Mit der Zeit . . .

Horsche: Eine Überraschung ist: Peter Kraus – Zeitensprung (2013). Eine eher matte Sache ist dagegen:  Die Ärzte – Hell (2020). Peter Kraus coverte Lieder, die durch seine Interpretation an Emotion gewonnen haben. Zwei, drei Ausnahmen ausgenommen. Musikalisch sind die Ärzte mitreissend, textlich hingegen hätte ich nach so vielen Jahren mehr erwartet.
Lesen: Diese und jene Recherchen im Internet.
Essen & Trinken: Eine köstliche Gemüsesuppe mit Karotten, Rettich, Rote Beete und Schnittsellerie aus dem Garten. Dazu schmeckte uns ein 2018er Château Cap L´Ousteau Haut-Medoc.
Schaffe: Planen, planen, planen. Renovierungs- und Umbaumassnahmen stehen an.
Gugge: „Tadellöser & Wolff“ (Mit einem schönen Dank an Herrn RYP für die Erinnerung).

 

Der Uhrmachermeister setzt alte Uhren instand. Er war mir schon öfter zu Diensten. Seine Art mag ich nicht, seine Arbeiten schätze ich. Und nur darauf kommt es ja an. Die silberne Taschenuhr Saxonia (System Glashütte) meines Urgrossvaters tat keinen Mucks mehr und war auch nicht aufzuziehen. Allein schon diese altehrwürdigen Bezeichungen. Saxonia (System Glashütte) verzücken mich.

Das wird länger dauern. Ich komme mit den Aufträgen nicht mehr nach.
Kein Problem. Ich habe Zeit. Sie können mich ja anrufen wenn die Uhr fertig ist.
Er kneift sich seine Uhrmacherlupe ins linke Auge. Öfnnet mit dem kleinen Taschenmesserchen die beiden Deckel auf der Rückseite der Uhr. Auf seiner Stirn wird eine senkrechte Steilfalte sichtbar.
Hundertfünfzig Euro müssen Sie rechnen.
(Mmh? das ist doppelt so viel wie vor sechs Jahren).
Gut, hier haben Sie meine Karte. Rufen Sie mich an wenn sie wieder richtig tickt.

Der Anruf kam nach fünf Wochen. Ich nahm die Uhr in Empfang und legte die Geldscheine auf die Theke. Auf der Fahrt nach Hause blieb die Uhr stehen. Ich schüttelte sachte und sie lief wieder. Und blieb wieder stehen. Am nächsten Tag stand ich wieder im Uhrenfachgeschäft.

Das kann nicht sein.
Ist aber so, wie ich Ihnen sage.
Ich kann jetzt nicht nachsehen. Sie müssen sie hierlassen. Nehmen Sie Ihren Zettel nochmals mit. Ich melde mich bei Ihnen.

Drei Wochen später kam der Anruf.
Ich habe nochmals alles kontrolliert. Ihre Uhr läuft einwandfrei.

Auf der Heimfahrt blieb sie wieder stehen.

Das gleiche Procedere wie soeben beschrieben fand noch zweimal statt.

Ich kann Ihnen jetzt auch nicht mehr weiterhelfen. Die Uhr ist ja auch schon über hundert Jahre alt. Ich habe jetzt sogar noch zwei neue Lagersteine kaufen und einbauen müssen. (Warum eigentlich erst jetzt und nicht gleich?) Ein mords Akt. Die gibts auch nicht mehr an jeder Ecke. Die haben mich fünfzig Euro gekostet. Nur Arbeit und ich habe nichts dran verdient.

Was voll ist und überlaufen will, das soll man erstmal laufen lassen.

Ja, aber ich habe hundertfünfzig Euro bezahlt für eine Reparatur. Und die Uhr läuft jetzt nicht.

Hier, ich gebe Ihnen hundert Euro zurück. Mehr geht nicht. Ich habe bei dieser Uhr ohnehin schon ordentlich draufgelegt.
Da kann man wohl nichts mehr machen.

Zuhause hängte ich die Uhr an den schönen Uhrenständer. Reiner Jugendstil. Mit dem Häkchen überm runden Samtkisschen. Damit die Uhr sich nachts nicht erkältet. Da hing sie dann weitere drei Wochen. Manchmal nahm ich sie in die Hand und schüttelte sanft. Dann lief sie. Zwei, drei Minuten. Und blieb wieder stehen.

Pech gehabt. Mit Zitronen gehandelt. Die Arschkarte gezogen. „Wir Zocker sagen immer: zahlen und fröhlich sein“ (Die toten Hosen). Vergiss es.

Die alte Taschenuhr hängt an ihrem Uhrenständer neben meinem Schreibplatz. Mir fehlte das morgendliche Ritual. Aufziehen. Ticken hören.

