Hanseatarktische Expedition

In gewisser Weise passend zu diesem Beitrag. Woglinde und Wellgunde: Wasser muss fliessen! – – Weia! Waga! Woge, du Welle! Wenn man es schafft, das krude Wortgewölle wegzuhören, dann wird man wahrlich wunderbare Musik wahrnehmen. Wohlan, und nach meinem Geschmack das beste mir bekannte instrumentale Vorspiel; bedauerlicherweise mit nur 3’33“ viel zu kurz: Richard Wagner – Das Rheingold (1854)…

Der gelbtrippelnde Bote steckte den Umschlag ins Briefbehältnis. Er enthielt die Einladung zu einem ganz besonderen Vergnügen. Aus Gründen eines Jubiläums gedachte Herr Zaphod Freunde und Bekannte um sich zu versammeln. Auf dass die Menge sich besser kennenlerne und nicht verlaufe, bat er sie an Bord der OMKA. Da ich bereits zuvor einmal auf der OMKA mitschippern durfte, war ich vorgewarnt. Ordentliche Winterkleidung schien auch Ende Mai angeraten auf den Gewässern rund um die Hansestadt.

Treffpunkt war der Kanalplatz im Harburger Hafen. Pünktlich zur Mittagsstunde. Mein schneller Zug hatte die Bembelstadt bereits um fünf Uhr morgens verlassen. Der Zug war jedoch pünktlich (das ist mittlerweile ja erwähnenswert) und so hatte ich noch einige Stunden Zeit, den Harburger Hafen zu durchstreifen. Auf einem der vielen Hausboote wohnt der Sänger, der einst von seinem Boss mehr Geld forderte. Ich sah lediglich seinen Transporter mit Portrait und ungefährem Geburtsdatum auf dem Nummernschild.
Ich hatte bloss einen kleinen Rucksack dabei und verzichtete zugunsten wintefester Kleidung auf mein Geraffel. Ausserdem vierliess ich mich dabei auf die ebenfalls geladenen Herren Pappenheimer und Hippolyte. Das Wetter wechselte im Zehn-Minuten-Takt. Der Hafen ist klein und ohne das grosse Besteck macht das Fotografieren weniger Freude. Also holte ich auf einer Bank den fehlenden Nachtschlaf nach gegenüber der Anlegestelle der OMKA.

Ein Anruf weckte mich und ich sah das emsige Treiben auf der OMKA. Eigner und Kapitän Stefan hat den Schlepper Baujahr 1926 in zehnjähriger Arbeit wieder fahrtüchtig gemacht. Wir machten die Leinen los und schipperten Richtung Elbe, dort stromabwärts und dann backbord in die Este vorbei an manchen stimmungsvollen Häusern hinter dem Deich. Kurz vor Königreich (das heisst wirklich so!) machten wir fest um zu grillen. Landgang, feiern und wohlfühlen gemeinsam mit freundlichen Menschen. Inzwischen war das Thermometer sogar knapp in den zweistelligen Bereich geklettert und die Sonne schien prächtig. Nach dem ausgedehnten Picknick fuhren wir wieder zurück und erreichten gegen 23:00 Uhr den Anleger im Harburger Hafen.

Es war ein tolles Erlebnis. Die Gesellschaft war prima und die ebenso köstliche wie üppige Versorgung der leiblichen Bedürfnisse war beeindruckend. Meinen ganz herzlichen Dank für dieses Erlebnis und auch für das Nachtasühl, lieber Zaphod – – äähh, wann hast du dein nächstes Jubiläum?

                                  (Foto anklicken öffnet die Galerie. F11 in Firefox macht die Fotos noch grösser)

 

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13 Gedanken zu „Hanseatarktische Expedition

  1. Das nächste Jubiläum dann in etwa 10 Jahren, falls ich das noch erlebe wird es sicherlich sehr viel geruhsamer abgehen. Danke für Deinen Besuch und viel Spaß bei der Rekonvaleszenz, ich bin auch noch gut dabei…

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