In der Ausführung mit dem Herrenrahmen. Nun, wie das Leben so spielt. Im Nachbarort war das passende Damenmodell abgängig.
Das Transportrad bekam sein Firmenschild und wird von seiner erfreuten Eigentümerin nun zu entsprechenden Arbeiten eingesetzt.
In unserer kleinen Werkstatt tummeln sich inzwischen sechs Bauer Räder. Und einige weitere stehen noch in der Warteschleife hier und dort. Ich bin gespannt was aus dieser Entwicklung noch werden wird.
Ich kann mir vorstellen, interessierten Menschen diese schlichten Maschinen der Fortbewegung nach ihren Wünschen zu gestalten und zu bauen. Individuelle Fahrräder. Fast unhörbar in der Bewegung und nur geringer Pflege und Aufmerksamkeit bedürftig. Anschaffungen für lange Zeiten. Treue Begleiter.

Wenn ich an die Elektrofahrräder denke oder diese neumodischen meterlangen Transportvehikel. Zuhause kaum zu selbst reparieren. Zu heben nur von Schwerathleten. Tausende von Talern in der Anschaffung und nach einigen Jahren gibt es dringend benötigte Ersatzteile schon nicht mehr. Und so grob sie aussehen, so werden viele auch im Strassenverkehr bewegt.

Wie fein dagegen die Handwerkskunst an dieser Perle. La Perle war eine kleine französische Fahrradmanufaktur. Mit einer Perle im Steuerkopfschild. Produziert wurden Räder zwischen Mitte der 1930er bis gegen Ende der 1960er Jahre. Im Netz sind nur wenige Information findbar. Vor meinem inneren Auge sehe ich dieses feine Fahrrad aus einer Scheune im Taunus bereits wieder in seiner alten Pracht. Amélie wird ihre Runden drehen.

 

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern ein angenehm bewegtes Leben.

 

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