Monate später nahm ich sie eines Tages in die Hand. Das silberne Gehäuse war inzwischen wieder etwas angelaufen. Matt und stumpf sah sie aus. Ich nahm das Poliertuch zur Hand. Unterm Reiben leuchtete der noble kalte Glanz des reinen Silbers auf. Was sind schon hundert Jahre. Wahre Schönheit mag sich im Lauf der Zeit ändern. Aber sie vergeht nicht. Ich öffnete die beiden hinteren Deckel. Auf der Innenseite des oberen Deckels ist der Name meines Urgrossvaters eingraviert. Auf dem inneren Deckel hinterliessen Uhrmacher ihre Kritzelzeichen.
Ein Uhrwerk ist ein Wunder. Ein Instrument, das etwas anzeigt, was es eigentlich garnicht gibt. Zeit. Die kleine Nadel, mit der man die Ganggenauigkeit einstellen kann stand ziemlich weit nach links – retard. Vorsichtig schob ich mit dem Daumennagel das Zeigerchen nach rechts in Richtung avance.
Weisst Du, wenn Du schon hier herumhängst, nicht läufst und von mir nicht aufgezogen werden willst, dann lass Dich wenigstens in die Nullstellung bringen. Alles gut.
Ich verschloss die beiden hinteren Deckel und hängte dir Uhr zurück an den Ständer.

Ich wendete mich wieder einer Schreibarbeit zu. Kurze Zeit später in einer Pause sah ich zur Seite und zur Uhr hin. Ich traute meinen Augen nicht. Der Sekundenzeiger drehte sich ruhig. Die Uhr lief. Sie lief wieder wie ehedem. Und sie läuft seitdem. Seit zweieinhalb Jahren. Jeden Morgen nach dem Aufstehen ziehe ich die Uhr auf. Alle zwei Wochen korrigiere ich die angezeigte Zeit. In diesem Zeitraum eilt die Uhr um eine Minute voraus. In zwei Wochen. Mir macht das nichts aus. Zeit gibt es ja garnicht. Ich glaube, dass die alte Uhr nur deshalb um eine Minute vorgeht, weil sie in die Hand genommen und ein bisschen beschmeichelt werden möchte.

 

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern ein wundervolles Wochenende.

 


 

 

 

 

 

 

Drei Männer an der Strassenecke

Horsche: Fischer-Z – Red Skies over Paradise
Lesen: Keine Zeit und Energie.
Essen & Trinken: Halberstädter Bockwürste, Butterbrot, Apfelwein sauergespritzt
Schaffe: Immer weiter – einen hundertvierzig Jahre alten Holzfussboden von der fürchterlichen Ausgleichsmasse befreien.
Gugge: Dokus auf arte: Eric Burdon – Rock´n´Roll Animal, Françoise Hardy – Die Diskrete und zum Feierabend The Kinks, die bösen Jungs des Rock’n‘ Rolls..

Bei uns in de Gass´

Drei Männer stehen zusammen. Nachbarn. Sprechen im Dialekt.

„Und?“
„Ausgleichsmasse wegmache.“
„Abschleife?“
„Weichholzdielen. Mit Spachtel und vorsichtig mit dem Hammer.“
„E Scheissarbeit.“
„Des kannste laut sage.“
„Und dann?“
Schulterzucken. Rumkucken.
„Also mir macht des Corona nix.“
„Vielleicht ein Bad einbauen.“
„Mit dem Corona ist es schön ruhig hier. Ich vermiss´ die Fliescher nachts nedd.“
Ei, mei Bawett schläft neuerdings wieder wie en Ratz.“

„Wer ist den euern Installateur?“
„Und wen habt Ihr?“
„Ach so.“
„Mir hawwe de Leiberger.“
„De Leiberger? De alte Theo iss doch gestorwe. Taugt denn dem sein Schwiegersohn überhaupt was?“
„Ich lass hinten im Hof die Anschlüsse jetzt neu machen. Da werrn merr des sehe, was der kann.“
„De Theo hat bei uns des Bad gemacht. Astrein, sag ich dir..“
„Ja ja, de Theo, der war en klasse Handwerker.“

„Genau, wie de Astheimer Walter.“
„Unn sei Schwester, die Gertrud.“
Hinten war die Schlosserei. Und vorn das Haushaltswarengeschäft. Auf der Theke stand nur brauchbares, nicht wie heutzutage an den Tankstellen und in den Apotheken.
„In dem Laden haste alles gekriegt. Und was sie nedd hatten, haste ned gebraucht.“
Auf der Theke stand eine Waage und dahinter war die Schubladenwand. Unzählige kleine Schublädchen. Schrauben oder Nägel gabs einzeln oder handvollweise, die wurden abgewogen.
„Und über der Wand mit dene Schublade hawwe die Gerippte gestanden. Wie sichs gehört, nulldreier Gläser.“
„Der Walter hat vielleicht e bissche länger gebraucht, aber die Arbeit war tiptop.“
Das Haus ist verkauft worden. Und aus dem grossen Schaufenster ist ein grosses Wohnzimmerfenster geworden.
„Jedesmal wenn dran vorbeigeh´ unn seh´ den Vorhang, fang´ ich an zu frieren.“

Drei Männer stehen an der Strassenecke. Jeder denkt sich seinen Teil

 

Ich bin zwei Strassen weit von hier geboren. Im alten Ortskern. Die paar hundert Menschen innerhalb des alten Ortsdamms waren Bauern, einige Handwerker und eine Handvoll Angestellte. Man arbeitete in der Nähe. Alles fussläufig oder mit dem Rad erreichbar. Die Bauern litten teilweise schwer unter den strukturellen Veränderungen. Aus Vollerwerbsbauern wurden Nebenerwerbsbauern; später Hilfsarbeiter. Allenfalls LKWfahrer weil sie erforderlichen den Führerschein dafür hatten.
Ich bin glücklich, diese scheinbar uralten Zeiten noch erlebt zu haben. Wenn der Bauer angespannt hat. Halt, davor hat er sich meist noch an den Mist gestellt. Die Frauen hatten viel Arbeit zu leisten. Aber es waren vielfältige, abwechslungsreiche Tätigkeiten. Und bei den Männern war es ebenso. Nicht wenige Arbeiten wurden gemeinsam verrichtet. Man half sich gegenseitig, weil man alleine nicht alles bewerkstelligen konnte.

Mit uns Kindern wurde nicht verhandelt. Mit uns wurde eindeutig gesprochen. Und die Erziehung war konsequent. Manchmal übersprang sie auch die Grenze und wurde sehr hart. Ich habe meine Kindheit überlebt.

Nachfolgend einige Zurufe, Titulierungen und Warnungen. Wo notwendig folgt die Übersetzung in Klammern.

Ihr Bälsch (Ihr Bälger), die Streigerung Ihr Dreckbälsch (Ihr Schmutzbälger). Das galt für die Buben. Ein Mädchen rief man Du Oos (du Aas), Die Steigerung war das Schinnoos (das Schindaas). Lärmten die Kinder zu arg als der Opa seinen Mittagsschlaf abhielt, so schrie er: Die Eeser (Plural von Oos) und die Bälsch gewwe kaa Ruh. Ich geh gleich raus unn schlaach deene uffs Kapital dass die Zinse waggele. (Ich gehe gleich nach draussen und schlage ihnen aufs Kapital dass die Zinsen wackeln). Für manche dieser Worte oder Sprüche habe ich lange gebraucht, um sie konkret zu verstehen.

Du Läusert (du Lausbub.) Du Lumbeanna (du Lumpenanna für ein schmuddeliges Mädchen). Die Steigerung dazu war das Dreckmensch. Du Daachdieb (du Tagdieb), du Faulenzer, du Fleschmaddigger (du Phlegmatiker). Du Fleebutz (?), so ein Simbel (so ein Simpel / Steigerung: Hutsimpel)…  Da fallen mir jetzt noch einige ein.
Interessanter waren allemal die Sprüche. Der ist zu blöd um einen Nagel in ein Pfund Butter zu schlagen. Dem kann man im Laufen die Schuhe besohlen. Du Krischer hast heut´ wieder nah´ ans Wasser gebaut (für einen weinerlichen Jungen). Dir schlaach ich mit der falschen Hand geje de Kehlbacke (Dir schlage ich mit der Rückhand gegen den seitlichen Hals). Du werrst verknibbelt, dassde in kein Sasch mehr passt (Du wirst verprügelt [geknüppelt] bis du in keinen Sarg mehr passt). Dem Dunischtgut (Tunichtgut) muss mer de Wille breche. Des kloa Dreckmensch willem alles ufftroyern (das kleine freche Mädchen will einem alles (auf)oktroyieren. Dir willisch Mores lern (dich will ich die Moral lehren). Du bist so bled wie die ganz anner Woch´(Du bist so blöde wie die ganze andere Woche).
Hier würden nun die sinnreichen Mantren der Erniedrungessprüche kommen. Aber draussen scheint die Sonne so schön. Und es ist herrlich ruhig.

Mir fiele im Moment keiner der Jungs in meinem Alter ein, der diese Erziehungsmassnahmen so gänzlich unbeschadet überstanden hat. Bei manchen merkt und sieht man es deutlich. Bei anderen weniger. Die Masse schwimmt in der Mitte, eher unauffällig. Die meisten warten darauf, dass „Corona aufhört“.
Der Bekleidungseinzelhandel wirbt mit Rabatten bis zu 70% und der Parole „wir sind zurück“. Der sie vertretende Verband hat herausgefunden, dass die Kauflust der Konsumenten „im Keller sei“. Das finde ich gesund. Weniger ist ohnehin mehr.

 

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern gute Tage voller Lebensfreude.

 

 

Und die Jahre ziehn ins Land

Horsche:  Jefferson Airplane – Volunteers [1969]
Lesen: Gerhard Zwerenz – Der langsame Tod des Rainer Werner Fassbinder
Essen & Trinken: Eine Pfanne mit Zucchini, Tomaten, Zwiebeln, viel Knoblauch und frischen Kräutern aus dem Garten, Mozarella, Oliven und Weissbrot. Apfelwein (sauergespritzt) aus der Kleinkelterei unserer Vertrauens.
Schaffe: Einen Gang runterschalten. Dennoch die Handwerker im Blick behalten.
Gugge: Photographien von heute und vor Jahren

 

Sechs Jahre meldet mir WordPress. Vor sechs Jahren sass ich in Triest in einer alten, mässig erhaltenen Villa. Im Garten dahinter ein Meer von Schwertlilien in allen Farben. Damals musste ich zwangsläufig mit meinem Blog zu WP wechseln.
Ich bin dankbar, so viele Menschen durch die Bloggerei kennengelernt zu haben. Freundschaften sind entstanden, die ich nicht mehr missen möchte.
Inzwischen vermute ich, dass man beim Bloggen Persönlichkeiten viel rascher und unverblümt kennenlernen kann. Man kann sich geben, verstellen und nennen wie man will; aufmerksame Beobachter nehmen die Substanz hinter den Vorspiegelungen schnell wahr.

 

Eiscafés dürfen unter Auflagen und Vorgaben ihre Waren wieder verkaufen. Gartenlokale nicht. Wer legt da eigentlich welche Messlatten an? Sicherheitsabstände sind herstellbar. In den Einkaufszentren begegnen sich Menschen gedankenlos unter Missachtung der empfohlenen Sicherheitsabstände. Und alle warten nun auf die Rückkehr der alten Zustände. Konsumieren, Party machen, in Urlaube fahren. Gedankenlosigkeit was das Übermorgen betrifft.
Keine Generation vor meiner und der meiner Eltern konsumierte dermassen hemmungslos. Alleine die Vorstellung, welchen Sammelsurien ich selbst in meinem Leben bereits nachgejagt bin. Und jedesmal, wenn mir die inneren Strukturen des jeweiligen Sammelgebietes klar geworden waren, habe ich die Artefakte wieder verkauft. Oder eingetauscht und damit eine neue Sammelei begonnen. Bis vor wenigen Jahren.

Um die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen nicht weiter voranzutreiben müssen wir danach fragen, was wir tatsächlich brauchen. Dadurch wird die jetzige Krise zu einer grossen Chance.

Stattdessen solls möglich schnell so weitergehen wie bisher. Wie das gesteuert und forciert wird, kann man an dem Beispiel eines Fernsehberichtknechts erleben.
Auf Ihrem feinen Blog hat die geschätzte Frau Knobloch dazu einen Link publiziert. Ab Minute 2:20 gehts zur Sache. Da versuchte der Berichtknecht der „Tagesschau“ die junge Frau Reemtsma vorführen. Sie hat sich nichts aufs Glatteis führen lassen. Vor solchen gradlinigen Menschen ziehe ich meine Hüte. Diese jungen Männer und Frauen brauchen jedwede Unterstützung. David gegen Goliath.

 

Auch vor allen Besuchern, Lesern und Guggern ziehe ich meine Hüte für ihr teilweise jahrelanges Interesse an meinen Berichten und Photographien. Ich wünsche Ihnen allen eine erfreuliche Woche.

 

Rückblicke beim Vanilleeis

Musik: Aphrodite´s Child – 666 (1971). Nach sanften Popsongs überraschten Demis Roussos und Vangelis mit diesem Album. Die Apokalypse des Johannes als progressives Rockkonzept.
Lektüre: Auf der Spur nach Kindheitsprägungen. Josephine Siebe : Kasperles Abenteuer in der Stadt.
Essen & Trinken: Eine Pfanne feinster Bratkartoffeln. Dazu Rohkostsalat. Apulischer Primitivo, Leitungswasser.
Arbeit: Historische Recherchen. Daneben eine quellenkritische Untersuchung eines Briefes von 1854.
Film: 1492, Die Eroberung des Paradieses. Wegen der Zurschaustellung von Gewalt nach füfnzehn Minuten beendet.

Wir sitzen im Garten. Jeder löffelt einen Tiegel mit Vanilleeis. Mit Schuss. Ich nehme heute Cointreau.
„Wie viele Urgrossmütter kann man auf natürlichem Wege eigentlich haben?“
„Ich hatte zwei. Eine mütterlicherseits und eine vom Vater her.“
„Ja, aber man müsste doch von beiden Seite je zwei haben. Das machte dann vier.“
„Stimmt, die Generationenfolge erweitert sich rückwärts betrachtet.“
„Wenn ich drüber nachdenke: die mir fehlenden Frauen und Männer sind auf Photographien abgelichtet.“

Der Schuss Cointreau nimmt dem Eis ein wenig von seiner Süsse, er verleiht eine fruchtige Note.
Ich kann mich bei meinen Urgrossmüttern bloss noch an wenige Begebenheiten erinnern. Sie starben als ich noch Kind war. Und sie tauchen heutzutage meist in Assoziationsketten aus dem Brunnen der Erinnerung wieder auf. Berta Brust (väterlicherseits) hatte einen schlanken schwarzen Gehstock. Die Zierde war der zierlich versilberte Griff mit einem prächtigen Jugendstilornament. Mit diesem Stock konnte sie behende umgehen; mindestens so schnell wie Zorro mit seinem Degen. Einmal, es war beim Geburtstagsfest meines Opas (ihres Sohnes), war ihr beim Toilettengang das Gebiss aus Mund gefallen. Als sie zurückkam blieb sie neben meinem Opa stehen. Der reagierte nicht gleich auf sie. Zzzwttt schnellte der Gehstock auf die Tischplatte. Zwischen Teller und Tassen, Sahnetopf und Kuchenplatte knallte der Stock auf das Tischtuch, ohne die geringste Beschädigung. Die Geburtstagsgesellschaft war verstummt.
„Robert, hol´ mir mal meine Zähne.“
Ich sehe die Szene noch heute lebhaft vor mir. Sie hatte den Tick, jedem zu erklären, dass man Eis nie pur essen solle. Die Kälte schade dem Magen. Sie war aber leidenschaftliche Eisesserin. Und hatte demzufolge immer eine Flasche Arrak, um, wie sie sagte, das Eis anzuwärmen, bevor es den Magen erreiche. Und nur dehalb habe sie einen so widerstandfähigen Magen. Immerhin wurde sie achtzig Jahre alt.

Meine zweite Urgrossmutter, Katharina Höhle, genannt Oma Kättsche, war aus ganz anderem Holz geschnitzt. Ich sehe sie in den ewig schwarzen Kleidern, dicken schwarzen Strümpfen und Männerschuhen. Darüber trug sie eine blaue Schürze mit einem Blumenmuster. Sie lebte in unserem Haushalt.
Ich sehe sie vor mir mit dem kleinen Knoten im Haar. Wie sie ihre wackelige Brille mit den randlosen Gläsern aufsetzte. Zum Abendessen trank sie meist Pfefferminztee und strich sich Schiebekäschen auf ihr Brot. Das waren die kleinen Käsedreiecke in Stanniol verpackt mit einem bunten Bildchen obendrauf.
Sie war die Auslöserin für meine erste schlimme Kinderqual. Andererseits sass ich als kleiner Junge auf ihrem Schoss. Während sie Gemüse putzte oder Kartoffeln schälte erzählte sie mir Grimms Märchen. Bei ihr habe ich gesehen, wie man einen Hefeteig ansetzt. Und Brombeergelee kocht. Fertigkeiten, die ich bis heute fast genauso mache. Weil sie einer vernünftigen Logik folgen. Sie hatte kein schönes Ende. Deshalb habe ich ihr schon lange ihre Ränke verziehen, die mir viel Leid eingebracht haben. Alleine durch die Märchen hat sie mir einen Kosmos eröffnet. Später, nach einer entsprechenden berufsbegleitenden Ausbildung, habe ich mit Märchen im professionellen Zusammenhang gearbeitet. Dafür werde ich ihr dankbar bleiben.

So leben die Vorfahren auf ihre Art in uns weiter. Ich weiss bis heute nicht, ob wir dabei wirklich die freie Wahl haben zu entscheiden, was von ihnen in uns weiterwirkt. Aus dem, was sie uns vorlebten, können wir jedenfalls unsere eigene Welt grösser machen. Wir alle haben viel mehr Möglichkeiten unser Leben schöner zu machen, als es uns oft auf den ersten Blick erscheinen mag.

 Ich wünschen allen Besuchern und Lesern beschauliche Ostertage

 

 

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Reflektionen im Morgengrauen

Wenig Musik gehört in den letzten Wochen. Dafür viel gelesen.
Yuval Noah Harari – Eine kurze Geschichte der Menschheit.
Van Bo Le-Mentzel – Der kleine Professor.
Und zur Zeit: Erwin Strittmatter – Der Laden.
Klingende Töne zum Frühstück: Dead Can Dance – Dionysus (2018)…

Leere Läden in der Innenstadt. Ein Vorurteil. Es gibt in fast jeder Strasse ein Nagelmalerstudio, einen Tätowierladen oder eine Piercingwerkstatt als letzte Instanzen, wo für das breite Publikum noch eine echte Kommunkation stattfindet. Oder man hält sich einen Hund.
Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Gebrauchshunde. Jagdhunde, Wachhunde. Folglich stehen sie mir noch immer näher als Katzen. Die Sympathie bekommt jedoch zusehends Risse. An den Hunden liegt das meist nicht. Zumindest so lange sie an der kurzen Leine geführt werden.
Es sind Leinenhalter, die sich Hunde anschaffen. Als lebendige Spielzeuge, Partner- oder Kinderersatz. Und natürlich auch als Einsamkeitsvertreiber. Irgendeine Ansprache auf der emotionalen Ebene braucht schliesslich jeder Mensch. Und so hört sich das dann gelegentlich an.
Kannst du das nicht mal lassen? Wie oft muss ich dir das denn noch sagen? Jetzt merk´ dir das doch endlich mal!
Im urbanen Raum werden immer mehr Flächen verdichtet. Grünflächen für Hundescheisse und -pisse werden rar. Einziger Vorteil, Hundebesitzer haben durch ihren vierbeinigen Besitz sogleich ein Gesprächsthema. In manchen Städten werden mittlerweile Hochbeete für Blumen oder kleine Bäume angelegt. Ein wichtiger Grund dafür liegt auf der Hand. Was den unsozialen Hundebesitzer natürlich nicht abhält. Er nimmt seine Fusshupe oder die frisch gestriegelte Flohschleuder in die Hand und setzt das Tier zum Kacken hoch ins Beet. Da machens die grossen Tölen ihren Besitzern leichter. Die hüpfen alleine hoch. Es ist widerlich, wie einige öffentliche Anlagen inzwischen aussehen.

An der Strassenseite des Ärmelhauses zieht sich ein flachwüchsiger Efeu am Sockel entlang. Seit Jahren trotzt er tapfer der täglich auf ihn hinrieselnden Hundepisse und den stinkenden Tretminen der Köter.
Wir könnten die freien Stellen unten am Sockel mit grossen Kieselsteinen belegen und dazwischen Steinbrech und andere unempfindliche Pflanzen anwachsen lassen.
Und die Hundebesitzer, frage ich stirnrunzelnd.
Wir könnens ja mal versuchen.
Das Ergebnis sieht gut aus. Inzwischen haben einige Wurzeln den Weg zwischen den Fugen der Verbundsteine hinunter ins Erdreich gefunden. Dadurch fühlen sich manche Zeitgenossen offensichtlich aufgefordert die grossen Kieselsteine als Steine zum Anstossen zu nehmen. Also werde ich in den kommenden Tagen die Steine in ein Zementbett legen müssen. Wer blaue Zehen begehrt, dem soll dieser Wunsch erfüllt werden.

Ihr habt die Pinkelecke aber schön hergerichtet.
Der Nachbar arbeitet zielstrebig an seiner Karriere als Deppchef. Er wohnt einige Häuser weiter auf der gegenüber liegenden Strassenseite. Und hat einen Hund. Er kommt die Strasse runter mit seinem Tier an der Leine. Bleibt genau gegenüber stehen. Der Hund muss sitzen machen. Das dauert. Ich vermute, der Hund will einfach weiterlaufen. Wie mit den anderen Familienmitgliedern auch. Hunde sind Gewohnheitstiere. (Welcher Bremer Stadtmusikant gibt den Rhythmus mit der Pauke vor?). Endlich sitzt das Tier befehlsmässig. Es erhält seine Kaubelohnung. Der Nachbar quert die Strasse mit seinem Hund. Und führt ihn zum Pissen zielstrebig an den Efeu. Ich bin ein untypischer deutscher Nachbar. Streit übers Hoftor liegt mir nicht.
Ich beobachte lieber und lerne dazu. Erfahrungen sind fruchtbarer als Streiterien.
Zufällig sehe ich den Deppchef, als er just die Strasse überquert. Schlagartig kratzt er die Kurve, als er mich wahrnimmt. Das Ärmelhaus ist ein Eckhaus und so biegt er mit seinem Tier in die andere Strasse. Letzthin öffnete ich frühmorgens die Jalousie. Er schien mich nicht zu bemerken. Sportlich reisse ich das Fenster auf. Der Deppchef reisst nicht minder sportlich an der Leine und kläfft seinen Hund an.
Musst du immer dahin laufen. Das ist doch alles schön gemacht. Kommst du jetzt wohl.
Vorige Woche standen wir uns Auge in Auge gegenüber und er sagt lobend:
Ihr habt die Pinkelecke aber schön hergerichtet.
Ebendrum, weil es keine Pinkelecke ist.
Aber der Efeu. Irgendwas hat der, dass der Hund da immer hin will.
Ja klar, weil jeder seinen Hund in den Efeu pinkeln lässt. Ist doch wie Zeitunglesen für Hunde.
Aber ihr habts schön gemacht. Sieht richtig klasse aus.
Genau, deshalb hoffen wir auch, dass die Pinkelei aufhört, weil es so ansehnlich ist.
Ach so. Es gibt Gesichtsausdrücke, die kann man nicht beschreiben…

In der Einführungsvorlesung stellt der Professor für Gestaltung digitaler Medien den Studenten eine Frage.
Welche elektronischen Aparaturen nutzen für Ihr Studium?
Ein einziger Studi verwendet zuhause noch einen Computer. Etwa ein Drittel der Studierenden nutzt Notebooks oder Tablets. Der grosse Rest benutzt hauptsächlich die elektronische Handfessel. Und die ersten schielen bereits nach dem Armband zur Sebst- und/oder Fremdüberwachung. Mit dem man der Welt zeigen und mit-teilen kann, was wirklich zählt im Leben, zum Beispiel wieviele Schritte noch fehlen zur Erreichung des individuellen Tagespensums.
Bei den Studierenden ist diese frappierende Naivität auffallend. Es gibt kaum einmal eine kritische Nachfrage zu den Vorlesungen der Dozenten. Zukünftige akademische Hilfsarbeiter, die immer unnötigere neue Apps erfinden. Mit denen sollen die Internetnutzer vom Wesentlichen abgelenkt werden. Das Rotkäppchensyndrom. Konsumartikelhersteller und Dienstleistungsanbieter als reissende Wölfe. Und hier werden ihre willfährigen Knechte herangezogen. Deren Grosseltern waren noch Handwerker, Bauern oder Büroangestellte. Haben Dinge hergestellt oder bearbeitet, die für die meisten Menschen weitgehend nutzbringend gewesen sind.

Früher habe ich mir vor Wahlen manchmal die Reden von Politikern vor Ort angehört. Es waren nicht viele Reden und es ist lange her. Zu viel fette Sahne statt handfestem Eintopf mit deftigem Schwarzbrot.
Eher zufällig wurde ich vor zwei Jahren Zeuge eines Auftritts des Spitzenkandidaten der Demokratischen Union Deutschlands. Fünfzig, seine floskelnden Schlagworte beklatschende Nichtdenker zollten Beifall für Luftballons und Kugelschreiber. Der Wahlkrampfmanager hatte den Tourbus der Wasserträger mit Parolen verzieren lassen. Ausgerechnet genau zwischen den Rücklichtern prangte die nichterfüllende Prophezeiung: „NRW – nie wieder Schlusslicht“. Obs daran lag, jedenfalls hat seine Partei die bis dahin regierende vormals sozial Demokratische Partei ab. Schlusslicht ist das Bundesland auch nach dem Regierungsparteienwechsel geblieben.

Die für meine diesjährige Wahl zum europäischen Parlament entscheidende Wahlkampfrede habe ich, wie mir scheint,  bereits mehrmals gehört und in meinem Herzen wohl bewegt. Die Namen und einige Phänomene mögen sich geändert haben, die grundlegenden Probleme sind geblieben. Und neue sind hinzugekommen. Das Gift der politischen Korrektheit wird allerorten versprüht.

Man könnte fast verzweifeln angesichts dieser einst schleichenden und jetzt masslos beschleunigten  Veränderungen. Gäbe es da nicht die verbliebenen Inseln der Menschlichkeit.
In dieser Woche waren wir in einer der letzten echten Frankfurter Apfelweinwirtschaft. Wir betraten das Lokal gegen achtzehn Uhr. Sechs Tische. Fünf lange Tische mit Bänken auf beiden Seiten. Auf dem runden Tisch verweist ein Schild auf den Stammtisch. Auf drei anderen Tischen stehen Klappschilder mit der Aufschrift reserviert. Wir setzen uns zu den alten Männern.
Der Abend war so grandios, dass wir danach Gästerezensionen im Internet suchten. Von stürmischer Begeisterung bis hin zu eindringlichen Warnungen waren die Bewertungen. Allein diese Bandbreite ist mir ein positives Qualitätsmerkmal. Wo alle begeistert sind, kann etwas nicht stimmen. Wo mehrheitlich gewarnt wird, werde ich jedoch vorsichtig.
Da wird vor dem maulfaulen Wirt gewarnt. Der Mann ist sechsundachtzig und arbeitet seit fast siebzig Jahren hinter der Theke. Bei einem meiner ersten Besuche sprach er uns an und fragte, woher wir kämen. Es entspann sich ein Gespräch, in dessen Verlauf er uns viel von sich und seiner Wirtschaft erzählte.
Von bösartigen alten Männern und deren Sprüchen kann man in den anonymen Kritiken lesen. In der Tat erinnern manche an Waldorf und Statler aus der Sesamstrasse. Neben uns die beiden haben diese Lachfältchen, die Gutes verheissen. Eine aufgemöbelte Blondine betritt den Schankraum.
Der Alte neben uns bemerkt grinsend: Siebzehn Jahr´ blondes Haar.
Eher zweimal siebzehn wenn nicht dreimal, entgegne ich. Wir lachen herhaft. Immer mehr Gäste kommen herein. Nach und nach werden die Reserviertschilder von den Tischen genommen. Es ist auffällig, dass keine Handtelefone auf den Tischen liegen. Das liegt nicht nur am Durchschnittsalter der Gäste. Hier sitzt man zusammen an langen Tischen und spricht miteinander. Es wird lauter. Die Beiz ist bis auf den letzten Platz besetzt. Der Wirt nimmt immer wieder den Zehn-Liter-Bembel aus dem Schwingestell auf der Theke und füllt ihn erneut. Bier steht hier nicht auf der Getränkekarte.
Neben uns sitzt jetzt ein anderer älterer Herr. Er kommt aus dem bayrischen. Hat früher lange in Frankfurt gearbeitet. Als Steinmetz hat er ein bekanntes Kunstwerk an markanter Stelle geschaffen. Seit einigen Jahren ist er Witwer. Kommt immer wieder hierher. Kann von der Stadt und dieser Wirtschaft nicht lassen.
Uns gegenüber nehmen zwei Frauen Platz. Ihre Berufe könnten unterschiedlicher nicht sein. Leben seit vielen Jahren in einer Fernbeziehung. Die Gespräche werden persönlicher. Wie gesagt, hier liegen keine Handfesseln auf den Tischen. Und spätestens sollte erkennbar sein, warum anfangs die Reserviertschilder auf den Tischen stehen.
Besonders kritischer Bewertungen erfreut sich der Kellner. Kein Mann für Gelaber. Ist dein Glas leer, tauscht er es gegen ein volles Glas aus. Unaufgefordert. Wer nichts mehr mag, legt seinen Deckel aufs Glas. Hin und wieder können seine Sprüche verwirren. Einmal standen Gäste unter der Tür. Suchten offensichtlich freie Tische. Es waren freie Pläte vorhanden. Der Kellner sprach sie an. Sie würden einen freien Tisch suchen. Er zeigte auf freie Plätze. Sie schienen unentschieden. Er sagte kurz: Also, wenn Ihr schauen wollt, dann geht am besten ins Museum.
Als ich einst einen „Äppler“ bestellte. fuhr er mich an: Wenn du Äppler willst, den gibts drüben am Kiosk. Hier gibts Apfelwein. Dazu muss man wissen, Äppler ist ein Kunstwort, das in der Marketingabteilung einer industriellen Apfelweinmosterei erfunden worden ist. Und leider immer mehr Verbreitung findet. Besonders bei Leuten, die nicht von hier sind. Uffgeplackte.
Und es fällt auf, dass in dieser Wirtschaft vorwiegend Einheimische verkehren. Südhessischer Humor ist nicht jedermanns Sache. Es wird immer lauter. Kreuz und quer wird durch das Lokal geredet und gerufen.
Mir fällt eine Szene ein, die ich vor Jahren hier erlebte und die mir die Atmosphäre in dieser Wirtschaft so kostbar macht.
Zwei Jungkarrieristen mit engen blauen Anzugshosen und langen brauen Spitzschuhen betreten das Lokal. (Braun und blau kleidet die Sau – auch das war so eine der Lebensweisheiten meiner Urgrossmutter). Die beiden Typen schauen sich um. Nehmen schliesslich Platz neben einem Mann mit gelber Armbinde. Der trinkt seinen Schoppen. Sein Hund liegt ruhig zu seinen Füssen. Die beiden fühlen unsicher in dieser realen Umgebung. Rundum Gebabbel und Gelächter.
Schliesslich meint einer der beiden den Blinden ansprechen zu müssen und schnörkelt los: Ein schönes Tier haben Sie da. Das hat doch sicher eine gute Ausbildung.
Freilich, entgegnet der Angesprochene, der ist gelernter Industriekaufmann.

Bei dem Alter des Wirtes stellt sich immer häufiger die bange Frage, wielange es dieses Lokal noch geben wird. Wie das weitere Schicksal solcher Lokalitäten aussieht, ist sattsam bekannt. Wir wissen, dass nichts bleibt und bedauern es oft.

Wir verlassen nach den mächtigen Rippchen mit Kraut und etlichen Schoppen mit den beiden Frauen das Lokal und fahren nach Bornheim. Wir verabschieden uns voneinander, denn unser Weg führt zu einem letzten Schoppen in eine andere (vormals )legendäre Frankfurter Apfelweinkneipe. Auch dort ergab sich rasch ein Gespräch. Aber das würde den Rahmen sprengen.

Nichts bleibt? Doch. Die Menschlichkeit und der Humor.

Ich wünsche allen Besuchern, Lesern und Guggern ein feines Wochenende.